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Prime Minister Justin Trudeau pauses while making a formal apology to individuals harmed by federal legislation, policies, and practices that led to the oppression of and discrimination against LGBTQ2 people in Canada, in the House of Commons in Ottawa, Tuesday, Nov.28, 2017. (Adrian Wyld/The Canadian Press via AP)

Kanadas Premier Trudeau bei seiner Sorry-Rede.  Bild: AP/The Canadian Press

Emotionale Rede: Kanadas Premier Trudeau entschuldigt sich unter Tränen bei Homosexuellen



Kanadas Premierminister Justin Trudeau hat sich offiziell bei den Schwulen und Lesben des Landes für die jahrzehntelange Diskriminierung durch den Staat entschuldigt.

In einer Rede vor dem Parlament in Ottawa sagte Trudeau am Dienstag: «Im Namen der Regierung, des Parlaments und des kanadischen Volkes: Wir haben Fehler gemacht. Es tut uns leid. Wir werden niemals zulassen, dass so etwas noch einmal passiert.»

Mit der Entschuldigung wandte sich Trudeau an Kanadier, die zwischen den 1950-er und 1990-er Jahren in Kanadas Bundesbehörden, der Armee, der Bundespolizei und den Geheimdiensten wegen ihrer sexuellen Orientierung diskriminiert und teilweise aus dem Staatsdienst entlassen worden waren. Der Premierminister kündigte die Zahlung von umgerechnet mehr als 70 Millionen Franken an, um eine Sammelklage tausender Kanadier wegen ihrer Entlassung aus Gründen der sexuellen Orientierung beizulegen.

Pupillengrösse gemessen

Nach dem Zweiten Weltkrieg hatten Kanadas Behörden systematisch Schwule und Lesben aus dem Staatsdienst drängen wollen, weil sie diese für erpressbar durch die Sowjetunion hielten. In den 1960-er Jahren hatte Kanadas Polizei dabei Listen mit Namen tausender mutmasslicher Homosexueller angelegt. Sie brachte auch Maschinen zum Einsatz, mit denen die Reaktion der Pupillen von Verdächtigen auf homosexuelle Pornografie gemessen wurde, um die Verdächtigen so als schwul zu entlarven.

Homosexualität in Kanada wurde 1969 entkriminalisiert. Das Gesetz hatte der damalige Justizminister - und spätere Premierminister - Pierre Trudeau eingebracht. Er war der Vater des derzeitigen Regierungschefs. Justin Trudeau hat sich immer wieder für die Rechte von Homosexuellen eingesetzt. (sda/afp)

Die ganze Rede:

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Video: YouTube/Maclean's

Hat die Schweiz ein Homophobie-Problem?

