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Husch ein Wlan installiert: Die «Schatten-Informatik» wird für die Armee zum Problem

Ein Bericht offenbart fragwürdige Praktiken im Herzen der Armee.

Sven Altermatt / ch media



Wie sicher sind die Informatiksysteme der Schweizer Armee? Ein Bericht der internen Revision des Verteidigungsdepartements (VBS) offenbart Lücken, die es ermöglichen könnten, in das Netz des Militärs einzudringen oder Daten von Soldaten abzuschöpfen. Teils haben die Lücken schier irrwitzige Züge.

Ein Soldat bedient einen Computer anlaesslich des ersten Cyber-Lehrgang, am Freitag, 21. September 2018, in der Kaserne Jassbach bei Thun. Die Armee schuetzt jederzeit – im Alltag wie in der Krise – ihre eigenen Informations- und Kommunikationssysteme vor Cyber-Angriffen. Dazu setzt sie Teile der Berufsorganisation der Fuehrungsunterstuetzungsbasis (FUB) ein, welche durch hoch spezialisierte Milizangehoerige der Armee unterstuetzt werden. (KEYSTONE/Peter Schneider)

Im Visier der VBS-Revisoren: Software und Hardware, die Mitarbeiter und Angehörige der Armee auf eigene Faust einsetzen. Bild: KEYSTONE

Aufhorchen lässt besonders, was die Prüfer auf dem Waffenplatz Bure im Jura vorfanden. Bei ihrem Besuch im Frühjahr bemerkten sie, «dass verschiedene WLAN-Zugangspunkte bestehen, deren Ursprung vor Ort nicht genau bekannt ist». Ebenso wenig konnten die Revisoren in Erfahrung bringen, an welche Netzwerke die Geräte angeschlossen sind.

Im Klartext: An einem der zentralen Standorte der Schweizer Armee gibt es Verbindungen ins Internet, von denen die Verantwortlichen nicht wissen, woher sie kommen. Das berge Risiken, warnen die VBS-Prüfer. Schlimmstenfalls könnten Hacker darüber in Netzwerke der Armee eindringen.

Höheres Sicherheitsrisiko

Der Prüfbericht der Revisoren lässt keine Zweifel daran, worum es geht: «Schatten-Informatik», lautet dessen Titel. Die Experten fahndeten nach Software und Hardware, die Mitarbeiter und Angehörige der Armee auf eigene Faust einsetzen.

«Schatten-Informatik», das bedeutet konkret: Es werden Netzwerkkabel gelegt, Router installiert oder Programme ausserhalb der offiziellen Systeme benutzt, obwohl Regelwerke genau das eigentlich verbieten. Was in vielen Fällen pragmatisch erscheinen mag, schafft heikle Lücken und erleichtert es Hackern, in eine Infrastruktur einzudringen. Der Albtraum eines jeden Sicherheitsverantwortlichen.

Bundesrat Parmelin beauftragte die Revisoren mit einer allgemeinen Risikoeinschätzung in seinem Departement. Insgesamt offenbare ihre Prüfung im VBS ein «gutes Gesamtbild», halten sie nach getaner Arbeit fest. Schlecht weg kommt jedoch ausgerechnet die Armee.

Bei der Gruppe Verteidigung bestehe Handlungsbedarf, heisst es. Besonders problematisch: Die von den Prüfern identifizierte «Schatten-Informatik» werde «allesamt für militärische Zwecke eingesetzt».

Urlaubsgesuche gehen fremd

Im Fall des Waffenplatzes Bure ist die Situation verworren. Man habe schlicht nicht klären können, wo die WLAN-Geräte genau stehen und wie sie vernetzt seien, konstatieren die Prüfer. Zumindest bei einem Gerät liege die Vermutung nahe, dass ein Armeeangehöriger es selbst installiert und nach Dienstende nicht deaktiviert habe. Die VBS-Revisoren sehen solche eigenhändige Installationen kritisch. Zumindest saubere Inventarlisten seien unabdingbar.

