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Der Mount Soputan auf Nordsulawesi schleuderte Asche bis zu vier Kilometer in die Höhe.
Der Mount Soputan auf Nordsulawesi schleuderte Asche bis zu vier Kilometer in die Höhe.Bild: EPA/BNPB

Erdbeben, Tsunami und nun Vulkanausbruch – Sulawesi kommt nicht zur Ruhe

03.10.2018, 06:4403.10.2018, 09:41

Auf der indonesischen Insel Sulawesi ist nach der Tsunami-Katastrophe mit mehr als 1400 Toten am Mittwoch ein Vulkan ausgebrochen. Der knapp 1800 Meter hohe Vulkan Soputan schleuderte Asche bis zu vier Kilometer in die Höhe.

Der Vulkan befindet sich im Norden der Insel Sulawesi.

Nach Angaben der nationalen Katastrophenschutzbehörde gab es zunächst keine Informationen über grössere Schäden. Die Suche nach Überlebenden der Tsunami-Katastrophe wird unterdessen immer verzweifelter.

Nach der bisherigen offiziellen Zwischenbilanz kamen bei der Serie von Erdbeben und der folgenden Flutwelle auf Indonesiens viertgrösster Insel am vergangenen Freitag mindestens 1400 Menschen ums Leben. Unter den Trümmern von Häusern und im Schlamm werden noch viele weitere Leichen vermutet. Befürchtet wird, dass die Zahl der Todesopfer in die Tausende geht. Am Mittwoch will der Katastrophenschutz eine neue Zwischenbilanz veröffentlichen.

Chaotische Lage

Bis das ganze Ausmass der Katastrophe klar ist, wird es aber wahrscheinlich noch Tage dauern. Der Sprecher der Katastrophenschutzbehörde, Sutopo Nugroho, berichtete von mehr als 2500 Verletzten. Mehr als hundert Menschen werden offiziell vermisst. Mehr als 60'000 haben ihre Häuser verloren. Die Lage auf der Insel wird derweil immer chaotischer. Die Vereinten Nationen schätzen, dass mehr als 190'000 Menschen auf Hilfe angewiesen sind.

Bei den Überlebenden wachsen Verzweiflung und Zorn, weil es an den wichtigsten Dingen wie Strom, Wasser, Nahrung und Treibstoff fehlt. In der besonders schlimm betroffenen Stadt Palu kam es zu Plünderungen. Nach Polizeiangaben wurden 45 Menschen festgenommen. Sie hatten versucht, in Einkaufszentren unter anderem Flachbildfernseher, Schuhe, Kleidung und einen Geldautomaten zu stehlen.

Nach der Tsunami-Katastrophe kam es zu etlichen Plünderungen.
Nach der Tsunami-Katastrophe kam es zu etlichen Plünderungen.Bild: EPA/EPA

Militär fliegt Verletzte aus

Unterdessen flog das indonesische Militär vom Flughafen Palu aus mit Hercules-Transportmaschinen Verletzte aus. Die Menschen wurden in die Provinzhauptstadt Makassar gebracht, wo sie in Spitälern besser versorgt werden können. Ein Militärsprecher sagte: «Sie müssen behandelt werden. Das geht in Palu nicht, weil es immer noch keinen Strom gibt.» Am Flughafen der 350'000-Einwohner-Stadt wurden auch Feldlazarette aufgestellt.

Der Vulkan Soputan liegt im Nordosten von Sulawesi, mehrere Hundert Kilometer vom Gebiet der Tsunami-Katastrophe entfernt. In den vergangenen Jahren war er immer wieder ausgebrochen. Indonesien liegt auf dem Pazifischen Feuerring, der geologisch aktivsten Zone der Erde. Dort kommt es immer wieder zu Erdbeben. Auch Vulkanausbrüche sind keine Seltenheit. Der Inselstaat hat so viele aktive Vulkane wie kein anderes Land der Welt. (sda/dpa)

Tsunami-Nachwirkungen Palu

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Schwierige Aufräumarbeiten auf Sulawesi
quelle: ap/ap / tatan syuflana
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