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Österreichs umstrittenes Burka-Verbot sorgt für «Schmäh» auf Twitter.

ARCHIVBILD ZUM DURCH DEN ST. GALLER KANTONSRAT BESCHLOSSENEN VERHUELLUNGSVERBOT --- Asma, Touristin aus Riad, Saudi-Arabien, Mitte, und ihre Freundinnen auf Shopping Tour, am Sonntag, 9. Oktober 2016, ...
Damit soll Schluss sein in Österreich: Ab 1. Oktober gilt ein «Gesichtsverhüllungsverbot».Bild: KEYSTONE

«Begrüsse das Clownverbot im öffentlichen Raum» – Schmäh-Tweets zu Österreichs Burka-Bann

Ab morgen ist in Österreich das Verhüllen des Gesichts im öffentlichen Raum unter Busse verboten. Die Absicht: Ein Burkaverbot. Doch auch Clownnasen und Schals fallen unter den Paragraphen – das sorgt auf Twitter für «Schmäh».
30.09.2017, 13:0201.10.2017, 21:18
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Das Bundesministerium des Innern hat vor gut zehn Tage per Twitter eine hilfreiche Illustration dazu geliefert, welche Art von Gesichtsbedeckung ab 1. Oktober verboten wird und was erlaubt bleibt. Die Polizei verspricht, das neue Gesetz «mit Fingerspitzengefühl» anzuwenden. 

Doch auch die beste aller Illustrationen lässt Interpretationsspielraum offen. Zeit also, das Innenministerium um Präzisierung zu bitten.

Doch auch die redlichen Bemühungen der Beamten, die Fragen der Bürger zu beantworten, reichen nicht aus. Aus der Präzisierung ergeben sich weitere Unklarheiten.

Unmissverständlich ist die Darstellung immerhin, wenn es um Clowns und den Krampus geht (eine im Brauchtum des Ost-Alpenraums verankerte Schreckgestalt). 

Klar ist auf jeden Fall: Das neue Gesetz dürfte Juristenfutter liefern:

Auch klar: Es gibt Widerstand dagegen. Auf Facebook haben sich bereits knapp 1000 Personen für das 1. «Traditionelle Wiener Vermummungsfest» angemeldet. Es beginnt am 1. Oktober um 0:00 Uhr – dem Zeitpunkt des Inkrafttretens des neuen Gesetzes. (cbe)

Weit entfernt von Gleichberechtigung, aber schon viel näher

Video: srf

Hidschab & Co. – Verhüllungen vom Kopftuch bis zur Burka

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Hidschab & Co. – Verhüllungen vom Kopftuch bis zur Burka
Hidschab: Wird vor allem als Bezeichnung für ein Kopftuch verwendet, das Haar und Ohren vollständig bedeckt, das Gesicht indes frei lässt. Meist werden zusätzlich die Halsregion, der Ausschnitt und eventuell die Schultern bedeckt.
quelle: shutterstock
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88 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Barracuda
30.09.2017 13:56registriert April 2016
Meine Güte, man kann sich auch extra deppert anstellen und die Diskussion ins Lächerliche ziehen. Umgekehrt könnte man in den mittelalterlichen islamischen Ländern, die hier einseitige Forderungen stellen, genauso schwachsinnige Fragen stellen, wie viel Haut denn nun erlaubt sei.
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Laut_bis_10
30.09.2017 13:14registriert März 2017
Was ist mit Sonnenbrillen? Dem wahren Feind unserer westlichen Kultur?
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Wald Gänger
30.09.2017 17:47registriert Juli 2017
Erstaunlich, wie Linke und "Liberale" ganz wild darauf sind, ein Kleidungsstück verteidigen zu wollen, das nichts anderes als Repression, Rückständigkeit und Frauenfeindlichkeit repräsentiert, während sie aber die ganze Zeit von "weissen alten Männern" fantasieren, die angeblich alles und jedes überall unterdrücken.
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