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epa07026886 Office towers damaged by Typhoon Mangkhut in Hung Hom district, Hong Kong, China, 17 September 2018. Typhoon Mangkhut was one of the most severe storms to hit Hong Kong in recent decades. According to the Hong Kong Observatory, the super typhoon is officially Hong Kong's most intense storm since records began as it hit the autonomous territory with sustained winds reaching up to 250km/h.  EPA/JEROME FAVRE

Bei zahlreichen Gebäuden in der Millionenmetropole Hongkong zerstörte der Taifun die Fenster.  Bild: EPA/EPA

«Ich wurde seekrank» – wie eine Schweizerin den Taifun in Hongkong im 20. Stock erlebte

Die Bernerin Denise Probst lebt seit sieben Wochen mit ihrem Mann und den zwei Kindern in Hongkong. Für die Schweizer Familie war der Taifun «Mangkhut» der erste Wirbelsturm ihres Lebens. 



Der weltweit bisher schwerste Sturm des Jahres zog am Wochenende über Teile Südostasiens. Auch die Millionenmetropole Hongkong wurde am Sonntag vom Taifun «Mangkhut» hart getroffen. Mitten drin: Denise Probst und ihre Familie

«Es war der Horror», beschreibt Probst die Stunden, während der Sturm mit 239 Stundenkilometer über die Dächer fegte. «Wir wohnen im 20. Stock eines Hochhauses, irgendwann fühlte ich mich richtig seekrank, weil das ganze Gebäude so gewackelt hat.» 

Denise Probst lebt mit ihrem Mann und den zwei Kindern seit sieben Wochen in Hongkong. Probst bloggt über die Erfahrungen als Expatfamilie.  

Die Familie verbarrikadierte sich zusammen mit den restlichen Bewohnern im Hochhaus. «Rausgehen war absolut keine Option», erzählt Probst. Um der Übelkeit zu entkommen, ging Probst in die Lobby, wo sich bereits andere Anwohner eingefunden hatten. Dort traf sie auf Bekannte aus dem 38. Stock. «Man konnte nicht einmal mehr vom Bett zum Tisch laufen, ohne umzufallen.» 

Unterdessen ist der Sturm vorbeigezogen, die Aufräumarbeiten in vollem Gange. Die Familie Probst ist mit dem Schrecken davon gekommen. Denn «Mangkhut» hatte es in sich. «Leute, die schon länger in Hongkong leben, haben mir gesagt, dass sei der schlimmste Sturm gewesen, den sie je gesehen haben», berichtet Probst. 

Ganz vorbei ist der Ausnahmezustand noch nicht. Die Schulen bleiben auch morgen noch geschlossen. Noch immer liegen zahlreiche Bäume auf den Strassen. Der Sturm und die folgenden Überschwemmungen richteten nach Angaben der Hongkonger Regierung «schwere und grossflächige Schäden» an. Mehr als 300 Einwohner seien verletzt worden, mehr als 1500 Menschen verbrachten die Nacht in Notunterkünften.

epa07026622 People clear muddy flood water out of a restaurant in the wake of Typhoon Mangkhut in Heng Fa Chuen, Hong Kong, China, 17 September 2018. Typhoon Mangkhut was one of the most severe storms to hit Hong Kong in recent decades. According to local media, Leung Wing-mo, former assistant director of the Hong Kong Observatory said that Hong Kong can expect similar severe weather more often in the future.  EPA/ALEX HOFFORD

Die Aufräumarbeiten nach dem Taifun «Mangkhut» sind im vollen Gange.  Bild: EPA/EPA

Taifun über Südchina und Hongkong

Taifun «Mangkhut» in Südostasien fordert Dutzende Opfer

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Video: srf

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13Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Janis Joplin 18.09.2018 07:57
    Highlight Highlight Jesses Gott, seekrank? Na, "guten Humor" hat sie ja noch in dieser brutal schlimmen Situation bewahrt, obwohl man ja nicht mal von Bett zu Tisch gehen konnte, ohne umzufallen...
  • Die_Frau 18.09.2018 03:16
    Highlight Highlight Lieber Thurgauo

    Ich habe nicht darauf bestanden, dass mein Instagram-Acoount verlinkt wird, habe aber auch nichts dagegen gesagt weil ich dachte, interessiert eh keinen - ich behandle diesen Account ziemlich stiefmütterlich. Er ist vor allem für meine Freunde und meine Familie.

    Die Lampen haben am frühen Morgen so gewackelt, als es angefangen hat. Wie es später ausgesehen hat, kannst du googeln. Die Dame aus dem 38. Stock hat mir dies so erzählt - und ich glaube es ihr definitiv.



  • Donald 17.09.2018 18:24
    Highlight Highlight Euer Titelbild suggeriert etwas Falsches. Dies geschah bei gerade einmal einem Bürogebäude in der ganzen Stadt (wo es 8000 Hochhäuser gibt). Nicht beim Wohngebäude der Frau im Bericht. Ihr Gebäude hat lediglich geschwankt, wohl kaum "gerüttelt", wie oben geschrieben...

    Ich habe schon mehrere Signal 8 Taifune (die es praktisch jedes Jahr gibt) in der Region und in höheren Stockwerken mitgemacht, absolut kein Problem. Wenn der Frau T3 schon zu streng ist, wie sie im Blog schreibt, ist sie wohl am falschen Ort.
    • Thurgauo 17.09.2018 18:50
      Highlight Highlight Man muss sich den Artikel nur kurz anschauen um zu erkennen, dass es lediglich darum geht Aufmerksamkeit zu erregen. Nur schon der Insta-Account. Die Lampen wackeln ein bisschen und man konnte nicht mehr vom Bett zum Tisch laufen ohne umzufallen, klar :D Dann hätte man wohl eher aus dem Gebäude flüchten müssen, wenn es derart gewackelt hätte.
    • Garp 17.09.2018 19:13
      Highlight Highlight Du bist ein Held Donald.
      Mangkhut war nunmal aussergewöhnlich stark. Da kommen noch Geräusche und die ganze Stimmung dazu. Wenn man das zum ersten Mal erlebt, dass ein an sich stabiles Gebäude wankt, kann einen das schon sehr erschrecken und man kann das als sehr beängstigend erleben.

      Ich wohnte mal in einem rüttelnden Gebäude. Es ist einfach unheimlich.
    • Donald 17.09.2018 19:18
      Highlight Highlight Stimmt, extensive nutzung von "Expat", das Lieblingswort von Leuten, die ihre "Leitkultur" leben und sich keinesfalls integrieren.
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