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Swiss schröpft Kunden, SNB verdient mit Nuklearwaffen: Das schreiben die Sonntagszeitungen



Swiss behält Kreditkarten-Aufschlag bei

Die Fluggesellschaft Swiss verlangt bis zu 30 Franken für die Bezahlung mit Kreditkarte. Ab 2018 werden aber Kunden mit Flügen aus der Schweiz gegenüber Reisenden etwa ab Deutschland benachteiligt, wie die «SonntagsZeitung» berichtet. Denn eine neue EU-Richtlinie verbietet Aufschläge für Zahlungen mit Kreditkarten von Privaten in EU-Ländern. Wer allerdings ab der Schweiz reist, habe Pech. Die Swiss will an diesem Aufschlag für Schweizer Abflugsorte nämlich festhalten. In der Schweiz fände die EU-Zahlungsrichtlinie keine Anwendung, sagte eine Firmensprecherin.

ARCHIVBILD ZU DEN AKTUELLEN VERKEHRSZAHLEN DER SWISS INTERNATIONAL AIRLINES, AM MONTAG, 12. JUNI 2017 - An aircraft of the Swiss International Air Lines runs on taxiway at the Geneva Airport, in Geneva, Switzerland, Sunday, August 21, 2016. The Swiss airline company evaluates its presence at the airport of Geneva, where its profitability targets have yet been achieved. A decision should fall in the next two to three years. (KEYSTONE/Salvatore Di Nolfi)

Fliegt man aus der Schweiz, wird man bei Kreditkarten-Zahlung bestraft. Bild: KEYSTONE

Rösti und Levrat kreuzen die Klingen

Einen Monat vor dem Urnengang hat der «SonntagsBlick» die gegnerischen Lager zu einem Streitgespräch über die Altersvorsorge geladen. SVP-Präsident Albert Rösti und SP-Chef Christian Levrat legen ihre Positionen bezüglich der Zankäpfel wie die AHV-Erhöhung für Neurentner um 70 Franken pro Monat dar. Rösti meint, es sei sinnlos, etwas sanieren zu wollen und dabei gleichzeitig 1,4 Milliarden Franken mehr auszugeben. Es sei ein Leistungsehalt, kontert SP-Chef Levrat dagegen, weil eine Mehrheit der Bevölkerung von dem 70-Franken-Zuschlag profitiere. Werde die Vorlage angenommen, muss die Schweiz laut Rösti entweder das Rentenalter auf 67 Jahre oder die Mehrwertsteuer um zwei Prozentpunkte erhöhen. Levrat wirft der SVP vor, gemeinsam mit der FDP schon seit 20 Jahren auf ein höheres Rentenalter hinzuarbeiten. Bundesrat Alain Berset verteidigt derweil seine Altersvorsorge-Reform in einem Interview mit «Le Matin Dimanche».

SVP-Nationalrat Albert Roesti, links, und Staenderat Christian Levrat, SP-FR, diskutieren im Nationalrat an der Sommersession der Eidgenoessischen Raete, am Mittwoch, 14. Juni 2017, in Bern. (KEYSTONE/ Peter Schneider)

Haben unterschiedliche Positionen: Albert Rösti (links) und Christian Levrat. Bild: KEYSTONE

Die Schweiz will keine Reformen

Der Chefökonom des Bundes, Eric Scheidegger, warnt vor einem Reformstau in der Schweiz. Echter Wandel brauche hierzulande ohnehin mehr Zeit als anderswo, und es fehle an Mut zu weitsichtigen Reformen, sagte er im Interview mit der «NZZ am Sonntag». In diese Kritik schliesst der Leiter der Abteilung für Wirtschaftspolitik im Staatssekretariat für Wirtschaft auch die Energiestrategie und die aktuelle AHV-Reform ein. Letztere beinhalte so viele Kompromisse, dass schon bald eine neue Reform fällig werde. Dringend wäre laut Scheidegger auch noch mehr Wettbewerb im Binnenmarkt sowie eine weitere Öffnung in der Agrarpolitik. Zeige sich die Schweiz nicht reformwilliger, drohe «eine schleichende Erosion des Wohlstandes».

SNB verdient mit Nuklearwaffen

Die Anlagen der Schweizerischen Nationalbank SNB in US-Produzenten von Nuklearwaffen sind weiter gestiegen. Sie haben laut einer Meldung der «NZZ am Sonntag» einen Wert von über 1,2 Milliarden Franken. Im zweiten Quartal 2016 beliefen sich diese Investitionen noch auf ein Volumen von 750 Millionen Franken. Diese markante Steigerung erklärt ein SNB-Sprecher mit den zunehmenden Devisenreserven. Bei unverändertem Aktienanteil steige auch die absolute Grösse der Anlagen, hiess es von der SNB.

