Schweiz
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Bundesrat Ueli Maurer, links, spricht an der Seite von Bundesratssprecher Andre Simonazzi, waehrend einer Medienkonferenz ueber die rechtlichen Rahmenbedingungen fuer Blockchain und Distributed-Ledger-Technologie (DLT), am Freitag, 14. Dezember 2018 in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Ueli Maurer und Bundesratssprecher Andre Simonazzi. Bild: KEYSTONE

Die wundersame Wandlung: Wie Ueli Maurer sich vom Blocher-Flügel emanzipiert hat

Henry Habegger / ch media



Ein namhafter SVP-Politiker, dem Zürcher Flügel zuzurechnen, enervierte sich kürzlich sehr. Es sei im Dezember 2007 gar nicht Eveline Widmer-Schlumpf gewesen, die bei der Abwahl von Christoph Blocher falsch gespielt habe. Vielmehr sei dies Ueli Maurer gewesen, damaliger SVP-Präsident. Er habe am Vorabend der Abwahl gar nicht versucht, Widmer-Schlumpf anzurufen, um sie mit Gerüchten zu konfrontieren, wonach sie Mitte-Links als Sprengkandidatin zur Verfügung stehe.

Bundesrat Ueli Maurer, Chef des Eidgenoessischen Departements fuer Verteidigung, Bevoelkerungsschutz und Sport (VBS), schaut bei einer Uebung zu anlaesslich des Kasernengespraechs am Dienstag, 30. September 2014 auf dem Waffenplatz in Wangen an der Aare. Das Thema des Kasernengespraeches ist die Weiterentwicklung der Armee (WEA) respektive die verbesserte Ausbildung und vollstaendige Ausruestung der Armee. (KEYSTONE/Anthony Anex).

Ueli Maurer wird nächstes Jahr zum zweiten Mal Bundespräsident.  Bild: KEYSTONE

Maurer, dies also die zornige Vermutung, habe absichtlich nichts gegen die absehbare Abwahl von Blocher unternommen. Die Episode zeigt jedenfalls, wie sehr sich der ehemalige Parteipräsident und einige Hardliner auseinandergelebt haben.

«Es ist für die Schweiz viel besser, mit am Tisch zu sitzen, als auf dem Menü zu stehen»

Ueli Maurer

Denn nicht alle goutieren, dass der ehemals als Blochers Laufbursche Abgestempelte endgültig im Amt als Bundesrat angekommen ist. Er hat damit das geschafft, was seinem neidischen Widersacher nie vergönnt war: Maurer wurde mehrmals als Bundesrat wiedergewählt, und am 5. Dezember 2018 sogar mit einem historischen Resultat zum zweiten Mal zum Bundespräsidenten: 201 von 209 gültigen Stimmen, das wird ihm so schnell keiner nachmachen.

«Politik muss Spass machen»

Maurer, mittlerweile 68, hat sich den Respekt erarbeitet. Er wird links und rechts, in der Mitte und im Bundesrat als verlässlicher Partner geschätzt. Der Bundespräsident 2019 freute sich, für ihn völlig untypisch, sogar ausgelassen über das Resultat, er bedankte sich begeistert und begeisternd: «Politik muss Freude und Spass machen.»

Umgekehrt proportional dazu hat sich allerdings das Verhältnis von Maurer zum Blocher-nahen Teil der SVP um Leute wie Fraktionschef Thomas Aeschi abgekühlt. Längst gilt er dort als «halber Bundesrat» wie weiland Samuel Schmid, und man hofft auf baldigen Abgang.

Der Fraktionspräsident des SVP Schweiz, Thomas Aeschi anlaesslich den Gesammterneuerungswahlen des Kanton Zug sowie der Stadt Zug vom Sonntag, 7. Oktober 2018 in Zug. (KEYSTONE/Urs Flueeler)

SVP-Fraktionsschef Thomas Aeschi. Bild: KEYSTONE

Man stösst sich daran, dass Maurer als Finanzminister nicht nur die Politik von Amtsvorgängerin Widmer-Schlumpf übernahm, sondern auch ihr Personal. Dass er die ehemalige Bündner SVP-Regierungsrätin Barbara Janom Steiner (BDP) nun zur Präsidentin des Bankrats der Schweizerischen Nationalbank (SNB) machte, stiess besonders sauer auf.