ARCHIV -- ZUM TAGESGESCHAEFT DER HERBSTSESSION AM MITTWOCH, 26. SEPTEMBER 2018, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES THEMENBILD ZUR VERFUEGUNG -- Des visiteurs regardent une demonstration d'un char de l'armee suisse lors des celebrations des 50 ans de la place d'armes de l'armee suisse ce samedi 16 juin 2018 a Bure dans le Jua. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Ein Panzer auf dem Waffenplatz in Bure. Bild: KEYSTONE

Die Visite in Bure war eine Stichprobe. Wie sich die Lage an anderen Standorten der Armee präsentiert, ist offen. Genauer angeschaut haben sich die Prüfer auch die Schnittstellen zwischen dem VBS und der Miliz-Armee – ihr Befund ist wenig schmeichelhaft. Oft werde Hardware oder Software privater Natur verwendet, «um dienstliche Aufgaben effizienter erledigen zu können». Drei Beispiele:

Das Problem der Miliz

Die «Schatten-Informatik» bei der Miliz ist aus Sicht der internen Revision gleich doppelt fragwürdig. Einerseits, weil «sensitive Daten allenfalls ungenügend geschützt sind und daher in falsche Hände geraten könnten». Anderseits führten von privater Seite entwickelte Programme bisweilen zu «ungewollten Abhängigkeiten».

Die Gruppe Verteidigung nimmt die Befunde zur Kenntnis – und zeigt sich damit sogar «mehrheitlich einverstanden», wie sie in einer Stellungnahme zuhanden der VBS-Revisoren betont. Die WLAN-Zugangspunkte etwa seien überprüft und aktualisiert worden. «Kritisch und verboten» seien bei der Miliz allerdings nur diejenigen Geräte, die mit VBS-Infrastruktur verbunden sind.

Ein Soldat bedient einen Computer anlaesslich des ersten Cyber-Lehrgang, am Freitag, 21. September 2018, in der Kaserne Jassbach bei Thun. Die Armee schuetzt jederzeit – im Alltag wie in der Krise – ihre eigenen Informations- und Kommunikationssysteme vor Cyber-Angriffen. Dazu setzt sie Teile der Berufsorganisation der Fuehrungsunterstuetzungsbasis (FUB) ein, welche durch hoch spezialisierte Milizangehoerige der Armee unterstuetzt werden. (KEYSTONE/Peter Schneider)

Im September 2018 fand der erste Cyber-Lehrgang der Armee statt. Bild: KEYSTONE

Ohnehin dürfe man hinsichtlich «Schatten-Informatik» nicht vergessen: Die Armee stelle Informatikmittel nur für die eigentliche Ausbildung zur Verfügung. Insbesondere die Vorbereitungsarbeiten der Miliz-Kader könnten in diesem Rahmen «nicht abgedeckt werden», heisst es. «Es ist deshalb für die Miliz unumgänglich, private Mittel einzusetzen.»

Mit technischen und organisatorischen Massnahmen könne man die Risiken aber minimieren, sodass die Sicherheit nicht beeinträchtigt werde. Was damit konkret gemeint ist, bleibt unklar. Auf Anfrage wollte sich ein Armee-Sprecher nicht über die offizielle Stellungnahme hinaus äussern.

Speicherdienste: der Kampf gegen den Wildwuchs

Davon kann wohl jeder Informatiker ein Lied singen: Die Sicherheitsmassnahmen in einer Organisation können noch so gut sein – Schwachpunkt bleibt der Mensch.

Brenzlig wird es, wenn Mitarbeiter auf eigene Faust neue Software installieren. Die Informatikabteilung hat dann keinen Einfluss mehr, und Hackern öffnet sich ein potenzielles Einfallstor. «Schatten-Informatik» werde «mehrheitlich aus unbefriedigten Bedürfnissen» verwendet, schreibt die interne Revision des Verteidigungsdepartements (VBS) zu diesem Thema.

Will heissen: Die offiziellen Informatikangebote sind aus Mitarbeitersicht offenbar ungenügend. Der rasche technologische Fortschritt befördert den Wildwuchs.

Besonders heikel ist, wenn Online-Speicherdienste wie Dropbox oder Google Drive für berufliche Aufgaben genutzt werden. Diese sind schnell und kostengünstig, Daten können von mehreren Geräten aus gleichzeitig bearbeitet werden. Im VBS ist es gemäss internen Richtlinien zwar grundsätzlich verboten, solche Speicherdienste dienstlich zu verwenden.

