DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
SVP-Nationalrat Walter Wobmann kämpft für das Burka-Verbot. 
SVP-Nationalrat Walter Wobmann kämpft für das Burka-Verbot. 
Bild: KEYSTONE

Gewalt angedroht? SVP-Nationalräte gehen wegen Burkaverbot aufeinander los

28.02.2018, 05:1628.02.2018, 06:11

Das Burkaverbot sorgt für einen Eklat zwischen SVP-Nationalräten.

SVP-Heisssporn Claudio Zanetti soll seinem Parteikollegen Walter Wobmann «Gewalt angedroht» haben. Dies geht laut Tages-Anzeiger aus einem E-Mail hervor, das Wobmann am Montagabend an Fraktionschef Thomas Aeschi versandte und der Zeitung vorliegt.

Was steckt hinter dem Streit?  Wobmann kämpft an vorderster Front für die Initiative «Ja zum Verhüllungsverbot», welche die Burka verbannen will. Zanetti hingegen hat sich in der SVP schon lange als vehementer Gegner von Bekleidungsvorschriften geoutet.

SVP-Nationalrat Zanetti.
SVP-Nationalrat Zanetti.
Bild: KEYSTONE

Darauf soll es immer wieder zu Gehässigkeiten zwischen den beiden SVP-Politikern gekommen sein. Diese seien dann vor einer Fraktionssitzung in der besagten Gewaltandrohung ausgeufert. Zanetti bestreitet den Vorwurf gegenüber dem Tages-Anzeiger. 

«Ich hoffe, dass dieser völlig ‹verwirrte Geist› endlich zur Vernunft gebracht werden kann.»
SVP-Wobmann über Zanetti

Nun fordert Wobmann die Zürcher SVP-Spitze auf, zu handeln. Wobmann schreibt im ­E-Mail an die Parteichefs, die Gewaltandrohung könne er «noch verkraften» – ebenso, dass ihn Zanetti seither «nicht mehr grüsse». Inakzeptabel sei aber, dass der Zürcher Nationalrat «verdiente SVP-Mitglieder verunglimpft». Wobmann wörtlich: «Ich hoffe, das dieser völlig ‹verwirrte Geist› endlich zur Vernunft gebracht werden kann.»

(amü)

«Erich Hess, wovor hast du mehr Angst als vor Ausländern?»

Video: watson/Nico Franzoni, Lya Saxer
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Kantone: Uri sagt Nein zu Stimmrechtsalter 16 ++ Klimaschutzartikel in Bern angenommen

In Uri dürfen 16- und 17-Jährige auch künftig nicht an die Urne. Das Stimmvolk hat sich am Sonntag überraschend deutlich gegen die Senkung des Stimmrechtsalters ausgesprochen – zum zweiten Mal seit 2009. Glarus bleibt damit der einzige Kanton mit Stimmrechtsalter 16.

Die nötige Verfassungsänderung für das Stimmrechtsalter 16 lehnten die Urnerinnen und Urner mit einem Nein-Stimmenanteil von 68,4 Prozent (8753 Nein zu 4040 Ja) ab. Die Stimmbeteiligung lag bei 48,9 Prozent, wie die Standeskanzlei …

Artikel lesen
Link zum Artikel