Eine Art Internationalist

Maurer ist sogar das geworden, was einige SVP-Grössen gerne verhöhnen: eine Art Internationalist. Als Finanzminister reist er im Gegensatz zu früher viel, fühlt sich wohl beim oft entspannten und interessanten Austausch mit Kollegen aus aller Welt.

Er geniesst seine Auftritte in Gremien wie dem Internationalen Währungsfonds IWF, wo er zum gefragten Redner geworden ist. Er referiert aus dem Stegreif über Unerklärbares wie Blockchain oder Bitcoin und erhält stehende Ovationen. Er versteht das als Einsatz für sein Land. «Es ist für die Schweiz viel besser, mit am Tisch zu sitzen, als auf dem Menü zu stehen», sagte er auch schon.

Die wundersame Wandlung des Ueli M.

Dass ihm der Knopf so richtig aufging, hat auch mit dem Departement zu tun. Als Verteidigungsminister sagte er zu Vertrauten, frustriert über das teilweise intrigante Verhalten von Generälen und Obersten dieser Friedensarmee, deren Bürokratie sich um sich selber dreht: «Ich werde hier von morgens bis abends angelogen.»

Frisuren-Verbote in US-Armee: So gehst du mir nicht in den Krieg!

Maurer, der nicht gerne Streit hat, legte sich allerdings nicht wirklich mit seinen selbstherrlichen Berufsoffizieren an. Sein Nachfolger Guy Parmelin (SVP) nahm einige Anläufe, lief aber auf. Beide hoffen jetzt insgeheim, dass die neue VBS-Chefin Viola Amherd (CVP) es schafft, die Oberhand zu gewinnen.

La nouvelle Conseillere federale Viola Amherd, parle avec la population lors de la la reception officielle en Valais apres son election au Conseil federal ce jeudi 13 decembre 2018 a Saint-Maurice. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Übernimmt das VBS: Viola Amherd. Bild: KEYSTONE

Im Finanzdepartement (EFD) stiess Maurer auf eine ganz andere Welt, in der es mehr um die Sache geht als um Pfründen. Die Zahlen stehen im Mittelpunkt, das Departement gilt als gut organisiert, viele brillante Leute arbeiten hier, nüchterne Arbeit ist der Alltag. «Nach der Arbeit gehen die EFD-Mitarbeiter nicht in die Beiz, sondern nach Hause zu ihren Familien», drückt sich ein VBS-Insider aus.

Geht es nach Vertrauten, ist Maurer derart begeistert bei der Sache, dass er Ende 2019, nach seinem Präsidium, nicht als Bundesrat aufhören werde. «Und er will nicht, dass Alain Berset das EFD übernimmt», sagt einer.

Was er lieber nicht sagt: Ueli Maurer, der sich eben erst so richtig von Herrliberg emanzipiert hat, würde mit Sicherheit auch nicht gerne den Weg frei machen für eine Bundesrätin namens Magdalena Martullo-Blocher. (aargauerzeitung.ch)

Und jetzt zu etwas ganz anderem: Bachelor-Finalistinnen spielen «I Han Nonie»

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Video: watson/Angelina Graf

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    Alle Leser-Kommentare
  • Ich mein ja nur 18.12.2018 16:38
    Highlight Highlight Interessant, wie der Ueli aktuell als konziliant und konsendorientiert dargestellt wird, obwohl er noch genau dieselbe Agenda verfolgt wir vorher und seiner Partei willig in die Hände arbeitet. Kann man mit der einseitigen Lobhudelei nicht warten, bis er seinen Posten (notabene in der Wahlkampfzeit und für Blochers Tochter) räumt?
  • urwald 17.12.2018 18:11
    Highlight Highlight Wer ist die Frau auf dem Bild neben Frau Amherd? Also eigentlich interessiert mich eher Ihre Funktion und nicht Ihr Name.
    Sie war dabei als Frau Amherd und Frau Keller-Sutter nach der Wahl zum Bundesrat begleitet wurden.
  • sheimers 17.12.2018 12:44
    Highlight Highlight Maurer hat begriffen, dass man als Bundesrat daran gemessen wird was man für sein Land tut, und nicht was man für seine Partei tut. Er hat gesehen, wie Blocher sich selbst lächerlich machte, und wie Ogi in guter Erinnerung blieb. Nur logisch hat er sich für Ogis Weg entschieden. Eine Win-Win Situation für ihn und sein Vaterland.
  • Leon1 17.12.2018 12:42
    Highlight Highlight "... sagte er zu Vertrauten, frustriert über das teilweise intrigante Verhalten von Generälen und Obersten dieser Friedensarmee, deren Bürokratie sich um sich selber dreht: «Ich werde hier von morgens bis abends angelogen.»"