Regeln allein genügten aber nicht, mahnen die Revisoren. Das VBS müsse die sogenannten Sperrlisten regelmässig aktualisieren und so die Nutzung von Speicherdiensten technisch blockieren. (aargauerzeitung.ch)

Hier fliegt ein historischer Panzer von einem LKW

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56Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • hifish 09.11.2018 17:40
    Highlight Highlight Genau das ist das Resultat wenn man „alte Säcke“ in der Führungsetage hat. Der Gedanke dort ist einfach: Informatikmittel sind ein „Sicherheitsrisiko“ also verbiete ich deren Verwendung und gut ist.
    Schlussendlich mutiert die Armee zum grössten Unternehmen mit unfreiwilligem BYOD.
    3 2 Melden
  • Magnum44 09.11.2018 13:30
    Highlight Highlight Und ich habe mich letzten WK noch gewundert, wieso die Hälfte der PC und Drucker privat waren. Natürlich wurden die Daten auch munter hin und her kopiert. Die Einsatzplanung schickten wir dann jeweils immer an die private eMailadresse des Oberst i Gst...
    10 0 Melden
  • SemperFi 09.11.2018 11:45
    Highlight Highlight Das ist halt der Klassiker, wenn es nicht "IT-follows-Business" sondern "Business-follows-IT" heisst und die IT-Abteilung zusammen mit Corporate Governance zum Arbeitsverhinderungsmonster wird.

