DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Das Finanzministerium in Washington veröffentlichte am Dienstag eine Liste, die 114 Politiker und 96 Geschäftsleute aus Russland aufführt. 
Das Finanzministerium in Washington veröffentlichte am Dienstag eine Liste, die 114 Politiker und 96 Geschäftsleute aus Russland aufführt. 
Bild: AP

US-Regierung verhängt in letzter Minute neue Sanktionen gegen Russland

30.01.2018, 10:3330.01.2018, 10:51

Die US-Regierung hat eine neue Sanktionsliste mit den Namen von mehr als 200 russischen Geschäftsleuten und Politikern vorgelegt. Das Finanzministerium in Washington veröffentlichte die Liste, die 114 Politiker und 96 Geschäftsleute aufführt, am Dienstag.

Die Sanktionsliste umfasst beinahe alle ranghohen Mitarbeiter der Regierung von Präsident Wladimir Putin. Zunächst hatte es so ausgesehen, als würde die US-Regierung eine entsprechende Frist am Montag verstreichen lassen.

Regierungschef und Aussenminister auf der Liste

Das siebenseitige Verzeichnis, das unmittelbar noch keine konkreten Strafmassnahmen nach sich zieht, umfasst unter anderen Aussenminister Sergej Lawrow und Regierungschef Dmitri Medwedew sowie mehrere führende Geheimdienstmitarbeiter.

Auch die Chefs grosser staatlicher Unternehmen und Banken wie Rosneft und Sberbank sind darunter – jeder nach Einschätzung der US-Behörden mindestens eine Milliarde Dollar schwer. Dass ihre Namen auf der Liste stehen bedeutet, dass die US-Regierung Sanktionen gegen sie verhängen kann – auch wenn dies noch nicht unmittelbar geschieht.

In letzter Minute

Das Ministerium veröffentlichte das Verzeichnis kurz vor Mitternacht (Ortszeit) und damit in letzter Minute: Am Montag endete eine Frist für mögliche weitere Strafmassnahmen unter dem im vergangenen Jahr in Kraft getretenen Gesetz. Dieses Gesetz zielt auf Russen ab, die mit der Manipulation des US-Präsidentschaftswahlkampfs 2016 zu tun haben könnten.

Äusserungen von Aussenamtssprecherin Heather Nauert hatten zuvor den Eindruck erweckt, als sehe die US-Regierung vorerst keine Notwendigkeit für weitere Sanktionen gegen Moskau.

Die Beziehungen zwischen den USA und Russland sind belastet. Moskau ist verärgert über die von den USA erlassenen Strafmassnahmen gegen Russland. Die US-Geheimdienste werfen Russland eine Einmischung in den US-Präsidentschaftswahlkampf des vergangenen Jahres vor, zudem kritisiert Washington die Regierung in Moskau wegen ihres Vorgehens in Syrien und der Ukraine. (whr/sda/afp)

Trumps Handschlag

Video: watson
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

In den USA droht eine Massenobdachlosigkeit: «Wir müssen Leben retten»

Über Nacht könnten mehr als sieben Millionen US-Amerikaner auf der Strasse sitzen. US-Präsident Joe Biden ist es nicht gelungen, einen Corona-Zwangsräumungsstopp zu verlängern.

Um fünf Uhr am Morgen setzt Cori Bush ihre erste Nachricht auf Twitter ab: «Dieser Morgen fühlte sich kalt an, so als würde der Wind direkt durch meinen Schlafsack blasen. Seit Freitag – als einige Kollegen es vorzogen, Urlaub zu machen statt per Abstimmung Zwangsräumungen zu verhindern – sind wir vor dem Kapitol . Dies ist ein Räumungsnotfall. Unser Volk braucht ein Räumungsmoratorium. Jetzt.»

Cori Bush ist ausgebildete Krankenschwester und sitzt seit diesem Jahr für die Demokraten als …

Artikel lesen
Link zum Artikel