    Einen General haben wir seit 1945 nicht mehr, aber prinzipiell glaube ich die Aussage sofort! Wer diesen Laden von innen gesehen hat kann sich das bestens vorstellen.

    Hoffe deshalb auf BR Amherd. Es wird extrem schwer und sie wird Gegenwind von allen Seiten bekommen, aber wenn sie es schafft in der Armeeführung aufzuräumen hätte sie sich ihr politisches Denkmal gesetzt.
    • mogad 17.12.2018 13:08
      Highlight Highlight Gegen den Corpgeist ist schwer anzukommen. Ev wird VA auch auf Experten von ausserhalb hören. Ein Debakel wie beim Gripen wird es bei VA nicht geben, oder einen Duro- oder Bodluv-Skandal. Ob daran wirklich die hohen Militärs schuld sein sollen, mag ich Bundesrat "kä Luscht" nicht so recht glauben. Man muss sich da halt reinknien!
    • Liselote Meier 17.12.2018 14:06
      Highlight Highlight Gibt nicht nur den General mit einem Generalsrang.

      Brigadier, Divisionär, Korpskommandant sind auch Generalsränge. Der Brigadier hat ein Stern auf der Mütze. Stern = Generalsrang, sprich der Brigadier ist ein 1-Stern-General, der General ein 4-Sterne General welcher es nur im Krieg gibt in der Schweiz.

      Oder auf englisch NATO-Code Brigadier general, Major general, Lieutenant general und eben den General.
    • Leon1 18.12.2018 00:39
      Highlight Highlight Definitionsfrage;
      In die NATO-Codes haben wir uns eingliedern müssen seit die Armee Auslandseinsätze macht. Dennoch sind wir nicht in der NATO und unsere Gradstruktur ist unabhängig, insoweit ist es egal wie die englischen Entsprechungen unserer Dienstgrade lauten.
      Die angesprochenen Sterne sind eben auch keine Sterne wie bei NATO Armeen, sondern stilisierte Edelweisse. Auch wird was im Ausland als Generalität (oder Generalsränge) bekannt ist hierzulande unter "höhere Stabsoffiziere" zusammengefasst.

      Klar, das ist kleinlich. Aber korrekterweise spricht man in der Schweiz nicht von Generälen.
  • Kanischti 17.12.2018 12:34
    Highlight Highlight Ach liebe kommentatoren: welcher der sieben bundesräte verhält sich immer so, wie es die jeweilige mutterpartei wünscht (vorschreibt)? Alle wurden schon als verräter der parteiinternen werte beschuldigt.
  • Mississippi Tracking 17.12.2018 12:26
    Highlight Highlight Populisten halten im BR sowieso nicht lange durch. Während Blocher durch sein Milliardenglück und dem überproportional grossen Maul für einen Dreikäsehoch je länger je mehr verbitterte an seinen Ego Ideen, wuchs Maurer an der Teilmacht um gemeinsam (auch über Landesgrenzen hinaus) für eine ganzheitliche nachhaltige Politik hinzustehen. Vom Knecht zum Staatsmann.
    • Mississippi Tracking 17.12.2018 16:25
      Highlight Highlight Nur, dass es klar ist. Habe lediglich einige Sätze zu Gunsten BR Maurer (gar nicht mein Typ) zusammen gedichtet. In Tat und Wahrheit läuft das Game ganz anders. In etwa so, aussen Hui und innen Pfui. Mehr als eine gewisse Schlauheit steckt kaum dahinter.
  • Triple A 17.12.2018 11:11
    Highlight Highlight Da soll noch jemand sagen man gehöre ab 50 zum alten Eisen! Offensichtlich ist es auch jenseits der 50 noch möglich „gescheiter“ zu werden. Bravo!
  • hävi (the return) 17.12.2018 11:00
    Highlight Highlight Echt ?
    Maurer also von der der staatlichen Liste der
    ofizellen Bösen gestrichen ?

