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Sichtlich genervt: Senator Michael Bennet am Donnerstag in Washington D.C.  screenshot: twitter / c-span

Dieser Senator ist sauer wegen Trumps Mauer – und zwar so richtig



Auch am Donnerstag konnte der Shutdown der US-Regierung nicht beendet werden. Der US-Senat hat sich auf keinen Vorschlag für ein Ende des seit mehr als einen Monat andauernden Haushaltsstreits einigen können. 

Weder der Entwurf der Republikaner von US-Präsident Donald Trump noch der Entwurf der Demokraten konnte am Donnerstagnachmittag (Ortszeit) die notwendige 60-Prozent-Mehrheit in der Parlamentskammer erzielen.

Wie verhärtet die Fronten sind, zeigt die Reaktion des demokratischen Senators Michael Bennet aus Colorado. Nachdem der republikanische Senator aus Texas, Ted Cruz, den Demokraten die Schuld in die Schuhe schob für den Shutdown, platzte dem Demokraten der Kragen. In einer rund dreiminütigen Antwort nahm er Cruz und Trump komplett auseinander. 

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Ted Cruz unterstützt Trumps Mauerpläne. screenshot: twitter / c-span

Senator Bennet spricht Klartext

Als die Republikaner im Jahr 2013 für einen Shutdown gestimmt hätten, seien in Colorado die Häuser unter Wasser gestanden und Menschen gestorben, ärgert sich Bennet. Er könne es deshalb nicht ernst nehmen, dass sich der Senator aus Texas jetzt um das Wohl der Rettungskräfte sorge, die nicht bezahlt würden. 

Nun sei es nicht sein Business, sondern Cruz' Business, weshalb er einen Präsidenten unterstütze, der eine mittelaterliche Mauer errichten wolle. Aber er könne versichern, so Bennet weiter, dass in Colorado nicht ein gewählter Vertreter jemanden unterstützen würde, der eine mittelalterliche Mauer durch den Bundesstaat bauen und somit Land von Bauern und Rangers stehlen würde.

Dann wird Bennet so richtig laut:

«Das bringt mich zu meinem letzten Punkt. Nämlich wie lächerlich es ist, dass diese Regierung geschlossen ist wegen eines Versprechens, das der Präsident der Vereinigten Staaten nicht halten konnte. Ein Versprechen, das Amerika gar nicht will, dass er es einhält. Diese Vorstellung von einer mittelalterlichen Mauer an der Südgrenze von Texas, gestohlen von den Bauern und Rangers, die dort leben, und dass Mexiko das bezahlen wird, ist einfach nicht wahr. Und deshalb sind wir jetzt hier.»

Wie lange der Regierungsshutdown noch anhalten wird, ist nicht abzusehen. Rund 800'000 Regierungsangestellte sind derzeit beurlaubt, oder verrichten ihre Arbeit, ohne dafür Lohn zu erhalten. 

Der Polit-Betrieb in Washington D.C wird immer chaotischer. Erst am Mittwoch musste Donald Trump seine Ansprache zur Lage der Nation verschieben. Die demokratische Sprecherin des Repräsentantenhauses lud den Präsidenten der Vereinigten Staaten aus, da sie sich um dessen Sicherheit fürchte, weil die Sicherheitskräfte nicht bezahlt würden. 

Angesichts dieser Zustände sei die Standpauke Bennets durchaus verständlich, heisst es in Kommentaren.

