Schweiz
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Jonas Fricker, Gruene Kanton Aargau und Kandidat fuer den Nationalrat, mit einer Rose im Mund, anlaesslich der Parlamentswahlen, am Sonntag, 18. Oktober 2015, im Regierungsgebaeude in Aarau. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Da strahlte er noch: Jonas Fricker feiert seine Wahl in den Nationalrat vor zwei Jahren. Bild: KEYSTONE

Analyse

Fricker raus, Addor drin: Die seltsame Schweizer «Rücktrittskultur»

Ein fataler Holocaust-Vergleich hat den grünen Nationalrat Jonas Fricker um Amt und Würden gebracht. Die Medien applaudieren – und zucken bei anderen krassen Fällen mit den Schultern.



Ein Besuch in Auschwitz ist ein in mehrfacher Hinsicht einschneidendes Erlebnis. Da ist zum einen die erschütternde Konfrontation mit dem unfassbaren Grauen, dem absolut Bösen, dem Verlust jeglicher Menschlichkeit im ehemaligen Vernichtungslager unweit von Krakau.

Und da sind zum anderen die Menschenmassen, die fliessbandmässig durch die Gedenkstätte geschleust werden. Sie lösen beim Besucher ein zutiefst ambivalentes Gefühl aus. Man hält den Rummel an diesem Ort des Schreckens für völlig deplatziert. Und wünscht sich gleichzeitig, dass viel mehr Leute kommen, um mit eigenen Augen zu sehen, wozu der Mensch fähig ist.

Auschwitz

Jonas Fricker war vermutlich nie in Auschwitz. Der Aargauer Grüne hätte sich sonst letzte Woche im Nationalrat kaum zum unsäglichen Vergleich von Schweinetransporten mit der Deportation von Juden hinreissen lassen. Seine Behauptung, die Juden hätten «eine kleine Chance» gehabt zu überleben, während die Schweine «in den sicheren Tod fahren», ist nicht zu rechtfertigen.

Ein Mann mit Potenzial

«Zwei Dinge gehen gar nicht: Nazi-Vergleiche und Behinderten-Witze», sagt ein Parteikollege. Was also hat Fricker geritten? Ist sein Vergleich ein Symptom für die zunehmend verblassende Erinnerung an den Holocaust? Hat er sich von fanatischen Tierschützern «anstecken» lassen, die seit Jahren ohne jede Skrupel mit Holocaust-Analogien gegen Tierquälerei polemisieren?

Am Samstag zog Jonas Fricker die Konsequenzen, er trat aus dem Nationalrat zurück. Ich nahm es mit Bedauern zur Kenntnis, denn ich habe lange in Baden gelebt und die Karriere des Umweltwissenschaftlers und Sekundarlehrers mitverfolgt. Sein Potenzial war nicht zu übersehen. Es ist kein Zufall, dass er 2015 von Listenplatz 2 aus in den Nationalrat gewählt wurde.

Persönlich kenne ich Fricker nicht besonders gut. Im Gespräch habe ich ihn als hellwachen und hoch anständigen, teilweise vielleicht etwas unbedarften Menschen erlebt. Erst am Tag vor seinem fatalen Auftritt unterhielt ich mich mit ihm in der Wandelhalle des Bundeshauses über die zweite Hälfte der Legislatur, die er nicht mehr in Amt und Würden erleben wird.

Jonas Frickers Entschuldigung

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Fricker begründete seine Entgleisung mit Naivität. Man darf ihm das abkaufen, denn ein negatives Menschenbild konnte man bei ihm nie feststellen, schon gar nicht antisemitische Anwandlungen. Umso mehr beelendet es, dass einige Berufskollegen offenbar krampfhaft versucht haben, ihm eine entsprechende Gesinnung nachzuweisen.

«Wir wollen mehr davon!»