    Dafür musste zuerst aber schon Martulla Blocher auf die Liste kommen.
    Damit die Anzahl der amtlichen Bösewichte nicht etwa abnimmt.

    Erinnert halt ein wenig an 1984.
    • FrancoL 17.12.2018 15:11
      Highlight Highlight Zwer hat einen kurzen Post abgesetzt. Genau diese Umschreibung kann man bei Dir nicht anwenden.
  • CuJo 17.12.2018 10:37
    Highlight Highlight Wird man zum Bundesrat gewählt, hat man zwei Möglichkeiten: Man geht seinen Weg konsequent weiter und beisst bei seinen Amtskollegen auf Granit (so hat es Blocher versucht) oder wird konkordanzfähig und lernt Kompromisse einzugehen. Maurer hat sich für Variante 2 entschieden. Der Karriere tut das gut, ob es der richtige Weg ist muss jeder selbst entscheiden. In DE verdreht sich die Elite ohne Ende nur um auf dem Stuhl zu bleiben.
    Es wäre interessant, wie und ob sich ein Cédric Wermuth bei einer Wahl zum Bundesrat verändern würde. Wäre eine Wandlung bei ihm dann auch eine positive ?
    • MacB 17.12.2018 11:14
      Highlight Highlight Cédric Wermuth hat noch nichts geleistet in seinem Leben. Ich hoffe, dieser klassische 3-Saal-Politiker (Kreissaal, Hörsaal, Plenarsaal/Parlament), wird für längere Zeit noch nicht mal ein Thema für dieses hochwürdige Amt sein.
    • Dr. Zoidberg 17.12.2018 11:18
      Highlight Highlight in merkelland funktioniert die regierungsbildung auch ganz anders als hier. hier ist durch die konkordanz im prinzip gesetzt, wer chancen auf einen posten hat, relativ unabhängig vom wahlausgang. in dland müssen die mit ambitionen erst mal einen konsens mit den übrigen ambitionierten finden. davon abgesehen ist die fähigkeit zum kompromiss nichts schlechtes, dland fährt damit seit 70 jahren (mit ausnahmen natürlich) ganz gut. und die konkordanz mit ihrem quasi "harmoniezwang" hat der schweiz jetzt so insgesamt auch nicht wirklich geschadet.
    • heinz fritschi 17.12.2018 12:30
      Highlight Highlight @MacB blabla, die alte Lüge. Natürlich hat Wermuth schon einiges geleistet, auch gearbeitet, mit und ohne Lohn.
    Weitere Antworten anzeigen
  • #Technium# 17.12.2018 10:17
    Highlight Highlight Es war immer klar, dass Blocher seit seiner Bundesratsabwahl versucht hatte, über SVP-Strohmänner indirekt Einfluss zu nehmen in der Exekutive. Jedoch ging diese Rechnung bisher nicht mehr auf wie man im Falle Maurer sieht.
  • Yorik2010 17.12.2018 10:05
    Highlight Highlight Ich persönlich kann auch ganz gut auf eine Nachfolge von Martullo-Blocher verzichten. Ich kann grundsätzlich auf alles was nach Blocher riecht verzichten!
    • Astrogator 17.12.2018 11:33
      Highlight Highlight Blocher, der immer gegen die Classe Politique wettert macht auf Clanherrschaft wie man es nur aus der islamischen Welt kennt.
  • Vana salus 17.12.2018 09:51
    Highlight Highlight Gähn, bloß wieder eine Fahne im Wind.
  • Butschina 17.12.2018 09:30
    Highlight Highlight Bundesrat Maurer hat sich gut entwickelt. Er hat realisiert dass zusammengearbeitet werden muss um Probleme zu lösen. Er macht seine Arbeit gut. Mit einer grossen Schnauze wie dies bei Blocher war kann man nichts erreichen.
  • klugundweise 17.12.2018 09:07
    Highlight Highlight "... sagte er zu Vertrauten, frustriert über das teilweise intrigante Verhalten von Generälen und Obersten dieser Friedensarmee, deren Bürokratie sich um sich selber dreht: «Ich werde hier von morgens bis abends angelogen.»"
    Maurer tritt zurück, Martullo wird gewählt und muss ins VBS: dort kann sie den von der SVP seit Jahren geführten Sauhaufen aufräumen!
