Schweiz
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Die AHV soll nach den Plänen des Bundesrats zur Universalnummer werden.  Bild: shutterstock

Die digitale Identität ist in der Schweiz auf dem Vormarsch – Datenschützer laufen Sturm

Der Bundesrat entwirft für alle Einwohner digitale Identitäten, die auf der AHV-Nummer aufbauen. Datenschützer warnen: Hacker könnten so einfacher Zugriff auf persönliche Daten erhalten. Eine sicherere Lösung entwickelt die Stadt Zug.

Andreas Maurer / Nordwestschweiz



Heute sagen verschiedene Nummern, wer wir sind. Die ID- oder Pass-Nummer sagt, wie wir heissen und wann wir geboren sind. Die Autonummer sagt, was für ein Fahrzeug wir besitzen. Die Swisspass-Nummer sagt, wie wir mit dem öV unterwegs sind. Die Kreditkartennummer sagt, wofür wir unser Geld ausgeben. Die Cumulus-Nummer sagt, was in unserem Einkaufskorb liegt.

Die meisten Daten aber sind mit der AHV-Nummer verknüpft: Wie wir versichert sind, wie viele Steuern wir zahlen, wie es um unsere Gesundheit steht, welche Grundstücke wir besitzen und ob wir bei der Billag angemeldet sind.

Künftig sollen noch mehr Daten mit der AHV-Nummer verknüpft werden. Sie wird zur Universalnummer. Die Bundesverwaltung entwirft während der Sommerferien eine entsprechende Gesetzesvorlage. Für alle Behördenkontakte soll die 13-stellige Nummer systematisch eingesetzt werden. Die Schweiz ahmt Schweden nach. Dort fragt ein Beamter nicht nach dem Namen, sondern nach der Personalnummer.

Der unbestrittene Vorteil der Universalnummer: Die Bürokratie wird vereinfacht. Heute sind die Angaben zu unserer Person in unterschiedlichen Datenbanken nach unterschiedlichen Kriterien abgelegt. Mal nach Name, mal nach einer Nummer. Die Suche nach einem Peter Meier kann deshalb ein paar Minuten dauern. Wenn eine Person nach einer Heirat ihren Namen ändert, nimmt sie sogar eine neue Identität an. Mit der AHV-Nummer lichtet sich der bürokratische Nebel. Mit einem Klick wird in jeder Datenbank der richtige Peter Meier gefunden. Auch nach einem Namenswechsel bleibt die Nummer dieselbe.

Eine effizientere Bürokratie bedeutet allerdings auch eine effizientere Auswertung der Datenbanken. Sind alle Daten mit der AHV-Nummer verknüpft, wird der Aufwand kleiner, die verschiedenen Datenbanken zusammenzuführen. Das erhöht die Überwachungsmöglichkeiten. Zudem werden die Hürden für Hackerangriffe kleiner.

Ein Login statt vieler Passwörter

In der Schweiz soll die AHV-Nummer sogar zur Basis unserer Identität werden. Der Bundesrat erarbeitet derzeit die Grundlagen für eine digitale Identität für jeden Einwohner. Die unzähligen Passwörter für E-Mail bis E-Banking sollen durch ein einheitliches Authentifizierungssystem abgelöst werden.

«Je grossflächiger die AHV-Nummer zum Einsatz kommt, umso grösser der Schaden, wenn Unbefugte Zugriff auf die damit verknüpften Daten erhalten.»

Adrian Lobsiger, Eidgenössischer Datenschützer

Geplant ist ein einziges Login-Verfahren, mit dem wir uns für Online-Geschäfte aller Art ausweisen können. Das Bundesamt für Polizei überprüft bei der Registrierung die Identität der Nutzer. Der Schlüssel dafür ist auch hier die AHV-Nummer. Betrieben werden soll das System aber nicht vom Staat, sondern von Firmen, die heute bereits verschiedene digitale Identitäten anbieten.

Die Anwendungsmöglichkeiten sind vielfältig. Man könnte sich damit für einfache Vorgänge wie für den Cumulus-Rabatt ausweisen, aber auch für komplexe Geschäfte wie E-Banking. Mit einem Teil der Nutzerdaten sollen die Firmen sogar Handel betreiben dürfen.