Sein Rücktritt wurde in den Medien praktisch durchs Band begrüsst. Auch das irritiert, denn gleichzeitig scheint es kaum jemanden zu kümmern, dass ein Politiker weiterhin im Bundeshaus sitzt, der ebenfalls Fragwürdiges von sich gegeben hat. Gemeint ist Jean-Luc Addor, SVP-Nationalrat aus dem Wallis. Vor drei Jahren kommentierte er ein Tötungsdelikt in einer St.Galler Moschee auf Twitter mit dem Satz «On en redemande!» (Wir wollen mehr davon!).

Im August verurteilte das Bezirksgericht Sitten Addor wegen Verstosses gegen die Antirassismus-Strafnorm. Der SVP-Nationalrat hat Rekurs eingereicht, dennoch lässt sich das erstinstanzliche Urteil als Signal interpretieren, dass er eine Grenze überschritten hat. Addors Behauptung, der Tweet sei ironisch gemeint gewesen, macht die Sache keinen Deut besser – im Gegenteil.

Liegt es an den Muslimen?

Die Reaktion der Medien? Sie vermeldeten das Urteil, mehr nicht. Rücktrittsforderungen? Fehlanzeige, auch in der Westschweiz. Die gleichen Medien, die über Jonas Fricker hergefallen sind, nahmen das Verdikt gegen Jean-Luc Addor mit einem Schulterzucken zur Kenntnis.

Le conseiller national Jean-Luc Addor quitte le tribunal du district ce mardi 23 mai 2017 a Sion.  Le Conseil central islamique suisse, CCIS, a depose une denonciation penale contre le politicien, l'elu UDC avait tenu des propos deplaces sur les reseaux sociaux apres la fusillade a la mosquee de Saint-Gall le 22 aout 2014. (KEYSTONE/Laurent Gillieron)

Jean-Luc Addor nach der Gerichtsverhandlung im Mai in Sitten. Bild: KEYSTONE

Woran liegt das? Die unschöne Version betrifft die Herkunft der Betroffenen. Fricker hat sich über Juden geäussert, während Addor auf Muslime zielte. Mit denen kann man es ja machen. Die Berichterstattung vieler Schweizer Medien lässt den Eindruck entstehen, die muslimische Gemeinschaft in unserem Land bestehe zu 80 Prozent aus Islamisten. Während in Wirklichkeit mehr als 80 Prozent der Schweizer Muslime wenig bis gar nicht religiös sind.

Abstumpfung im Umgang mit SVP

Die andere Variante betrifft die SVP. Der mediale Umgang mit der grössten Schweizer Partei zeugt einer gewissen Abstumpfung. Man begnügt sich damit, dass ab und zu eine subalterne Charge rausgeworfen wird, die zu eindeutig durch den braunen Sumpf gewatet ist. Während einer wie Addors «Landsmann» Oskar Freysinger mit seinen Entgleisungen durchkam, bis die Walliser ihm die rote Karte zeigten.

Man kann diese mediale Reserviertheit teilweise nachvollziehen. Sie beruht auf der – berechtigten – Erkenntnis, dass die Empörung über die SVP-Stillosigkeiten der Partei stets nur genützt hat. Nun hat das Pendel in die Gegenrichtung ausgeschlagen. Man zieht den Kopf ein und hofft, dass sich das Problem irgendwann von selber löst, während ihre Exponenten weiter zündeln.

Rücktritt wohl unvermeidlich

Deshalb hinterlässt die Affäre Fricker ein mehr als nur ungutes Gefühl. Natürlich berufen sich Linke und Grüne auf hohe moralische Standards, deshalb war sein Rücktritt vielleicht unvermeidlich, obwohl Fricker in der Krisenkommunikation alles richtig gemacht hat, wie ihm Experte Walter Stüdeli im watson-Interview attestierte. Ich halte seinen Entscheid trotzdem für falsch.