    Denn heute sind die Leute clever genug und haben auch die technischen Mittel: "Mer fendid scho e Lösig!"
    26 4 Melden
  • rolf.iller 09.11.2018 11:27
    Highlight Highlight Na immerhin hat ein heterogenes und verteiltes System den Vorteil, dass sich dieses nicht durch einen einzelnen Angriff lahmlegen lässt. Eine Armee die im Notfall Kommunikation mit beschränkten mittel wieder aufbauen kann, scheint mir auch Vorteile zu bieten.
    22 4 Melden
  • ManuTI 09.11.2018 11:13
    Highlight Highlight Diese Schatten-Informatik kommt mir bekannt vor. Wir hatten in unserem KP schon vor 15 Jahren DSL-Leitungen und Wifi, wo es von der offiziellen Armee-IT noch nicht mal Internet gab. Laptops waren alle privat, die gesamte Kommunikation lief über private Handys. Sonst hätte genau nichts funktioniert.
    Das kann man nur ändern, wenn die Armee eine zeitgemässe IT zur Verfügung stellt.
    Wie man so sagt: man kann menschliches Verhalten nicht durch Technik unterbinden. Die Technik muss gut genug sein, damit der Mensch nicht auf die Idee kommt, es anders machen zu wollen.
    49 0 Melden
  • MAiForti 09.11.2018 11:09
    Highlight Highlight Ich arbeite in der IT, was ich da lese habe ich nicht mal beim schlimmsten Kunden gesehen. "Larifari" trotz aber Milliarden.
    25 21 Melden
    • SemperFi 09.11.2018 17:39
      Highlight Highlight Wenn Sie in der IT arbeiten, zwigem Ihnen die Kunden ja auch nur die Informatik und nicht die Schatteninformatik 😂
      4 1 Melden
  • Feldwebel Schulz 09.11.2018 10:56
    Highlight Highlight WLAN in der Armee? Wir haben vor einigen Jahren noch das Feldtelefon 50 gehabt im WK :-)
    23 1 Melden
    • Neonito 09.11.2018 14:54
      Highlight Highlight das ist immernoch in Betrieb 😂
      7 0 Melden
  • dmark 09.11.2018 10:33
    Highlight Highlight Mal ne Frage... Warum stützt sich die Armee überhaupt auf ein System, welches als Erstes in einem Verteidigungsfall ausfallen wird?
    Oder glaubt denn wirklich jemand, dass dann noch das Internet, bzw. die ganze Netzwerkstruktur überhaupt noch funktionieren würde?
    16 25 Melden
    • Bunix 09.11.2018 11:12
      Highlight Highlight Ehm du weisst schon was die Idee und der eigentliche Grund für die Entwicklung von Internet war?
      36 1 Melden
    • dmark 10.11.2018 12:57
      Highlight Highlight @Bunix:
      Schon. Nur entfernen wir uns immer weiter davon und missbrauchen es für alle möglichen andere Dinge. Somit ist das Internet im Grunde genommen für das Militär sinnlos geworden.
      Eben auch, weil die Infrastruktur im Falle eines Falles einfach mal so eben "abgeschaltet" (komplett gestört) werden kann, auch wenn es eine weltweite Vernetzung untereinander gibt. Technik wird die erste Sache sein, welche in einem Kriegsfall nicht mehr funktionieren wird - allein schon, um die Kommunikation untereinander zu behindern.
      0 0 Melden
  • Faktensindböse 09.11.2018 10:28
    Highlight Highlight Amateurverein schlechthin....Bin schockiert.
    24 31 Melden
    • FloW96 09.11.2018 10:54
      Highlight Highlight Selber keinen Dienst geleistet? Denn denk dran: Miliz = Amateur, sonst wärs eine Berufsarmee
      38 7 Melden
    • Faktensindböse 09.11.2018 11:27
      Highlight Highlight @Flow: Relevant? Und nein die wollten mich lieber bezahlen lassen. Für IT gibts genügend fest Angestellte beim Militär also erzähl mir nix von wegen Miliz.
      Es geht hier nicht um irgendeine Spass-Start-Up Bude sondern um Militärische Anlagen mit u.a. scharfen Waffen, Sprengstoffen usw. und gemäss Artikel haben sie es überhaupt nicht im Griff. Ist imhöchsten Masse bedenklich.
      Aber der Staat und seine Angestellten dürfen ja alles folgen- und straffrei tun wofür jeder andere vor dem Kadi landen würde.
      15 18 Melden
    • Soisches 09.11.2018 17:25
      Highlight Highlight Das Problem ist ja eben die Verwendung von privater IT von Miliz Soldaten. Das ist halt so wenn Amateure der Meinung sind, die IT, die Ihnen zur Verfügung gestellt werde, sei zuwenig bequem nutzbar. Denn Sicherheit geht immer zulasten von Bequemlichkeit.
      0 1 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • elbrutalo 09.11.2018 09:46
    Highlight Highlight Positiv gesehen ist unser Militär seeehr Transparent 😂😂😂
    62 1 Melden
  • Ich33Unverbesserlich 09.11.2018 09:42
    Highlight Highlight Die Frage ist doch, weshalb muss die Miliz sich immer selber organisieren um richtig effizient arbeiten zu können?
    Sobald die Informatik des Bundes Mittel zu Verfügung stellen wird gehe ich davon aus das solche Schatten IT/WLAN Netze nicht erstellt werden müssen.
    25 1 Melden
    • Soisches 09.11.2018 17:35
      Highlight Highlight Weil Sicherheit eben immer zulasten der Bequemlichkeit geht. Wenn man dann plötzlich nicht wie zuhause alles mit der Kiste machen kann, wird geflucht und die IT des Bundes ist unfähig. Dabei gehts halt nicht, weil es eben nicht sicher ist. Im Dienst umelauere und dann über die Sicherheit motzen ist einfach, sich bewusst werden, dass man mit seinem nachlässigen Verhalten der Sicherheit schadet, wäre das Ziel. Dann nimmt man vielleicht auch Abstriche in Kauf, weil man weiss warum.
      0 1 Melden
  • p4trick 09.11.2018 09:32
    Highlight Highlight Ich war Sommer RS 2000 IK Pi (Informatik Pionier)
    Die Software die auch noch lange später verwendet wurde um Clients zu installieren auf denen der Stab der Brigade Übungen etc. bearbeitete wurde vom Oberst seinem Sohn in Visual Basic zusammen gebastelt.
    Aber die sehr gut ausgebildeten Informatiker brauchte man für die dümmsten Aufgaben und nicht um diese IT zu verbessern. Ein Trauerspiel
    54 1 Melden
    • Gummibär 09.11.2018 13:04
      Highlight Highlight Die Informatik-Pioniere braucht es um den UPS (uninterrupted power supply) im Feld zu gewährleisten. So wie hier
      User Image
      9 0 Melden
  • Gummibär 09.11.2018 09:23
    Highlight Highlight 1972 hat die Schweizer Armee mit etwa 60 Jahren Verspätung die Kavallerie und die Dragoner abgeschafft.

