DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

«Die Vögel»: Kaiseraugst AG hat ein massives Krähenproblem

Das Gekrächze der Krähen stösst vielen Bewohnern im Quartier Liebrüti in Kaiseraugst sauer auf. Die Naturschutzkommission plant, die Krähen zu vertreiben – mit einem Raubvogel oder mit einer Drohne.

Dennis Kalt / az Aargauer Zeitung



Das Video des nächtlichen Krähen-Krächz-Konzertes bei den Liebrüti-Hochhäusern stösst bei den Quartierbewohnern in der Facebook-Gruppe «Kaiseraugst lebt» auf ein breites Echo. «Die Krähen müssen reguliert werden», «Krähen jagen?» und «wir werden am Morgen immer geweckt» lauten nur einige der Kommentare. Gregor Buser bekommt den Krähen-Lärm täglich mit. «Die machen einen Sau-Mais. Wenn man da nur fünf oder sechs Meter von den Bäumen entfernt wohnt, fällt das Schlafen bei offenem Fenster schwer.»

abspielen

Video: streamable

Kehrichtsäcke werden aufgepickt

Der Gemeinderat weiss über das Problem der tierischen Ruhestörung bescheid. «In diesem Jahr ist die Krähenpopulation im Liebrüti-Quartier massiv», sagt Vizepräsidentin Françoise Moser. Ein Problem sei nicht nur der Lärm, sondern auch, dass die Krähen mit ihren Schnäbeln die Kehrichtsäcke aufpickten, wenn sie auf Nahrungssuche gingen. «Da kann es passieren, dass der Abfall auf der Strasse landet, wenn der Kehrichtabfuhr-Mitarbeiter den Sack in die Hand nimmt», sagt Moser.

Bereits im Februar dieses Jahres sei man tätig geworden und habe einen Experten engagiert, der mit seinem Falken die Krähen aus dem Quartier vertrieben habe. Dies jedoch nur kurz. «Aufgrund der Schutzzeit für Vögel konnte der Falke nur zwei Mal eingesetzt werden», sagt Moser.

Eine Drohne mit Flügelschlag

Derzeit prüft die Naturschutzkommission verschieden Massnahmen, um nach dem Ende der Schutzzeit – dem 1. August – den Krähen-Lärm den Kampf anzusagen. «Ich gehe davon aus, dass wir wieder auf den Falkner zurückgreifen werden», sagt Moser, welche die Naturschutzkommission präsidiert. Eine Alternative dazu sei, den Falken passiv im Quartier in einem Falken-Kasten anzusiedeln.

Daniel Kleger, Präsident der Schweizerischen Falkner-Vereinigung, sagt, dass der Falke für eine nachhaltige Wirkung permanent zum Einsatz kommen muss. «Die Krähen sind nicht dumm. Wenn der Falke auf einmal nicht mehr fliegt, siedeln sich die Krähen schnell wieder an.»

Ebenfalls diskutiert die Naturschutzkommission über den Einsatz einer Drohne, die nicht nur wie ein Falke aussieht, sondern auch wie einer fliegt. Diese Modelle werden seit kurzem an Flughäfen eingesetzt, um Vogelschwärme gezielt zu vertreiben. Das Zurückschneiden der Bäume oder diese gleich zu fällen, sei zwar auch zur Sprache gekommen, jedoch kein Thema mehr. «Erstens dienen diese als Sichtschutz und zweitens schaffen sie eine gewisse Naturnähe im Quartier», sagt Moser. (aargauerzeitung.ch)

Rabe macht Nachbarschaft unsicher

Das könnte dich auch interessieren:

Wie ich nach 3 Stunden Möbelhaus von Wolke 7 plumpste

Link zum Artikel

Die Fallzahlen steigen wieder leicht an – so sieht's in deinem Kanton aus

Link zum Artikel

Der Mann, der es wagt, Trump zu widersprechen

Link zum Artikel

Magic Johnson vs. Larry Bird – ein College-Final als Beginn einer grossen Sportrivalität

Link zum Artikel

4 Gründe, weshalb die Corona-Zahlen des BAG wenig mit der Realität zu tun haben

Link zum Artikel

Wie ansteckend sind Kinder wirklich? Was die Wissenschaft bis jetzt dazu weiss

Link zum Artikel

Das iPad kriegt Radar? Darum ist der Lidar-Sensor eine kleine Revolution

Link zum Artikel

Lasst meinen Sex in Ruhe, ihr Ehe- und Kartoffel-Fanatiker!

Link zum Artikel

So lief Tag 1 nach Bekanntgabe der «ausserordentliche Lage» für die Schweiz

Link zum Artikel

Corona International: EU beschliesst Einreisestopp ++ Italien mit 345 neuen Todesopfern

Link zum Artikel

Die Schweiz befindet sich im Notstand – die 18 wichtigsten Antworten zur neuen Lage

Link zum Artikel

SVP-Präsident Marco Chiesa droht der FDP

Link zum Artikel

Ein Virus beendet Jonas Hillers Karriere: «Es gäbe noch viel schlimmere Szenarien»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Themen

Eine Bordell-Leiterin erzählt, wie Corona die Prostitution verändert hat

Weil Erotikbetriebe im Kanton Aargau weiterhin geschlossen haben müssen, steht die «Lustlaube» in Neuenhof derzeit leer. Im illegalen Milieu läuft die Sexarbeit jedoch weiter. Das birgt Gefahren – und macht Bordell-Besitzerin Heidi wütend.

Aus Lautsprechern klingt anzügliche Musik, rote und orange Lampen tauchen die Räume in warmes Licht. An den Wänden hängen Gemälde von nackten Frauen in verrenkten Positionen. Rund um die Bar im Eingangsbereich stehen dunkelrote Ledersessel, daneben Tische in Herzform. Das Bordell Lustlaube in Neuenhof wäre bereit für Gäste. Doch die müssen wegen der Pandemie fernbleiben. Sogar die Prostituierten sind ausgezogen.

Seit über 20 Jahren gehört das Puff Heidi. Der Vorname reicht für die Zeitung. …

Artikel lesen
Link zum Artikel