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«Ehe für alle» und 99-Prozent-Initiative: Alle Prognosen zu den Abstimmungen im September

Am 26. September stimmt die Schweiz über zwei Vorlagen ab. Einerseits steht die Gleichberechtigung von homosexuellen Paaren, andererseits die finanzielle Ungerechtigkeit im Vordergrund. Die aktuellen Prognosen zu den Vorlagen findest du hier.
15.09.2021, 08:4915.09.2021, 09:18

Der Abstimmungskampf zu den Vorlagen, über die das Schweizer Stimmvolk Ende September befindet, hat bereits begonnen. Gespannt blicken deshalb Gegner und Befürworter auf die Prognosen.

Vor jeder Abstimmung publizieren Tamedia (drei Wellen) und das Meinungsforschungsinstitut Gfs (zwei Wellen) jeweils die Resultate ihrer Umfragen. Für welches Begehren es gut aussieht und welches bereits ins Hintertreffen geraten ist, siehst du hier:

Ehe für alle

Am 18. Dezember wurde der Gesetzesvorschlag «Ehe für alle» in National- und Ständerat deutlich angenommen. Die Schweizer Stimmbevölkerung stimmt nun über den Gesetzesvorschlag ab, weil Gegner erfolgreich das Referendum ergriffen haben.

Das Wichtigste in Kürze

Gleichgeschlechtliche Paare können ihre Partnerschaft in der Schweiz zwar eintragen lassen, diese ist der Ehe aber rechtlich nicht gleichgestellt. Damit sind homosexuelle Paare gegenüber heterosexuellen besonders in den Bereichen Adoption und Einbürgerung benachteiligt. Dies will der Gesetzesvorschlag «Ehe für alle» nun ändern.

Das sagen die Umfragen

In der ersten Tamedia-Umfrage vom 13. August sprach sich eine Mehrheit von 64 Prozent für die «Ehe für alle» aus. Nur gerade 35 Prozent waren dagegen.

In der ersten SRG-SSR-Trendbefragung durch das Forschungsinstitut gfs.bern vom 20. August waren 69 Prozent der Befragten für ein «Ja», deren 29 würden «Nein» sagen. Damit sieht es gut aus für den Gesetzesvorschlag.

In der zweiten Tamedia-Umfrage vom 1. September sprach sich eine Mehrheit von 66 Prozent für die «Ehe für alle» aus. Nur gerade 33 Prozent waren dagegen.

In der zweiten SRG-Umfrage können die Gegner zwar zulegen, jedoch spricht sich weiterhin eine Mehrheit von 63 Prozent für eine Annahme aus.

99-Prozent-Initiative

Am 2. April 2019 reichten die Jungsozialisten (Juso) die Volksinitiative «Löhne entlasten, Kapital gerecht besteuern» bei der Bundeskanzlei ein. Der Bundesrat entschied sich im Mai 2020, im September 2021 über die Vorlage abstimmen zu lassen.

Das Wichtigste in Kürze

Die 99-Prozent-Initiative sieht vor, dass Einkünfte aus Kapital (wie Dividenden, Aktiengewinne und Zinsen) stärker besteuert werden. Dies betrifft jedoch nur Gewinne von insgesamt über 100'000 Franken.

Das sagen die Umfragen

In der ersten Tamedia-Umfrage konnten die Befürworter der Volksinitiative keine Mehrheit gewinnen. 45 Prozent der Befragten gaben an, mit Ja stimmen zu wollen, 49 Prozent wollen ein Nein einlegen.

In der ersten Umfrage der SRG-SSR-Trendbefragung durch das Forschungsinstitut gfs.bern vom 20. August zeigt sich: 46 Prozent der Befragten sind dafür, 45 Prozent dagegen. Neun Prozent sind noch unentschlossen. Da die Zustimmung für Volksinitiativen im Verlauf der Umfragewellen erfahrungsgemäss eher sinkt, als steigt, sieht es schwierig aus für die Initianten und ihr Begehren.

In der zweiten Tamedia-Umfrage ist die Ablehnung der 99-Prozent-Initiative deutlicher geworden. Mittlerweile 55 Prozent der Antwortenden wollen ablehnen. Die Zustimmung ging auf 40 Prozent zurück. Fünf Prozent machten keine Angabe.

In der zweiten SRG-Umfrage stürzt die Juso-Initiative ab. Die Befürworter können ihren Anteil von 45 auf 57 Prozent ausbauen, nur noch 37 Prozent sind dafür.

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Die 99-Prozent-Initiative kurz erklärt

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