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Mindestens zwölf Tote bei US-geführten Luftangriffen in Syrien

Bei Luftangriffen der US-geführten Koalition gegen die Terrormiliz «Islamischer Staat» (IS) sind im Osten Syriens laut Aktivisten mindestens zwölf Mitglieder der syrischen Regierungstruppen getötet worden.



Bei einem Angriff auf eine Militärstellung südlich von Albu Kamal seien auch drei Fahrzeuge zerstört worden, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte (SOHR) am Donnerstag mit. Das US-Verteidigungsministerium erklärte, es habe «keine Informationen, um die Berichte zu bestätigen».

Laut der Beobachtungsstelle handelte es sich bei den getöteten Kämpfer nicht um Syrer, doch konnte sie keine Angaben zu ihrer Nationalität machen. In Syrien kämpfen iranische, irakische, libanesische, afghanische und pakistanische Milizen auf Seiten der Regierung. Die in Grossbritannien ansässige SOHR stützt sich auf ein Netzwerk von Informanten in Syrien. Für Medien sind ihre Angaben kaum zu überprüfen.

Bei einem Raketenangriff wurde im Zentrum des Landes ein Militärflughafen der Regierung angegriffen. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte erklärte am Donnerstagabend, wahrscheinlich sei die israelische Armee für die Bombardierung verantwortlich. Insgesamt habe es am Militärflughafen Al-Dabaa südwestlich der Stadt Homs sechs Explosionen gegeben.

Demnach sind dort die libanesische Schiitenmiliz Hisbollah sowie Kämpfer anderer regierungstreuer Milizen stationiert. Sie werden vom schiitischen Iran unterstützt, der im Bürgerkrieg ein wichtiger Verbündeter der Regierung ist.

Sana: Nur «Sachschaden»

Die staatliche Nachrichtenagentur Sana berichtete unter Berufung auf Armeekreise, US-Luftangriffe hätten in der Nacht zu Donnerstag mehrere Stellungen der syrischen Armee zwischen Albu Kamal und Hmeimeh in der östlichen Provinz Deir Essor getroffen. Im Bericht war jedoch lediglich von «Sachschaden» die Rede. SOHR erklärte, die Regierung schicke Verstärkung in die Region.

Ein syrischer Militärvertreter sagte, die Angriffe nahe der irakischen Grenze hätten zwei Stellungen nahe der Front mit der IS-Miliz getroffen. Es gebe weder Iraner noch Libanesen unter den Opfern.

Die IS-Miliz kontrolliert im Euphrat-Tal an der Grenze zwischen Syrien und dem Irak nur noch wenige Dörfer, nachdem sie in den vergangenen Jahren praktisch aus allen anderen Gebieten vertrieben wurde.

Euphrat trennt Kriegsparteien

Sowohl die Regierungstruppen als auch die internationale Anti-IS-Koalition kämpfen im Osten Syriens gegen die letzten IS-Kämpfer. Seit 2017 gilt eine Trennlinie entlang des Euphrat-Flusses, die verhindern soll, dass sie sich in die Quere zu kommen. So sind die syrischen Truppen westlich des Flusses stationiert und die von den USA unterstützten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) östlich des Flusses.

Zwar beschränkt sich der Auftrag der internationalen Militärkoalition auf den Kampf gegen die Dschihadisten, doch bombardierte sie in den vergangenen Jahren auch wiederholt syrische Regierungstruppen. So wurden im Februar bei Luft- und Artillerieangriffen der Koalition mindestens hundert regierungstreue Kämpfer getötet, darunter mehrere russische Milizionäre, die eine SDF-Stellung am Euphrat angegriffen hatten.

Im September 2016 starben zudem bei Luftangriffen im Osten Syriens 60 syrische Soldaten. Die Koalition gab damals an, sie für Dschihadisten gehalten zu haben. Ob sich dieses Mal Dschihadisten in der Nähe der Angriffsorte befanden, war unklar. (dwi/sda/afp)

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