International
UNO

UNO-Generalsekretär ruft zum Kampf gegen Hungersnöte auf

UNO-Generalsekretär Guterres ruft zum Kampf gegen Hungersnöte auf

22.02.2017, 21:5123.02.2017, 08:58

UNO-Generalsekretär António Guterres hat zu mehr Engagement im Kampf gegen die Hungersnöte im Südsudan, in Somalia, im Jemen und im Nordosten Nigerias aufgerufen. 20 Millionen Menschen in diesen Ländern hätten derzeit nicht ausreichend Nahrungsmittel, sagte Guterres am Mittwoch vor den Medien in New York.

United Nations Secretary-General António Guterres delivers remarks during the United Nations Holocaust Memorial Ceremony, Friday Jan. 27, 2017 at U.N. headquarters in New York. (AP Photo/Bebeto Matthe ...
Bild: Bebeto Matthews/AP/KEYSTONE

«Diese vier Krisen sind alle sehr verschieden, aber sie haben eins gemeinsam: Sie können verhindert werden», sagte Guterres. Besonders schlimm sei die Situation im Südsudan, wo fünf Millionen Menschen unter Hunger litten. «Das ist eine Tragödie, wir müssen verhindern, dass es eine Katastrophe wird. Wenn die internationale Gemeinschaft handelt, können wir das verhindern.»

Ein Problem sei vor allem die Finanzierung der humanitären Hilfe. Um die vier Länder dieses Jahr zu unterstützen, würden mehr als 5.6 Milliarden Dollar gebraucht – mindestens 4.4 Milliarden bis Ende März. Davon seien bislang aber nur 90 Millionen Dollar eingegangen – zwei Cents für jeden benötigten Dollar. «Es ist zwar noch früh im Jahr, aber diese Zahlen bereiten mir Sorgen.» (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Diplomatin Grynspan soll Favoritin sein als UN-Generalsekretärin
Das Rennen um die Nachfolge von UN-Generalsekretär António Guterres hat vorerst eine Favoritin. Die Diplomatin Rebeca Grynspan erhielt bei einer weiteren Probeabstimmung im UN-Sicherheitsrat erneut die grösste Unterstützung, wie aus Diplomatenkreisen bekannt wurde. Im Vergleich zur vorherigen Runde habe sie eine weitere Stimme hinzugewonnen und komme nun auf zehn Befürworter. Drei Mitglieder sprachen sich gegen die 70-Jährige aus – zwei weniger als zuvor. Zwei enthielten sich demnach.
Zur Story