A man takes a prototype of the new insurance certificate of the AHV-IV (AHV: Federal old-age and bereaved people insurance/IV: Disabled people insurance) with the name of the insured party, the date of birth and the individual insurance number off a perforated sheet of paper, pictured in a studio in Zurich, Switzerland, on May 30, 2008. The new, 13-figure card becomes effective in July 2008. The old, 11-figure card is abolished. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Ein Mann loest den neuen Versicherungsausweis der AHV und IV von einem perforierten Blatt Papier ab, aufgenommen am 30. Mai 2008 in einem Studio in Zuerich. Die neue, 13-stellige AHV-Nummer tritt auf Anfang Juli 2008 in Kraft. Die alte AHV-Karte wird abgeschafft. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Jeder Schweizer hat eine: AHV-Nummer. Bild: KEYSTONE

Adrian Lobsiger, der eidgenössische Datenschutzbeauftragte, hat in der verwaltungsinternen Vernehmlassung sein Veto eingelegt. Er wehrt sich dagegen, dass die AHV-Nummer für die digitale Identität verwendet wird. Auf Anfrage begründet er seine Kritik: «Je grossflächiger die AHV-Nummer zum Einsatz kommt, umso grösser der Schaden, wenn Unbefugte Zugriff auf die damit verknüpften Daten erhalten.»

«Der Bundesrat setzt auf die AHV-Nummer, weil es am billigsten ist. Dabei blendet er die Risiken aus. Darüber muss dringend eine breite Diskussion geführt werden.»

Beat Rudin, Präsident der Vereinigung der kantonalen Datenschutzbeauftragten

Das Missbrauchspotenzial sei zudem erhöht, da die AHV-Nummer in der Personalabteilung eines jeden Betriebs vorhanden ist. Lobsigers Stellungnahme zeigt, dass er Distanz zu seinem ehemaligen Arbeitgeber gewonnen hat. Vor seinem Amtsantritt war er stellvertretender Direktor des Bundesamts für Polizei, das nun die digitalen Identitäten überprüfen soll.

Erinnerung an den Autoindex

Der eidgenössische Datenschutzbeauftragte wird von seinen Kollegen in den Kantonen unterstützt. Beat Rudin, Präsident der Vereinigung der kantonalen Datenschutzbeauftragten, sagt: «Der Bundesrat setzt auf die AHV-Nummer, weil es am billigsten ist. Dabei blendet er die Risiken aus. Darüber muss dringend eine breite Diskussion geführt werden.»

Das Problem der Digitalisierung sieht er darin, dass immer mehr Daten miteinander vernetzt werden können. «Wenn wir heute ganz ehrlich sind, müssen wir feststellen: Wir können nicht sagen, wie wir unsere Datenbestände künftig wirksam schützen sollen. Was heute noch als sicher gilt, kann schon in naher Zukunft unsicher sein», warnt er.

Rudin erinnert an den Autoindex, der vor 2005 nur auf Papier herausgegeben wurde. Man konnte auf einer Liste von Autonummern nachschauen, welche Halter diese angemeldet haben. Weil die Daten nur auf ausgedruckten Listen vorlagen, war die umgekehrte Abfrage praktisch unmöglich. Doch dann scannte jemand die Listen der Kantone ein und führte sie zusammen.

Diese Erfindungen werden in den kommenden Jahren den Alltag revolutionieren

So konnte man auf einer CD mit einem Klick herausfinden, wer welche Autonummer hat. Erst als ein Gericht eingriff, war diese Abfrage nicht mehr möglich. Rudin: «Wer garantiert uns, dass morgen nicht ein findiger Geschäftsmann mit der AHV-Nummer etwas Ähnliches macht? Die Datenbanken, in denen unsere AHV-Nummern gespeichert sind, sind vor Angriffen nicht sicherer als andere Datenbanken.»

Was die Datenschützer nicht wissen: Die Lösung für das Problem gibt es bereits. Die Stadt Zug hat im Alleingang eine eigene digitale Identität für ihre Einwohner entwickeln lassen. Es handelt sich um eine weltweite Premiere: Als erste Gemeinde bietet Zug ab September ein Authentifizierungssystem an, das auf der Blockchain-Technologie basiert. Die Nutzer erhalten über dieses Verschlüsselungsverfahren ein digitales Schliessfach, in das sie ihre Daten legen und selber verwalten können.

