Schweiz
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Wie die Alten die Jungen an den Abstimmungen dominieren



In der Schweizer Politik vertieft sich der Graben zwischen Jung und Alt: Die Rentner verlieren derzeit kaum eine Abstimmung, während sich die Jungen bei gewissen Fragen nur schwer durchsetzen können. Dies schreibt die «NZZ am Sonntag» unter Berufung auf die Vox- und Voto-Analysen zu den Urnengängen der jetzigen Legislatur.

Ein Buerger gibt seine Stimme ab bei Gemeindepraesident Peter Binz, links, am Samstag, 26. November 2016, in der Gemeinde Medels (Lucmagn). In der Gemeinde fahren jeweils zwei Mitglieder des Vorstandes am Vortag des Abstimmungssonntages mit der Urne durch die Weiler. Die Schweiz stimmt morgen ueber die Atomausstiegs-Initiative ab. In 17 Gemeinden der Kantone Graubuenden und Tessin wird ueber den neuen Nationalpark

Abstimmen in der Bündner Gemeinde Medels. Bild: KEYSTONE

Demnach hat die Gruppe der über 60-Jährigen nur einmal den Kürzeren gezogen, beim Nein zur Abschaffung der Heiratsstrafe. Die Jungen wurden demgegenüber bei jedem fünften Urnengang in die Minderheit versetzt: Sie hätten etwa die letzte AHV-Reform angenommen, den fixen Atomausstieg sowie die Initiative für eine grüne Wirtschaft.

Trotz dieser Unterschiede: Von einem eigentlichen Generationenkonflikt wollen laut «NZZ am Sonntag» derzeit weder Politologen noch die Jungparteien selber sprechen.

Allerdings wird unter den Jungen der Ruf lauter, man müsse ihnen mit einer Senkung des Stimmrechtsalters auf 16 Jahre mehr Durchschlagskraft verleihen.

Sollen auch 16-Jährige sowie Ausländerinnen und Ausländer abstimmen dürfen?

Interessant ist die Dominanz der Alten nicht zuletzt mit Blick auf die grosse Steuer- und AHV-Reform, über die am 19. Mai abgestimmt wird. Hier zeigt sich zumindest in der institutionellen Politik ein klarer Altersgraben: Gleich fünf von sieben Jungparteien bekämpfen die Reform, während die Mutterparteien mehrheitlich zustimmen. Sollte auch das Volk nach diesem Muster entscheiden, dürften sich die Alten auch dieses Mal durchsetzen. (mlu)

So haben Schweizerinnen das Wahlrecht erworben

Video: srf

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117 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
Stichelei
24.02.2019 08:12registriert October 2015
Wie sieht die Stimmbeteiligung nach Alter aufgeschlüsselt aus? Wenn ich z.B. die Gesamtbeteiligung der letzten Abstimmung ansehe, gäbe es da noch ziemlich viel Luft nach oben.
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Fairness
24.02.2019 08:12registriert December 2018
Schreibt und redet nicht immer unnötig den Generationenkonflikt herbei!
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Töfflifahrer
24.02.2019 08:08registriert August 2015
Man kann einen Konflikt herbeireden. Bei Vorlagen kommt es auf die Ausgewogenheit und die Mobilisierungsfähigkeit an. Schweizer Stimmbürger, egal welchen Alters und Geschlechts, habe bisher mehrfach bewiesen, dass Vorlagen, die im Sinne der Gesamtheit sind und nicht populistisch, polarisierend aufgestellt sind, durchaus Chancen haben. Betreffend AHV und 2SL geht es ja auch darum den Jungen eine Existenz- und Lebensstandard sichernden Lebensabend sichern zu können aber auch dies den bestehenden (Bald-)Rentnern zuzusichern.
Es gibt keinen Graben aber Populisten und Medien!
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