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76'000 Migranten und Flüchtlinge überschreiten US-Südgrenze – hat Trump doch recht?

06.03.2019, 14:0506.03.2019, 17:40
Die US-Grenzwache setzt Migranten und Flüchtlinge in der Nähe von Lukeville, Arizona fest (Archivbild).
Die US-Grenzwache setzt Migranten und Flüchtlinge in der Nähe von Lukeville, Arizona fest (Archivbild).Bild: AP/U.S. Customs and Border Protection

Mehr als 76'000 Flüchtlinge und Migranten sind im Februar ohne die nötigen Papiere über die Grenze zu Mexiko in die USA eingereist. Das sind mehr als doppelt so viele wie im selben Monat des Vorjahres, wie aus einer am Dienstag (Ortszeit) veröffentlichten Statistik des US-Grenzschutzes hervorgeht.

«Wir stehen vor einer humanitären Krise und einer nationalen Sicherheitskrise entlang unserer Südwestgrenze», sagte Behördenchef Kevin McAleenan in einer Mitteilung.

US-Präsident Donald Trump will die Einwanderung über die Grenze zu Mexiko mit dem Bau einer Mauer stoppen. Zu deren Finanzierung hatte Trump im Februar den Nationalen Notstand ausgerufen. Im US-Senat deutet sich aber ein Mehrheitsvotum gegen den Notstand an, nachdem auch Senatoren von Trumps Republikanern Unterstützung für eine solche Resolution signalisiert hatten.

Die wachsende Zahl der Familien und Kinder, die in grösseren Gruppen und in entlegenen Gegenden über die Grenze kämen, stelle die Einrichtungen des Grenzschutzes sowie Nicht-Regierungsorganisationen vor eine «einzigartige Herausforderung», sagte McAleenan.

Eine Mutter aus Honduras sitzt mit ihren Kindern in Negras, Mexiko.
Eine Mutter aus Honduras sitzt mit ihren Kindern in Negras, Mexiko.Bild: AP/The San Antonio Express-News

Familien und unbegleitete Kinder machen derzeit rund 60 Prozent aller Festnahmen an der Grenze aus. Die meisten Zuwanderer stammen aus den zentralamerikanischen Staaten Guatemala, Honduras und El Salvador. Sie fliehen vor Hunger und Gewalt in ihren Heimatländern.

Um den Anstieg zu bewältigen, hat der Grenzschutz nach eigenen Angaben zusätzliche medizinische Versorgung für die Menschen angeordnet, die von den Behörden festgehalten werden.

Jüngst hatte es mehrere Todesfälle von Menschen im Gewahrsam des US-Grenzschutzes gegeben. Nach dem Tod zweier Kinder aus Guatemala im Dezember war im Februar ein 45 Jahre alter Mann aus Mexiko in der Obhut der Behörden gestorben. (sda/dpa/afp)

Die Probleme mit Trumps Mauer

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Die Grenze zwischen Mexiko und den USA

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Die Grenze zwischen Mexiko und den USA
quelle: x02883 / jorge duenes
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24 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Amadeus
06.03.2019 14:44registriert September 2015
Wäre noch spannend zu wissen, warum die Flüchtlingszahlen gerade jetzt steigen. Gehts den Leuten schlechter in ihren Heimatländern (push-factor), oder wollen sie noch über die Grenze bevor die Mauer gebaut wird (pull-factor)? Oder vielleicht hats ja noch andere Gründe.
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chrisdea
06.03.2019 14:42registriert November 2014
Gestern in NY gesichtet...
76'000 Migranten und Flüchtlinge überschreiten US-Südgrenze – hat Trump doch recht?
Gestern in NY gesichtet...
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Ferdinend
06.03.2019 17:19registriert September 2018
Wer keine Flüchtlinge will sollte nicht absichtlich Länder destablisieren (siehe interventionismus der USA in Lateinamerika)
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