«Wir geben die Verfügungsgewalt der Daten den Usern. Es gibt in unserem System keine staatliche Behörde, die alles überwachen kann. Es gibt keine zentrale Datenbank, die gehackt werden könnte.»

Mathias Bucher, Blockchain-Experte

Der Unterschied zum Bundesprojekt: Die Zuger entscheiden bei jeder Interaktion selber, wie viel von ihren Daten sie freigeben wollen. Für einen Altersnachweis können sie zum Beispiel lediglich die Information übermitteln, ob sie über 18 Jahre alt sind, aber nicht das Geburtsdatum. Die Einwohnerkontrolle authentifiziert die Daten einmalig bei der Registrierung, führt aber keine eigene Datenbank. Auf eine Verknüpfung mit der AHV-Nummer verzichtet die Stadt.

Entwickelt wurde das Zuger System von Blockchain-Spezialist Mathias Bucher vom Institut für Finanzdienstleistungen Zug in Zusammenarbeit mit Start-ups des sogenannten Crypto-Valleys. Bucher sagt: «Wir geben die Verfügungsgewalt der Daten den Usern. Es gibt in unserem System keine staatliche Behörde, die alles überwachen kann. Es gibt keine zentrale Datenbank, die gehackt werden könnte.» Die Daten werden nicht auf den Servern der Behörden gespeichert, sondern nur auf dem Mobilgerät der Nutzer, in verschlüsselter Form. Auf der Blockchain ist nur eine Crypto-Adresse hinterlegt, welche die Nutzer identifiziert.

Roboter kauft Ecstasy im Darknet

Die Blockchain-Technologie wertet Bucher als die wichtigste Innovation im IT-Bereich seit der Erfindung des Internets. Eine Blockchain-basierte Identitätslösung stelle den Datenbesitzer in den Mittelpunkt. Der Wissenschafter fordert den Bundesrat zu einem Umdenken auf: «Eine gesamtschweizerische Lösung sollte das Potenzial der Blockchain-Technologie ausschöpfen und sich nicht an Technologien des vergangenen Jahrhunderts orientieren.» Die Verwendung der AHV-Nummer für eine digitale Identität findet er heikel: «Es liegt dabei nicht in meiner Hand, was mit meinen Daten passiert.»

Das Versprechen vor zehn Jahren

Der Bundesrat hat für die Einführung der digitalen Identität Urs Paul Holenstein vom Bundesamt für Justiz beauftragt. Er kann die Bedenken nicht nachvollziehen: «Soll ich mich mit Name, Vorname und Geburtsdatum identifizieren? Oder mit einer Nummer? Das ist doch dasselbe. Ich bin lieber super identifiziert und dafür nicht dem Risiko ausgesetzt, dass mir falsche Daten zugeordnet werden.»

Vor zehn Jahren argumentierten die Behörden anders. Bei der Einführung der AHV-Nummer war im Nationalrat vor allem die SVP skeptisch. Sie äusserte die Befürchtung, dass die Daten verschiedener Lebensbereiche künftig miteinander verknüpft werden könnten. Die Regierung zerstreute die Bedenken jedoch, indem sie ein Versprechen abgab: Die 13-stellige Nummer werde nur im Sozialversicherungsbereich verwendet. Das gilt nun nicht mehr. (aargauerzeitung.ch)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Alterssturheit 26.07.2017 13:33
    Highlight Highlight Ist ja schon äusserst schwierig, wenn nicht undenkbar, ein Leben ohne Herausgabe seiner Daten zu führen. Auf Face* , Zalando, etc. kann ich ja noch verzichten, aber ich hab ja ein Mobile ....
  • thymar 25.07.2017 12:55
    Highlight Highlight Weil wir es im Artikel bereits zweimal lesen mussten, bringe ich es hier nochmals, nur damit sich die, die sich aufregen, dass sie Teile des Artikels zweimal lesen müssen, einmal im Fliesstext, einmal als überflüssiges Zitat, sich noch etwas mehr aufregen können:

    «Wir geben die Verfügungsgewalt der Daten den Usern. Es gibt in unserem System keine staatliche Behörde, die alles überwachen kann. Es gibt keine zentrale Datenbank, die gehackt werden könnte.»
  • Coco Saro 25.07.2017 11:50
    Highlight Highlight Die digitale Identität wird die darauf basierenden Vertrauensdienste ermöglichen: Authentisierung, Unterschrift, Bezahldienste etc. E-Commerce, E-Government und E-Content werden so einfacher, effizienter und sicher. Ob die digitale Identität gemäss E-ID Gesetzesentwurf mit der AHVN13 oder einem anderen eindeutigen Personenidentifikator verbunden wird, spielt doch keine Rolle. Hauptsache in der Schweiz kommt eine funktionierende Lösung wie sie andere Länder in Europa schon lange eingeführt haben! Übrigens, Blockchain ist eine Option, aber nicht zwingend notwendig ;-) -coco-
  • Knut Atteslander 25.07.2017 07:32
    Highlight Highlight Nur weil man sich mit einer Nummer identifiziert wird doch die "Malen nach Zahlen" Mentalität auf unseren Ämtern nicht effizienter...
  • kathodion 24.07.2017 18:45
    Highlight Highlight Zuger System sieht sehr vielversprechend aus. Da kann man nur hoffen das der Bund sich an Zug orientiert.
  • jm_bs 24.07.2017 14:02
    Highlight Highlight Die meisten Posts hier zeigen einmal mehr die Paranoia und vor allem das Paradoxon: man postet wild drauflos aber wehe, wenn der Staat etwas machen will ... da fühlt man sich plötzlich überwacht.
    • NiemandVonNirgendwo 25.07.2017 06:54
      Highlight Highlight Genau darum geht es ja, jeder soll selber entscheiden, welche Information man preisgeben möchte ;-)
  • jm_bs 24.07.2017 13:55
    Highlight Highlight Ob nun die AHV-Nummer oder sonst eine, spielt doch keine Rolle, wenn ich an die einen oder anderen Daten rankomme, dann weiss ich eh bald alles ...
    Nimmt man eine andere UID (unique ID), dann müssen alle Systeme, welche jetzt mit der AHV Nummer arbeiten entweder auf die UID umstellen oder eine Matching-Tabelle UID <=> AHV führen - und schon ist sie wieder da: die Verfolgbarkeit ...
  • derEchteElch 24.07.2017 10:40
    Highlight Highlight Gerade neulich in den Nachtichten;
    (An jene, die SWE loben)

    Bei einem Transfer von Daten in die Cloud sowie bei E-Mail Kommunikation der schwedischen Verkehrsbehörde wurden gravierende Fehler gemacht, welche zu einem grossen Datenabfluss führten.

    So wurden hochsensible Daten für ausländische Nachrichtendienste zugänglich gemacht. Die Daten gelangten auch an eine serbische IT Firma, welche nicht sicherheitsüberprüfte tschechische Mitarbeiter beschäftigt.

    Durch diesen Fehler wurden geheime Daten von Kampfpiloten, SEAL-Team-Mitgliedern, Zeugenschutzprogrammen und dgl. offengelegt.
    • Ueli der Knecht 25.07.2017 10:39
      Highlight Highlight http://thehackernews.com/2017/07/sweden-data-breach.html

      Ich vermute, die amtlichen Datensammlung der Schweiz sind nicht sicherer als die in Schweden.
  • Granini 23.07.2017 19:33
    Highlight Highlight Wenns soweit kommt - Zeit, endlich Aussteiger zu werden.
  • Vachereine 22.07.2017 12:18
    Highlight Highlight Wie altmodisch.
    Dabei ist doch klar, dass bald schon jedem Bürger ein ID-Chip implantiert werden wird. Einer mit Extra-Features: GPS-Ortung, Mikrofon, Beschleunigungssensor, ferngesteuerte Stimulation des Belohnungs- und Schmerzzentrums, einem Taser und einem fergezündeten Sprengsatz am Stammhirn.
    Statt einer Mahnung für die nicht bezahlten Steuern, kriegt man dann täglich eine Stunde lähmenden Schmerz geschickt. Die Polizei kann an Demos auf's Knöpfchen drücken und alle Demonstranten fallen tasergelähmt um. Amis sprengen, wenn was falsches gepostet wird und einen Belohnungsreiz, wenn nicht.
    • Sensenmaa 22.07.2017 18:46
      Highlight Highlight Tragen wir eigentlich schon alle bei uns, nennt sich Smartphone.
    • jm_bs 24.07.2017 08:50
      Highlight Highlight richtig, Sensenmaa - aber darüber denken ja all die iPhone Fans nicht nach und stellen sich in die Schlange, wenn ein Neues mit noch mehr Features (und Überwachung) rauskommt ...
  • Angelo C. 22.07.2017 12:00
    Highlight Highlight Ungeachtet ob man nun für oder gegen eine solche persönliche und erweiterte AHV-Nummer votiert, sollte man sich bewusst sein, dass effizienter Datenschutz teilweise schon heute, ganz sicher aber in naher Zukunft eine bare Illusion sein wird 🤔.

