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Aus Höhle gerettete Jugendliche schildern «Wunder» der Rettung



Als «ein Wunder» hat einer der aus der thailändischen Höhle geretteten Knaben die Entdeckung der Fussballmannschaft unter Tage beschrieben. Der 14-jährige Adul Sam-on erzählte vom Augenblick, als die zwölf Jugendlichen und ihr Trainer nach neun Tagen von britischen Tauchern aufgespürt wurden, am Mittwoch auf einer Medienkonferenz in Chiang Rai.

epa06896386 The 12 rescued members of the Wild Boar soccer team, with their assistant coach Ekapol Chantawong (front, L), make their first public appearance with child psychologists during a military governmental TV pool broadcasting program at Chiang Rai Provincial Administrative Organization in Chiang Rai province, Thailand, 18 July 2018. The thirteen members of Wild Boar child soccer team, including their assistant coach, who were trapped in the Tham Luang cave since 23 June 2018, made their first appearance on the day for a tightly-controlled interview with the media after they were rescued, before returning to their homes with families.  EPA/PONGMANAT TASIRI

Die Jungen wurden heute aus dem Krankenhaus entlassen. Bild: EPA/EPA

Die Junioren-Fussballmannschaft war zuvor gesund ein Tag früher als geplant aus dem Spital entlassen worden. Adul hatte den Tauchern auf Englisch geantwortet, als diese die Knaben nach tagelanger Suche in der verwinkelten Höhle aufgespürt hatten. Sein Gehirn habe nach so vielen Tagen ohne Essen «nicht sehr gut funktioniert», fügte er hinzu. Adul erzählt weiter:

«Wir alle stimmten zu, in die Höhle zu gehen. Wir waren noch nie dort. Wir haben das Wasser kommen sehen und überlegt, zurückzugehen.»

Schliesslich hätten sie feststellen müssen, dass sie eingeschlossen sind, obwohl alle Jungen schwimmen können. Man hätte einfach nicht realisiert, wie hoch das Wasser steigen kann. Ake, der 25-jährige Trainer erzählt weiter:

«Wir haben probiert, einen Tunnel zu graben. Ich habe den Jungen gesagt, sie müssen keine Angst haben, weil das Wasser morgen wieder sinken wird.»

Dann habe jemand gesagt, er meine zu wissen, dass die Höhle einen zweiten Ausgang hat. Daher zog sich die Gruppe weiter in die Höhle zurück. Währenddessen konnten sie das Wasser stets steigen hören.

«Irgendwann konnten wir den Regen draussen nicht mehr hören.»

Einer der geretteten Jungen in Thailand

In den neun Tagen, die sie schliesslich in der Höhle verbrachten, hätten sie nur Regenwasser getrunken, aber nichts gegessen, berichteten die Jungen, die bei der Medienkonferenz – passend zum Namen ihres Teams – ein Fussballtrikot mit einem aufgedruckten Wildschwein trugen.

Die Jungen erzählen von ihrer Rettung:

Als die Retter schliesslich in die Höhle vordrangen, spielten die Jungen «Dame» mit ihnen. Zu jener Zeit war es auch, als sie vom Tod des Tauchers Saman Kunan erfuhren. Ake sagte dazu:

«Wir fühlten uns schuldig wegen seines Todes.»

Einer der Jungen gab an, später vielleicht einmal wieder in die Höhle zurückkehren zu wollen – allerdings nur in Begleitung eines Führers. Ein anderer sagt, er wolle nie wieder an diesen Ort zurück.

Die Höhle soll man später besichtigen können:

Auf die Frage hin, was sie zu Hause als Erstes tun werden, nannten die Jungen verschiedene Gerichte, die sie essen wollten. Ausserdem wollen sich alle bei ihren Eltern entschuldigen. Viele hatten verschwiegen, dass sie vor hatten, in diese Höhle zu gehen, oder nannten eine andere Höhle.

Jetzt brauchen sie Ruhe

Mit der Medienkonferenz soll – zumindest vorläufig – das grosse Interesse der Öffentlichkeit am Schicksal des Fussballteams gestillt werden. Anschliessend sollen die Buben und ihr Trainer endlich nach Hause zurückkehren können.

Die zwölf Fussballer im Alter zwischen elf und 16 Jahren und ihr 25-jähriger Trainer waren am 23. Juni in der Tham-Luang-Höhle von rasch steigenden Wassermassen überrascht und eingeschlossen worden. Neun Tage später wurden sie gefunden, mit Lebensmitteln versorgt und medizinisch betreut.

Nach gut zweieinhalb Wochen in der Höhle wurden sie am 10. Juli schliesslich gerettet. Die ebenso riskante wie dramatische Rettungsaktion sorgte weltweit für Aufsehen. (sda/afp/doz)

Alle 12 Jungen und ihr Trainer sind gerettet

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Video: srf/SDA SRF

Das Höhlen-Drama in Thailand in Bildern:

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3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Ueli der Knecht 18.07.2018 19:02
    Highlight Highlight Hier gibt es die ganze Pressekonferenz (ab 45:42):
    Play Icon


    Wie sich nun herausstellt, hat CBS während der laufenden Rettung sehr viele Falschinformationen (Herz zerreisende Fakenews) verbreitet. Das wäre ein Artikel für sich...
    • Ueli der Knecht 19.07.2018 16:36
      Highlight Highlight Hans Gern: Seinen ganzen unprofessionellen Medienauftritte und die vielen unbestätigten Behauptungen sind doch wirklich Beleg genug. Wäre er tatsächlich der heimliche Held, dann würde das ganz anders aussehen, und er wäre sicherlich auch offiziell geehrt worden. Stattdessen feiert er sich selbst als Held. Das ist nunmal unglaubwürdig. Wenigstens für mich.

      Aber ich akzeptiere natürlich, wenn du in ihm weiterhin den heimlichen Helden sehen willst, der sich selbstlos aufopferte, und sich in den Medien über Musk kaputt lacht. Man muss ja nicht gleicher Meinung sein. Du hast deine, ich habe meine.
    • Ueli der Knecht 19.07.2018 19:44
      Highlight Highlight Hans Gern: "Ich verstehe nicht, warum Du unbedingt alles vom Begriff "Held" abhängig machst und mir nun sogar noch unterstellst, ich sähe in ihm einen (heimlichen) Helden, obgleich ich freilich keine dahingehende Aussage gemacht habe."

      Das habe ich so verstanden. Du hast diverse Medienberichte zitiert, die ihn als heimlichen Helden abfeiern. Auch im Kontext deiner sonstigen Kommentaren konnte ich dich nicht anders verstehen.

      Ich akzeptiere deine Meinung. Ich kann mit verschiedenen Meinungen leben. Für mich kein Problem. Die apodiktische Dochotomie scheint eher dein eigenes Problem zu sein.

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