    Soweit der Traum. Sie würde das nicht tun, sich dauern in die anderen Departemente einmischen und am Schluss den anderen die Schuld für ihr Versagen zuweisen. Soweit die Realität!
  • FrancoL 17.12.2018 08:45
    Highlight Highlight Wenn man diesen Artikel genauer betrachtet und als SVP-Bezug den Auftritt von Aeschi im gestrigen Sonntalk als Vergleich nimmt, erkennt man unschwer dass ein riesen grosser Unterschied zwischen den beiden Herren besteht. Ueli Maurer ist glaubwürdig ohne sein Gedankengut zu verraten, Aeschi und mit ihm viele Hardliner der SVP sind es nicht. Die Saat von Blocher geht nicht auf und das ist auch gut so.
  • ujay 17.12.2018 08:22
    Highlight Highlight Auch Ueli Maurer, mit der Realität konfrontiert, musste konstatieren, dass mit Blocherdoktrin keine Politik zu machen ist. Wenn nun die Zürcher SVP Fraktion mit ihren "intellektuellen" Anführern wie Zanetti und Co zetert, gibt ihm das umso mehr Recht.
    • mogad 17.12.2018 13:14
      Highlight Highlight Bin froh, dass sie intellektuell in Anführungszeichen gesetzt haben.
  • Platon 17.12.2018 08:15
    Highlight Highlight Von mir gibts ein langgezogenes und kritisch nachdenkliches: Na ja..
    • FrancoL 17.12.2018 11:01
      Highlight Highlight Schade, man muss auch in der Lage sein Veränderungen zum Besseren zu würdigen auch wenn diese nicht zum Besten sind.
    • Platon 17.12.2018 16:30
      Highlight Highlight @FrancoL
      Ich sehe einfach nicht, dass Ueli Maurers Finanzpolitik sich von der neoliberalen SVP-Agenda emanzipiert hat. Das wäre für mich ein wahrer Fortschritt. Dass er es im Gegensatz zu Blocher schafft sich staatsmännisch zu verhalten und das Kollegialtätsprinzip achtet ist ja toll. Gleichzeitig spricht es Bände, dass man solche Selbstverständlichkeiten so loben muss. Ist Maurer jetzt plötzlich ein guter BR nur weil er seine besonders für ihn angefertigte tiefe Messlatte übertroffen hat? Das wäre gegenüber den richtig guten BR nicht fair. Ich mein ja nur...
    • FrancoL 17.12.2018 18:30
      Highlight Highlight @Platon; Er muss auch nicht Deiene oder meine Vorstellungen von Finazpolitik umsetzen, weil wir vermutlich eher in der Minderheit sind. Wenn er aber mit seiner Finanzpolitik die Konkordanz nicht aufs Speil setzt und etwas breiter aufgestellt ist als seine Partei ist es bereits ein Erfolg.
      Mehr kann man nicht erwarten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • zwan33 17.12.2018 08:10
    Highlight Highlight Die SVP hatte bisher immer nur halbe Bundesräte. Deshalb sollte sie mindestens 4 Bundesräte haden, um angemessen verteten zu sein... ;-)
    • heinz fritschi 17.12.2018 12:33
      Highlight Highlight oder gar keinen, wäre ehrlicher.
    • sheimers 17.12.2018 12:54
      Highlight Highlight Ich finde auch die zwei Halben SVP-Bundesräte sind noch einer zu viel.
    • mogad 17.12.2018 13:19
      Highlight Highlight So wie der SVPler Parmelin beim BodLuv (Boden-Luft-Verteidigung) zwei zur Hälfte funktionierende Systeme zu einem einzigen funktionierenden zusammenfügen wollte. Da fügensich doch das Eine und das Andere wunderbar zu einem Ganzen. Ende Ironie.
  • alingher 17.12.2018 08:00
    Highlight Highlight Zwei Dinge sind an diesem Artikel interessant:

    1. Je mehr man mit den politischen Realitäten konfrontiert ist, je mehr muss/will man sich vom SVP Gedankengut verabschieden.
    "Wir dulden keine fremden Richter" in einer Festhütte zu schreien ist eines. Zu realisieren, dass immer mehr Probleme ohne internationale Kooperation nicht gelöst werden können, das andere.

