Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Saftige Rechnung: Frankreich fordert 1,6 Milliarden Euro von UBS

Im Steuerhinterziehungsprozess gegen die UBS am Pariser Strafgericht fordert der französische Staat eine gewaltige Summe von der Grossbank. Die UBS solle «eine Entschädigung von 1,6 Milliarden Euro» zahlen.

Dies forderte der Staatsanwalt Xavier Normand-Bodard am Mittwoch. Die UBS habe ein ausgeklügeltes Betrugs- und Geldwäschereisystem aufgebaut, in dem die Bank im Namen des Bankgeheimnisses behauptete, nichts zu hören, nichts zu sehen und nichts zu wissen.

Normand-Bodard forderte den Pariser Strafgerichtshof auf, dieses jahrelang praktizierte System hart zu bestrafen. Ziel der Grossbank sei es gewesen, den Kunden mittels Nummernkonti, Trusts oder Stiftungen bei der Steuerhinterziehung zu helfen.



Kaution von 1,1 Milliarden Euro hinterlegt

Die UBS soll laut dem Staatsanwalt zwischen 2004 und 2012 illegal Bankberater nach Frankreich geschickt haben, um Reiche in eine Filiale der UBS France zu locken. Die Kunden seien an Empfängen, Jagdgesellschaften oder an Sportanlässen angesprochen worden, um sie von der Eröffnung von Schwarzgeld-Konten in der Schweiz zu überzeugen.

Die UBS steht in Frankreich seit dem 8. Oktober und voraussichtlich noch bis zum 15. November 2018 vor Gericht, wo sie sich gegen Vorwürfe der Geldwäscherei und der Beihilfe zur Steuerhinterziehung verteidigen muss. Im Juli 2014 hatte die UBS eine Kaution von 1,1 Milliarden Euro hinterlegen müssen.

Die Grossbank soll französische Kunden dazu angestiftet haben, mehr als zehn Milliarden Euro am Fiskus vorbei zu schmuggeln. Die UBS selbst spricht von «oft unbegründeten Vorwürfen». Die Anklage beruht teilweise auf Aussagen und Dokumenten von ehemaligen Mitarbeitenden. (awp/sda/afp)

Chronologie: Die teuersten Bussen der UBS

Auftakt zur grössten Krise seit der Grossen Depression

abspielen

Video: srf/SDA SRF

Das könnte dich auch interessieren:

«Das Beste im Mann» – mit diesem Anti-Sexismus-Werbespot läuft Gillette voll in den Hammer

Link zum Artikel

Grippewelle in Zürich und Schaffhausen

Link zum Artikel

Ein ziemlich seltsames Outfit – so erklärt Serena Williams ihren Netzstrumpf-Auftritt

Link zum Artikel

Drei Lawinen fordern eine Tote und mehrere Verletzte im Wallis

Link zum Artikel

Nico soll Schneeketten montieren und bringt damit den Chef zur Verzweiflung 😂

Link zum Artikel

Wie der Schweizer Arzt Ruedi Lüthy in Simbabwe tausende Menschen vor dem Aids-Tod rettete

Link zum Artikel

So hast du die Karriere von Roger Federer noch nie gesehen

Link zum Artikel

Warum die Bezahl-App Twint bei Schweizer Teenagern gerade so richtig durchstartet

Link zum Artikel

Vorsicht! Mit den Apple-Ohrstöpseln wird das iPhone zur Wanze 😳

Link zum Artikel

«Der Zug stellt einfach ab»: So leiden die Lokführer unter den SBB-Pannen-Doppelstöckern

Link zum Artikel

Der Lambo-Trottel, sein High-Heels-Schrank und ich

Link zum Artikel

Die grössten Apple-Irrtümer – was nicht nur iPhone-Fans wissen sollten

Link zum Artikel

Die grosse Game-Vorschau: Auf diese 50 Spiele dürfen wir uns 2019 freuen

Link zum Artikel

So cool ist es WIRKLICH, im Januar auf Alkohol zu verzichten 🤔😂

präsentiert vonMarkenlogo
Link zum Artikel

Trump will den Notstand ausrufen – aber darf er das überhaupt?

Link zum Artikel

«Gölä ist die falsche Art von Büezer» – Nico bügelt mit dem Berner Rapper Nativ

Link zum Artikel

Samsung, Huawei oder doch Nokia? Diese Android-Handys erhalten am längsten Updates

Link zum Artikel

Sie wollte dieses Kleid kaufen – und brach bei der Lieferung (zu Recht) in Tränen aus

Link zum Artikel

Brexit-Chaos? Ist den Börsen egal

Link zum Artikel

Genfer Caritas-Lagerleiter vergriff sich an jungen Mädchen

Link zum Artikel

Warum Trump plötzlich die Sowjets verteidigt

Link zum Artikel

«Die toten Hoden» – neue Twitter-Challenge ruiniert die Namen deiner Lieblingsbands

Link zum Artikel

«Familie wird mich töten»: Rahaf auf Flucht aus Saudi-Arabien in Thailand vorerst sicher

Link zum Artikel

Wenn sogar Fox News Trumps Grenz-Lüge anprangert

Link zum Artikel

Das Beste an den Golden Globes? Diese Wasserträgerin

Link zum Artikel

Die bizarre Liebesgeschichte der KZ-Aufseherin, die sich in eine Gefangene verliebte

Link zum Artikel

7 Wahlen hat er analysiert – jetzt meint er: «Das System könnte aus den Fugen geraten»

Link zum Artikel

Sexy Särge oder phallische Felsen – welcher Wandkalender darf's denn sein?