    Im Jahr 2060 wird sie eine schlagkräftige Cyber-Defence aufgebaut haben um den Betrieb der landesweiten Kommunikation und Infrastruktur zu schützen.

    Bis dann kaufen und verschrotten wir etliche Generationen von Kampffliegern und hoffen, dass nicht irgend ein chinesischer Hacker spasseshalber die Schweizerische Stromversorgung lahmlegt.
    82 9 Melden
    • Miss Jane Marple 09.11.2018 09:35
      Highlight Highlight Witzigerweise wären Dragoner und Kavallerie, schlagkräftiger und unabhängiger, als jene die an einem Netzwerk, welchen auch immer hängen!
      22 3 Melden
  • Don Quijote 09.11.2018 09:06
    Highlight Highlight Beispiel aus meinem Dienst:

    Ich rückte kurzfristig zu spät ein. Zugangsbadge wurde mir aufgrund Abwesenheit des Feldis durch den Bürosoldaten ausgehändigt. Es stellte sich heraus, dass es sich um einen gefundenen (!) Badge handelte, der nach dem Fund einfach in den Stapel aufgenommen wurde. Ich hatte locker Zugang zu allen sensiblen Räumen.

    Auch Smartcards liegen einfach so herum, Passwort ist oft 12345678 oder umgekehrt.
    63 3 Melden
    • Soisches 09.11.2018 17:39
      Highlight Highlight Das ist ein klassisches Beispiel, dass sich diese Adas eben nicht bewusst sind, was sie mit Ihrem nachlässigen Handeln bewirken. Das kann die IT leider nur bedingt kontrollieren. Der Mensch ist das Grösste Risiko...
      0 1 Melden
  • insider 09.11.2018 09:02
    Highlight Highlight Bei uns (Genie-Tr) wurde immer zuerst das Wlan installiert inkl. Drucker, alle auf die Dropbox eingeladen und der WA-Gruppe hinzugefügt. Dann brachte jeder seinen Laptop mit und es wurde für den WK gearbeitet. Für eine Gruppe von 5-7 Mann stand jeweils ein Armee-Rechner ohne die notwendigen Programme zur Verfügung. Telefoniert wurde übrigens mit dem privaten Handy. Ohne diese Eigeninitiative wären wir arbeitsunfähig gewesen... ;-)
    42 0 Melden
  • Scaros_2 09.11.2018 09:02
    Highlight Highlight Das Militär ist ein Staatsbetrieb. Niemals kann die Informatik da gut sein bei dem Lohn den man bezahlt.
    25 14 Melden
  • MichaelTs 09.11.2018 08:59
    Highlight Highlight Typisches Verhalten zur Informatik in jeder Firma: Die MA suchen sich das einfachste und effizienteste Vorgehen für ihre Aufgaben. D.h. was die Armee bietet ist inadäquat.

    Nimmt man dann noch das Milizsystem hinzu, hat man Wechsel alle 4 Wochen bis 10 Monate bis... Das kann ja nicht gut gehen und zeigt: es ist Zeit, mit der Miliz aufzuhören (übrigens auch in der Gemeindepolitik und im Parlament).
    29 49 Melden
    • meine senf 09.11.2018 09:13
      Highlight Highlight Ich fürchte einfach, in einer Berufsarmee gäbe es noch zwei Sorten von Menschen:

      - Rechtsradikale und Waffenfreaks
      - Benachteiligte, die die Armee ködern kann

      Eine gefährliche Filterblase könnte da entstehen.
      70 10 Melden
    • Don Quijote 09.11.2018 13:39
      Highlight Highlight Michael: Schau einfach mal an, was die Abschaffung der Wehrpflicht aus der Bundeswehr in Deutschland gemacht hat. Da hast du nun nur noch Hauptschulabgänger, welche keinen deutschen Satz schreiben können und die den Job nur machen, weil die Bundeswehr langjährige Arbeitsverträge (teilweise auf 25 Jahre!) ausstellt. So hat man dann als Hauptschulabgänger keine Sorgen, wegen Arbeitslosigkeit in Hartz IV abzurutschen.

