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Auf Twitter wird erbittert gekämpft. bild: watson/piktochart

Auf Twitter tobt der No-Billag-Kampf – mit einem heimlichen Sieger

Bis zur Abstimmung über die No-Billag-Initiative dauert es noch. Doch in den sozialen Medien wütet der Kampf bereits wie wild – mit einem heimlichen Sieger. 



2681 – so viele Tweets wurden in den letzten 24 Stunden mit dem Hashtag #nobillag verschickt. Gelesen haben die Tweets rund 1,8 Millionen Twitter-User. Zwar wird über die No-Billag-Initiative erst am 4. März abgestimmt, doch der Kampf um die Stimmen tobt bereits. Allen voran auf Twitter. Dort üben sich Politiker und Moderatoren im digitalen Schlagabtausch. Nicht alle gleich erfolgreich. Wir haben je drei Akteure aus den beiden Lagern unter die Lupe genommen und bewertet. 

Das #yesrg-Lager

1. Mike Müller

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Müllers Tweets sind nicht viele, aber sie funktionieren. Vor allem weil er die No-Billag-Befürworter mit Humor und Ironie zum Schweigen bringt. Und mit rund 129'000 Followern, sind es nicht wenige, die Müllers Antworten lesen. Darum: Drei von vier Larry Birds. 

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2. Peter Schibli

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Eine ausgewogene und sachliche Diskussionskultur sieht anders aus. Peter Schibli reagiert oft zu emotional. Emotionen sind in den sozialen Kanälen zwar gern gesehen – sollten aber als Direktor von «Swissinfo» mit Zurückhaltung bedient werden. Darum: Zwei von vier Larry Birds. 

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3. Arthur Honegger

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Honeggers Kampf gegen die No-Billag-Initiative auf Twitter ist nicht verbissen. Sondern unterhaltsam und informativ. Trotz der zahlreichen Anfeindungen, verliert er nie die Contentance. Darum: Vier von vier Larry Birds. 

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Das #nobillag-Lager

1. Florian Schwab

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Schwab ist sehr aktiv auf Twitter. Er kommentiert, reagiert und diskutiert. Und seine Tweets stossen auf viel Anklang. Darum: Drei von vier Larry Birds. 

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2. Olivier Kessler

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Während der Kampf um die No-Billag-Intitiative auf Twitter tobt, macht sich deren Co-Präsident rar. Ist es Strategie oder Desinteresse? Interessant auf jeden Fall nicht. Darum: Einer von vier Larry Birds. 

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3. Claudio Zanetti

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Bei Zanettis Twitter-Account hat man das Gefühl, er springt auf den rollenden Zug auf und twittert einfach auch noch ein bisschen zu #nobillag mit. Gute Argumente für eine Befürwortung der Initiative und Fakten sind nicht zu finden. Darum: Zwei von vier Larry Birds. 

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Fazit

Arthur Honegger geht als Sieger der sechs aus dem Rating. Denn er hat eine schwierige Aufgabe: Er ist verpflichtet auf Sendung neutral zu bleiben, während sein tägliches Brot auf der Kippe steht. Er meistert die Situation mit Bravour. 