Bedauerlich ist Frickers Ausscheiden auch, weil er ein «echter» Öko-Grüner ist. Seine Nachfolgerin Irène Kälin ist Gewerkschafterin und gehört zum linken Flügel der Partei. Immerhin ist sie auch studierte Islamwissenschaftlerin. Vielleicht erlaubt sie sich bei Gelegenheit die Frage, weshalb ein Jean-Luc Addor im Nationalrat weiterhin toleriert wird. Wir Medienleute stellen sie ja nicht.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Turi 04.10.2017 16:55
    Highlight Highlight Da die Medien darüber schweigen wollen, können wir Kommentierende ja selbst auf die personellen Verbandelungen Ringier-Chefredaktion - Grüne Irene Kälin (die Nachfolgerin von Nationalrat Fricker) hinweisen. Und etwas Transparenz in der Schweizer Medien- und Politlandschaft schaffen.

    https://blog.tagesanzeiger.ch/offtherecord/index.php/33688/schwer-verliebt-auf-twitter/
  • -woe- 04.10.2017 09:32
    Highlight Highlight Der entscheidende Unterschied liegt darin, dass Fricker sich seines Fehlers bewusst geworden ist und bereit ist die Konsequenzen zu ziehen.
    Im Gegensatz dazu Addor: "Man wird ja noch sagen dürfen, was Sache ist!"
    Und dieses fehlende Unrechtsbewusstsein zieht sich quer durch die ganze Partei.
  • Therealmonti 04.10.2017 03:40
    Highlight Highlight Habe den exakten Wortlaut von Fricker nicht im Kopf. Wie ich mich erinnere, bezog er sich auf den Film "Schindlers Liste", als er sagte, die Juden hätten dort im Gegensatz zu den Tieren auf dem Transport zum Schlachthof eine Chance zum Überleben gehabt. Das ist nicht das Gleiche, als wenn er sich auf die wirklichen Gräueltaten an Juden bezogen hätte. Fricker hat einen Fehler gemacht, als er sich von seinen bigotten Parteigenossen einschüchtern liess und zurück trat.
  • Lichtblau 04.10.2017 00:27
    Highlight Highlight Guter Artikel, danke. Trotzdem: "Unübersehbares Potenzial" und "unbedarft" gehen nicht wirklich zusammen. Herr Fricker ist ja keine 20 mehr.
  • Maracuja 03.10.2017 20:14
    Highlight Highlight Ich gehe davon aus, dass sich ein Mitglied der Grünen Partei auch keine deplatzierte und verharmlosende Bemerkung zum an Muslimen verübten Genozid in Srebrenica hätte leisten können. Im vorliegenden Fall geht es nicht um unterschiedliche Behandlung von Juden und Muslimen wie in diesem Artikel suggeriert wird, sondern darum, dass der Urheber aus einer Partei stammt, die sich als "Gralshüterin" des Antirassismus sieht. Logischerweise ist die interne wie externe Reaktion stärker, als sie bei einem Vertreter einer Partei wäre, die weder Wert auf Antirassismus noch auf politische Korrektheit legt.
  • LeChef 03.10.2017 20:02
    Highlight Highlight Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine der beiden Erklärungen (Juden als Betroffene; Abstumpfung) zutrifft.

    Vielmehr dürfte es blosser Zufall sein, dass Fricker zurücktreten musste, Addor aber nicht. Auch Journalisten müssen anerkennen, dass dem medialen Fokus etwas Unberechenbares anhaftet. Wird ein ungefährer kritischer Wert der Berichterstattung über ein Thema (bzgl. Quantität) überschritten, fühlen sich sämtliche Medien bemüssigt, auch noch etwas dazu beizutragen. Wird die Grenze nicht erreicht, bleibt ein Thema eine Eintagsfliege.

