Irak
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Mourners carry the coffin of their relative, who was killed in a suicide vehicle bomb in the Karrada shopping area in Baghdad, during the funeral in Najaf, south of Baghdad, Iraq, July 3, 2016. REUTERS/Alaa Al-Marjani TPX IMAGES OF THE DAY

Im Zentrum von Bagdad explodiert ein mit Sprengstoff beladenes Auto: Die Schreckensbilanz ist verheerend.  Bild: ALAA AL-MARJANI/REUTERS

Zahl der Todesopfer nach Anschlag in Bagdad steigt auf über 200



Nach dem Selbstmordanschlag in einem Einkaufsviertel von Bagdad ist die Zahl der Todesopfer auf mindestens 213 gestiegen. Das erklärten Behördenvertreter in der irakischen Hauptstadt am Montag.

Ein Selbstmordattentäter hatte sich in der Nacht zum Sonntag mit einem mit Sprengstoff beladenen Auto inmitten einkaufender Menschen im Zentrum von Bagdad in die Luft gesprengt. Zur Tat bekannte sich die Terrormiliz «Islamischer Staat» («IS»).

Hunderte Tote und Verletzte bei Bombenanschlägen

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Video: watson.ch

Zuvor hatten die Behörden die Zahl der Todesopfer mit 119 angegeben. Beim Anschlag wurden zudem mehr als 200 Menschen verletzt.

Iraks Regierungschef Haider al-Abadi ordnete am Sonntagabend Änderungen des Sicherheitskonzepts für die Hauptstadt an. Sicherheitskräfte dürfen demnach nicht länger gefälschte Sprengstoffdetektoren einsetzen, die ein britischer Geschäftsmann vor mehreren Jahren an den Irak verkauft hatte.

Die schwarzen Plastikgeräte haben einen Pistolen-artigen Griff und eine kleine Antenne, mit der angeblich Sprengstoff aufgespürt werden kann. Tatsächlich sind die angeblichen Detektoren jedoch völlig nutzlos, wurden aber dennoch weiterhin von vielen Beamten benutzt. Stattdessen gab al-Abadi den Einsatz anderer Geräte zum Aufspüren von Sprengsätzen in Fahrzeugen in Auftrag.

Sicherheitsleute an Kontrollstellen dürfen zudem künftig während ihrer Arbeit keine Mobiltelefone mehr benutzen. Die Aufklärung aus der Luft soll verstärkt werden, die Koordination zwischen Sicherheitskräften in der Hauptstadt verstärkt und Kontrollposten neu organisiert werden.

Anschlag zielte auf Schiiten

Der «IS» hatte erklärt, der Anschlag habe sich gegen Angehörige der schiitischen Bevölkerungsmehrheit gerichtet. Die sunnitische «IS»-Miliz hatte 2014 die Kontrolle über weite Teile des Irak übernommen.

Zuletzt verlor der «IS» aber grosse Gebiete wieder. Vor einer Woche eroberte die irakische Armee die «IS»-Hochburg Falludscha 50 Kilometer westlich von Bagdad zurück. (sda/afp)

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«Gewalt ist für mich kein Grund zu stoppen» – Schweizer Kriegsfotograf über den «IS»

Der Westschweizer Matthias Bruggmann war mehrmals in Syrien. Seine Bilder im Musée de l’Elysée in Lausanne zeugen von der Gewalt und von der Normalität in einem Land im Krieg. Vor dem Inhalt der Ausstellung wird gewarnt.

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