    2. Im VBS geht es v.a. um Pfründe. Amherd machte ihre politische Karriere in einem Kanton, wo sich die ganze Politik nur darum dreht. Da wird sie sich bestens arrangieren können und kaum viel ändern.
    • Töfflifahrer 17.12.2018 08:34
      Highlight Highlight Ich stimme dem zu. Jedoch, möglicherweise hat Amherd nun 2 SVP Unterstützer die den selbstherrlichen "Generälen" noch gerne eins auswischen wollen.
      Na ja, wir werden es in einigen Jahren sehen.
    • alingher 17.12.2018 09:49
      Highlight Highlight @Töfflifahrer:

      Jo werden wir sehen. Aber so wie ich Amherd einschätze neigt sie doch eher zum Arrangieren als zur Konfrontation.

      Damit hat sie es im Wallis und schlussendlich auch in Bern weit gebracht.
    • äti 17.12.2018 10:40
      Highlight Highlight Hat denn nicht das ganze VBS eine SVP-Kultur?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Fabio Haller 17.12.2018 07:58
    Highlight Highlight Mit anderen Worten: Er wurde und ist konkordanz fähig, was die SVP Hardliner wie die Blochers nie lernen werden...
  • Göschene-Eirolo 17.12.2018 07:49
    Highlight Highlight So wie Ueli Maurer erging es offenbar auch Didier Burkhalter. Wenn man von "Fremden" mehr Bestätigung erhält als in der "eigenen Familie", sprich im eigenen Land, in der eigenen Partei, dann wendet man sich verstärkt denen zu, bei denen man sich wohl fühlt. Vor allem dann, wenn man realisiert, dass es sich bei diesen Fremden um wunderbare und liebswürdige Menschen handelt. Speziell UM hat erkannt, dass die Welt nicht so schwarz-weiss ist, wie seine Partei, die SVP, dies dauernd dem Volk ein zu reden versucht.
  • rodolofo 17.12.2018 07:41
    Highlight Highlight Ich erinnere mich noch gut daran, wie Ueli Maurer nach dem Erscheinen der "Panama Papers" die Steuerparadiese trotzig für gut befand, so im Stil von "Wenn es diese Steuervermeidungs-Möglichkeiten dank Steuerparadiesen und Anwalts-Kanzleien, die sich darauf spezialisiert haben, alle legalen Tricks, wie Briefkastenfirmen und undurchschaubare Strohmänner- und Tochterfirmen-Konstrukte, zur Steuer-"Optimierung" anzuwenden, nicht gäbe, dann müsste man sie erfinden!"
    Da zeigte "Ueli der Bundesrat" deutlich, welche Interessen er weiterhin vertritt...
    Und die FDP lässt ihn dafür freundlich grüssen.
  • Majoras Maske 17.12.2018 07:34
    Highlight Highlight Ja, diese Verwandlung hatte er ja schon kurz nach seiner Wahl in den Bundesrat vollzogen. Er verhielt sich bundesrätlich und nicht mehr wie ein SVP-Krawaller, mit gelegentlichen Ausrutschern. Ich hätte ihm das bei seiner Wahl nie zugetraut, dass er sich so entwickelt.
  • Kateforever 17.12.2018 07:27
    Highlight Highlight Danke für diesen gut geschrieben Artikel.
  • Toerpe Zwerg 17.12.2018 07:07
    Highlight Highlight Maurer ist hochintelligent, unabhängig und offenbar verlässlich. Das sind Qualifikationen genug.
    • wasps 17.12.2018 07:49
      Highlight Highlight Hochintelligent? Wie kommen Sie darauf? Kennen Sie den guten Mann persönlich?
    • Baba 17.12.2018 08:30
      Highlight Highlight wasps, kennen Sie ihn persönlich, dass Sie die Beurteilung von Toerpe offenbar in Frage stellen?
    • wasps 17.12.2018 08:56
      Highlight Highlight @Baba: Nein, eben. Das ist ja der Punkt. Ich kann weder Ihre, noch die Intelligenz von Toerpe noch jene von Maurer einschätzen. Warum? Weil ich euch alle nicht kenne!
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