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AfD vs. Coca Cola und Co. – eine Weihnachtsposse

Wie die AfD auf ein Fake-Plakat hereinfiel und es mit den Cola-Herstellern versemmelte

15.12.2018, 23:0616.12.2018, 08:56
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Ein watson-User hat uns auf eine besondere Adventsgeschichte aufmerksam gemacht. Sie spielte Anfang Dezember und dreht sich um die Alternative für Deutschland (AfD), die wegen nationalistischer und rassistischer Äusserungen für viele Menschen keine Alternative ist ... *

* Die folgende Zusammenfassung stammt von einem watson-User. Die Vereinigung Volksverpetzer hat auch schon ausführlich darüber berichtet.

Jemand stellt in der Adventszeit ein Fake-Weihnachtsplakat von Coca Cola auf, auf dem steht: «Für eine besinnliche Zeit: Sag' Nein zur AfD!».

Dabei handelt es sich um eine Aktion einer Künstler-Gruppe, die den #AfDentskalender macht. Ziel sei es, «Inspiration für AktivistInnen zu liefern» und sich mit dem politischen Rechtsruck in Deutschland zu befassen.

Entsetzen bei AfD-Anhängern, aber ...

Der Kommunikationschef von Coca Cola retweetet das Foto und schreibt: «Nicht jedes Fake muss falsch sein.»

Der besorgte Bürger weint.

Bild
screenshot: volksverpetzer.de

Besorgte Bürger drehen (angeblich) ein Video, in dem sie Coca Cola verschütten, das sie vorher gekauft haben. «Der arme Konzern ...»

Besorgte Bürger stellen (angeblich) fassungslos fest, dass Fanta auch zu Coca Cola gehört – «Weltneuheit!»

Bild
screenshot: volksverpetzer.de

Die AfD bastelt eine Fotomontage mit einem Fake-Weihnachtsplakat von Pepsi, auf dem «Sag Ja zur AfD!» steht. Daneben ist ein blauer Weihnachtsmann abgebildet.

Bild
bild: screenshot twitter (gelöscht), via volksverpetzer.de

Pepsi leitet rechtliche Schritte ein.

Der Tweet wird gelöscht.

Der besorgte Bürger weint.

Die Firma, der die Grafik des blauen Weihnachtsmannes gehört, bzw. die Bildrechte, leitet rechtliche Schritte ein.

Der besorgte Bürger weint.

Malte Kaufmann (AfD) twittert stolz ein Boykott-Bild mit sich und seiner Fritz-Kola.

Malte Kaufmann erfährt, dass Fritz-Kola die wohl politisch aktivste und am weitesten links stehende Getränkemarke in Deutschland ist. «Ups.»

Der besorgte Bürger weint.

Bernd Björn Höcke (AfD) postet stolz ein Bild von sich und seiner Vita Cola und schreibt: «Es gibt zu allem eine Alternative.»

Vita Cola verkündet (auf Anfrage von Volksverpetzer.de), dass sich die Marke nicht politisch instrumentalisieren lasse und eher für Weltoffenheit und Toleranz stehe.

«Als Marke sind und verhalten wir uns neutral und werden uns nicht für politische Auseinandersetzungen von Parteien oder im Zusammenhang mit anderen Herstellern instrumentalisieren lassen. Wir distanzieren uns damit auch von jeglicher parteipolitischer Vereinnahmung. Vielmehr steht Vita Cola u.a. für Weltoffenheit und Toleranz.»
quelle: nw.de

Der besorgte Bürger weint.

Und was lernt Deutschland daraus?

PS: Er warte ja nur noch auf eine Abfuhr von Afri-Cola, schreibt uns der watson-User, «aber mit dem Namen fasst die der besorgte Bürger wohl sowieso nicht an».

Wobei ... 🧐

«In den 1930er-Jahren betrieb Afri-Cola-Firmenchef Karl Flach eine Werbekampagne gegen den Marktführer Coca-Cola, die auf verbreitete antisemitische Einstellungen im Deutschen Reich abzielte (...).»
quelle: wikipedia.de

(dsc)

Mit Liebe und Humor gegen Nazi-Schmierereien

Video: srf

Street-Art-Künstlerin Barbara wird bei Facebook attackiert

1 / 8
Street-Art-Künstlerin Barbara wird bei Facebook attackiert
Ein Kaktus gegen Nazis: Dieses Werk der Street-Art-Künstlerin Barbara wurde von Facebook gelöscht.
quelle: facebook.com/ichwillanonymbleiben
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46 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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TanookiStormtrooper
15.12.2018 23:22registriert August 2015
Ich finds toll, dass sich Bernd Hoecke inzwischen durchgesetzt hat. 😂
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glass9876
15.12.2018 23:33registriert Juli 2015
Ein strammer Deutscher trinkt eh Bier!
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polopol88
15.12.2018 23:38registriert Februar 2015
Ich weine auch..., vor Lachen 😂
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