    Das Ganze hat etwas Willkürliches.
  • Zap Brannigan 03.10.2017 19:42
    Highlight Highlight Wer wie die Grünen immer weit vorn beim Verteilen von moralischen Noten für jeden und alles ist, muss halt die selben hohen Massstäbe auch bei sich selbst anlegen (lassen). Bei der SVP gilt: Ist der Ruf erst ruiniert...
    Und in jeder Partei warten Dutzende auf eine Möglichkeit, ins Parlament oder auf andere Pöstchen nachzurutschen. Da kommt so eine Gelegenheit gerade recht. Bei Macht und Pfründen hört die Parteikollegilität auf. Insbesondere bei Jungen wie Fricker, die es bei Wahlen weit vor den ihnen von der alten Garde zugeteilten Listenplatz schafften. Nicht nur, aber auch bei den Grünen.
  • dorfne 03.10.2017 18:46
    Highlight Highlight Offenbar sind viele sauer, dass Fricker und seine Partei den SVP Medien eine mögliche Schlammschlacht im voraus verunmöglicht haben. Jetzt kann man sich ja zum Trost ein bisschen über Frau Fricker hermachen. Geht immer bei Frauen die berühmte Männer haben. Das sah man schon bei ALT BR Kopp! Da lässt sich sicher ein Haar in die Suppe tun.
  • 2rmusic 03.10.2017 18:39
    Highlight Highlight Ich frage mich wieso einer Bundesrat werden kann, mit fataleren Ausagen? (Judenstempel)
    • Morph 04.10.2017 09:04
      Highlight Highlight War das Blocher?
  • Karl33 03.10.2017 17:45
    Highlight Highlight Die Grünen haben den Moment gepackt und einen Mann durch eine Feministin ersetzt.

    "Im Gegensatz zu Fricker hat Kälin ein typisches linkes Profil: Sie arbeitete bei den Gewerkschaften, ist Umweltaktivistin und bezeichnet sich als Feministin."

    Das ist ein Zitat aus 20-Minuten, die scheinen da besser zu recherchieren...
  • Martiis 03.10.2017 17:43
    Highlight Highlight Guter Kommentar, kann aber leider nicht darüber hinwegtäuschen, dass auch Watson die Affäre in reisserischer clickbait-Manier für sich genutzt hat, indem es "Fricker vergleicht Juden mit Schweinen" titelte und pushte.
  • FrancoL 03.10.2017 17:26
    Highlight Highlight Muss man Auschwitz gesehen haben um das Ausmass des Holocaust zu begreifen, nein, denn das würde im Umkehrschluss bedeuten, dass wenn wir etwas nicht klar und deutlich sehen es auch nicht verhindern werden. Dies wäre eine Absage an unsere Denkfähigkeit.
    Wir müssen in der Lage sein die Mechanismen die zum Holocaust führten zu sehen und zwar so früh wie möglich. Wir müssen in der Lage sein diese Mechanismen aufzuzeigen ohne dass die nächsten Generationen nach Auschwitz pilgern müssen um richtig zu reagieren und sollte einmal Auschwitz nicht mehr sein sollten wir immer noch reagieren können.
    • dorfne 03.10.2017 18:20
      Highlight Highlight Beängstend ist, dass sich heute wieder viele Menschen von rechtextremen Parteien die Lösung vieler Probleme erhoffen Das war schon 1933 so, als das Hitlerregime an die Macht kam. Mit den bekannten Folgen.
    • FrancoL 04.10.2017 07:53
      Highlight Highlight &nyssa: sagt Dir Kolaboration in zusammenhang mit dem 2.WK etwas?
      Oder wie war es mit den Judenvemögen doch gleich?
    • FrancoL 04.10.2017 08:07
      Highlight Highlight @nyssa: wieso die Kolonialzeit weglassen? Dieses dunkle Kapitel kannst Du gerne ansprechen. Es war eine riesen Sauerei wie diverse Länder in der Kolonialzeit vor Ort das Volkseigentum entwendet und sich bereichert haben. Eine riesen Sauerei, wie gesagt. Ob da das Handeln der schweizer Banken im letzten JH mit dem Aufnehmen der Vermögen der Potentate die weitgehend ihr Volk bestohlen haben viel löblicher ist?
    Weitere Antworten anzeigen
  • spring1 03.10.2017 17:23
    Highlight Highlight Von Ausgewogenheit in der Berichterstattung kann bei Watson auch nie die Rede sein. Deren Repräsentanten setzen seit Jahren alles daran, die SVP in ein schlechtes Licht zu rücken und brüskieren damit 30% der Wähler.
    • Fulehung1950 03.10.2017 17:52
      Highlight Highlight Wenn neutrale Berichterstattung dazu führt, dass die SVP in einem schlechten Licht dasteht, muss das nicht an der Berichterstattung liegen.
    • phreko 03.10.2017 17:54
      Highlight Highlight Die SVP'ler erledigen das von alleine. Die Presse hat Freysinger keine Reichkriegsflagge in den Keller gehängt und Addor wurde von einem Gericht verurteilt.

