International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
A 1/5 scale model size of NASA's solar-powered Juno spacecraft is displayed at the Jet Propulsion Laboratory in Pasadena, Calif. on Friday, July 1, 2016. The spacecraft is on the final leg of a five-year, 1.8 billion-mile voyage to the biggest planet in the solar system. It's expected to reach Jupiter and go into orbit around the planet on July 4. (AP Photo/Richard Vogel)

Soll nach fast fünfjähriger Reise endlich beim Jupiter ankommen: die Forschungssonde «Juno».  Bild: Richard Vogel/AP/KEYSTONE

Beim Jupiter! Forschungssonde «Juno» hat den Riesenplaneten erreicht



Der Riesenplanet Jupiter hat Besuch von der Erde: Nach fast fünfjähriger Reise durch das Sonnensystem ist die unbemannte NASA-Sonde «Juno» bei dem Gasplaneten angekommen und soll in der Nacht zum Dienstag in eine Umlaufbahn um Jupiter einschwenken.

Damit beginnt auch die erste kritische Phase der Mission: Das Haupttriebwerk von «Juno» wird 35 Minuten lang gezündet, um das Raumfahrzeug abzubremsen und so in einen Jupiter-Orbit zu zwingen.

Das Projekt «Juno» im Überblick

Play Icon

YouTube/NASA Jet Propulsion Laboratory

Mit dem Abbremsen der Sonde erwartet die «Juno»-Missionswissenschaftler ein «spannendes Manöver», wie die US-Weltraumbehörde NASA kurz vor Ankunft der solarbetriebene Sonde am Jupiter mitteilte. Wenn alles glatt läuft, soll die Raumsonde am Dienstagmorgen Schweizer Zeit in ihre Umlaufbahn «eingefädelt» sein.

Noch nie so eng umkreist

«Juno», benannt nach der Gattin des Göttervaters Jupiter in der römischen Mythologie, soll den Gariesen 20 Monate lang umrunden und sich dabei dessen äussersten Atmosphäre-Wolken auf bis zu 5000 Kilometern nähern. Keine andere Raumsonde hat den bei weitem grössten Planeten unseres Sonnensystems bisher so eng umkreist. Auf ihrer Bahn um Jupiter wird «Juno» einer hohen Strahlung in dessen Atmosphäre ausgesetzt sein.

«Junos» Reise zu dem Gasriesen ist auch ein Flug in die Anfänge des Sonnensystems vor 4.6 Milliarden Jahren: Unter den acht Planeten gilt Jupiter als der erste, der sich nach Geburt der Sonne gebildet hat. Jupiter bildete sich also aus einem Grossteil der Materie, die bei der Entstehung der Sonne übrig geblieben war.

«Die Sonne und der Jupiter sind die grössten Zeitzeugen der Entstehung unseres Sonnensystems», erklärte Peter Wurz von der Universität Bern auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Beide könnten ein relativ unverfälschtes Bild von der Geburtsstunde des Sonnensystems liefern. Aber der Jupiter sei für viele Fragestellungen leichter zugänglich als die Sonne.

Jupiter hat Erde ermöglicht

Weil der Riesenplanet sich so viel Material aus der sogenannten protoplanetaren Scheibe - der Masse aus Gas und Staub, aus der die Planeten und Kometen entstanden - einverleibt hat, hat er auch verhindert, dass im Inneren des Sonnensystems weitere Gasriesen entstanden. «Er hat also indirekt zur Entstehung der Gesteinsplaneten beigetragen und ist mit dafür verantwortlich, dass auf der Erde Leben entstehen konnte».

Eine bisher ungeklärte Frage sei zum Beispiel, ob der Jupiter einen festen Gesteinskern besitzt. «Nach unserem Modell der Planetenentstehung müsste sich Staub zu einem immer grösseren Brocken zusammengeballt haben, bis die Masse gross genug war, um auch Gas anzuziehen und zu halten», so Wurz.

Bestätigung oder zurück auf Null?

Juno soll über Gravitationsmessungen überprüfen, ob sich hinter Jupiters enormer Gashülle ein solcher Gesteinskern verbirgt. «Entweder wird sich unser Modell der Planetenentstehung damit vollständig bestätigen lassen, oder wir müssen quasi zurück auf Null und uns eine neue Theorie überlegen», so Wurz gegenüber der sda.

Mit Hilfe der NASA-Sonde wollen die Forscher zudem mehr über das extrem starke Magnetfeld des Jupiter erfahren und über den sogenannten Grossen Roten Fleck auf der Südhalbkugel des Riesenplaneten - einen gigantischen Sturm grösser als die Erde, der seit mehr als 300 Jahren beobachtet wird.

Der Jupiter weist einen Durchmesser von knapp 143'000 Kilometern auf und umkreist die Sonne in einer Entfernung von 740 bis 815 Millionen Kilometern. Zum Vergleich: Die durchschnittliche Entfernung zwischen Erde und Sonne beträgt rund 150 Millionen Kilometer. Der Jupiter ist der sonnennächste der vier sogenannten äusseren Planeten, zu denen auch Saturn, Uranus und Neptun gehören. Die Erde zählt mit Merkur, Venus und Mars zu den inneren Planeten. (sda/afp)

Das könnte dich auch interessieren:

Danach suchen Schweizer und Schweizerinnen auf Pornhub am meisten

Link to Article

In diesem Land wohnt nur ein einziger Schweizer. Wir haben mit ihm gesprochen

Link to Article

«14 Uhr: Claras Haut ist rot»: Kitas informieren Eltern neu per Liveticker über ihre Kids

Link to Article

Selbst Trump spricht nun von einem Impeachment

Link to Article

«Hi-Tech-Roboter» in russischer Fernsehshow entpuppt sich als verkleideter Mensch

Link to Article

Tumblrs neuer Pornofilter ist ein riesiger Fail – wie diese 19 Tweets beweisen

Link to Article

Netflix' zweite deutsche Original-Serie ist da – und ein riesiger Fail

Link to Article

Miet-Weihnachtsbäume sind in Hipster-Hochburgen in – doch die Sache hat einen Haken

Link to Article

Welche dieser absolut dämlichen Studien gibt es tatsächlich?

