Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bild

Der Mann habe seine Patienten «wissentlich und willentlich» getäuscht. Anders als dies der Verteidiger geltend mache, habe sich der Mann nicht in einem Graubereich zwischen Zahntechnik und Zahnmedizin bewegt, sondern «im rabenschwarzen Bereich». (Symbolbild) bild:shutterstock

Der «falsche Zahnarzt von Biel» bleibt in Sicherheitshaft



Der sogenannte «falsche Zahnarzt von Biel» bleibt verurteilt wegen schwerer Körperverletzung und Betrugs. Das bernische Obergericht hat am Freitag die Schuldsprüche des Regionalgerichts Biel vom März 2016 bestätigt.

Die zweite Instanz sprach im Berufungsprozess dasselbe Strafmass aus wie die erste Instanz vor einem Jahr: 54 Monate Freiheitsstrafe und ein Berufsverbot. Auch bleibt der Mann in Sicherheitshaft.

Schuldig gesprochen wurde der heute 54-jährige Mann, weil er als Zahntechniker jahrelang Arbeiten ausführte, die einem Zahnarzt vorbehalten sind. Dabei fügte er nach Ansicht der beiden Gerichte den Patienten schwere Schäden und grosse Schmerzen zu.

Vor dem Regionalgericht Biel sagte beispielsweise eine Kundin des Zahntechnikers unter Tränen aus, sie habe sich nach der Behandlung bei dem Mann bei echten Zahnärzten mehr als 50 Nachbehandlungen unterziehen müssen.

Das Motiv für den Mann war laut dem vorsitzenden Richter des Obergerichts Geldbedarf. Die regionalen Zahnärzte hätten dem Zahntechniker je länger, je weniger Aufträge gegeben. Gleichzeitig habe der Mann seiner Partnerin eine Ausbildung finanzieren wollen.

Der Mann habe seine Patienten «wissentlich und willentlich» getäuscht. Anders als dies der Verteidiger geltend mache, habe sich der Mann nicht in einem Graubereich zwischen Zahntechnik und Zahnmedizin bewegt, sondern «im rabenschwarzen Bereich».

Der Mann wurde auch wegen zahlreicher weiterer Delikte verurteilt, etwa wegen einfacher Körperverletzung und Widerhandlung gegen das Heilmittelgesetz. (sda)

Das könnte dich auch interessieren:

Wie ich nach 3 Stunden Möbelhaus von Wolke 7 plumpste

Link zum Artikel

Die Fallzahlen steigen wieder leicht an – so sieht's in deinem Kanton aus

Link zum Artikel

Der Mann, der es wagt, Trump zu widersprechen

Link zum Artikel

Magic Johnson vs. Larry Bird – ein College-Final als Beginn einer grossen Sportrivalität

Link zum Artikel

4 Gründe, weshalb die Corona-Zahlen des BAG wenig mit der Realität zu tun haben

Link zum Artikel

Wie ansteckend sind Kinder wirklich? Was die Wissenschaft bis jetzt dazu weiss

Link zum Artikel

Das iPad kriegt Radar? Darum ist der Lidar-Sensor eine kleine Revolution

Link zum Artikel

Lasst meinen Sex in Ruhe, ihr Ehe- und Kartoffel-Fanatiker!

Link zum Artikel

So lief Tag 1 nach Bekanntgabe der «ausserordentliche Lage» für die Schweiz

Link zum Artikel

Corona International: EU beschliesst Einreisestopp ++ Italien mit 345 neuen Todesopfern

Link zum Artikel

Die Schweiz befindet sich im Notstand – die 18 wichtigsten Antworten zur neuen Lage

Link zum Artikel

Trumps Geheim-Projekt «Abschreckung» enthüllt

Link zum Artikel

Ein Virus beendet Jonas Hillers Karriere: «Es gäbe noch viel schlimmere Szenarien»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

2
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • citizen of de uold 24.03.2017 16:17
    Highlight Highlight Ich war auch bei einem Zahntechniker in Zürich, er hätte ohne Handschuhe mir in den Mund gegriffen, hatte mit Händen Oberflächen berührt, die gar nicht sauber waren. Der Stuhl und die Kopfstütze waren wackelig und ich musste mich halten. billiger war er allerdings nicht.
    • who cares? 24.03.2017 19:52
      Highlight Highlight Abbrechen und die Praxis verlassen. Zähne sind zu wichtig für falsch verstandene Höflichkeit.

Fake Hanf: Ein Drogentrend schwappt in die Schweiz – was du darüber wissen musst

Auf dem Schwarzmarkt wird vermehrt Gras verkauft, das mit synthetischen Cannabinoiden versetzt wurde. Diese Drogen gelten als hochgefährlich und können bei einer Überdosierung zum Tod führen.

Synthetisch hergestelltes Cannabinoid ist keine Neuheit. Vor einigen Jahren machten in den USA die Drogenzombies von Brooklyn von sich reden. Auch in Deutschland kam es in der Vergangenheit zu tragischen Fällen, nachdem vorwiegend junge Personen die Droge konsumiert hatten. Eine europäische Studie ermittelte in den Jahren 2016 bis 2019 insgesamt 61 Todesfälle aufgrund synthetischen Cannabinoids. Die Dunkelziffer wird um ein Mehrfaches höher geschätzt.

In der Schweiz fand die Droge bisher keine …

Artikel lesen
Link zum Artikel