    Wir reden hier keineswegs nur von staatlichen Eingriffen sondern vermehrt von den Algorithmen im Internet, wo nebst Google und Facebook auch manche App grüssen lässt 😉!

    Wer Mühe hat, das zu glauben, oder meint es gar verhindern zu können, dem empfehle ich den Sachbuch-Renner von Prof. Yuval Noah Harari "Homo Deus" der int. viel von sich reden macht.
    • Flexon 22.07.2017 12:24
      Highlight Highlight @Angelo C.
      Und genau deshalb ist die Zuger Lösung sehr vielversprechend:

      Solange Quantencomputer noch nicht Realität sind, kann man einer Blockchain vertrauen, sie ist nicht hackbar. Soweit ich es verstehe, basiert die Zuger Lösung auf der Ethereum DApp Uport, die nur dem User erlaubt, seine Daten zu pflegen und freizugeben und eben auf der Ethereum Blockchain läuft. Die Daten sind so sicher gespeichert wie die Vermögen in den Wallets.

      GAFA, CH-Admin u. Erdogan bleiben draussen, der User hat die Kontrolle und das System
      funktioniert trotzdem auch global.
    • SemperFi 22.07.2017 13:43
      Highlight Highlight Ziemlich naiv zu glauben, dass Allheilmittel Blockchain schütze vor Datenmissbrauch. Es schützt möglicherweise vor Datenmanipulation. Aber wenn jemand Ihre Daten will, bekommt er sie auch, weil Sie ohne Daten eben nichts von ihm bekommen. Und dank Blockchain können Sie nicht mal mehr schummeln, z.B. eine Fake-Mailadresse angeben und Spam zu verringern. Bravo 👏
    • Angelo C. 22.07.2017 13:57
      Highlight Highlight Da magst du wohl recht behalten, zumindest solange wie keine Quantencomputer einsatzfähig sind. Aber nachher droht die Sintflut 😉!

      Übrigens: es gibt schon heute grosse Länder, u.a. Brasilien, wo jede(r) Staatsbürger(in) eine Karte mit einer speziellen, individuellen Nummer mit sich führt. Über diese kann so ziemlich ALLES wissenswerte ermittelt werden, bis hin zu den stattgefundenen oder noch offenen Betreibungen.
      Dort ist also der Bürger schon aktuell gläsern.

      Da heute jedoch kaum mehr jemand ohne das Internet, Google und Apps etc. auskommt, liefern die Algorhitmen fast alles relevante.

    Weitere Antworten anzeigen
  • efrain 22.07.2017 10:58
    Highlight Highlight 1. Es spielt datenbanktechnisch überhaupt keine Rolle, ob man eine 'unique ID' oder eine Kombination von Attributen verwendet (Name x Vorname x Heimatort x Geburtsdatum). Man könnte hier eher argumentieren, dass die Nummer besser sei, weil sie keine Information über die Person enthält.

    2. Was sie da in Zug wursteln scheint mir mehr PR als erfolgsversprechend oder neu zu sein. Blockchain hat per se Skalierungsprobleme, und das "ich teile nur die nötigen Daten"-Konzept gibt's schon seit 10 Jahren: "OAuth".

    3. Was ist mit https://www.suisseid.ch ?
    • Alnothur 22.07.2017 11:07
      Highlight Highlight SuisseID ist eine grässliche Insellösung.

