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Vor Israels Küste schwimmen massenhaft Haie – angezogen von einem unnatürlichen Phänomen



Vor der Küste von Israel sind in den vergangenen Monaten ungewöhnlich viele Haie gesichtet worden. Sie sammeln sich im flachen Wasser vor dem Küstenort Chadera, rund 50 Kilometer nördlich von Tel Aviv.

«Hier tummeln sich manchmal 50 bis 100 Haie», sagte Meeresforscher Ejal Bigal der Deutschen Presse-Agentur. Eine derart grosse Population an Sandbank- und Schwarzhaien sehe man selten. Angezogen würden sie offenbar von warmem Wasser, das aus einem nahe gelegenen Kraftwerk ins Meer gepumpt wird, sagte der Wissenschaftler der Universität Haifa.

In this Monday, Jan. 21, 2019 photo, a sandbar shark is examined by researchers from the predator project of the Morris Kahn Marine Research Station, established by the University of Haifa, in the Mediterranean Sea off the coast of the northern Israeli city of Hadera. A nearby giant power plant may not look like the most natural habitat for sea life. But the hot water gushing from the plant is drawing schools of sharks that are increasingly endangered by overfishing in the Mediterranean Sea. (AP Photo/Ariel Schalit)

Bild: AP/AP

Bigal untersucht seit vier Jahren, was die Tiere ins östliche Mittelmeer treibt. In den letzten 100 Jahren seien 95 Prozent der Mittelmeer-Haie ausgerottet worden. Da sie flaches Wasser nahe der Küste bevorzugten, seien sie schneller von Fischern gefangen worden, erzählt er. Zudem würden sich Sandbankhaie (Carcharhinus plumbeus) spät fortpflanzen – oft erst nach 20 Jahren. Umso erstaunlicher sei es, so viele Exemplare der gefährdeten Art an einem Ort zu sehen.

Wellness für Haie

Die Forscher um Bigal sehen das nahe gelegene Kraftwerk als Grund für die Anwesenheit der vielen Haie. Es leitet warmes Wasser ins Meer und genau dort sammeln sich die Tiere. «Mitten im Jacuzzi», scherzt Bigal. Kürzlich fingen die Wissenschaftler an, neben Blut- und Gewebeproben auch Ultraschallbilder von den Tieren zu sammeln.

Lasst die Haie leben

Möglicherweise locke auch Fischreichtum die Jäger in die Gegend. Fest steht, dass jedes Jahr andere Haie kommen. Das weiss Bigal, da er bereits 41 Tiere mit Sensoren versehen hat, um ihre Wege nachzuverfolgen. Zwei Sandbankhaie seien bereits vor zwei Jahren in Chadera gewesen, die übrigen seien Neulinge.

Gute und schlechte Seiten

Für Bigal ist Chadera ein einzigartiger Ort – im guten wie im schlechten Sinn: Zwar sind die Bedingungen durch das Kraftwerk künstlich, doch das flache Wasser sei ein «Labor mitten in der Natur». Man müsse die Tiere nicht aus dem Wasser ziehen, um sie zu untersuchen. Allerdings fragt er sich, ob die Nähe zum Menschen ideal sei. Taucher tummeln sich gern zwischen den Tieren, vom Strand aus sind die Haie mit blossem Auge erkennbar.

«Man wird 'Shark Watching' nicht verhindern können», meint Bigal. Er sieht darin eine Chance, Menschen aufzuklären. Schliesslich seien Haie enorm wichtig für das Ökosystem, weil sie kranke Meerestiere fressen und Populationen anderer Spezies kontrollieren.

Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass sie die Haie noch bis Mai beobachten können. Dann wandern die Tiere erfahrungsgemäss wieder in kühlere Gewässer. (aeg/sda/dpa)

Wenn ein Weisser Hai plötzlich neben dir schwimmt ...

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Video: srf

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6Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Cosmopolitikus 06.02.2019 15:09
    Highlight Highlight Spannender Artikel, danke Watson!
    Bezüglich Haien ist es leider vielerorts auf der Welt dasselbe:
    Mangelnder Respekt vor dem Lebensraum der Haie, ungenügende Bildung und vor allem das liebe Geld!
    Jährlich sterben x-Millionen Haie durch das Abschneiden der Flossen (werden dann als Haifischflossensuppe in vielen Teilen Chinas serviert), durch Beifang oder die Jagd nach den Killern (siehe Australien). Die Wichtigkeit der Haie für unser maritimes Ökosystem ist jedoch unbestritten. Ich würde mir daher wünschen, dass wir mehr über diese tollen Tieren wüssten und ihnen mehr Sorge tragen würden.
    • zeitgeist 06.02.2019 20:31
      Highlight Highlight Ich würde sogar sagen, die Wichtigkeit sämtlicher Spitzenprädatoren (Haie, Wölfe, Löwen, Eulen, Bären, Tiger, Adler etc.) für Ökosysteme ist unbestritten. Egoismus zurückfahren, von diesen faszinierenden Spezies lernen und ihnen den Lebensraum zugestehen, den sie benötigen, damit unsere Umwelt nicht aus den Fugen gerät.
    • Cosmopolitikus 06.02.2019 22:13
      Highlight Highlight @ Zeitgeist: dem ist nichts hinzuzufügen 👍
  • Sama 06.02.2019 12:47
    Highlight Highlight Warum ist als Eyecatcher ausgerechnet ein toter Hai zu sehen? Offenbar will man die Tiere vor Israels Küste ja schützen und nicht fangen?
    • G-Man 06.02.2019 13:06
      Highlight Highlight Nur eine Vermutung meinerseits: Der ist nicht tot sondern wird untersucht / Gechipt von den Meeresbiologen?
    • α Virginis 06.02.2019 16:16
      Highlight Highlight Ein toter Hai würde vermutlich nicht so mit Seilen gesichert werden und durch ein Rohr (oder was das ist) mit frischem wasser versorgt (Haie benötigen stets fliessendes wasser um ihre Kiemen), wie es auf dem Bild zu sehen ist.

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