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Video: srf

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26
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26Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • stimpy13 29.11.2017 13:50
    Highlight Highlight Beim Betrachten der Kommentare finde ich es äusserst interessant, dass sowohl viele Herzen als auch viele Blitze verteilt werden - nach meinem Empfinden sehr viel ausgeglichener als sonst auf dieser Newsplattform. Noch interessanter wäre jetzt zu wissen, ob dies aufgrund des Themas "Homosexualität", "Kanada" oder "sich entschuldigen" passiert. Theorien? =)
  • fandustic 29.11.2017 12:54
    Highlight Highlight Hahaha....welch eine Selbstinszenierung. Einfach herrlich😂
  • Fulehung1950 29.11.2017 11:02
    Highlight Highlight Justin Trudeau ist einer der letzten grossen Staatsmänner. Klare Ansagen, klare Haltungen! Auch er ist nicht ohne Fehler - aber ein paar mehr seines Kalibers, und die Welt sähe anders aus!
    • Lami23 29.11.2017 17:22
      Highlight Highlight Zum Glück gibt es nicht mehr Heuchler wie ihn. Kann sein, dass das seine ehrliche Meinung ist und das wäre efreulich. Wer sich aber sonst mit seiner Politik beschäftigt, weiss, das Rückgrat nicht gerade sein zweiter Vorname ist.
    • Fabio74 29.11.2017 21:53
      Highlight Highlight @lami Gibts dazu Fakten,Quellen, Argumente?
  • Toerpe Zwerg 29.11.2017 09:06
    Highlight Highlight Extrem starke Rede. Trudeau ist ein echter Leader, eine Lichtgestalt unter Widerlingen, Lügnern und Opportunisten wie Putin und Trump. Bravo.
    • Lami23 29.11.2017 17:28
      Highlight Highlight Naja ich kenne ihn nicht persöhnlich, aber da gibt es durchaus auch Stimmen, die anderes sagen. Stichwort Trans Mountain Pipeline, Flüchtlingspolitik, Luxusferien auf Staatskosten etc. Was er aber sicher gut kann, ist sich selber zu inszenieren und da befindet er sich in der Politik ja in bester Gesellschaft.
    • Toerpe Zwerg 29.11.2017 20:29
      Highlight Highlight Luxusferien auf Staatskosten? Die Geschichte, auf die Sie anspielen, geht anders. Der Rest ist normales politisches Geschäft und es liegt in der Natur der Politik, dass politische Gegner Sachfragen anders sehen.
  • Lord_Mort 29.11.2017 08:56
    Highlight Highlight Es ist schön zu sehen, dass es noch Politiker gibt, die neben den ganzen politischen Schlammschlachten das Menschsein noch nicht vergessen haben. Fehler einzugestehen, auch wenn man selber nicht direkt an diesen Fehlern beteiligt war, ist eine Stärke.
    • Haiderfroh 29.11.2017 11:04
      Highlight Highlight War es ein Fehler? Wenn ja, wieso?
    • Lord_Mort 29.11.2017 12:21
      Highlight Highlight @Haiderfroh. Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung systematisch auszugrenzen und sie deswegen sogar zu entlassen ist doch offensichtlich ein Fehler. Oder findest du es in Ordnung, dass solche und ähnliche Dinge geschehen?
    • Fabio74 29.11.2017 12:35
      Highlight Highlight @haider dein Jörgl im Kärntrn war ja heimlich schwul. Und rechtsnational. Daher dein Name?
      Weil in einem Rechtsstaat Minderheiten weder ausgegrenzt noch verfolgt werden!!
      Und weil sowas wie Verstand dies eigentlich von selbst erklärt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • stimpy13 29.11.2017 08:37
    Highlight Highlight Der Mann hat Eier und meinen grössten Respekt!
  • Snowy 29.11.2017 08:30
    Highlight Highlight Thumbs Up Trudeau - once again!
  • Amarama 29.11.2017 08:15
    Highlight Highlight ein guter Schritt den man von vielen anderen Regierungen wünschen würde! :) bravo
  • rodolofo 29.11.2017 08:13
    Highlight Highlight "Ein Präsident, der weint?
    Das ist doch schwul!!!"
    - Cut! Das Ganze nochmals von vorn, und dieses Mal mit dem richtigen Text!
    Klappe! Kommentar Rodolofo, die Zweite! Uuund ab!
    "Ein Präsident, der weint?
    Wie rührend, und wie modern und emanzipiert!
    Vielleicht kommt doch noch alles gut mit der Menschheit!"
    - Uund jetzt klassische Musik einblenden. Ist im Kasten. Nächste Szene!
    • Fulehung1950 29.11.2017 11:12
      Highlight Highlight „Ein Präsident der Schwule, Lesben, Frauen, Mexikaner und Schwarze beleidigt!
      DAS ist männlich! DAS ist wahre Stärke!“

      Und jetzt „The Stars-spangeld Banner“ und gleich danach „Stars & Stripes for ever“ gefolgt von „USA - USA -USA“.

      Klappe! Im Kasten!
    • Ihr Kommentar hat 20min Niveau 29.11.2017 11:45
      Highlight Highlight Soll das jetzt zynisch oder despektierlich gemeint sein?
  • elias776 29.11.2017 07:43
    Highlight Highlight Das finde ich wirklich super!👍🏼
  • pamayer 29.11.2017 07:21
    Highlight Highlight Bravo Kanada!
  • Fabio74 29.11.2017 06:47
    Highlight Highlight Schön gute Nachrichtrn am frühen Morgen zu lesen.

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Israel hat am Dienstag mit der Wahl eines neuen Parlaments begonnen. Rund 6.4 Millionen Wahlberechtigte sind aufgerufen, die 120 Mitglieder der 22. Knesset in Jerusalem zu bestimmen.

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