Doris Leuthard über die neue Billag-Gebühr

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Video: srf

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    Alle Leser-Kommentare
  • Schneider Alex 08.11.2017 07:18
    Highlight Highlight Mit der Annahme der No Billag-Initiative eröffnet sich die Chance, die Programmstruktur der SRG zu revidieren und eine Neuverteilung der Gebührengelder (zum Beispiel auch für die indirekte Unterstützung der Printmedien) vorzunehmen.
  • Spooky 07.11.2017 22:10
    Highlight Highlight Wieviele Schweizer Franken kassiert SRG-Präsident Jean-Michel Cina pro Jahr?
  • trichie 07.11.2017 13:19
    Highlight Highlight Der meiner Meinung nach sinnvolle Ansatz wäre, den Begriff Service Public massiv enger zu fassen. Teure Sportübertragungen (will nicht wissen was die nächste Fussball-WM an Übertragungsrechten kosten wird) und Shows können auch über private Sender laufen. Dann nämlich liesse sich die Billag-Gebühr deutlich senken!
    • JackMac 07.11.2017 20:49
      Highlight Highlight au ja! Muss ich dann den halb Züridüütsch sprechenden Berner Suter nicht mehr sehen? Bitte ja!
  • luke96 07.11.2017 11:43
    Highlight Highlight Herr Zanetti, an den Unis lernt man, dass ein freier Markt ohne staatliche Eingriffe unter bestimmten Voraussetzungen nicht funktioniert. Dies ist beispielsweise dann der Fall, wenn für Unternehmen keine Anreize bestehen, ein bestimmtes Produkt anzubieten.
    Genau deshalb braucht es eine durch Gebühren finanzierte SRG und weitere Lokalsender. Nur so werden auch regionale oder unpopuläre Sendungen ausgestrahlt.
  • Maragia 07.11.2017 11:37
    Highlight Highlight Trotzdem stimme ich ja, nur schon aus dem Grund, dass ich innerhalb einer Woche 6 Briefe der Billag erhalten habe! Ineffizienter Haufen (ja ich weiss, ab nächstes Jahr macht das Sefaro, aber ob das besser wird, naja)
    • Hoopsie 07.11.2017 13:05
      Highlight Highlight Das wird besser! Nur schon weil jeder zahlt, gibt es eine Rechnung, einzahlen und fertig! Ausser, sie würden die Rechnung mal vergessen!

      Und die neue Billag bekommt einen Fixbetrag von 17,5 Mio pro Jahr. Wenn die zu viele Briefe schreiben sind die selber schuld! Ich meine das war bei der Billag schon so!
  • Dirk Leinher 07.11.2017 10:47
    Highlight Highlight Für mich ist Honegger der Looser dieser Runde.
    Kein einziges Beispiel der Gegner ist hasserfüllt.
    Erbärmlich wenn er die Etikette "Hasser" hervorholen muss.
  • Calvin Whatison 07.11.2017 10:25
    Highlight Highlight Go Arthur 😂👍🏻
  • Scaros_2 07.11.2017 09:28
    Highlight Highlight Ach herje - bin ich froh nutze ich das Twitter nicht. Es ist immer wieder erstaunlich wie man sich mit nonsense auf Twitter scheinbar beschäftigen kann.

    Und das alles wegen 400 Fr. im Jahr. Ich kenne mindestens 10 Sachen wo ich mehr als 400 Fr. jährlich aufgebe die vermutlich weis gott schlimmer sind :D
    • Maragia 07.11.2017 11:36
      Highlight Highlight Wenn dir dein Geld nichts wert ist, kannst du es gerne verschenken. Nur weil man anderswo auch 400.- im Jahr ausgibt, heisst das nicht, dass es hier automatisch auch gut ist
    • Scaros_2 07.11.2017 13:07
      Highlight Highlight Wenn du keine 30fr pro monat übrig hast solltest di dein leben grundlegend betrachten und analysiieren.
    • Maragia 07.11.2017 13:59
      Highlight Highlight @Scaros: Dann kannst du dir also unbegrenz Sachen kaufen? Irgendwann hat man halt kein Geld mehr...
      Komm, wir führen eine neue Gebühr ein, für die Landwirte oder fürs Militär. Kostet neu 6'000 pro Jahr. Also wenn du keine 500 im Monat übrig hast, müssen wir deine Finanzen überprüfen
    Weitere Antworten anzeigen
  • Der Tom 07.11.2017 09:25
    Highlight Highlight Ein Newskanal der nicht rentieren muss brauchen wir sehr dringend. Eigentlich müsste die UNO sowas unterstützen.
  • a-minoro 07.11.2017 09:21
    Highlight Highlight Der Kampf in den Sozialen Medien mag derzeit ziemlich intensiv sein. Kein Wunder, jeder und jede ist heute ja ununterbrochen online unterwegs. Wieviele dieser Maulhelden dann im März '18 den Weg an die Urne tatsächlich schaffen, das ist ein anderes Thema.
  • Mario Siegenthaler 07.11.2017 09:18
    Highlight Highlight Was mich an der ganzen nobillag nervt das nur über die SRG diskutiert wird ( wo sicher gespart werden könnte) aber das viele regionale Radiosender bei einer Annahme Bankrott gehen wird ignoriert
  • Madison Pierce 07.11.2017 09:11
    Highlight Highlight Die Twitter-User sind nicht repräsentativ für die Stimmung im Volk. Leute, die auf Twitter sind, nutzen wohl häufiger andere Informationsquellen als die Tagesschau auf SRF.

