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epa06870051 People participate in a vigil as a protest against the killing of social leaders in Bogota, Colombia, 06 July 2018. The Attorney General of Colombia attributed the murder of social leaders and human rights defenders in the country to 'criminal organizations that are real armies at the service of drug trafficking'. A new wave of violence against human rights defenders has alarmed the country in the last week, where there have been at least five murders.  EPA/LEONARDO MUNOZ

In Gedenken an einen getöteten Menschenrechtler kamen am 6. Juli 2018 in Kolumbiens Hauptstadt Bogota Menschen zu einer Mahnwache zusammen.  Bild: EPA/EFE

Gewalt in Kolumbien nimmt zu: Menschenrechtler sollen besser geschützt werden



Die kolumbianische Regierung will Menschenrechtsaktivisten, Dorfvorsteher und Anführer sozialer Bewegungen künftig besser beschützen. Präsident und Friedensnobelpreisträger Juan Manuel Santos kündigte am Dienstag die Gründung einer Schutztruppe der Polizei an.

Zudem sollen Täter schneller verhaftet und die Kopfgelder auf die Hintermänner erhöht werden. «Ich habe angeordnet, dem Schutz der Anführer sozialer Bewegungen und Menschenrechtler Priorität einzuräumen», sagte Santos.

Seitdem die Farc-Guerilla und die Regierung den bewaffneten Konflikt im November 2016 mit einem Friedensvertrag beendeten und die Rebellen die Waffen niederlegten, wurden in dem südamerikanischen Land 178 soziale Aktivisten getötet. Kriminelle Banden und andere bewaffnete Gruppen dringen in die einstigen Einflussgebiete der Farc ein. Häufig übernehmen sie die illegalen Geschäfte wie Drogenhandel und Schutzgelderpressung und begehen schwere Menschenrechtsverletzungen.

Zuletzt hatten die Vereinten Nationen und die USA die kolumbianische Regierung dazu aufgerufen, Menschenrechtler und Anführer von Bauerninitiativen sowie indigener Gruppen besser zu schützen. (sda/dpa)

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