Natur
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Ein Rind in einem Freilaufgehege beschnuppert mit seiner feuchten Nase den Fruehling am Dienstag, 30. April 2013, im buendnerischen Schanfigg. (KEYSTONE/Arno Balzarini)

In Luzern wurden mehrere Dutzend Rinder beschlagnahmt. (Symbolbild)  Bild: KEYSTONE

Verdacht auf Tierquälerei: Mehrere Dutzend erkrankte Rinder im Kanton Luzern beschlagnahmt



Der Veterinärdienst des Kantons Luzern hat einem Halter am Dienstag mehrere Dutzend kranke Rinder weggenommen. Die Tiere waren in verschiedenen Betrieben im Luzerner Hinterland eingestellt. Der Halter wird wegen Verstosses gegen das Tierschutzgesetz angezeigt.

Die Tiere wiesen insbesondere Erkrankungen bei den Klauen auf, sagte Hanspeter Vogler, Leiter Fachbereich Gesundheit im Luzerner Gesundheits- und Sozialdepartement auf Anfrage. Sie befinden sich nun in einem Händlerstall. Dort werden sie tierschutzgerecht gehalten und von einem Tierarzt betreut, bis der Veterinärdienst über ihren weiteren Verbleib entscheiden kann.

Mitarbeitende des Veterinärdienstes hatten die Tierhaltungen bereits zuvor wiederholt unangemeldet besucht und erhebliche Tierschutzmängel festgestellt. Der Anordnung, dass die erkrankten Tiere tierärztlich betreut werden müssen und zu pflegen sind, sei der Halter mehrfach nicht oder nur teilweise nachgekommen.

Halter der Justiz bekannt

Bei den jüngsten unangemeldeten Kontrollen wurden jene Tiere beschlagnahmt, die Krankheitsanzeichen aufwiesen. Weil die ausreichende Pflege der erkrankten Tiere nicht sichergestellt ist, veranlasste der Kantonstierarzt deren Beschlagnahmung.

Die Kontrolle auf den verschiedenen Betrieben wurde durch die Luzerner Polizei unterstützt. Gegen den Tierhalter wird Strafanzeige erstattet. Der Mann aus dem Luzerner Hinterland war in der Vergangenheit bereits im Zusammenhang mit anderen Delikten zu Haftstrafen verurteilt worden. (sda)

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4Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Deathinteresse 21.12.2017 19:41
    Highlight Highlight Verseuchtes Pouletfleisch, misshandelte Rinder, Mitarbeiter die Fleisch falsch deklarieren... das alles schon nur in den letzten 3 Tagen. Wann pöggt die grosse Mehrheit endlich, dass hier etwas grundsätzlicu schief läuft?
  • Skip Bo 19.12.2017 19:25
    Highlight Highlight Man hat etwas aus dem Thugauer Fall gelernt. Hoffentlich werden die Kühe nicht wie im Thurgau trächtig geschlachtet.
  • spaljeni 19.12.2017 19:08
    Highlight Highlight "Schweizer Fleisch, alles andere ist Beilage" oder "Der feine Unterschied"... Uns wird immer gesagt, dass das schweizer Fleisch besonders artgerecht und hochwertig ist. Das Fleisch aus dem Ausland wird als Fleisch zweiter Klasse angepriesen.
    Klar gibt es überall schwarze Schafe unter den Bauern, jedoch gibt es auch im Ausland Bauern die ihre Tiere artgerecht halten. Dort zahlt man einfach ein bisschen mehr, aber das ist es ja auch Wert, dem Tier zu Liebe und auch dem Bauern.
    • hävi der spinat 19.12.2017 22:37
      Highlight Highlight Äh sorry ich glaube im Ausland ist gerade Fleisch, dreckbillig.

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