    In die andere Richtung ging die letzte Umfrage des Tagi, nach der "No Billag" haushoch abgelehnt würde. Aber Achtung: laut Selbstdeklaration leben die meisten Teilnehmer in der Stadt und viele wählen SP...
    • Hoopsie 07.11.2017 12:10
      Highlight Highlight Hat auch niemand gesagt, dass Twitter räpresentativ sein soll. Es wurde nur geschaut: wer macht was und wie - fääätig. Nichts sonst!
  • der Denker 07.11.2017 09:08
    Highlight Highlight Bin ich der einzige der es Ironisch findet, dass sich ein Weltwoche "Journalist" über politische Desinformation beschwert.?
  • Remo85 07.11.2017 08:46
    Highlight Highlight Warum wird eigentlich immer davon ausgegangen, dass die Jobs bei der SRG auf dem spiel stehen?
    Wenn die SRG ein so gutes und preiswertes Programm bietet wie behauptet wird und sich dabei an ihren Kunden orientiert, kann dieses programm nachher ganz einfach als pay-TV vermarktet werden und alle probleme sind gelöst.
    Ich vermute allerdings, dass dijenigen, welche jetzt für den Erhalt des bestehenden Finanzierungsmodells sind, nicht bereit sind die Kosten zu tragen, die entstehen wenn nicht alle mitbezahlen.
    Motto: Ich will etwas, und alle sollen mitbezahlen, damit ich es mir leisten kann.
    • Hoopsie 07.11.2017 12:10
      Highlight Highlight Machen sie mal eine Marktanalyse Schweiz, dann überlegen sie mal, wo PayTV weltweit im ServicePublic funktioniert und sie haben Ihre Antwort. Es reicht Ihnen ja nicht dass alle Experten sagen: „Funktioniert nicht!“

      Und ja, ich will etwas und alle müssen mitbezahlen: dann machen wir doch eine PayFeuerwehr, PayAgrarsubventionen in Fleischwirtschaft usw.
    • ströfzgi 07.11.2017 13:15
      Highlight Highlight "Motto: Ich will etwas, und alle sollen mitbezahlen, damit ich es mir leisten kann."

      Wo hab ich das bloss schon mal gehört? 😀
    • Remo85 07.11.2017 14:32
      Highlight Highlight @Sportfan: Ihnen ist schon bewusst, dass alle für die Feuerwehr zahlen, und die Feuerwehr auch bei allen löscht? Eigentlich eine Art Versicherung.

      Und wenn es nicht funktioniert: warum wohl nicht? Könnte es sein, dass das Programm der SRG nicht das wert ist, was es kostet? Das prinzip Billag einfach erklärt: Ich veranstalte ein grosses Feuerwerk, anschliessend sende ich Rechnungen an alle die es hätten sehen können. Das ist dann natürlich viel günstiger, als wenn nur bezahlen muss wer das Feuerwerk auch gesehen hat.
  • äti 07.11.2017 08:40
    Highlight Highlight Zwangs-Bachelor-TV für Alle und dafür Nachrichten von Youtube?
  • oXiVanisher 07.11.2017 08:40
    Highlight Highlight Der Titel dieses Beitrages zeigt wunderbar auf, wie kaputt die Diskussion um dieses Thema ist. Das "Nein" Lager spricht von der Billag, einer 100% Swisscom Tochter die im Auftrag des Bundes Geld eintrieb (der Auftrag ist schon einen Moment bei der Serafe AG) [1].
    Das "Ja" Lager dagegen spricht nur von der SRG und verliert auch kein Wort darüber, dass auch alle anderen Radio und TV Sender Geld erhalten.
    [1] http://www.watson.ch/Schweiz/Medien/150025382-Billag-verliert-Auftrag-zum-Eintreiben-der-TV-Geb%C3%BChren-%E2%80%93-250-Angestellte-f%C3%BCrchten-um-Job
  • elivi 07.11.2017 08:38
    Highlight Highlight Wenn wir schon an nem scherizer grundfeiler wackeln, wieso ned ai gleich ein amderer pfeiler? Wieviel zeit und geld wir alle doch sparen könnten würden wir das militär privatisieren, hätten viel mehr vielfahlt da wir söldner aus allen ländern anheuern könnten und die qualität wär sowieso besser da fremde soldaten ja eh besser ausgerüstet sind als unsere 😆
  • äti 07.11.2017 08:37
    Highlight Highlight SRG von der Schweiz für die Schweiz, was sonst?
  • banks 07.11.2017 07:50
    Highlight Highlight Wieso habe ich den Eindruck, dass sich Frauen kaum zum Thema äussern?