      Ich bin auch kein Blockchain-Fan, aber ein paar Millionen Einträge sind Peanuts für die Technologie... OAuth ist was völlig anderes in dem Zusammenhang.
    • willey 22.07.2017 11:25
      Highlight Highlight Die neue Identität und Ablösung von SuisseID heisst jetzt SwissID und kommt von der Post und SBB. Schade ist einfach mal wieder das jede Gemeine, der Staat und Unternehmen alle selber wursteln und sich nicht zusammen tun.
    • jm_bs 24.07.2017 08:56
      Highlight Highlight @willey: ganz meine Meinung. In der kleinen Schweiz schon wieder 2 "Kooperationen plus divese Einzelgänger - absurd. Was dabei rauskommt haben Twint und Paymit (und die rasch eingestellte 3. "Lösung" Easypay von Swisscom) gezeigt ...
    Weitere Antworten anzeigen
  • derEchteElch 22.07.2017 10:53
    Highlight Highlight Was mir wesentlich mehr sorgen macht, ist, dass Flüge und viele Hotels nur mit Kreditkarte gebucht werden können. Viele Onlineshops akzeptieren nur Kreditkarte und sehr selten Paypal.

    Ich will nicht zur Kreditkarte gezwungen werden! Ich habe auch keine! Niemals!

    Ich will, dass gesetzlich verankert wird, dass jede Firma und Institution Barzahlung oder Bestellung auf Rechnung akzeptieren muss! Man soll die freie Wahl haben, womit man bezahlt und zwar ohne zus. Gebühren oder Kosten!
    • willey 22.07.2017 11:28
      Highlight Highlight Bei Hotels wird die Kreditkarte vielfach als Sicherheit benutzt und vor Ort kannst du dann bar bezahlen.
      Ich weiss nicht ob das auch mit Paypal möglich ist, aber bar wird es schwierig. Dann müsstest du ja vorab wie ein Depot per Post schicken.
    • freak18 22.07.2017 11:56
      Highlight Highlight Also die "frei Wahl" hat der Kunde immer, ob dass gesetzlich verankert werden muss.... naja

      Wer so klar nie eine Kreditkarte möchte ist sicher in jedem Reisebüro willkommen und wer mit allen andern schwimmen will braucht wahrscheinlich eine Kreditkarte.
    • bcZcity 22.07.2017 12:29
      Highlight Highlight Es gibt auch Debit Karten und in vielen Shops die Möglichkeit auf PayPal oder andere Alternativen auszuweichen. In der Schweiz senden viele noch auf Rechnung, aber bei der Zahlungsmoral der Leute, verstehe ich jede Firma welche dies nicht oder nur an Stammkunden ermöglicht!
    Weitere Antworten anzeigen
  • [Chris] 22.07.2017 10:53
    Highlight Highlight Es macht den Eindruck, dass der Staat den gläserne Bürger zwecks besserer Überwachung und Kontrolle will.

    Oder sie sind einfach Inkompetent
    • Gebo 22.07.2017 11:25
      Highlight Highlight Es sieht so aus als träfe beides zu. Was es so ungemein gefährlich macht.

      Sie schaffen den gläsernen Bürger und verlieren dann durch ihre Inkompetenz die Daten!
    • [Chris] 22.07.2017 11:45
      Highlight Highlight @Gebo, Ich hätte noch einen besseren:

      "Denn sie wissen nicht was Sie tun" 😟 !!
  • Matrixx 22.07.2017 10:53
    Highlight Highlight Super. Bald haben wir keine Namen mehr, sondern eine 13-stellige Nummer, die uns komplett identifiziert.
    • EU-1984-Sektenstaat 22.07.2017 13:31
      Highlight Highlight Wir sind Borgs... Phui teifel!:-))
  • leu84 22.07.2017 10:16
    Highlight Highlight Es macht Sinn amtliche Daten/Ausweise wie AHV/ID/Pass mit einer Nummer zu belegen. Eine Art amtliche Nummer. Aber für private Karten/Dienstleistungen wie Führerschein, SwissPass oder Bankkarte darf man diese amtliche Nummer nicht verwenden. Niemand ist verpflichtet einen Führerschein (zwar auch ein amtlicher Ausweis) oder SwissPass zu besitzen
  • The Destiny // Team Telegram 22.07.2017 10:13
    Highlight Highlight Hoffentlich kommt dieser quatsch wie so mancher anderer zur Abstimmung!
  • elmono 22.07.2017 10:01
    Highlight Highlight Identifizierung schön und gut. Aber erlaubt diese dann hoffentlich auch die rechtsgültige digitale Signierung von Verträgen? Stichwort qualifizierte elektronische Signatur.
    • Madison Pierce 22.07.2017 10:36
      Highlight Highlight Das geht mit der Suisse ID schon seit Jahren. Brauche ich hie und da. Leider wissen selbst in der IT viele noch nichts davon und es gibt Rückfragen, wenn ich einen Vertrag digital unterschrieben als PDF oder Word-Dokument zurückschicke. Aber nach und nach wird die Akzeptanz besser.
    • elmono 22.07.2017 10:54
      Highlight Highlight Absolut richtig. Nur ist die Suisse ID aktuell ja faktisch tod da null Userakzeptanz (Kosten, nötige Hardware). In 2018 soll ein kostenloser Relaunch stattfinden, welcher die Verbreitung hoffentlich fördert.
    • fant 22.07.2017 10:57
      Highlight Highlight Wenn der Bund den selben Fehler macht wie bei der SuisseId, wird das wieder nichts: Die Interessen der privaten Anbieter wurden höher gewichtet als die Bedürfnisse der Anwender, so dass am Schluss die Produkte der Anbieter nicht kompatibel waren und man zur Verwendung der SuisseID-HW proprietäre Software installieren müsste. Das heisst meine SuisseID kann ich auf dem PC meines Kollegen nicht benutzen, wenn er nicht zufällig dasselbe Produkt hat.

      Solche Produkte müssen zwingend eine standardisierte, offengelegte, frei implemetierbare Schnittstelle haben. Alles andere hat keine Zukunft...
    Weitere Antworten anzeigen
  • atomschlaf 22.07.2017 09:50
    Highlight Highlight Völlig unverständlich, dass der Bund die AHV-Nummer für eine digitale Identität einsetzen will. Die Gefahren sind offensichtlich.
    Zudem zeigt das abschreckende Beispiel USA, wie der universelle Einsatz der Sozialversicherungsnummer Missbrauch und Identitätsdiebstahl massiv erleichtert.
  • sherpa 22.07.2017 09:46
    Highlight Highlight Und nun kommen all jene wieder, welche laut vom Datenschutz quaseln und gleichzeitig auf ihrem Iphon mit jeden Fingertipp unzählige Daten in die Welt hinaus pusten. Da spielt der Datenschutz offenbar keine Rolle oder die Benützer solcher Geräte wissen nicht, was sie eigentlich alles frei geben, wenn sie ihr Liebling einschalten.
    • atomschlaf 22.07.2017 10:00
      Highlight Highlight acove, der entscheidende Unterschied ist der, dass ich selbst entscheide, was ich z.B. auf Facebook poste, welche Apps ich überhaupt installiere und welche Rechte ich diesen gebe, etc.
      Wenn aber der Bund eine allgemeingültige ID einführt, dann habe ich es nicht mehr in der Hand, ob damit z.B. meine Steuer-, Bank- und Gesundheitsdaten verknüpft und ausgewertet werden.
    • sherpa 22.07.2017 10:33
      Highlight Highlight Sie entscheiden also, wenn Sie ihr Spielzeug in Betrieb setzen, dass der Anbieter ihre letzten Daten nicht einsehen darf? Glauben Sie den wirklich, dass sich dies so verhält? Und was, wenn Sie eine Zahlung via iPhone machen? Entscheiden dann auch Sie, wer Zugriff auf diese Überweisung hat?
    • [Chris] 22.07.2017 10:36
      Highlight Highlight @acove, Sie sind wahrscheinlich der Erste der sich lauthals beklagt, wenn sie nach dem Apothekenbesuch am nächsten Tag einen neue Versicherungspolice mit einen Ausschluss wegen des Medikaments erhalten.
      Wenn sie bis Heute die Wichtigkeit des Datenschutzes noch nicht begriffen haben, dann ist Ihnen auch nicht mehr zu helfen. Denn je mehr Spuren sie hinterlassen (nicht mit iPhone), die Ihnen Direkt oder Indirekt zugeordnet werden können, je gläserner sind sie. Also nix mit "Ich habe ja nicht zu verbergen", diese Aussage ist einfach nur Saudumm. Denn das Öl der Zukunft sind IHRE Daten !!
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