(cma)

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28
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28Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Muselbert Qrate 25.01.2019 11:52
    Highlight Highlight Es ist wohl gerade Hinterbänkler-Zeit im Senat.. 😂

    Schauspielschule wäre wohl was für den Typen 🤭
  • Toni.Stark 25.01.2019 10:56
    Highlight Highlight Dieser Senator sollte einen Staatskunde-Unterricht besuchen. Die Mauer - und mag sie noch so moralisch verwerflich sein - war ein Wahlversprechen. Trump will es nun einhalten. Punktum. Übrigens - Europa verbarrikadiert sich auch, nur steht das nicht oft in den Medien.
    • Kola 25.01.2019 11:21
      Highlight Highlight Das Versprechen war, dass Mexiko dafür bezahlt...
    • Bacchus75 25.01.2019 11:25
      Highlight Highlight Aber es war auch ein Wahlversprechen von Trump dass diese Mauer die USA nichts kostet, da ja Mexiko dafür bezahlt. Daher braucht Trump ja auch kein Geld und kann sein Versprechen problemlos einhalten.
    • Toni.Stark 25.01.2019 22:15
      Highlight Highlight Immer die gleiche Leier seit bald zwei Jahren. Mexico wird dafür bezahlen, im Sinne von "wir werden es ihnen heimzahlen"... aber jedes Wort wird verdreht. Und wie auch immer, es ist eine Angelegenheit zwischen Mexico und USA. Europa hat auch einen Grenzzaun um seine Grenzen gezogen. Das machen Staaten und Regionen.
  • Lörrlee 25.01.2019 10:39
    Highlight Highlight Guter Mann! Bringt's auf den Punkt.
  • Hans der Dampfer 25.01.2019 09:07
    Highlight Highlight Ich finde es immer noch lustiger wenn sich die Leuts so richtig saures geben. In anderen Parlamenten sprechen schon mal die Fäuste. Leute in Anzügen die sich prügeln finde ich einfach super.
  • Cachesito 25.01.2019 07:50
    Highlight Highlight Bravo Senator Bennet gut und vorallem wahr gesprochen 👋
  • rodolofo 25.01.2019 07:34
    Highlight Highlight Es ist zum Verzweifeln mit diesen rechtsextremen Hardlinern, die uns "beschützen" wollen.
    Aber wer beschützt uns vor diesen "Beschützern"?
    Es ist, wie mit einer Mafia, die Schutzgelder eintreibt dafür, dass sie ein Territorium besetzt.
    Und die Mehrheit schweigt dazu.
    Sehr viele schweigen, weil sie Teil der Mafia sind und mit profitieren.
    Und die Andern schweigen, weil sie Angst haben, Angst vor kriminellen Ausländern, Angst vor Job-Verlust, Angst vor sich selbst.
    Auch die Republikaner-Mafia herrscht mithilfe dieser schweigenden Mehrheit, den Mitläufern und den Angsthasen.
    Finish that!
  • Yogi Bär 25.01.2019 07:18
    Highlight Highlight Trump der unfähigste aller Zeiten! Endlich einmal ein Demokrat der die Wahrheit ungeblümt anspricht. Drogen finden nicht den Weg durch die Wege die die Mauer beschützen soll, sondern auf Strassen oder mit Flugzeuge oder Drohnen! Das restliche, wie Menschenschmuggel findet zudem auch auf Strassen statt nur sehr wenige nehmen die Gefahr der Wildnis auf sich. Den Rest der dieser Fantast erzählt ist Lüge! Für diese Lüge sind 800'000 Menschen beurlaubt oder erhalten keinen Lohn. Nun muss mir Jemand erzählen der Kerl sei für die kleinen da!
  • Eagle21 25.01.2019 07:12
    Highlight Highlight Wieso fordern hier eigentlich alle vom Präsidenten ein Einlenken? Ich weiss noch; bei den Shutdowns von Obama
    • undduso 25.01.2019 07:30
      Highlight Highlight Ganz einfach.
      Er will Geld für etwas, das die USA nach seinen eigenen Worten nicjts kosten wird, da die Mexikaner dafür bezahlen werden.
      Ausserdem hat er jetzt zwei Jahre gewartet mit diesem Budget. Wieso? Weil er nicht mal bei den Republikanern genügend Unterstützung für die Mauer findet und diese nicht einmal durchgekommen wäre, als die Republikaner in beiden Kammern die Mehrheit hatten. So kann er jetzt alles den Demokraten in die Schuhe schieben.
    • [CH-Bürger] 25.01.2019 07:32
      Highlight Highlight vielleicht, weil er stur auf den Bau seiner Mauer beharrt? anstatt sich zu überlegen, ob es nicht andere Wege zu seinem Ziel gäbe.
      Grenzsicherheit ist nicht gleichbedeutend mit Mauerbau... wer das nicht kapiert => 🤦🏼‍♂️

