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Selbstmörder gewinnt Vorwahl in New York



Ein US-Politiker hat bei einer Vorwahl zum Abgeordnetenhaus im Bundesstaat New York die meisten Stimmen gewonnen, obwohl er mehrere Tage zuvor gestorben war.

Der Republikaner Bill Nojay brachte es bei der Vorwahl vom Dienstag in seinem Wahlbezirk auf 60,3 Prozent der abgegebenen Stimmen. Er setzte sich damit laut den am Mittwoch bekannt gegebenen Ergebnissen gegen seinen Konkurrenten Richard Milne durch, der auf 38,8 Prozent kam. Örtliche Parteikollegen hatten die Wähler ermutigt, trotz seines Todes für Nojay zu stimmen.

FILE - In this June 11, 2013, file photo, Assemblyman Bill Nojay, R-Pittsford, speaks during a gun-rights rally in Albany, N.Y.  Republican Party officials say Nojay, a state assemblyman from the greater Rochester area, died suddenly Friday, Sept. 9, 2016.  Assembly Minority Leader Brian Kolb says Nojay was an advocate for the region who will be missed.  (AP Photo/Mike Groll, File)

Bill Nojay im Jahr 2013 während einer Veranstaltung der Waffenbefürworter. Bild: Mike Groll/AP/KEYSTONE

Der 57-jährige Nojay, Vater von drei Kindern, hatte sich Berichten zufolge am Freitag in Rochester das Leben genommen. Er habe sich auf einem Friedhof erschossen, wie der «Democrat & Chronicle» meldete.

Unterschlagung

Am selben Tag hatte er wegen mutmasslicher Unterschlagung von 1,8 Millionen Dollar aus einem Treuhandfonds, den er für einen Architekten verwaltete, vor einem US-Gericht erscheinen sollen. Zudem drohte ihm laut US-Medien mit zwei weiteren Männern in Kambodscha ein Prozess, weil sie einen Investor um eine Million Dollar betrogen haben sollen. 

Am Mittwochabend (Ortszeit) einigten sich die Parteichefs des 133. Wahlbezirks auf den 78-jährigen Joe Errigo als Nachfolger für den verstorbenen Kandidaten, wie das «Wall Street Journal» berichtete. Errigo sass bereits von 2000 bis 2010 im New Yorker Abgeordnetenhaus. Er wird in den Wahlen am 8. November gegen die Demokratin Barbara Baer antreten. (whr/sda/dpa)

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