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Bild: KEYSTONE

Jonas Fricker will kein Comeback im Nationalrat «Es war ein schwieriger Entscheid»

Der Aargauer Grünen-Präsident Daniel Hölzle hoffte, dass Jonas Fricker ein Comeback wagt und nächstes Jahr wieder für den Nationalrat kandidiert. Doch der hat sich nun dagegen entschieden.
18.09.2018, 22:1219.09.2018, 09:16

Noch im Juli überlegte sich Jonas Fricker, bei den Nationalratswahlen 2019 wieder anzutreten und einen Comeback-Versuch zu starten. Kein Jahr war da vergangen, als er im Herbst 2017 noch als Nationalrat einen grossen Fehler beging: In der Debatte zur Fair-Food-Initiative verglich er Schweinetransporte mit der Deportation von Juden im Zweiten Weltkrieg.

Zwar entschuldigte er sich wenig später im Parlament. Doch das half nicht. Nach einem Sturm der Entrüstung trat er zwei Tage zurück. Seine politische Karriere schien am Ende. 

Im Juli schrieb er der «Schweiz am Wochenende» noch, dass ihm eine Anfrage der Grünen Kantonalpartei vorliege und er mit dem Gedanken spiele, zu kandidieren. Nun hat er sich entschieden. In einem Brief an den Vorstand der Grünen Aargau mit Datum vom heute Dienstag, 18. September, schreibt er, dass er sich gegen eine Kandidatur für die Grünen bei den Nationalratswahlen 2019 entschieden hat. 

«Der Entscheid ist langsam gewachsen», schreibt er im Brief, den er auf Facebook und Twitter veröffentlicht. Unumwunden gibt er zu: «Es war ein schwieriger Entscheid.» Er habe persönliche, familiäre, berufliche und innerparteiliche Aspekte berücksichtigt. «Aber ich spüre, dass der Entscheid für mich richtig ist.»

Parteipräsident Hölzle wird das enttäuschen. Im Juli sagte er noch: «Als Parteipräsident habe ich selbstverständlich Interesse an starken und bekannten Namen auf unserer Nationalratsliste. Das ist Jonas Fricker zweifelsohne. Er ist ein Grüner durch und durch und würde uns viele Stimmen bringen.» (pz)

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4 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Madison Pierce
18.09.2018 23:24registriert September 2015
Verstehe ich vollkommen. Hätte zwar eine Kandidatur für eine andere Partei begrüsst. Aber es ist logisch, dass er mit den Grünen nichts mehr zu tun haben will, nachdem sie ihm derart in den Rücken gefallen sind.
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