      Warum diese Opferhaltung?

      Warum brüskieren sich 30% an Fakten?

      Welche Fakten möchtest du gerne Unterschlagen haben?
    • loquito 03.10.2017 18:08
      Highlight Highlight Die SVP brüskiert 70% der Wähler.... was gedenken wir dagegen zu unternehmen....
    Weitere Antworten anzeigen
  • IMaki 03.10.2017 17:15
    Highlight Highlight Lieber Peter Blunschi. Chapeau vor Ihrem ebenso selbstkritischen wie tiefsinnigen Kommentar. Ich hätte mir diese Art Zeilen schon seit Jahren von einem bestimmten Chefredaktor im Hause Wanner gewünscht. Aber dort ist man offensichtlich eher mit der Seligsprechung zu Lebzeiten eines Führers aus Herrliberg befasst. Frickers Ausraster bleibt unverzeihlich, der Rücktritt aus moralischer Sicht zumindest eine Option. Viel gravierender indessen sind die in den letzten 30 Jahren durch mediales Meuteverhalten zu Axiomen veredelten Rassismen und Faschismen gegen Ausländer, sozial Schwache oder Europa.
    • Fulehung1950 03.10.2017 17:52
      Highlight Highlight Unterschreibe jedes Wort!👍🏾
    • häfi der Spinat 03.10.2017 18:40
      Highlight Highlight IMaki
      Ihr Kommentar ist leider reine Hetzte. Anders sind ihre herabwürdigenden Worte der Meinungsvielfalt nicht zu deuten.
      Ihnen wäre eine bolschewistische Einheitsmeinung wohl lieber.
    • ml63 03.10.2017 19:28
      Highlight Highlight Danke, besser hätte ich es nicht formuliert.
    Weitere Antworten anzeigen
  • simiimi 03.10.2017 17:10
    Highlight Highlight Genau diese Ökofundeinstellung, für die der Auto Herrn Fricker lobt, hat ihn in diese Lage gebracht. Ich möchte wirkich keinen Nationalrat habe, in dem so Spinner wie Fricker sitzen, die ein Menschenleben mit dem Leben eines Schweines gleichsetzen.
    • phreko 03.10.2017 17:55
      Highlight Highlight Lebst du nach dem Prinzip "nach mit die Sintflut"?
    • loquito 03.10.2017 18:09
      Highlight Highlight Dann solllten wir mal alle SVPler schnell aus dem Nationalrat entfernen....
    • WerWillSchonStringenzUndSachkenntnis 03.10.2017 18:22
      Highlight Highlight Zu einem unangebrachten Wort (das wohl ein Versehen war und wofür er sich entschuldigte) sagst Du: „Frickers Ausraster bleibt unverzeihlich“.
      Unverzeihlich? Nie mehr?
      Unverzeihlich sind bewusste gravierende Straftaten (Mord etc.).
      Deine Meinung ist für mich sehr absolut, intolerant und damit unmenschlich Welt.