      es scheint, als ob auch die republikanischen Senatoren langsam realisieren, dass man mit eindimensionalen Gedankengängen bei politischen Verhandlungen nicht weit kommt...
    • rodolofo 25.01.2019 07:36
      Highlight Highlight Nicht alle.
      So, wie ich Deinen Kommentar verstehe, forderst Du etwas anderes.
      Du forderst anscheinend Verständnis und Sozialhilfe für den armen Donald Trump, den vereinsamten Temporär-König der USA.
    Weitere Antworten anzeigen
  • V-REX 25.01.2019 07:11
    Highlight Highlight Irgendwie scheint es mir, als ob die Republikaner jeglichen Bezug zur Realität aufgegeben haben, nur um "ihren Präsident" nicht zu verlieren.
  • dabu 25.01.2019 06:37
    Highlight Highlight Ich weiss euch zu schätzen watson, aber diese endsätze wie... Aber sowas von haben sich abgelaufen und nerven mich mittlerweile
  • Heinz Schmid 25.01.2019 00:12
    Highlight Highlight Vernunft, es gibt sie noch.
  • Stema 24.01.2019 23:25
    Highlight Highlight Lieber Donald,

    Als Bewohner eines Einfamilienhauses an einer vielbefahrenen Strasse überlegen wir uns schon lange, ob wir auf unserem Grundstück eine Mauer zwecks Lärmschutz errichten sollen. Falls Du deine Mauer also an der Grenze zu Mexiko nicht bauen darfst, dann melde dich doch bitte bei uns. Hier bist Du mit deiner Idee willkommen. Wir brauchen auch nur etwa 35 Meter. Das wird viel billiger! Den Stacheldraht kannst Du aber zuhause lassen.

    Mit freundlichen Grüssen,

    S.M.
  • Denk nach 24.01.2019 23:10
    Highlight Highlight Die Situation ist doch einfach nur... 🤦‍♂️

    Wenn ich die Demokraten wäre, würde ich einfach einen Fonds/Spezialfinanzierung budgetieren... Der darf nicht negativ sein und enthält dann budgetiere Erträge von Mexiko für die Mauer, diese dürfen für die Mauer benötigt werden... Und dann sollen sie Mexiko mal Rechnung stellen 😂.. Er hat ja gesagt Mexiko zahlt 😂...

    -> problem gelöst und die Mauer kommt nie 😉
    • Weiss 25.01.2019 06:58
      Highlight Highlight Diese Rechnung geht nicht auf. Weil dann Trump einen Weg finden wird, tatsächliche Einnahmen aus Mexiko für diesen Fonds abzuzweigen.
      Die fehlen dann anderswo, sodass am Ende doch das amerikanische Volk die Mauer bezahlt.
      Trump ist ein Meister im „Leben auf Kredit“.
  • Gurgelhals 24.01.2019 22:50
    Highlight Highlight Verständlich. Bei einem Schleimbolzen wie Ted "Zodiac Killer" Cruz würde es mir auch ziemlich schnell den Nuggi raushauen...

    PS: Die Vorlage der Demokraten ohne Mauer hat trotz den gegebenen Mehrheitsverhältnissen im Senat (53 Republikaner vs. 47 Demokraten) mehr Ja-Stimmen erhalten als Trumps Entwurf mit Mauer. Die ganze Sache war von der Schildkröte ja von vornherein nur als Showabstimmung vorgesehen, aber dann ist sie auch noch gehörig nach hinten losgegangen... 🙃
  • Bud Spencer 24.01.2019 22:45
    Highlight Highlight I like this guy!
    • Schwarzes Schäfli 25.01.2019 00:30
      Highlight Highlight Bennet for President 😆

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