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Oprah for President! 5 Gründe, warum Winfrey gegen Trump antreten wird

Ihre kämpferische Rede zur Metoo-Debatte bei den Golden Globes hat weit über Hollywood hinaus für Begeisterung gesorgt. Steigt US-Talkstar Oprah Winfrey 2020 gegen Donald Trump in den Ring? Die Zeichen mehren sich. 



Sie stahl mit ihrer flammenden Rede zur Metoo-Debatte bei den Golden Globes von Sonntagnacht allen die Show. Jetzt wird die  afro-amerikanische Talkmaster-Legende Oprah Winfrey auf allen Kanälen bereits als demokratische Herausforderin von Donald Trump bei den Präsidentschaftswahlen 2020 gefeiert. «Sie überlegt sich ernsthaft, als Präsidentin zu kandidieren», sagen nun Freunde von ihr zu CNN. 

Die Rede

Im TV-Jargon würde man vom «Magic Moment» sprechen: Die emotionale Rede der 63-jährigen Talkmaster-Legende zu Bürgerrechten bei den Golden Globes sorgte nicht nur bei den Hollywood-Stars für Begeisterungsstürme: «Zu lang wurden Frauen nicht angehört oder ihnen wurde nicht geglaubt, wenn sie den Mut hatten, gegen die Macht von Männern aufzubegehren. Aber deren Zeit ist um!». 

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Die Rede bei den Golden Globes Video: YouTube/NBC

Winfrey macht sich seit Jahren in der Bürgerrechtsbewegung stark. In ihrer Rede erinnerte sie auch an Fortschritte im Bezug auf Gleichberechtigung der schwarzen Bevölkerung. 

Doch nicht nur Oprah hatte etwas zu sagen:

Video: watson

Ihr Promi-Faktor

Zwar hat die 63-Jährige keine Erfahrung als Politikerin. Der Bekanntheitsgrad von Winfrey ist hingegen enorm: 21 Millionen Menschen in 105 verschiedenen Ländern sahen bis 2011 die wöchentliche «Oprah Winfrey Show» – es war die erfolgreichste Talk-Runde der TV-Geschichte. Nicht erst seit dem Ende der Sendung macht sich die Medienunternehmerin insbesondere für Bürgerrechte stark. Winfrey ist viel berühmter, als es Trump vor seiner Präsidentschaft jemals war. 

President Barack Obama and first lady Michelle Obama are pictured with Oprah Winfrey during a taping of The Oprah Winfrey Show at Harpo Studios in Chicago, Wednesday, April 27, 2011. (AP Photo/Charles Dharapak)

Die Obamas zu Gast bei der Oprah Winfrey Show. Bild: AP

Ihr langjähriger Partner Stedmen Graham sagte nach der Rede, eine Kandidatur sei durchaus möglich. «Es liegt nun an den Leuten. Sie würde es sicher machen», schreibt die Los Angeles Times. 

Geld für den Wahlkampf verfügt Winfrey übrigens zuhauf: Ihr Vermögen wird auf knapp 3 Milliarden US-Dollar geschätzt. 

Damit hätte sie schon mal einen entscheidenden Vorteil gegenüber anderen demokratischen Kandidaten. 

Die Obama-Connection

2008 zog sie für Barack Obama in den Wahlkampf, bei diversen öffentlichen Auftritten rührte sie kräftig für den ersten afro-amerikanischen Präsidenten die Werbetrommel. 2016 unterstützte sie die Kandidatur von Hillary Clinton, trat allerdings nicht öffentlich mit ihr auf. 

Mit den Obamas verbindet sie seither eine enge Freundschaft. Im Sommer 2017 verbrachte Winfrey gar die Ferien mit Barack & Co. auf einer Jacht bei Tahiti. Bei einer allfälligen Kandidatur könnte sie auf den Rat der Obamas zählen. 

Democratic presidential hopeful, Sen. Barack Obama, D-Ill., speaks as Oprah Winfrey reacts at a rally in Manchester, N.H. Sunday, Dec. 9, 2007. (AP Photo/Elise Amendola)

Winfrey 2007 bei einem Wahlkampfauftritt mit Obama. Bild: AP

Die Reaktionen

Auf den sozialen Medien sind die links-liberalen User aus dem Häuschen. Gegen eine halbe Millionen Postings liefen über die Hashtags #winfreyforpresident und  #winfrey2020. 

Oprah Winfrey wird bereits als die perfekte Gegenspielerin von Donald Trump gefeiert: «Schlau, schwarz. Verbreitet Visionen statt Hass: Sie ist die Anti-These von Trump», so eine Userin. 

Offiziell tönt es bei den Demokraten hingegen noch eher verhalten. «Wir wissen noch nicht, wen wir ins das Rennen schicken», sagte Nancy Pelosi, Vorsitzende der demokratischen Fraktion im Repräsentantenhaus. Es gebe Gründe, die für und gegen Winfrey als Präsidentschaftskandidatin sprächen. 

Ihre mangelnde Polit-Erfahrung etwa. Doch spätestens seit Trump wissen wir: Um US-Präsident zu werden, kann man auch ein Polit-Neuling sein. 

Trumps Bewunderung

US-Präsident Trump und Oprah Winfrey kennen sich seit Jahren. 1999 nannte Trump bei einer Larry-King-Show Winfrey gar als mögliche Vizepräsidentin. «Sie ist brilliant, populär, eine tolle Frau», sagte Trump, der damals für die Reform-Partei kandidieren wollte. 

Im Wahlkampf 2012 fragte sich Trump, warum Winfrey nicht öffentlich für Hillary Clinton auftrat. «Egal, ich bewundere Oprah», so Trump. 

Am Montag liess der US-Präsident kleinlaut über einen Pressesprecher verlauten, dass man sich über jegliche Herausforderer freue. 

#metoo an der Golden Globes: Es geht um mehr als die Stars

Video: watson

Stars laufen bei den Golden Globes in Schwarz auf

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