International
Nordkorea

Jetzt plant auch Japan ein Gipfeltreffen mit Kim

In this photo provided by the North Korean government, North Korean leader Kim Jong Un delivers his New Year's speech at an undisclosed place in North Korea Monday, Jan. 1, 2018. Kim said Monday  ...
Kim Jong Un ist ein gefragter Gesprächspartner. Bild: AP/KCNA via KNS

Jetzt plant auch Japan ein Gipfeltreffen mit Kim

Das Tauwetter um Nordkorea hält an. Nach Donald Trump will sich auch der japanische Premier mit Diktator Kim Jong un treffen. Dies hat einen ganz speziellen Grund. 
22.03.2018, 06:4222.03.2018, 07:11

Das Japan hat angeblich gegenüber Nordkorea den Wunsch nach einem Gipfeltreffen zwischen Regierungschef Shinzo Abe und Pjöngjangs Machthaber Kim Jong Un geäussert. Das berichtete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo am Donnerstag unter Berufung auf diplomatische Kreise.

Japan erhofft sich davon Fortschritte in der Frage von Entführungen japanischer Landsleute nach Nordkorea in den 70er und 80er Jahren. Jetzt, da sowohl die USA als auch Südkorea zur Lösung des Atomkonflikts in Kürze Kim treffen wollten, fürchte Japan, dass die Frage der Entführungen unter den Tisch fallen könnte.

Japanese Prime Minister Shinzo Abe holds a bottle of a drink during a meeting of the upper house budget committee at the parliament in Tokyo, Monday, March 19, 2018. Support ratings for Abe have plung ...
Trinkt Shinzo Abe bald Kaffee mit Kim?Bild: AP/AP

Für Tokio ist das Thema der Entführungen mit das grösste Hindernis für eine Normalisierung der Beziehungen mit Nordkorea. Die Verschleppten sollten Spionen Pjöngjangs beibringen, Japanisch zu sprechen, und ihnen helfen, sich wie Japaner zu verhalten. Erst 2002 gestand Nordkorea bei einem überraschenden Besuch des japanischen Regierungschefs Junichiro Koizumi, 13 Menschen verschleppt zu haben.

Fünf der Japaner konnten heimkehren. Nordkorea behauptete, die acht anderen Japaner seien gestorben und es habe keine weiteren Entführten gegeben. Damit war für Nordkorea die Sache beendet. Tokio geht jedoch von 17 entführten Landsleuten aus und fordert volle Aufklärung. In einer damals vereinbarten gemeinsamen Deklaration hatte Japan Nordkorea für den Fall einer Lösung der Entführtenfrage und einer Normalisierung der Beziehung wirtschaftliche Kooperation in Aussicht gestellt. (sda/dpa)

Nuklearkrieg, was bedeutet das eigentlich genau?

Video: srf
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Diese 4 Stolpersteine könnten den Iran-Deal jetzt noch gefährden
Die USA und der Iran haben sich auf ein Abkommen geeinigt. Was darin steht, ist bisher noch nicht wirklich bekannt. Doch klar ist: Einfach so wird nicht so schnell Ruhe einkehren.
Digital soll das Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran bereits unterzeichnet sein, eine Zeremonie soll noch diese Woche auf dem Bürgenstock folgen. Was im Abkommen steht, wurde bisher noch nicht veröffentlicht. Entsprechend skeptisch bleiben Aussenstehende. Auch sonst ist der Frieden durch verschiedene Faktoren gefährdet. Ein Überblick.
Zur Story