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Police investigate the scene of a multiple shooting Sunday, Aug. 26, 2018, at the Jacksonville Landing in Jacksonville, Fla., during a Madden Championship Series video game tournament. A gunman opened fire Sunday during an online video game tournament that was being livestreamed, killing multiple people and sending many others to hospitals, authorities said. (Will Dickey/The Florida Times-Union via AP)

Die Untersuchungen am Tatort in Jacksonville laufen nach wie vor auf Hochtouren.  Bild: AP/The Florida Times-Union

Drei Tote an US-Game-Turnier: Die Fakten zur Bluttat in Jacksonville 



Was ist passiert?

Ein Mann hat bei einem Videospiel-Turnier im US-Staat Florida das Feuer eröffnet und zwei Menschen getötet. Danach richtete er sich selbst, wie Sheriff Mike Williams von der Polizei aus Jacksonville mitteilte. 

Hier informiert die Polizei von Jacksonville. 

Die Ermittler vermuten, dass es sich bei Täter um einen 24-Jährigen aus der rund 1000 Kilometer entfernt gelegenen Stadt Baltimore handelt. Er sei wegen des Turniers in Jacksonville gewesen, sagte Williams. Das Motiv war zunächst unklar. Weitere Verdächtige gab es demnach nicht.

Ein Augenzeuge berichtet über den Vorfall. Er selber habe den Amokläufer im Turnier besiegt. Dieser habe sich während dem ganzen Wochenende merkwürdig verhalten. 

Wo ereignete sich der Vorfall?

Law enforcement boats patrol the St. Johns River at the scene of a multiple shooting at the Jacksonville Landing Sunday, Aug. 26, 2018 in Jacksonville, Fla. A gunman opened fire Sunday during an online video game tournament that was being livestreamed from a Florida mall, killing multiple people and sending many others to hospitals, authorities said.   (Will Dickey/The Florida Times-Union via AP)

Der Ort des Geschehens: das Einkaufs- und Vergnügungszentrum «The Landing». Bild: AP/The Florida Times-Union

Die Schiesserei begann gegen 13.30 Uhr (Ortszeit) in einem Pizza-Restaurant im Einkaufs- und Vergnügungskomplex Jacksonville Landing, wo der Wettbewerb stattfand. Der Mann eröffnete das Feuer während eines «Madden 19»-Turniers, dabei messen sich Videospieler virtuell in einem American-Football-Spiel. Auf einem Video, das von dem Wettbewerb stammen soll, hört man im Hintergrund Schüsse und Schreie.

Das Einkaufs- und Vergnügungszentrum mit dem Namen «The Landing» befindet sich im Zentrum der Stadt am St.Johns Fluss. Dazu gehören laut Webseite zahlreiche Restaurants und eine Shoppingmall. Jacksonville liegt im Norden Floridas und hat rund 880'000 Einwohner.

Gibt es Verletzte?

Elf Menschen wurden bei dem Vorfall verletzt: Neun von ihnen wurden von Schüssen getroffen, zwei weitere Personen zogen sich Verletzungen zu, als sie flüchteten.

Jacksonville Sheriff Mike Williams addresses the media across the street from the scene of a multiple shooting at The Jacksonville Landing during a video game tournament, Sunday, Aug. 26, 2018, in Jacksonville, Fla. (Will Dickey/The Florida Times-Union via AP)

Die Polizei informierte die Öffentlichkeit über den Stand der Ermittlungen.  Bild: AP/The Florida Times-Union

Zweites Blutbad in Florida seit Februar

Florida war bereits am 14. Februar Schauplatz eines Blutbades mit 17 Toten. An der Marjory Stoneman Douglas Highschool in Parkland erschoss damals ein 19-Jähriger 14 Jugendliche und drei Erwachsene. Nach der Tat kam es landesweit zu zahlreichen Demonstrationen. Präsident Donald Trump stellte nach dem Massaker eine Verschärfung der Waffengesetze in Aussicht, rückte aber später wieder davon ab. Dafür wurde er scharf kritisiert.

Mehrere Tote bei Schiesserei an Schule in Florida

Wie reagieren die Politiker auf die aktuelle Tragödie?

Präsident Trump wurde am Sonntag über den tödlichen Vorfall in Jacksonville unterrichtet, wie seine Sprecherin Sarah Sanders mitteilte. Eine Reaktion von Trump gab es zunächst nicht.

Der Senator von Florida, Marco Rubio, teilte mit, die US-Bundespolizei FBI habe die Ermittlungen übernommen. Floridas Gouverneur Rick Scott erklärte, er habe nach dem Vorfall Unterstützung durch den Bundesstaat angeboten. Präsident Donald Trump habe zudem «jegliche nötigen Bundesmittel» angeboten. (sda/dpa/afp/vom)

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Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
9Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Simon Probst 27.08.2018 13:09
    Highlight Highlight Ein Glück aber auch war das Game Football und nicht Counter Strike
  • flyingdutch18 27.08.2018 08:27
    Highlight Highlight Jetzt wollen sie sicher auch vorbildliche Gamer mit Schusswaffen ausrüsten, wie sie das mit Lehrern an Schulen machen wollen...
  • Yolo 27.08.2018 07:21
    Highlight Highlight Neben den Schulkindern müssen jetzt auch die Gamer unbedingt mit analogen Waffen aufgerüstet werden.
  • Beggride 27.08.2018 07:16
    Highlight Highlight Wäre sicher nicht passiert, wenn alle anderen auch bewaffnet gewesen wären... Die Trump-Logik ist unübertreffbar...
  • N0pe 27.08.2018 06:49
    Highlight Highlight „Präsident Donald Trump stellte nach dem Massaker eine Verschärfung der Waffengesetze in Aussicht, rückte aber später wieder davon ab. „

    Wohl mal wieder Zeit für „thoughts and prayers“...
  • roger_dodger 27.08.2018 06:43
    Highlight Highlight Toughts and Prayers...
  • Matrixx 27.08.2018 06:28
    Highlight Highlight Mal schauen, wie lang es geht, bis der Aufschrei kommt, solche Football-Videospiele zu verbieten.
    Hätte er einen Egoshooter gespielt, würde man nur davon lesen.
    • giandalf the grey 27.08.2018 09:14
      Highlight Highlight Ich habe immer gesagt: Fifa und Mario Kart machen viiiel aggressiver als jeder Egoshooter. Das Problem ist aber der Spieler, nicht das Spiel.
    • Olmabrotwurst vs. Schüblig 27.08.2018 11:47
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