International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
A rebel fighter from Jaysh al-Sunna carries food as he walks along a sand barricade in Tel Mamo village, in the southern countryside of Aleppo, Syria March 13, 2016. REUTERS/Khalil Ashawi

Kämpfer der syrischen Rebellen nahe der Stadt Aleppo. 
Bild: KHALIL ASHAWI/REUTERS

«Das ist der Anfang vom Ende von Daesch»: Syrische Rebellen erobern Grenzstadt von «IS»-Miliz



An der Grenze zur Türkei haben syrische Rebellen die Stadt al-Rai erobert. Einheiten der Freien Syrischen Armee (FSA) hätten die einstige Hochburg der Terrormiliz «Islamischer Staat» im Norden der Provinz Aleppo nach schweren Kämpfen unter ihre Kontrolle gebracht.

Einige FSA-Rebellen seien mit türkischen Waffen ausgerüstet gewesen, berichtete die der Opposition nahestehende Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Donnerstag. «Das ist der Anfang vom Ende von Daesch», sagte Abu Abdullah von der Nur-al-Din-al-Sinki-Brigade und verwendete den arabischen Namen des «IS».

Die Nachrichtenagentur Amak, die dem «IS» nahesteht, räumte ein, «Brigaden der von den USA und der Türkei unterstützten Opposition» hätten al-Rai eingenommen. Dem seien tagelange Angriffe mit US-Bomben und türkischer Artillerie vorausgegangen.

«Es ist ein Sieg der Freien Syrischen Armee», sagte Abu Abdullah. Die FSA werde nun weiter auf Rakka und alle anderen vom «IS» besetzten Städte vorrücken. Der «IS», der noch immer weite Teile Syriens und des Nachbarlandes Irak kontrolliert, hatte Rakka als Hauptstadt auserkoren.

«IS» mehr und mehr zurückgedrängt

In den vergangenen Monaten wurden die radikalen Islamisten jedoch zurückgedrängt. So haben die Rebellen in den vergangenen Tagen die Einnahme mehrerer Dörfer in der Region verkündet. Der Vormarsch der nicht-dschihadistischen Rebellen gibt der Türkei Auftrieb, die Geländegewinne der syrisch-kurdischen Rebellen an ihrer Grenze verhindern will. Eine Stärkung dieser Aufständischen ist der türkischen Regierung angesichts ihres Konfliktes mit den Kurden im eigenen Land ein Dorn im Auge.

Aber auch die Truppen des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad haben mit Unterstützung der russischen Luftwaffe gegen den «IS» Boden gutgemacht und unlängst unter anderem Palmyra erobert. (sda/reu)

Terror des sogenannten Islamischen Staates

Intelligent, homophob, autoritätsgläubig: Warum Ingenieure die besten Dschihadisten sind

Link to Article

Die vergessenen Jahre des Terrors: In den 70ern und 80ern zogen Terroristen eine Blutspur durch Europa

Link to Article

Gute Frage: Weshalb werden französisch sprechende Muslime öfter radikal als alle anderen?

Link to Article

«Islamischer Staat», Chemie- und Nuklear-Waffen: Wie real ist die Gefahr?

Link to Article

Amerikas Schattenkrieger jagen «IS»-Anführer

Link to Article

Wir sollten uns an den Terror gewöhnen, aber das können wir nicht

Link to Article

Bilal reist in den Dschihad und rechnet dann mit dem «IS» ab – Kurz darauf ist der Deutsche tot

Link to Article

Kein Mensch versteht Syrien, weil alle von Syrien sprechen, aber etwas anderes meinen

Link to Article

Perfide Propaganda: Wie der «IS» mit «JiHotties» und Social Media westliche Frauen fängt

Link to Article

«Schwangere dürfen nicht verkauft werden»: So grausam regelt der «IS» den Umgang mit den Sex-Sklavinnen

Link to Article

Nein, Herr Trump, Obama ist NICHT der Gründer des «IS» – aber ganz unschuldig ist er auch nicht

Link to Article

Ulrich Tilgner: «Saudi-Arabien ist weltweit einer der Hauptunterstützer radikal-islamischer Strömungen»

Link to Article

Studie zeigt: So denken Muslime weltweit über den «Islamischen Staat»

Link to Article
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

3
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • mortiferus 08.04.2016 17:43
    Highlight Highlight Es sind ja erschreckend wenige IS Truppen die extrem viel Land unter "Kontrolle" hatten. Das geht nur wen die Zivilbevölkerung sich beherrschen lässt durch den grausamen Terror. Da würde ich mich als IS auch schnell zurückziehen auf ein Kerngebiet. Das beste wäre wen diese Zivilbevölkerung sich gegen den IS erhebt, dann würde es noch Tage gehen bis der letzte IS Scherge massakriert würde. Einschätzen ob das ein Wunschgedanke ist oder ob die IS noch genügend Rückhalt in der Bevölkerung hat kann man nur wen man dort wohnt.
  • Yayoer Yoe 08.04.2016 11:52
    Highlight Highlight FSA, die moderaten rebellen. alles klar!
  • Karl Müller 08.04.2016 06:25
    Highlight Highlight "Daesch" ist übrigens nicht einfach "der arabische Name des «IS»", sondern eine abwertende, doppeldeutige Verballhornung. Man kann das etwa vergleichen, als würde man Al Kaida "die Alkis" nennen.

2011 löste ein Graffiti in Daraa den Syrien-Krieg aus – jetzt greift Assad die Stadt an

Ost-Ghuta ist gefallen, nun dürfte Syriens Machthaber Baschar al-Assad die letzten Rebellenhochburgen angreifen: Idlib - und Daraa, wo der Aufstand 2011 begann. Jordanien und Israel sind alarmiert.

Die Schuljungen, die im Februar 2011 in Daraa das Graffiti «Das Volk will den Sturz des Regimes» auf eine Häuserwand sprühten, konnten nicht ahnen, was dieser Satz auslösen würde.

Erst verhaftete das Regime von Baschar al-Assad die Kinder und folterte sie, dann gingen die Menschen in der südsyrischen Stadt auf die Strasse, um gegen den Diktator von Damaskus zu protestieren – und der erklärte schliesslich: «Wer die Schlacht haben will, kann sie haben».

Syrien, wie es einmal war, existiert nicht …

Artikel lesen
Link to Article