    (zuständige Bundesrätin ausgenommen)


  • Marshawn 07.11.2017 07:32
    Highlight Highlight Wen interiessiert eigentlich was auf Twitter läuft? Gibts irgendeinen Schweizer, der wirklich auf Twitter ist? Abgesehen von denen, die sich ab ond zu einen Trump-Tweet als Zückerchen gönnen?
    • derEchteElch 07.11.2017 08:03
      Highlight Highlight Jede menge sogar
    • Ron Collins 07.11.2017 08:18
      Highlight Highlight Klaro, auf Twitter holen sich die Medien gratis ihre tagesinhalte und Trends. Dann kann man tolle Headlines rausposaunen wie: das Internet kocht! Socialmedia schäumt! Twitter läuft heiss! ;))
    • My Senf 07.11.2017 08:41
      Highlight Highlight Ich glaub du hast da was verschlafen...
    Weitere Antworten anzeigen
  • derEchteElch 07.11.2017 07:19
    Highlight Highlight Wieso haben die Linken (ja, wieder einmal) nicht dem 200 CHF Gegenvorschlag der SVP zugestimmt? Damit wäre sogar ich zufrieden gewesen. Aber nein, die Linken (ja, noch einmal) kennen nur die Extreme. Dann muss halt alles weg. Die Linke (ja, ein letztes mal) hatte die Chance.
    • chnobli1896 07.11.2017 07:51
      Highlight Highlight Wohl weil bei diesem Vorschlag das Gewerbe nix bezahlt hätte (wenn ich es richtig im Kopf habe, war ja nicht gestern)
    • JoeyOnewood 07.11.2017 07:57
      Highlight Highlight Nicht nur "die Linke" hat gegen diesen Vorschlag gestimmt. Die haben nämlich zusammen nur um die 25 % im NR - nicht mal wenn du die CVP als Links einordnen würdest (was mit verlaub lächerlich ist, ausser du bist gefährlich weit am rechten Rand), würde das reichen. Ich sags nocheinmal zum Mitschreiben: Bürgerliche Mehrheit!
    • LaPaillade #BringBackHansi 07.11.2017 08:13
      Highlight Highlight Aber nein, die Linken (ja, noch einmal) kennen nur die Extreme.

      Warum reicht man dann nicht eine Initiative ein, welche die 200 Fr. will?
      Die Initiative welche die Billag komplett abschaffen will ist nicht extrem oder was? Ziemlich schenheilig bist du in deinem Wahn überall das Böse in den Linken zu sehen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • p4trick 07.11.2017 07:14
    Highlight Highlight Jetzt Mal Fische bei die Butter.. aber um 400 Fränkli im Jahr so ein Geschrei. Wie wär's mal gegen die Pharma so in den Krieg ziehen? Da könnten wir weit mehr als 400 pro Jahr sparen!!!
    • The Hat Guy 07.11.2017 07:56
      Highlight Highlight Es soll ja sogar Menschen geben, die können sich auf verschiedene Probleme gleichzeitig konzentrieren. Oder gibt es etwas eine geheime Verschwörung von Medikamentenherstellern und Staatsfernsehen? oO
    • Roterriese #DefendEurope 07.11.2017 08:16
      Highlight Highlight 400 Fränkli haben oder nicht haben, kann für viele Menschen einen grossen Unterschied ausmachen.
    • Gianni48 07.11.2017 08:32
      Highlight Highlight Sehr guter Beitrag! Gegen die Pharma zu kämpfen ist halt viel aufwändiger und Bürgerliche kämpfen nie gegen die eigenen Pfründe. Die Behauptung, das Medien links sind, ist einfach Fake, mehr nicht. Darum bin ich gegen die Volksverdummungsinitiative Nobillag und freue mich weiterhin täglich auf die guten und ausgewogenen SRG-Sendungen.
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