DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
US-Präsident Donald Trump hört seinem Sohn Trump Jr. bei einer Rede zu. 
US-Präsident Donald Trump hört seinem Sohn Trump Jr. bei einer Rede zu. Bild: EPA/EPA

Der «schlampige Steve» rudert zurück – Bannon nimmt Trump Jr. wegen Skandalbuch in Schutz

Erstmals hat sich  der frühere Trump-Chefberater Steve Bannon zu seinen brisanten Aussagen im Buch «Fire & Fury» geäussert. Er relativiert einige Szenen. 
08.01.2018, 03:0108.01.2018, 06:10

Vom Busenkumpel zu Trumps grösstem Feind – mit seinen Aussagen im Buch «Fire & Fury» über das schier grenzenlose Chaos im Weissen Haus hat Ultra-Nationalist Steve Bannon die Trump-Familie entzürnt.

«Der schlampige Steve hat den Verstand verloren, nachdem wir ihn gefeuert hatten», sagte US-Präsident Trump jüngst über seinen früheren Chefberater.

Jetzt hat sich Bannon erstmals zum Buch geäussert – und sein Bedauern über die Auswirkungen ausgedrückt. In einem Statement auf der News-Seite Axios bekundete er die «unerschütterliche Unterstützung» für den US-Präsidenten und dessen Agenda. 

Steve Bannon nimmt die Trump-Familie in Schutz. 
Steve Bannon nimmt die Trump-Familie in Schutz. Bild: AP/AP

Eine Präzisierung war ihm aber besonders wichtig. Er lobte plötzlich den «Verräter» Trump Jr.  «Er ist ein Patriot und ein guter Mann». Grundsätzlich dementierte er aber seine Aussagen im Buch nicht.

Im Buch sorgte besonders ein Treffen von Donald Trump Jr., Schwiegersohn Jared Kushner und dem damaligen Wahlkampfmanager Paul Manafort mit einer russischen Anwältin während des Wahlkampfes 2016 für Aufsehen. Trump Jr. hatte gehofft, dabei Schmutziges über die Wahlrivalin seines Vaters, Hillary Clinton, zu erfahren. Bannon wertet dieses Treffen dem Buch zufolge als «Verrat, unpatriotisch und üblen Mist». 

In der Erklärung gibt er nun an, diese Aussagen seinen nicht an Trump Jr., sondern an den früheren Wahlkampfleiter Paul Manafort gerichtet gewesen. «Manafort hätte wissen müssen, wie die Russen funktionieren und dass sie keine Freunde der USA sind».

«Fire & Fury» schlägt hohe Wellen.
«Fire & Fury» schlägt hohe Wellen.Bild: AP/AP

Seine brisanten Aussagen begründet Bannon auch mit seiner Lebenserfahrung: Als Marinesoldat habe er während des Kalten Krieges auf einem Zerstörer russische U-Boote gejagt. 

Im Buch wird Bannon mit den Worten zitiert, das Team um Sonderermittler Robert Mueller werde Don Junior «knacken wie ein Ei». Eine Erklärung für die Diskrepanz zwischen diesem Statement und der aktuellen Darstellung bleibt er jedoch schuldig.

(amü)

Bannons Geschichtsverständnis: Krieg ist unausweichlich

1 / 10
Bannons Geschichtsverständnis: Krieg ist unausweichlich
quelle: ap/ap / evan vucci
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Donald Trump ahmt Menschen nach

Video: watson
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

8 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
8
Massiver Gletscherbruch in den Dolomiten: Mindestens sechs Tote und zahlreiche Verletzte

Mit brachialem Donnern stürzen Massen an Eis, Schnee und Felsen von einem Gletscher in Norditalien ins Tal. Sie reissen Bergsteiger mit sich, einige in den Tod. Der gewaltige Gletschersturz an der Marmolata, dem höchsten Berg der Dolomiten, hat am Sonntag mindestens sechs Menschenleben gefordert. Bis zu 14 weitere Alpinisten wurden nach Angaben von Regionalpräsident Maurizio Fugatti verletzt, einer von ihnen schwer. Weitere Opfer wurden befürchtet. Über die Nationalität wurde zunächst nichts bekannt.

Zur Story