Razzia beim ehemaligen «Lehrer der Nation» Jürg Jegge
Polizisten haben das Haus des Pädagogen Jürg Jegge im zürcherischen Rorbas durchsucht, teilt die Zürcher Oberstaatsanwaltschaft am Donnerstag mit. Zudem sei mit ihm eine polizeiliche Einvernahme angesetzt worden. Aufgrund der Medienberichterstattung der letzten Woche und der öffentlich gemachten Missbrauchsvorwürfe durch den ehemaligen Sonderschullehrer selber, habe die Staatsanwaltschaft am 7. April ein Vorabklärungsverfahren eingeleitet.
Markus Zangger, ein ehemaliger Sonderschüler von Jegge, hatte vergangene Woche im Buch «Jürg Jegges dunkle Seite» Missbrauchsvorwürfe erhoben. Gemeinsam mit dem Co-Autoren des Buchs, dem Journalisten und Autoren Hugo Stamm, schilderte er seine verschiedenen Erlebnisse mit Jegge, zu dem er 1970 als Zwölfjähriger kam.
So soll es unter dem Vorwand einer therapeutischen Massnahme über Jahre zu körperlichen Übergriffen gekommen sein, bei denen sie beispielsweise gemeinsam onaniert hätten.
Jürg Jegge bestritt im Gespräch mit der Nachrichtenagentur SDA nicht, dass es zu sexuellen Kontakten mit seinem Schüler kam und sagte, dass Zangger auch nicht der Einzige gewesen sei. «Es gab immer dann einen sexuellen Kontakt, wenn ich das Gefühl hatte, es bringe etwas.» (whr/sda)
