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Die Push-Nachrichten hat der Vater deaktiviert. (Symbolbild) 
Die Push-Nachrichten hat der Vater deaktiviert. (Symbolbild) bild: shutterstock / nubana 

Das sagt ein Vater zum Kita-Liveticker 

Drei Schweizer Kitas teilen Eltern mit einer neuen App in Echtzeit mit, dass ihr Kind  auf dem Wickeltisch liegt, isst oder zeichnet. Ein Vater sagt, was er davon hält. 
14.12.2018, 11:5117.12.2018, 18:54

Drei Schweizer Kitas informieren Eltern neu in Echtzeit und samt Push-Mitteilung, dass ihr Kind gerade auf dem Wickeltisch liegt oder isst. «Tagesrapport» nennt sich die Art Liveticker für Mami und Papi.

«Wenn ich sehe, dass es in der Kita Reis zum Mittagessen gab, kann ich meine Einkäufe so gestalten, dass am Abend etwas anderes auf den Tisch kommt.»
Papi eines Kita-Kindes 

watson hat mit einem Zürcher Vater gesprochen, dessen Kind  eine solche Kita besucht. Er möchte anonym bleiben. Zu Beginn des Pilotprojekts sei er skeptisch gewesen, sagt er: «Ich dachte, das geht schon etwas in Richtung Überwachung.»

Inzwischen habe er seine Meinung aber geändert: «Es gibt jetzt keine Wartezeiten am Abend, weil wir nicht mehr alle gleichzeitig über den Tagesverlauf unseres Kindes gebrieft werden müssen. Und wenn ich sehe, dass es in der Kita Reis zum Mittagessen gab, kaufe ich etwas anderes zum Abendessen ein. 

Ähnlich verlaufe es bei der Freizeitgestaltung: «Sehe ich auf dem Tagesrapport, dass die Kleinen bereits einen Waldspaziergang unternommen haben, überlege ich mir eine andere Aktivität für den Abend.» Die Push-Nachrichten habe er deaktiviert und werde so auch nicht ständig durch die neuen Einträge gestört. 

Leser sind skeptisch

Bei den watson-Lesern hingegen sorgt der Kita-Liveticker für Kontroversen. In der Kommentarspalte des Artikels zum Thema betiteln sie Eltern, welche die App verwenden, als «Control Freaks» und sprechen von «unnötiger Digitalisierung».

Sie befürchten, dass sich die Kita-Betreuer damit stärker auf ihr Tablet fokussieren als auf die Kinder. Auf den sozialen Medien wird derweil diskutiert, inwiefern es gefährlich ist, dass Daten über Kinder ins Internet gestellt werden. 

Ein paar Kommentar-Beispiele:

Auf mehr Beliebtheit stösst die Tatsache, dass mit der neuen App alle Termine und Informationen bezüglich des Kindes auf einem Tool gebündelt sind. Das spare Zeit und Nerven, so das Credo. (kün)

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58 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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sheshe
14.12.2018 12:14registriert November 2015
Einkäufe wurden bei mir damals noch wöchentlich getätigt, also hätte man da einen gewissen Spielraum.

Und wenn man sogar mit dem Kind spricht und es vom Tag erzählen lässt, dann findet man auch ohne superduper App raus, was es gemacht hat und kann so die Aktivitäten SPONTAN bestimmen. Was bringt es mir für einen Mehrwert, wenn ich am Mittag weiss, was ich am Abend mit dem Kind machen will?

Problemlösungen für etwas, was eigentlich kein Problem sein sollte.
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_stefan
14.12.2018 12:18registriert September 2015
Wenn das Kind dann am Abend nach Hause kommt und stolz erzählen will was es so erlebt hat, braucht der Papa nicht mehr zu zuhören, er hat ja alles schon gelesen. Das spart viel Zeit!

Früher war "Eltern sein" ein Full-Time-Job; bald nur noch eine Freizeitbeschäftigung ;-D
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ChiliForever
14.12.2018 12:13registriert November 2016
FirstWorld-Problems sag ich nur...

Aber wir werden 'eh untergehen, wenn das die Art ist mit der wir klar machen, was wir für relevant halten...
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