      Aber ich verzeih Dir das und stehe dafür hin, dass Du die Meinungs- und Redefreiheit auch dafür behältst.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Spooky 03.10.2017 17:07
    Highlight Highlight In diesem Artikel geht aber unter, dass vor allem Jonas Frickers eigene Partei, die Grünen, ihn brutal unter Druck gesetzt haben, den Rücktritt einzureichen.

    Warum hat seine eigene Partei hysterisch reagiert?

    War es eine gute Gelegenheit für die Grünen, Jonas Fricker loszuwerden?

    Seine Nachfolgerin ist Irène Kälin. Es würde Watson gut anstehen zu recherchieren, was für Beziehungen sie zum BLICK hat, der die Bagatelle zu einem Skandal aufgebauscht hat, obwohl die betroffenen Juden genau davor warnten.
    • Peter 03.10.2017 17:50
      Highlight Highlight Es ist allgemein bekannt und wurde in den letzten Tagen auch thematisiert, dass Kälin die Lebensgefährtin von Ex-Blick-Chefredaktor Werner de Schepper ist. Daraus Rückschlüsse auf die Blick-Kampagne gegen Fricker zu ziehen, halte ich für fragwürdig. Es wäre etwas gar plump.
    • Fulehung1950 03.10.2017 17:58
      Highlight Highlight Spooky, keine Verschwörungstheorien! Ich hätte als Fricker und GPS genau so reagiert. Und zwar aus gutem Grund! Die nächste dumme Entgleisung rechtsaussen kommt so sicher, wie der 31.12. das Jahr abschliesst. Die GPS müsste stillsitzen, weil die rechtsaussen sonst genüsslich - sie wissen was ich meine. Also muss man leider diesen Schritt gehen. Hat zwar mit Demokratie nichts mehr zu tun, aber die haben wir längst begraben. Die SVP regiert, WEIL die anderen „Bürgerlichen“ die Blockparteien BLockparteien bilden. Das nennt man dann wohl Einparteiensystem.
    • Turi 03.10.2017 18:22
      Highlight Highlight "Es wäre etwas gar plump. "
      Je plumper, desto normaler in der Politik.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Maragia 03.10.2017 16:58
    Highlight Highlight "Vor drei Jahren kommentierte er ein Tötungsdelikt in einer St.Galler Moschee auf Twitter mit dem Satz «On en redemande!» (Wir wollen mehr davon!)"
    Auch wenn die Aussage nicht akzeptabel ist, wo ist da der Verstoss gegen die Anti-Rassismus Strafnorm?
    • Peter 03.10.2017 17:53
      Highlight Highlight Der Islamische Zentralrat - ja, genau der - hat Addor in dieser Sache verklagt. Das Gericht in Sitten hat offenkundig in seinem Sinn entschieden. Man wird sehen, wie die weiteren Instanzen urteilen werden.
    • Fulehung1950 03.10.2017 18:00
      Highlight Highlight Sind Sie so ....... oder tun Sie nur so ......? Addor ruft zum Mord an Muslimen auf. Das dürfte ja wohl reichen. Auch für eine Anklage. Ausser in der Schweiz. Da bestimmt die SVP, was Rassismus ist....
    • Cevianer 03.10.2017 18:03
      Highlight Highlight Lies den Satz nochmal...


      Er will mehr Tötungsdelikte gegen Muslime...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ohniznachtisbett 03.10.2017 16:43
    Highlight Highlight Vieles ist richtig, in dem Artikel. Einiges teile ich nicht. Ich glaube nicht, dass es ein Juden/Islam Thema ist. Vielmehr glaube ich, dass es daran liegt, das rechte Kreise halt auch immer z.B. gegen die Antirassismusstrafnorm waren. Sie vertreten die Meinung die im Strafrecht verankerten Antragsdelikte wie Verleumdung etc. genügen... Sie fühlen sich also auch weniger daran "gebunden" und argumentieren weniger mit Moral. Linke hingegen halten sich häufig für moralisch überlegen. Dafür wird dann vielleicht auch mit zweierlei Ellen gemessen. Auch die Wähler verzeihen es bürgerlichen eher.
    • dorfne 03.10.2017 18:36
      Highlight Highlight "Linke halten sich häufig für moralisch überlegen". Wollen Sie damit sagen, dass die rechten Steuervermeider und Sozialabbauer mit ihren grossen CO2 und Feinstaubschleudern auf 4 Rädern in Wahrheit die richtige moralische Einstellung haben?
    • häfi der Spinat 03.10.2017 18:50
      Highlight Highlight Es handelte sich offenbar um eine Blick- Kampagne.

