Schweiz
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Bluttat von Gipf-Oberfrick AG: Ehemann wegen Mordes zu 18 Jahren Gefängnis verurteilt



ARCHIV -- ZU DEN EIDGENOESSISCHEN ABSTIMMUNGEN VOM SONNTAG, 25. NOVEMBER 2018, UEBER DIE SELBSTBESTIMMUNGSINITIATIVE, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG -- Le batiment du Tribunal Federal, TF, photographie ce jeudi 13 avril 2017 a Lausanne. (KEYSTONE/Laurent Gillieron)

Bild: KEYSTONE

Für den brutalen Mord an seiner Frau in Gipf-Oberfrick AG erhält ein Afghane definitiv eine Freiheitsstrafe von 18 Jahren. Das Bundesgericht hat seine Beschwerde abgewiesen.

In einem am Montag publizierten Urteil schreibt das Bundesgericht, das Obergericht des Kantons Aargau habe überzeugend begründet, weshalb die Tat als Mord zu werten sei. Der heute 44-jährige Verurteilte beantragte, er sei lediglich wegen Totschlags zu einer Freiheitsstrafe von maximal zehn Jahren zu verurteilen.

Dem folgte das Bundesgericht nicht. Es sei nachvollziehbar, dass die Vorinstanz die Tat als äusserst grausam und abscheulich bezeichnet habe. Der Mann habe keine plausible Erklärung für seine Tat genannt. Und auch wenn er diese nicht von langer Hand geplant habe, könne nicht von einer Affekthandlung ausgegangen werden.

Korrekt ist das Aargauer Obergericht gemäss den Lausanner Richtern auch bei der Strafzumessung vorgegangen. Es sei nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz von einem schweren bis sehr schweren Verschulden ausgegangen sei.

Der Afghane ermordete seine damals 30-jährige Ehefrau Anfang November 2015. Das Ehepaar stritt sich, als der Mann seine Frau zu schlagen und würgen begann. Auch als die Frau in den Garten flüchtete, liess der Mörder nicht von ihr ab. Mit einem Messer stach er 56 Mal auf sie ein. Die Frau verblutete.

Die damals sechs, neun und elf Jahre alten Kinder des Ehepaars waren an jenem Morgen bereits in der Schule. Die Tochter sagte in der Untersuchung aus, dass es wiederholt zu Gewalt des Vaters gegen die Mutter gekommen sei.

(Urteil 6B_943/2018 vom 17.01.2019) (aeg/sda)

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3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Schneider Alex 29.01.2019 06:32
    Highlight Highlight Wieder so ein bedauerlicher Einzelfall, der den Staat sehr teuer zu stehen kommt.
  • es isch wies isch (Love & Peace Edition) 28.01.2019 14:02
    Highlight Highlight Weshalb bloss stört mich die Formulierung "schweren bis sehr schweren Verschulden"?
    Gibt es da Abstufungen bei Mord?
    Für das Opfer wohl eher nicht, tot ist tot.
    • Magnum44 28.01.2019 15:39
      Highlight Highlight Ja, gerade bei Mord, der immer sehr nahe beim Totschlag liegt, ist dies äusserst wichtig.

Justiz überfordert: Die Gefängnisaufenthalte im Fall Carlos haben 800'000 Franken gekostet

Der Fall Carlos hat mit einer Zahl begonnen: 29'000 Franken pro Monat. So viel kostete sein Sondersetting. Nun liegt eine neue Zahl vor: 800'000 Franken. So viel kosteten seine Gefängnisaufenthalte seither. Die Justiz ist überfordert.

Unter dem Pseudonym Carlos stellte das Schweizer Fernsehen im August 2013 einen 17-jährigen Messerstecher vor. Er war eigentlich nur die Nebenfigur in einer Reportage über einen Zürcher Jugendanwalt mit unorthodoxen Methoden. Carlos hätte diese als Erfolgsbeispiel illustrieren sollen, als der haltlose Jugendliche, der dank einem Bündel massgeschneiderter Massnahmen endlich Halt findet. Man nannte es Sondersetting. Es kostete 29 000 Franken pro Monat.

Die gut gemeinte Botschaft kam ganz schlecht …

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