
Sieht jetzt gerade noch einigermassen gemütlich aus – aber bei unserem Punkt 5 unten wird es auf dem Hydrospeed dann wild.Bild: Shutterstock
Rauszeit
Adrenalin-Junkies aufgepasst: Hier kommen sieben Erlebnisse in der Schweiz, die dein Herz schneller schlagen lassen.
10.05.2023, 10:5410.05.2023, 10:54
Übernachten in der Felswand
Bevor wir uns in die Abenteuer wagen, erholen wir uns erst mal in einem schönen Bett ... hoch oben in der senkrechten Felswand. Und ja, «schönes Bett» wäre dann einfach ein Schlafsack auf einer Portaledge. Aber hey: Die Aussicht von da oben bis runter zum Thunersee ist unbezahlbar.

Auf dieser Portaledge verbringst du in luftiger Höhe gut gesichert die Nacht.Bild: guide4you.ch
Bevor du in der Wand übernachten kannst, wanderst du rund 30 Minuten bis zum Übernachtungsplatz. Du musst schwindelfrei sein, Kletterkenntnisse brauchst du nicht, da helfen dir die Guides.
Hier gibt es mehr Informationen.

Sonnenaufgang in der Felswand.Bild: guide4you.ch
Auch hoch, aber deutlich weniger «luftig»:
Von der höchsten Bungee-Brücke Europas springen
Ausgeschlafen wagen wir uns ans nächste Abenteuer. Dafür fahren wir nach Niouc im Walliser Val d'Anniviers. Hier kannst du dich von der 190 Meter hohen Hängebrücke in die Tiefe stürzen. Kein Brücken-Bungee-Jump Europas ist höher. Und es ist auch gar nicht schwierig. Der Veranstalter schreibt: «Schalte dein Gehirn für eine Minute aus, lass los und spring kopfüber.» Easy.
Für «Normalos» hat's da auch eine normale Absprungplattform. Und vermutlich bist du unterwegs auch nicht ganz so entspannt wie er hier.
Falls du doch keinen Mut für den Bungee-Jump hast: Versuche den Tandem-Giant-Swing, die Zipline oder – vielleicht fast die beste Option – sitz an der Bar und schaue den anderen zu.
Ich schwör, ich wär gesprungen. Aber die waren noch nicht bereit.
Der Bungee-Jump ist normalerweise am Wochenende offen. Ab fünf Personen ist es auf Anfrage auch an anderen Tagen möglich.
Hier gibt es mehr Informationen.

Oben die Zipline, unten geht es auf der Brücke zur Bungee-Absprungplattform.Bild: Bungy Niouc
Was für Ausflugstipps willst du?
Wöchentlich präsentieren wir bei «Rauszeit» Ausflugstipps in der Schweiz. Das Spektrum ist fast endlos. Gerne möchte ich auch wissen, was für ein Thema dich interessieren würde. Darum:
Schreib mir auf Instagram oder auf reto.fehr@watson.ch, was du an dieser Stelle gerne einmal lesen möchtest.
Den längsten Klettersteig der Schweiz bezwingen
Wir bleiben im Wallis, wechseln aber die Talseite und wagen uns dort auf den längsten Klettersteig der Schweiz. 216 Meter Leitern und über zwei Kilometer Stahlkabel sorgen für den Adrenalinkick.

Wer findet den Kletterer auf dem Klettersteig?Bild: viaferrata-leukerbad.ch
Die kurze Variante (5 Stunden) steigt nach der oberen Gemsfreiheit aus. Du verpasst dann die natürliche Höhle im Aufstieg zum Daubenhorn (2941 m). In diesem letzten Teil steigst du rund 600 Meter hinauf.

Hoch über Leukerbad im längsten Klettersteig der Schweiz.Bild: viaferrata-leukerbad.ch
Wir sind hier allerdings im oberen Schwierigkeitsbereich unterwegs. Klettersteige findest du in der Schweiz unzählige. Wer einfach mal reinschnuppern oder vielleicht mal einen Seilpark erleben will, der kann das natürlich auch. Beispielsweise am Pilatus bei der Fräkmüntegg mit einem 20 Meter freien Fall (oder auch ohne diesen).
Hier gibt es mehr Informationen zur Via Ferrata Daubenhorn.

Eine luftige Brücke im Erlebnisklettersteig Gemmi Daubenhorn.Bild: viaferrata-leukerbad.ch
PS: Von Leukerbad auf die Gemmi führt auch ein sehr steiler, aber spannender Weg im Fels (hier Vorschlag 8). Oder du kannst mit der Gondel hoch und runter, auch sehr spannend (ohne Adrenalin).
Du bist eher der gemütliche Typ?
Formel-1-Feeling erleben
Wir verlassen den Outdoor-Bereich kurz und wagen uns in eine Racing Lounge. In der Schweiz stehen diese in Cham, Zürich, Kemptthal und Affoltern am Albis. Hier kannst du auf Simulatoren Formel-1-Feeling erleben.