Link zum Artikel

Bellydah: «Diesen Job nennt man ‹Rap-Video-Bitch›»

Link zum Artikel

Kann man wirklich zu lange schlafen?

Link zum Artikel

Der einzige Schweizer auf Mikronesien braut Bier und lebt auf diesem Inselcheln

Link zum Artikel

6 Webseiten, auf denen du dir toll die Zeit totschlagen kannst – klicken auf eigene Gefahr

Link zum Artikel

7 Dinge, die dir bei diesen bekannten Weihnachtsfilmen noch nie aufgefallen sind

Link zum Artikel

Jetzt muss Trump die Börse mehr fürchten als Mueller 

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

6
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
6Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • cassio77 08.11.2018 00:06
    Highlight Highlight Am Ende des Tages hinterzieht nicht die Bank Steuern, sondern es sind die Personen, natürliche wie juristische. Wenn diese Personen Steuern hinterziehen, dann gibt es Gründe dafür, einer ist sicher Egoismus, andere sind aber auch Unverständnis über immer höhere Steuern und immer höhere Staatsausgaben. Wenn Frankreich von vielen reichen Mitbürgerinnen und Mitbürgern beschossen wird, dann muss sich FR fragen, ob sie noch genügend für diese Personenschicht macht (der es unbestritten sehr gut geht), und sei es nur Information.
    • SchweizAbschaffen 08.11.2018 08:59
      Highlight Highlight Es hat doch gar niemand gesagt, die Bank habe Steuern hinterzogen.
      Es geht um BEIHILFE zur Steuerhinterziehung.

      D.h., wenn einer Steuern hinterziehen möchte, ihm aber die nötige kriminelle Energie und entsprechendes Wissen fehlt,
      ... dann halfen die Berater der UBS.

      Und was Frankreich für Gesetze macht, geht doch Ausländer nichts an.
      Immer diese Mähr von den lieben schweizer Bankberatern, die ausländischen Kunden gegen ihre bösen bösen Steuergesetze helfen.
  • andrew1 07.11.2018 19:57
    Highlight Highlight Jeder ist selbst verantwortlich das er seine steuern bezahlt nicht die bank, nicht der nachbar und auch nicht die Verwandtschaft. Aber es geht eben einfacher nur eine institution anzuklagen als hunderttausende steuerhinterzieher. Zudem macht es natürlich mehr sinn das geld im ausland zu holen als bei den eigenen bürger. Die geben das "gesparte" geld wohl schon mehrheitlich im inland aus. Das gleiche geschieht ja gerade bei youtube. Laut der eu soll neu die videoplattform eingeklagt werden für urheberrechtsgeschützte inhalte.
  • Hans -würkli- Nötig 07.11.2018 17:46
    Highlight Highlight Wenn doch alle Staaten aufgrund von "Meldungen" und "Dokumenten" so vorgehen würden und von den beteiligten Banken während der Untersuchung mal eine Kaution verlangen würden wäre schon viel getan......

    Stichworte Paradise Papers, Cum-Ex, ...
  • Amenokal 07.11.2018 17:24
    Highlight Highlight Banken mit Geldbussen zu bestrafen bringt nichts.. Verantwortliche sollen in den Freiheitsentzug!
    • Avalon 07.11.2018 17:57
      Highlight Highlight Beides wäre sinnvoll. Es bringt sehr wohl etwas, wenn solch hohe Geldbussen bezahlt werden müssen. Die Reputation nimmt auch Schaden.
      Die Verantwortlichen, tja, die wussten, was sie taten. Es hat halt so lange super funktioniert. Und dann erst die Boni ...

«Faktor Mensch ging völlig vergessen» – Boni kommen aus der Mode

Die Bâloise hat es getan, die Migrosbank und auch Tamedia: Sie haben sich von individuellen Boni für die Mitarbeitenden verabschiedet. Damit stehen sie für einen neuen Trend. «Die Bonuskultur ändert sich derzeit rasant», sagte HCM-Chef Stephan Hostettler an einem Mediengespräch am Freitag.

Die Bezahlung habe einen grossen Einfluss auf die Firmenkultur, sagte Hostettler. Mit der Umstellung der Entlöhnungssysteme wollten die Unternehmen die Teamarbeit wieder fördern. «Es gibt ein Umdenken im …

Artikel lesen
Link zum Artikel