      Kälin ist die Lebensgefährtin von Ex-Blick-Chefredaktor Werner de Schepper.
      Sie darf nun für Fricker in den Nationalrat.

      So läuft so etwas eben auch in der Schweiz


  • Proletario 03.10.2017 16:38
    Highlight Highlight Meiner Meinung nach haben die Medien nicht den Ausschlag zum Rücktritt Frickers gegeben. Eher scheint es doch so, dass er (aus welchen Gründen auch immer) von seiner Partei vollkommen im Stich gelassen wurde und man anscheinend nur darauf gewartet hat, ihn durch Irène Kälin (Listenplatz 1 vor Fricker bei den Nationalratswahlen) ersetzen zu können. Und genau hier würde ein interessanter Artikel ansetzen (anstatt Medienschelte zu betreiben, ohne genauere Analyse): Was hat Kälin was Fricker nicht hat (oder umgekehrt)? Studium in Islamwissenschaften? Medienkontakte? Penis oder Vagina?
    • loquito 03.10.2017 18:28
      Highlight Highlight Doch das wäre sicher superobjektiv... wenn man mit ihren Gedanken in die Recherche steigt...
    • dorfne 03.10.2017 18:39
      Highlight Highlight Und wo ist Ihre genaue Analyse? Ich frage mich nämlich woher Sie wissen wollen, dass Fricker zurücktreten musste um Frau Kälin Platz zu machen!
    • häfi der Spinat 03.10.2017 19:50
      Highlight Highlight Es ist offensichtlich, das in dieser Sache etwas nicht ganz koscher ist. Zumal Kälin die Lebensgefährtin von Ex-Blick-Chefredaktor Werner de Schepper ist.
      Diere Artikel streut nur Sand in die Augen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • es isch wies isch (Love & Peace Edition) 03.10.2017 16:23
    Highlight Highlight Wenn solch' differenzierte Kommentare zu zwiespältigem Geschehen im In- und Ausland öfter geschrieben würden, wäre mein Vertrauen in die (schweizer) Medien nicht so nachhaltig angeschlagen. Leider ist dieser Beitrag eher die Ausnahme, welche die Regel (der oft ungenügenden Schreibereien einzelner Medienvertreter) bestätigt.
    Danke für diesen Lichtblick in einer ansonsten eher düsteren Medienlandschaft.
  • Angelo C. 03.10.2017 16:13
    Highlight Highlight Richtig, "Rassismus" raus - und Islamnähe rein, so wie gewisse politische Kreise das gerne mögen 😉 :

    http://www.20min.ch/schweiz/news/story/23828170
    • phreko 03.10.2017 17:04
      Highlight Highlight Und andere nicht mögen?
    • FrancoL 03.10.2017 17:33
      Highlight Highlight Was genau möchtest Du sagen? Vor allem der Rassismus ist da nicht so richtig zu finden, weder bei Fricker noch im 20min-Artikel.
    • äti 03.10.2017 18:41
      Highlight Highlight Hassschürer sind sehr sehr flexibel.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Howard271 03.10.2017 16:08
    Highlight Highlight Das sind zu 100% auch meine Gedanken, merci für den tollen und auch selbstkritischen Artikel.
    • häfi der Spinat 03.10.2017 18:53
      Highlight Highlight Und wo sahen sie in diesem Artikel so etwas wie Selbstkritik?

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