Stilecht im Boliden wird um die Wette gerast.Bild: Felix Nürmberger
Die grösste dieser Lounges steht in Kemptthal, wo 10 Simulatoren bereitstehen. Du kannst Übungsrunden drehen oder gleichzeitig gegen deine Freunde antreten. Und klar, du fährst dabei auf den Originalstrecken von Silverstone oder Monza sowie weiteren Circuits.
Hier gibt es mehr Informationen.

An Knöpfen auf dem Steuerrad fehlt es – wie in der richtigen Formel 1 – nicht.Bild: Felix Nürmberger
Mit dem Hydrospeed oder dem Tube in die Fluten
Zurück in die Natur und ab aufs Wasser. Oder ins Wasser. Mit dem Hydrospeed (Riverboogie) kannst du dich von Susten nach Sierre auf der Rhone mit einer Art Bodyboard durch die Fluten kämpfen. Flossen an deinen Füssen sorgen dafür, dass du dein Schwimmgerät auch gut steuern kannst.

Mit dem Hydrospeed in den Fluten.Bild: Valrafting
Wer es gerne etwas «gemütlicher» hat, dem sei Tubing auf der Muota in der Innerschweiz empfohlen. Früher nannte man das wohl Gummireifen-Paddeln. Da geht es auf den stabilen, aufblasbaren Reifen grundsätzlich etwas ruhiger und bequemer zu und her und du treibst flussabwärts.
Hier gibt es mehr Informationen zum Hydrospeed im Wallis und hier zum Tubing auf der Muota.
Wakesurf-Gott werden für einen Tag
Wir bleiben im Wasser, aber jetzt wirklich auf der Oberfläche. Zumindest meistens. Okay, zum Wakesurf-Gott wirst du in einem Tag eher nicht. Aber das Ganze macht auch Spass, wenn man's noch nicht sooo gut kann.

Ein Tänzer der Wellen. Ich glaube, er steht nicht das erste Mal auf dem Board.Bild: Reboat
Bei Reboat kannst du dich auf dem Zürich- oder Zugersee auf dem Wakeboard versuchen. Wakesurfing nennt sich das Angebot. Das ist ähnlich wie Wakeboarden, aber ohne Seil und ohne Bindung. Die Veranstalter schreiben drum: «Surfen (fast) wie im Meer.»

Gesurft wird in der Welle des Boots. Bild: Reboat
Eine Session dauert normalerweise 15 bis 20 Minuten pro Person, in der «Surf & Chill Session» könnt ihr das Boot nachher noch den ganzen Nachmittag oder Abend nutzen (maximal 4 Personen).
Hier gibt es mehr Informationen.

Und ja, natürlich auch wichtig: der Chill-Teil auf dem Boot.Bild: Reboat
Hier kannst du nach dem Action-Erlebnis erholen:
Auf die höchste Zipline der Welt
Wir sind in dieses Listicle hoch oben in der Felswand gestartet, wir hören noch höher auf. Und zwar bei der höchsten Zipline der Welt auf 3330 Metern über Meer beim Mont-Fort. Von dort saust du auf der «Mont 4 Zipline» 1400 Meter über den Tortin-Gletscher bis zum Col de Gentianes.

Kurz nach dem Start der Rekordy-Tyrolienne.Bild: Schweiz Tourismus/Etienne Bornet
Während du mit bis zu 130 Stundenkilometern die fast 400 Höhenmeter hinunterdonnerst, kannst du die ebenfalls atemberaubende Aussicht in den Walliser Alpen geniessen.
Hier gibt es mehr Informationen.
Reto Fehr
Man muss die Schweiz verdammt gut kennen, wenn man sie besser kennen will als Reto Fehr. Mit seiner Tour dur d'Schwiiz radelte er 2015 alle damals 2324 Gemeinden ab. Entstanden ist daraus das preisgekrönte Buch Tour dur d'Schwiiz. Als einer von wenigen besuchte er somit schon jede Gemeinde der Schweiz. In der Folge absolvierte Reto die Ausbildung zum Wanderleiter des Schweizer Bergführerverbandes SBV und ist in seiner Freizeit meist in der Natur unterwegs, wozu er dich auf seinem Instagram-Account immer mal wieder mitnimmt. Als Mitglied des Rätsel-Kollektivs geoblog.ch lässt er die User zudem mehrmals wöchentlich die Schweiz in Bildern entdecken.
Finde heraus, ob du wirklich ein Adrenalin-Junkie bist:
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Verrückte Ideen für den Verkehr der Zukunft
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