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epa06029277 A supporters of Turkey's main opposition Republican People's Party (CHP) hold flags and placards reading 'Justice', during a rally to call attention to arrests by Turkish courts, in Istanbul, Turkey, 15 June 2017. The rally will form a march from Ankara to Istanbul called the 'justice march', to express opposition to the arrest of CHP party deputy Enis Berberoglu.  EPA/SEDAT SUNA

Am «Marsch für Gerechtigkeit» wollen Tausende von Ankara bis nach Istanbul zu Fuss marschieren. Bild: SEDAT SUNA/EPA/KEYSTONE

Erdogan droht Oppositionsführer mit rechtlichen Schritten

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat Oppositionsführer Kemal Kilicdaroglu gewarnt, einen geplanten Protestmarsch weiter fortzusetzen. Erdogan drohte Kilicdaroglu am Samstag mit rechtlichen Schritten.



«Menschen raus auf die Strasse zu rufen ist weder für sie noch für das Land gut», sagte Erdogan. «Wenn die Justizbehörden Sie morgen irgendwohin zitieren, dann seien Sie nicht überrascht», fügte der Staatschef hinzu.

Kilicdaroglu, Chef der Republikanischen Volkspartei (CHP), setzte am Samstag seinen mehr als 400 Kilometer langen «Marsch für Gerechtigkeit» den er am Donnerstag aus Protest gegen die Festnahme des CHP-Abgeordneten Enis Berberoglu begonnen hatte. Kilicdaroglu will bis zum Istanbuler Gefängnis von Berberoglu zu Fuss zu marschieren.

Die türkische Regierung geht seit dem Umsturzversuch im vergangenen Juli mit grosser Härte gegen ihre Gegner vor. Fünf Tage nach dem gescheiterten Militärputsch wurde der Ausnahmezustand verhängt und seitdem mehrfach verlängert. Unter dem Ausnahmezustand wurden bislang mehr als 100'000 Staatsangestellte entlassen, mehr als 50'000 wurden inhaftiert.

Betroffen sind vor allem mutmassliche Anhänger des islamistischen Predigers Fethullah Gülen, dessen Bewegung von der Regierung in Ankara für den Putschversuch verantwortlich gemacht wird. Aber auch kurdische Aktivisten, Oppositionsanhänger und Regierungskritiker wurden entlassen.

Die CHP hatte sich nach dem gescheiterten Militärputsch mit Erdogan solidarisiert. Doch die Initiative Erdogans zur Einführung eines Präsidialsystems, die Mitte April in einem umstrittenen Verfassungsreferendum knapp gebilligt wurde, hat zu starken Spannungen zwischen der CHP und der Regierung geführt. (sda/afp)

Proteste in der Türkei

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Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
5Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Wehrli 18.06.2017 14:34
    Highlight Highlight Erdi, das Zwergzicklein? Ach, der Ottoman wird schon noch fallen, und zwar tief bis in die Schafgrube.
  • äti 17.06.2017 21:43
    Highlight Highlight 'Rechtliche Schritte'? Wo es gar kein 'Recht' mehr gibt!
  • Moelal 17.06.2017 21:24
    Highlight Highlight Erdogan ist einfach ein kranker Tyrann
  • WeischDoch 17.06.2017 21:23
    Highlight Highlight Wo war den die "Opposition" als den kurdischen Abgeordneten die Gerechtigkeit verweigert wurde? Ahja, bei der Unterschrift dafür.
    Jetzt kommt es denen in den Sinn? Zu spät. Die Kurdische Partei HDP zeigt zur Zeit grösse und unterstützt es. Obwohl sie die Unterstützung nie bekamen.
  • Apfelstrudel 17.06.2017 21:10
    Highlight Highlight Ich wünsche mir Erdogan, Trump, Putin, Berlusconi (auch wenn er nicht mehr im Amt ist) in einem Jungelcamp Spezial!

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