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epa06598986 (FILE) - British Prime Minister Theresa May leaves Downing Street to attend Prime Minister Questions in the House of Commons, Central London, Britain, 07 March 2018 (reissued 12 March 2018). The Prime Minister said in an statement in parliament in London on 12 March 2018, that 'the government has concluded that it is highly likely that Russia was responsible' for the nerve agent attack on Russian former spy Sergei Skripal and his daughter in Salisbury on 04 March 2018.  EPA/WILL OLIVER

Premierministerin Theresa May beisst bei den Russen auf Granit.  Bild: EPA/EPA

Russland pfeift auf Ultimatum – starten die Briten jetzt Cyber-Gegenangriff?



Russland hat die von der britischen Premierministerin Theresa May gesetzte Frist für eine Stellungnahme im Fall des Nervengift-Anschlags auf einen Ex-Spion in England verstreichen lassen. Aus Moskau blieb eine Antwort aus.

«Russland wird auf Londons Ultimatum nicht antworten, bis es Proben der chemischen Substanz erhält», sagte ein Sprecher der russischen Botschaft in London der Nachrichtenagentur Reuters in der Nacht zum Mittwoch. Russland sei in das Attentat nicht verwickelt. Sollte es Strafmassnahmen gegen Russland geben, werde darauf reagiert.

epa06593431 Forensic police officers work at a grave site in Salisbury Crematorium in Salisbury, southern England, 10 March 2018. Russian ex-spy Sergei Skripal and his daughter Yulia Skripal were attacked with a nerve agent on 04 March 2018. The London Metropolitan Police Service (MPS) reported that Detectives investigating how former Russian spy Sergei aged 66 and Yulia Skripal became seriously ill in Salisbury southern England on 04 March 2018 exposure to a nerve agent and continue to work with specialist health experts. The graves of Mr Skripal's wife and son at a Salisbury cemetery have been cordoned off.  EPA/NEIL HALL

Ermittler untersuchen den Tatort.  Bild: EPA/EPA

Die britische Premierministerin Theresa May will am Mittwochmorgen mit dem Nationalen Sicherheitsrat über das weitere Vorgehen beraten. Das berichtete die Nachrichtenagentur PA. Ein Sprecher des britischen Aussenministeriums lehnte eine Stellungnahme ab.

Nach dem Giftanschlag auf den Ex-Doppelagenten Sergej Skripal war das britische Ultimatum an Russland in der Nacht zu Mittwoch um 1 Uhr (MEZ) abgelaufen.

May hatte Moskau am Montagabend aufgefordert, sich gegenüber der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) zu erklären. Ansonsten drohten Konsequenzen, die May aber nicht näher ausführte.

Cyberattacke als Vergeltung?

So bleibt unklar, welche Sanktionen Grossbritannien plant. May hatte bereits damit gedroht, keine Regierungsvertreter zur Fussball-Weltmeisterschaft nach Russland zu schicken. Britische Medien wie die «Times» halten eine Cyberattacke auf den Kreml für möglich. Eine andere Massnahme könnte die Ausweisung von Diplomaten sein. Auch finanzielle Massnahmen gegen Oligarchen, die Immobilien in London besitzen, seien denkbar.

Skripal und seine Tochter Yulia waren am 4. März bewusstlos auf einer Parkbank in der südenglischen Kleinstadt Salisbury entdeckt worden. Sie befinden sich nach einer Vergiftung in einem kritischen Zustand im Spital.

Bei dem Attentat war das in der früheren Sowjetunion produzierte, extrem gefährliche Nervengift Nowitschok verwendet worden. May hatte am Montagabend erklärt, dass aller Wahrscheinlichkeit nach Russland hinter dem Anschlag stecke. Rückendeckung erhielt Grossbritannien aus Deutschland, Frankreich, den USA und von der NATO. (sda/dpa/reu)

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12Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Dirk Leinher 16.03.2018 00:23
    Highlight Highlight Leider gibt es wiedr mal fast nur beir RT Hintergrundinformationen zum Gift:
    https://deutsch.rt.com/europa/66694-skripal-und-fake-news-was-nowitschok-entwickler-wirklich-gesagt/
    • Siebenstein 16.03.2018 18:40
      Highlight Highlight Sehr vertrauenswürdig...
  • Dirk Leinher 16.03.2018 00:11
    Highlight Highlight England ist gemäss OPWC verpflichtet dem beschuldigten Land Informationen über das Gift und die Umstände zu liefern. England weigert sich. Was hat England zu verbergen. Vielleicht einen Pädophilenskandal von dem man ablenken will? Sehr wahrscheinlich.
  • Dirk Leinher 16.03.2018 00:01
    Highlight Highlight London will also einen Cyber- "Gegenangriff" starten, ist wohl vergleichbar mit "5 Minuten vor 5Uhr" als Hitler äusserte, dass seit 5Uhr "zurückgeschossen " werde.
    Theresa May sollte sich besser Mal zum erneuten Pädophilenskandal in Engliand rund um genau so direkt äussern. https://www.thesun.co.uk/news/5786536/telford-child-sex-abuse-grooming-lucy-allan-inquiry/
    Ich traue Russland mehr diplomatisches Geschick zu als ausgerechnet jetzt, vor der Wahl und der WM jemanden zu vergiften der unwichtig ist, weshalb auch? Die Gegner Russlands haben mehr davon. Es ist einfach ein Ablenkungsmanöver.
  • Hugo der Hungrige 14.03.2018 08:51
    Highlight Highlight Ihr habt da ein Schreibfehler in der Überschrift: "Gegenangriff" müsste eigentlich "Angriff" heissen.
    Weil erstens gilt sowieso mal die Unschuldsvermutung (auch für Russland). Zweitens sollte man immer schauen wer davon profitiert. Drittens: Wie blöd wären die Russen den wohl, wenn sie es wirklich getan haben? XD
    • SemperFi 14.03.2018 16:01
      Highlight Highlight Sie verwechseln da was. Unschuldsvermutung ist etwas für Strafprozesse und nicht für zwischenstaatliche Konflikte.

      Wer ein starkes Zeichen setzen will, macht es eben gerade so, dass jedem klar ist (ausser den üblichen Verschwörungstheoretikern), wer der Absender der Botschaft ist.
  • The Destiny // Team Telegram 14.03.2018 08:06
    Highlight Highlight Erinnert doch stark an den Anfang des zweiten Weltkrieg.
  • rodolofo 14.03.2018 08:02
    • asdf 14.03.2018 09:16
      Highlight Highlight War eine sehr objektive, meinungsfreie Doku. Endlich werden die unbestreitbaren Fakten mal ausgepackt ;)
    • SemperFi 14.03.2018 16:05
      Highlight Highlight @.:|Schwanzus Longus|:. Wer genau ist jetzt Kooperationspartner von Arte?
  • chnobli1896 14.03.2018 07:43
    Highlight Highlight [...] May hatte bereits damit gedroht, keine Regierungsvertreter zur Fussball-Weltmeisterschaft nach Russland zu schicken. [...]

    Ich denke das wird Russland zum Einlenken bringen, mol. /Ironieoff
    • N. Y. P. D. 14.03.2018 09:39
      Highlight Highlight Ich würde es schärfer formulieren.

      Russland würde in seinen Grundfesten erschüttert und ziemlich sicher würden Unruhen ausbrechen und Läden geplündert, wenn May darauf beharren würde, keine Regierungsvertreter zur WM zu schicken.

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