Bundesratskandidatin Moret mit Vorwürfen konfrontiert

ARCHIV - ZUR MELDUNG, DASS DIE FDP-NATIONALRAETIN ISABELLE MORET FUER DEN BUNDESRAT KANDIDIEREN WILL, STELLEN WIR IHNEN DIESES ARCHIVBILD ZUR VERFUEGUNG - Isabelle Moret, FDP-VD, spricht waehrend der Debatte um die Altersvorsorge 2020 in der Herbstsession der Eidgenoessischen Raete, am Mittwoch, 28. September 2016, im Nationalrat in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Wie steht es um den Einsatz von Moret in der ASO? Bild: KEYSTONE

FDP-Nationalrätin Isabelle Moret verlässt nach etwas mehr als einem Jahr die Auslandschweizer-Organisation ASO und Vorstandskollegen kritisieren laut einer Meldung des «SonntagsBlick», ihr Mandat mehr schlecht als recht wahrgenommen zu haben. So habe Moret an keiner Sitzung des Auslandschweizer-Rats teilgenommen. Involvierte Personen äusserten auch das Gefühl, dass die FDP-Politikerin keine Ahnung gehabt habe, um was es eigentlich ging. Moret argumentierte dagegen, vereinbarungsgemäss anderen Sitzungen den Vorzug gegeben zu haben, falls diese mit den ASO-Treffen zusammenfielen. Auf die Vorwürfe, wonach sie grundsätzlich kein Engagement bei dieser Tätigkeit gezeigt habe, blieb sie allerdings eine Antwort schuldig.

Rinder bringen künftig mehr Geld

Die Bauern könnten künftig mehr Geld für die Rinderzucht erhalten. Der Bundesrat empfiehlt ein Postulat zur Annahme, in dem Nationalrat Marcel Dettling (SVP, SZ) eine bessere Abgeltung für die Rinderhaltung vorschlägt. Dies berichten die «Zentralschweiz am Sonntag» und die «Ostschweiz am Sonntag». Konkret wird der Bundesrat prüfen, ob der sogenannte Grossvieheinheits-Faktor bei Rindern derzeit zu tief angesetzt ist. Eine Anpassung dieses Faktors könnte zu höheren Zahlungen an Bauern führen. Der aktuelle Faktor spiegele etwa den gestiegenen Futterverbrauch bei Rindern nicht, hiess es zur Begründung.

Was hilft bei einem Terroranschlag?

Das richtige Verhalten kann bei einem Terroranschlag Leben retten. Das Bundesamt für Polizei Fedpol hat laut einer Meldung der «SonntagsZeitung» geprüft, wie man die Bevölkerung bei einem Anschlag am besten über das korrekte Verhalten informieren kann. Dabei habe man sich auf Symbole mit Strichmännchen geeinigt, welche die wichtigsten Verhaltensregeln aufzeigen. Bund und Kantone wollen diese Piktogramme auf Kanälen wie Twitter oder Facebook verbreiten, sollte es zu einem Attentat kommen. Zudem sollen sie präventiv in Informationsbroschüren eingesetzt werden. Fedpol habe die Wirksamkeit der einfachen Symbole in einer Analyse überprüft.

Härtere Bedingungen für WM-Organisatoren

The FIFA Logo at the FIFA headquarters in Zurich, Switzerland, Friday, September 25, 2015. (KEYSTONE/Walter Bieri)

Bild: KEYSTONE

Die Fifa reagiert laut einer Meldung der «SonntagsZeitung» auf Kritik und stellt ab sofort neue Bedingungen an die Austragungsländer von Sportgrossereignissen. Im September schreibt der Weltfussball-Verband die Fussball-WM 2026 aus. Erstmals dürfen sich dabei gemäss der Zeitung nur jene Länder bewerben, die vertraglich garantieren, dass sie die Menschenrechte im Rahmen der WM einhielten. Dazu gehörten die Rechte der Arbeitnehmer auf den Baustellen sowie die Versammlungs- und Meinungsfreiheit. Die Fifa verlange zudem Garantien zur Nichtdiskriminierung bestimmter Bevölkerungsgruppen.

Lufthansa würde zu mächtig

ARCHIV - Flugzeuge von Air Berlin stehen auf dem Vorfeld des Hauptstadtflughafens BER, aufgenommen am 19.05.2017 in Schoenefeld (Brandenburg). Air Berlin hat Insolvenzantrag gestellt. Nachdem Hauptaktionaer Etihad erklärt habe, keine weitere finanzielle Unterstuetzung zur Verfuegung zu stellen, sei man «zu dem Ergebnis gekommen, dass für die Air Berlin PLC keine positive Fortbestehensprognose mehr besteht», teilte die Fluggesellschaft am 15.08.2017 mit. (KEYSTONE/DPA/Ralf Hirschberger)

Noch ist unklar, in welcher Form sich Lufthansa an Air Berlin beteiligt. Bild: dpa-Zentralbild

Laut einer Meldung vom «SonntagsBlick» warnen Reiseprofis vor einer Übernahme weiterer Teile von Air Berlin durch Lufthansa. Man befürchte, dass der Lufthansa-Konzern zu mächtig wird, sagte Walter Kunz, Geschäftsführer des Schweizer Reise-Verbands zu der Zeitung. Falls sich die Lufthansa nun Teile von Air Berlin sichert, hätten wir eine Marktdominanz sondergleichen, hiess es weiter. Die Kundschaft müsse mit Preiserhöhungen rechnen. Mit Air Berlin verlören die Reisebüros einen wichtigen Partner mit weltweitem Streckennetz. Die Verhandlungsmacht der Lufthansa würde weiter zunehmen. (sda)

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