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Verheerende Waldbrände haben grosse Teile Kaliforniens verwüstet. 
Verheerende Waldbrände haben grosse Teile Kaliforniens verwüstet. Bild: EPA/EPA

Trump wettert gegen Feuerwehrleute in Kalifornien – und krebst dann zurück

11.11.2018, 10:2811.11.2018, 10:41

Die Zahl der Todesopfer bei den Waldbränden in Kalifornien ist auf mindestens 25 gestiegen. Allein in der Gegend um die nordkalifornische Stadt Paradise seien 23 Opfer geborgen worden, teilte die Feuerwehr mit. 2 Tote wurden im Süden bei Malibu entdeckt.

Mehrere Tausend Feuerwehrsleute sind währenddessen im Einsatz und kämpfen gegen die Flammen. Dem US-Präsidenten Donald Trump scheint das nicht zu reichen. Er wirft den Behörden des westamerikanischen US-Bundesstaates Missmanagement vor. Auf Twitter schrieb Trump: «Es gibt keinen Grund für diese massiven, tödlichen und teuren Feuer in Kalifornien ausser dem erbärmlichen Forstmanagement.»

Trump drohte dem demokratisch regierten Bundesstaat mit dem Entzug von Bundesmitteln, wenn sich die Situation nicht verbessern würde. 

Der Verband der Feuerwehrleute in Kalifornien (CPF) wehrte sich gegen Trumps Schimpftiraden. Trump habe eine uninformierte politische Drohung gegen die unschuldigen Opfer dieser verheerenden Feuer ausgesprochen, heisst es auf Twitter. Es sei ein «schmählicher Angriff» auf die Feuerwehrleute, die ihr Leben im Kampf gegen die Flammen riskieren. 

Neben der CPF wehrte sich auch Harold Schaitberger, Präsident des in der USA und Kanada agierenden Feuerwehrverbands International Association of Fire Fighters (IAFF). Er warf Trump einen vrstörenden Mangel an wahrem Verständnis des Desasters vor. Die Kommentare des US-Präsidenten seien «rücksichtslos und unverschämt» gegenüber den Einsatzkräften und Opfern, präzisierte der IAFF auf Twitter.

Auf die harschen Antworten reagierte Trump. Einen halben Tag nach seinem ersten Tweet setzte er eine neue Nachricht ab. Dieses Mal schien er den Feuerwehrleuten gegenüber milder gestimmt. So schrieb er: «Unsere Herzen sind bei den Feuerwehrleuten. »

(ohe/sda)

Grösste Waldbrände in der Geschichte Kaliforniens

Video: srf
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52 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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El Vals del Obrero
11.11.2018 11:31registriert Mai 2016
Könnte Trump alles bestimmen, gäbe es garantiert keine Waldbrände.

Er würde den Wald schon zuvor abholzen. Und sich dann als Umweltheld feiern lassen, weil er, im Gegensatz zu diesen Fake-Umweltschützern Waldbrände verunmöglicht.
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lilas
11.11.2018 11:35registriert November 2015
Die Kommentare des US-Präsidenten seien «rücksichtslos und unverschämt» ..
Der US Präsident ist rücksichtslos und unverschämt auch wenn es mancher nicht wahrhaben will.
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Lai Nair
11.11.2018 11:43registriert Dezember 2016
dieser Typ hat sich schlicht und einfach nicht im Griff, nicht nur in diesem Fall, sondern seit er Präsident ist.
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Berichte über Schüsse: Flughafen Canberra evakuiert

Ein Mann hat im Flughafen der australischen Hauptstadt Canberra am Sonntag mehrere Schüsse abgegeben, dabei aber Behörden zufolge niemanden verletzt. Er sei festgenommen und zur Polizeiwache gebracht worden, schrieb die Nachrichtenagentur AAP. Der Mann habe wohl alleine gehandelt, zitierte AAP einen Sprecher der Polizei. Die Schüsse, die er in der Abflughalle abgab, waren demzufolge nicht auf Menschen gerichtet gewesen. Das Motiv des Mannes sei noch unklar, hiess es. Auch über den mutmasslichen Täter wurde zunächst nichts bekannt.

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