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Wahlfälschung im Jura, Baby-Geschlechter und SP-Kampfjet – Das schreibt die Sonntagspresse

10.09.2017, 06:1610.09.2017, 08:52
Presseschau der wichtigsten Artikel der Sonntagspresse.
Presseschau der wichtigsten Artikel der Sonntagspresse.
Bild: KEYSTONE

Gefakte Abstimmung beim Kantonswechsel? Staatsanwaltschaft ermittelt im Jura

Die Berner Staatsanwaltschaft hat laut Meldungen der «SonntagsZeitung» und von «Le Matin Dimanche» Ermittlungen aufgrund von Unregelmässigkeiten bei der Abstimmung um den Kantonswechsel von Moutier aufgenommen. Die Bürger von Moutier hatten am 18. Juni mit einer knappen Stimmenmehrheit entschieden, dass sie lieber Jurassier statt Berner sein wollen. Die Ermittlungen aufgrund möglicher Abstimmungsfälschungen bestätigte die Berner Generalstaatsanwaltschaft den Zeitungen. Die Vorwürfe reichten von der Entwendung von Abstimmungsunterlagen bis hin zum unberechtigten Ausfüllen von Stimmzetteln. Die Staatsanwaltschaft spreche offiziell von «Delikten gegen den Volkswillen».

Sozialhilfe: Grosseltern müssen für Enkel bezahlen

Angesichts der steigenden Sozialkosten geraten wohlhabende Pensionäre laut einer Meldung der «NZZ am Sonntag» zunehmend ins Visier der Sozialämter. Sie sollen Kosten für ihre erwachsenen Enkel übernehmen. Direkte Verwandte in auf- und absteigender Linie sind in der Schweiz unterstützungspflichtig. Es gebe vermehrt solche Fälle, sagte Rechtsprofessor Thomas Koller von der Universität Bern der Zeitung. In einigen Kantonen holten die Sozialämter bei Neuanmeldungen bereits routinemässig die Steuerfaktoren der Grosseltern ein. Die Voraussetzungen für die Unterstützung von Verwandten seien aber oftmals kaum gegeben, schreibt das Blatt.

Auch SP will einen neuen Kampfjet kaufen

Laut der «SonntagsZeitung» und «Le Matin Dimanche» ist nun auch die SP bereit, einen neuen Kampfjet zu kaufen. In einem Strategiepapier spreche sich die Partei erstmals für die Beschaffung von bis zu 30 neuen Hochleistungs-Kampfflugzeugen aus. Das Papier sei am Freitag von der SP-Geschäftsleitung abgesegnet worden. Die Genossen stellten allerdings Bedingungen: Vor allem verlangten sie, dass der neue Kampfjet erst in 10 oder mehr Jahren angeschafft werde. 

Eltern wollen Baby-Geschlecht bestimmen

Über den Trend, das Geschlecht des Nachwuchses bestimmen zu wollen, schreibt die «NZZ am Sonntag». Zwar sei eine solche Selektion in der Schweiz nicht erlaubt, doch würden Reproduktionsmediziner zunehmend mit einem solchen Anliegen konfrontiert. Dies sagte Christian De Geyter, Chefarzt am Universitätsspital Basel, das als einziges in der Schweiz Spermien nach Geschlecht sortieren kann. Er wehrt sich allerdings dagegen, denn seine Aufgabe sei es, Krankheiten zu heilen und nicht, Familienkosmetik zu betreiben. Mit der in der Schweiz zugelassenen Präimplantationsdiagnostik zur Erkennung schwerer Entwicklungsstörungen erhalte der Wunsch nach Geschlechterselektion zudem gewissen Auftrieb, schreibt die Zeitung.

Naturkatastrophen: Schweiz soll EU-Satellitendaten nutzen

Schweizer Behörden könnten laut einer Meldung der «Ostschweiz am Sonntag» und «Zentralschweiz am Sonntag» die Satellitendaten des EU-Programms Copernicus noch viel mehr nutzen. Gemäss einer Studie des Bundesamtes für Umwelt wäre es möglich, das Ausmass der Schäden bei Unwettern oder bei Naturkatastrophen rascher zu analysieren. Bei einem Ereignis wie dem Felssturz bei Bondo müssten die Behörden derzeit noch Flugzeuge für Fotoaufnahmen losschicken oder Satellitenbilder kaufen. Laut der Studie wäre es zudem möglich, dank Copernicus-Daten Gefahren wie drohende Bergstürze oder Gletscherabbrüche frühzeitig zu erkennen.

Touristen aus Asien spülen Geld in die Kasse

Die Erholung des Schweizer Tourismus setzt sich im Herbst laut der «SonntagsZeitung» fort. So rechnet Switzerland Travel Centre, eine Tochterfirma von Hotelleriesuisse, Schweiz Tourismus und SBB, aufgrund des aktuellen Buchungsstandes für die Monate September und Oktober mit einem Umsatzwachstum von rund 10 Prozent gegenüber dem Herbst des vergangenen Jahres. Stark sei die Nachfrage bei Schweizer Gästen sowie bei Reisenden aus China, Südkorea und Taiwan.

(sda)

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