Link to Article

Brennende Leichen und blühender Aberglaube – ein Besuch in Indiens heiligster Stadt

Link to Article

Jetzt ist es da! Das geilste Polizeiauto der Schweiz

Link to Article

Viva la nonna! – weshalb ich mega Fan vom neuen Jamie-Oliver-Buch bin (dazu 5 Rezepte)

Link to Article

Über Zürich fliegen jetzt Viren-Drohnen

Link to Article

«Meine 20 Jahre ältere Affäre erniedrigt mich»

Link to Article

Diese 13 Bilder zeigen, wieso «Doppeladler» völlig zu Recht das Wort des Jahres ist

Link to Article

Ade Pelz: Schweizer zeigen Canada Goose die kalte Schulter

Link to Article

Doch noch geeinigt! 30 Minuten vor Ablauf der Deadline rief Nylander in Toronto an

Link to Article

Queen Ariana Grande singt sich mit neuem Song auf den YouTube-Thron 👀

Link to Article

11 Dinge, die du schon immer von einem orthodoxen Juden wissen wolltest

Link to Article

So läuft das Weihnachtsessen mit den Arbeitskollegen ab. Immer. Jedes Jahr. Die Timeline

präsentiert vonBrand Logo
Link to Article

Warum die Chinesen die Amerikaner im KI-Wettrennen schlagen werden

Link to Article

Der Super-Beau, der in weniger als 15 Minuten alles verkackt!

Link to Article

Netflix killt die nächste Superhelden-Serie

Link to Article

Die Weihnachtswünsche dieser alten Leute sind so bescheiden, dass es dir das Herz bricht

Link to Article

7 ausgefallene Punsch-Rezepte, die du diesen Winter unbedingt ausprobieren solltest!

präsentiert vonBrand Logo
Link to Article

Herzschmerz pur! 15 Leute erzählen, wie sie vom Seitensprung ihres Partners erfuhren

Link to Article

7 Duschmomente, die uns (vermutlich) allen bekannt vorkommen 

Link to Article

Du regst dich über die Migros-Suppe auf? Dann kennst du diese Gender-Produkte noch nicht!

Link to Article

Wutbürger nehmen Grossrätin wegen Baby ins Visier– und so reagiert der Grossvater 

Link to Article

Nach SBI-Niederlage: Jetzt beginnt der nächste Streit in der Aussenpolitik

Link to Article

Das Sexismus-Dinner des FC Basel sorgt weltweit für Schlagzeilen

Link to Article

«Es war alles ein verdammter Fake»: Schweizer Adoptiveltern packen aus

Link to Article

Führerscheinentzug nach 49 Minuten – so witzelt die Polizei über den «Tagesschnellsten»

Link to Article
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

2
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Rigel 05.07.2016 13:12
    Highlight Highlight Die Wichtigkeit von Jupiter wurde schon im Kommentar erwähnt.

    Aber er ist auch noch gemäss einem anderen Grund elementar, dass die Erde zu DEM Wunderplaneten geworden ist, der er ist.

    Der Jupiter ist der grosse Beschützer unserer Erde. Er fungiert wie eine Art Staubsauger für all die Asteroiden die in unserem Sonnensystem massenhaft herumschwirren.

    Jupiter saugt sie auf und verschont damit die Erde vor tausenden von Einschlägen, wodurch die Erde zu einer öden Wüste werden würde.

  • Dareos 04.07.2016 16:40
    Highlight Highlight Ich habe soeben Carl Sagan's "Pale Blue Dot" fertig gelesen, welches sich ebenfalls mit der Entstehung der Planeten sowie den Zusammensetzungen der unterschiedlichen Gestirne befasst. Auch Jupiter hat er viele Seiten gewidmet (wenn auch eher den Monden Titan und Io), er würde sich aber bestimmt freuen über die bevorstehenden Entdeckungen auf Jupiter :) Danke für den Artikel, freue mich bald mehr davon zu hören!

    Für alle, welche die Prämisse von Pale Blue Dot nicht kennen, hier ein spannendes Video dazu:
    Play Icon

War «Oumuamua» eine Alien-Sonde? Ein Harvard-Papier suggeriert es

Es ist das erste interstellare Objekt, das jemals innerhalb unseres Sonnensystems beobachtet wurde: Im Oktober 2017 erfasste das Pan-STARRS-Teleskop in Hawaii unerwartet einen zigarrenförmigen Himmelskörper in etwa 33 Millionen Kilometer Entfernung von der Erde. Zuerst hielten die Astronomen das Objekt aufgrund seiner Flugbahn für einen Kometen und nannten es C/2017 U1 (PANSTARRS). Bekannt wurde es als «Oumuamua» – der hawaiische Name bedeutet etwa «Kundschafter».

Doch je länger die …

Artikel lesen
Link to Article