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Zahl der Opfer der LKW-Tragödie in Texas steigt auf 9 



epa06105459 Officials tow a truck that was found to contain 38 suspected illegal immigrants in San Antonio, Texas, USA, 23 July 2017. Eight of the people died at the scene, seventeen were transported to area hospitals with life-threatening injuries, and thirteen people had non-life-threatening injuries, police said.  EPA/DARREN ABATE

San Antonio, Texas: In diesem Lastwagen starben 9 Menschen – 30 sind verletzt. Bild: EPA/EPA

Die Zahl der Opfer der mutmasslichen Flüchtlingstragödie im US-Bundesstaat Texas ist um eines auf neun gestiegen. Ein Mensch sei später im Spital gestorben, berichtete der Sender CNN am Sonntagabend unter Berufung auf die US-Einwanderungs- und Zollbehörde.

Polizei und Feuerwehr hatten zuvor im Laderaum eines Lastwagens in brütender Hitze acht Tote und 30 weitere Menschen gefunden, die dehydriert waren oder einen Hitzschlag erlitten hatten.

San Antonio police officers investigate the scene where eight people were found dead in a tractor-trailer loaded with at least 30 others outside a Walmart store in stifling summer heat in what police are calling a horrific human trafficking case, Sunday, July 23, 2017, in San Antonio. (AP Photo/Eric Gay)

Vor dieser Walmart-Filiale in San Antonio war der Lastwagen abgestellt. Bild: AP/AP

Der Wagen war auf dem Parkplatz eines Walmart-Supermarktes in San Antonio nahe der mexikanischen Grenze abgestellt worden. Nach Angaben des örtlichen Feuerwehrchefs Charles Hood funktionierte die Klimaanlage im Lastwagen nicht, die Temperatur darin schätzte er auf bis zu 65 Grad Celsius.

Bei den Toten handelt es sich nach Polizeiangaben vom Sonntag (Ortszeit) ausschliesslich um erwachsene Männer. Der festgenommene Fahrer des Lastwagens sollte am Montag formell beschuldigt werden.

Auch Kinder unter Opfern

Von den 30 Verletzten schwebten viele in Lebensgefahr. Insgesamt befanden sich nach Angaben der Staatsanwaltschaft mindestens 39 Menschen im Sattelschlepper. Feuerwehrchef Hood zufolge zählten zu der Gruppe auch mindestens zwei Kinder.

Unklar war zunächst, wie viele Menschen aus dem Lastwagen entkommen konnten und noch vermisst werden. Die Polizei vermutet, dass die Insassen von Schleppern über die mexikanische Grenze gebracht worden waren.

epa06104878 A frame grab taken from a video made available by the San Antonio Police Department (SAPD) shows SAPD Chief William McManus (L) and San Antonio Fire Chief Charles Hood speaking to the media about a tractor trailer cab found with multiple deceased at a Walmart Parking lot in San Antonio, Texas, USA, early 23 July 2017. According to the statement, 8 people were found dead in the back of a trailer parked at the supermarket parking lot in San Antonio, early 23 July. Several other people were brought to hospital. The cause of the deaths is currently being investigated.  EPA/SAN ANTONIO POLICE DEPARTMENT HANDOUT  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Polizeichef William McManus (links). Bild: EPA/SAN ANTONIO POLICE DEPARTMENT

«Das passiert dauernd»

Polizeichef William McManus

«Wir haben einen Anruf von einem Walmart-Mitarbeiter hinsichtlich einer Überprüfung des Sattelschleppers bekommen, der auf dem Parkplatz abgestellt war», sagte Polizeichef William McManus. Der Mitarbeiter sei von jemandem aus dem Lastwagen angesprochen worden, der um Wasser gebeten habe. «Er brachte Wasser, rief die Polizei, und wir kamen an und fanden acht Tote», sagte der Polizeichef.

Auf Bildern von Überwachungskameras war nach Angaben des Polizeichefs zu sehen, dass vor der Rettungsaktion mehrere Fahrzeuge auf dem Parkplatz eintrafen. Es ging offenbar darum, einige Insassen des Lastwagens abzuholen.

Kein Einzelfall

Texas' Gouverneur Greg Abbott sprach von einer erschütternden Tragödie. Die Täter würden mit aller Härte bestraft. McManus sagte, es handle sich nicht um einen Einzelfall. «Das passiert dauernd», sagte der Polizeichef.

Bei dem Lastwagenfahrer handelt es sich um einen 60-jährigen, aus dem Bundesstaat Florida stammenden Mann. Der Eigentümer des Lastwagens stand zunächst nicht fest. (wst/sda/afp/dpa)

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