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FILE - In this March 9, 2012, file photo Republican state senator Frank Artiles, R-Miami, asks a questions about a pip insurance bill during house session in Tallahassee, Fla. Artiles, who used a racial slur and vulgar language in a conversation with two African-American colleagues, submitted a resignation letter to the Senate president's office on Friday, April 21, 2017.   (AP Photo/Steve Cannon, File)

Frank Artiles braucht «Zeit zur Besinnung und persönlichen Entwicklung». Bild: AP/FR127919 AP

Senator in Florida nennt zwei seiner Kollegen «Nigger» – und tritt nun zurück



Nach rassistischen Ausfällen gegenüber zwei schwarzen Kollegen hat der Senator im US-Bundesstaat Florida, Frank Artiles, am Freitag (Ortszeit) seinen Rücktritt eingereicht. In seinem Rücktrittsschreiben entschuldigte sich der 43-jährige Republikaner für sein Verhalten.

Artiles, ein weisser US-Bürger kubanischer Abstammung, erklärte, er brauche «Zeit zur Besinnung und persönlichen Entwicklung». Er übernehme die volle Verantwortung für sein Verhalten.

Der Politiker hatte Tage zuvor offensichtlich in betrunkenem Zustand in einer beliebten Bar von Floridas Hauptstadt Tallahassee zwei schwarze Senatoren, einen Mann und eine Frau, als «Nigger» beschimpft. Örtlichen Medienberichten zufolge nutzte er eine ganze Reihe weiterer unflätiger Schimpfwörter.

Nach heftigen öffentlichen Reaktionen versuchte er zunächst, sich mit Hilfe eines Anwalts zu verteidigen. Doch angesichts der anhaltenden Kritik warf er nun das Handtuch.

Der Präsident des Senats von Florida, Joe Negron, erklärte, Artiles Verhalten habe ihn tief schockiert. «Rassistische Beleidigungen und unflätige Pöbeleien sind in Gesprächen zwischen Senatoren unangebracht und werden, solange ich als Vorsitzender des Senats amtiere, nicht hingenommen», fügte er hinzu. Der ebenfalls weisse Republikaner wurde, obwohl er persönlich gar nicht in der Bar war, von Artiles als «Schlappschwanz» beschimpft. (viw/sda/afp)

«Dummerweise rassistisch» – Diskriminierung geht auch subtil

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    Alle Leser-Kommentare
  • Gummibär 23.04.2017 08:40
    Highlight Highlight Artiles hat sicher selbst etliche afrikanische Vorfahren wie alle Kubaner und darf sich jetzt darüber Gedanken machen wie er seine eigene Familie bezeichnen will.
    Da wir alle Mohrenköpfe sind und uns erst vor etwa 100'000 Jahren aus Afrika heraus verbreitet haben wäre es gescheiter wir würden uns über unser Verhalten definieren als über unsere Pigmentierung.
  • ostpol76 22.04.2017 14:36
    Highlight Highlight Ach waren das noch schöne Zeiten als man im Kindergarten noch wer fängt den schwarzen Mann spielen durfte und zum zVieri eine Neggerkuss geniessen konnte.
    Komischerweise hatte sich damals niemand daran empört.
    • Gummibär 23.04.2017 08:20
      Highlight Highlight Vor weniger als hundert Jahren wurden Neger und Kanaken im Zoo und auf Jahrmäkten in sog.Völkerschauen ausgestellt. Der Basler Zoo war Veranstaltungsort von 21 derartiger Schauen.
      Dass der Einfluss einer rassistischen und kolonialen Kultur sich auch in der Schweiz in Symbolen, Bildern , Spielen und Kinderliedern niedergeschlagen hat, ist verständlich. Heute wissen wir es allerdings etwas besser. Hoffentlich.
    • Crissie 23.04.2017 09:43
      Highlight Highlight So ist es. Auch am Sarotti-Mohr hat sich damals niemand gestört, im Gegenteil! Den gab es seit 1922! Aber er musste 2004 abgeschafft werden und wurde in den "Sarotti Magier der Sinne" mit goldener Hautfarbe geändert.
      Als wenn es auf die Bezeichnungen oder Namen ankäme...
    • Fabio74 24.04.2017 08:55
      Highlight Highlight Tja wer andere beiöeidugen muss wie der Herr in Florida hat halt keine Meinung

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