      So viel Bullshit wie ich von unserer besten Armee der Welt höre, auf deutsche Verhältnisse habe ich keine Lust...
      5 0 Melden
    • Soisches 09.11.2018 17:44
      Highlight Highlight Don Quijote: Du hast absolut recht. Durch das Milizsystem findet auch eine gewisse Kontrolle statt. Schön wäre es jetzt, dass man sich auch der Situation bewusst würde und die minimalsten Sicherheitsregeln befolgen würde. Aber da heute alle alles auf Social Media rausposaunen, ist dieser Kampf wohl verloren
      1 0 Melden
  • wasps 09.11.2018 08:55
    Highlight Highlight Die beste Armee der Welt halt.
    50 19 Melden
    • SemperFi 10.11.2018 12:29
      Highlight Highlight Ein alter Witz, aber immer wieder ein echter Brüller.
      2 0 Melden
  • Adi E. 09.11.2018 08:47
    Highlight Highlight Jeder der schonmal mit einem Bundes-Laptop gearbeitet hat, weiss wie mühsam das ist. Ich kann absolut verstehen, dass man auf private Geräte ausweicht. Ausserdem sind gewisse Seiten gesperrt. Was zum Verlust der Truppenmoral führen kann. ;)
    68 4 Melden
  • meine senf 09.11.2018 08:45
    Highlight Highlight Schätze mal, wenn man dort über den offiziellen Dienstweg etwas beantragen will, dürfte der Antrag so ungefähr kurz vor Entlassung aus der Dienstpflicht beantwortet worden sein.
    66 3 Melden
  • The oder ich 09.11.2018 08:43
    Highlight Highlight Die Vorteile des Milizsystems sind nicht ohne die Nachteile zu haben: die Informatik zeigt das nun exemplarisch.


    btw: Wenn man von den Kadern verlangt, Aufgaben selbst zu lösen, darf man sich nicht darüber wundern, wenn die sich dann auch selbst helfen. Sonst muss man halt geschützte Zugänge zur Verfügung stellen.
    80 0 Melden
  • Kalsarikännit 09.11.2018 08:37
    Highlight Highlight "Das Tool wird jeweils einfach von Zugführer zu Zugführer weitergegeben – auf einem USB-Stick." Ist wahrscheinlich noch das am besten gehütetste IT Geheimnis der Schweizer Armee.
    95 1 Melden
  • #bringhansiback 09.11.2018 08:33
    Highlight Highlight
    User Image
    47 1 Melden
  • kuhrix 09.11.2018 08:32
    Highlight Highlight Durch die Kader wurde immer wiederholt wie dringend die Armee Informatiker braucht und wichtig die Cyber-Defense geworden ist. Ein konkretes Angebot oder etwas konnte ich aber noch nirgends finden. Das ganze kostet halt Geld, verdammt viel Geld. Eine "Cyber"-RS reicht da bei weitem nicht. Die teuersten Kampfjets bringen nichts, wenn alle IT-Systeme löchrig wie Schweizer Käse sind.
    289 3 Melden
    • Hackphresse 09.11.2018 16:30
      Highlight Highlight In der Schweiz hat halt alles Löcher: Die Berge, der Käse, Häuser, die IT-Abteilung des Militärs, die Ärsche und deren Köpfe. Löcher wohin man schaut!
      2 0 Melden
  • NotWhatYouExpect 09.11.2018 08:29
    Highlight Highlight Nuja, diese Schatten Informatik gibt es auch beim Bund und den Kantonen.

    Weil die zuständigen Informatik Ämter Unfähig/Unterbesetzt sind werden Server und Dienste Extern gemietet und unsere Daten auch dort gespeichert.
    49 5 Melden
  • Kong 09.11.2018 08:22
    Highlight Highlight Den Begriff Schatteninformatik kannte ich nicht, das entsprechende Verhalten schon. Unsere Firma spart seit Jahren in der Informatik oder realisiert seitens Stabsorganisation unnütze Varianten, während man operativ immer effizienter sein soll... damit gedeihen Lösungen von Laien vor Ort immer mehr. Pragmatisch inkl diverser Risiken. Derweil diskutiert die IT Revision über für und wider von kabellosen Mäusen. Digitalisierung hat da offenbar verschiedene Levels.

    Btw... früher verliessen auch viele heikle Daten auf Papier die Armee, das Milizsystem machtˋs nicht einfacher.
    73 0 Melden
  • mmmhhh 09.11.2018 08:16
    Highlight Highlight Schatteninformatik gibt es wohl in jeder grösseren Firma, sobald technisch versierte Mitarbeiter auf restriktive IT stossen. Und das Fahrzeug Verwaltungstool behaupte ich mal ist lediglich ein Excel File, ich habe in meinen WKs genügend solche "Tools" gemacht
    61 0 Melden
    • zeusli 09.11.2018 13:21
      Highlight Highlight Ohne Jungs wie dich die solche Tools erstellen können und es auch machen, würde die beste Armee der Welt nicht funktionieren.
      7 1 Melden
  • Fritzeli 09.11.2018 08:16
    Highlight Highlight Vielleicht wäre hier einmal angebracht etwas Budget in die Informatik zu stecken anstatt sinnlos Munition in einen Berg zu schiessen.
    415 28 Melden
    • Barracuda 09.11.2018 08:34
      Highlight Highlight Glaube mir, die Armee buttert verdammt viel in die Informatik, die Steuergelder werden regelrecht verschleudert für haarsträubende Informatikprojekte. Ich durfte z. B. während Jahren in WKs Systemtests für das Milliardenprojekt FIS HEER (Führungsinformationssystem) durchführen. Das Desaster endete darin, dass man nach Jahren feststellen durfte, dass das System unbrauchbar ist. Fazit: Eine Milliarde einfach so verbrannt. Was diesbezüglich in der Armee abgeht geht auf keine Kuhhaut.
      68 6 Melden
    • DerTaugenichts 09.11.2018 09:20
      Highlight Highlight Das System is nicht "unbrauchbar", as ist mittlerweile seit Jahren am Produktiveinsatz.
      14 14 Melden
    • p4trick 09.11.2018 09:42
      Highlight Highlight Ich arbeitet im Stab einer Brigade und wir hatten denen schon von Anfang an gesagt, dass FIS HEER absolute Geldverschwendung war. Aber man hört ja nicht auf diese Unterhunde die IT mässig einiges mehr auf dem Kasten haben als alle Entscheidungsträger.. tja haben wir halt CS gespielt und immer auf die Büro WKler verwiessen wenn sie ein Problem hatten... :-)
      16 2 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Madison Pierce 09.11.2018 08:15
    Highlight Highlight Nicht gut, aber war leider zu erwarten. Solche Konstrukte findet man bei ziemlich jeder grösseren Firma.

    Einmal hat eine Abteilung einen ungenutzten Telefonanschluss genutzt, um auf eigene Kosten einen DSL-Anschluss aufschalten zu lassen. So konnte man surfen ohne lästige Firewall.

    Da dank Hotspot heute jeder einen eigenen Internetzugang einrichten kann, werden solche Sachen immer schwieriger kontrollierbar.
    122 2 Melden

Medienberichte: Schweizer Pharmaunternehmen spendete AfD 130'000 Euro

Laut Recherchen von WDR, NDR und der «Süddeutschen Zeitung» hat die Alternative für Deutschland (AfD) zwischen Juli und September 2017 Spenden von über 130'000 Euro aus der Schweiz angenommen. Der Absender der Spenden soll eine Pharmafirma aus Zürich gewesen sein.

Mit der Annahme der Spende hat die AfD gegen das Parteiengesetz verstossen, berichten die deutschen Medien. Parteispenden, die aus dem Nicht-EU-Ausland kommen, sind nach deutschem Gesetz illegal. 

Die Schweizer Pharmafirma soll das …

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