Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Barbara Gysi, Nationalraetin SP-SG, Vizepraesidentin der SP Schweiz, rechts, spricht neben Nadine Masshardt, Nationalraetin SP-BE, Wahlkampfleiterin der SP Schweiz, und David Roth, Kantonsrat LU, Praesident der SP Luzern, waehrend einer Medienkonferenz ueber die Verbilligung der Krankenkassenpraemien, am Montag, 28. Januar 2019, in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Barbara Gysi (Nationalrätin SP-SG, Vizepräsidentin der SP Schweiz, rechts), spricht neben Nadine Masshardt (Nationalrätin SP-BE, Wahlkampfleiterin der SP Schweiz) und David Roth (Kantonsrat LU, Präsident der SP Luzern) während einer Medienkonferenz über die Verbilligung der Krankenkassenprämien, am Montag, 28. Januar 2019 in Bern. Bild: KEYSTONE

Prämienverbilligungen für 300'000 Haushalte: SP droht Kantonen mit Klagen

KARI KÄLIN / ch media



Da ist die Frau, die ihr Instrument verkauft hat. Die Familie, die beim Essen spart. Oder der Vater, der sich Ferien nicht mehr leisten kann. Dies alles ist im Kanton Luzern passiert, weil die Regierung die Ausgaben zur Verbilligung der Krankenkassenprämie kürzte. So stellte es David Roth, Präsident der Luzerner SP, gestern vor den Medien in Bern dar.

David Roth, Kantonsrat LU, Praesident der SP Luzern, spricht waehrend einer Medienkonferenz ueber die Verbilligung der Krankenkassenpraemien, am Montag, 28. Januar 2019, in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

David Roth Bild: KEYSTONE

Solche Entbehrungen sollen der Vergangenheit angehören. Das Bundesgericht hat den Sparentscheid des Luzerner Regierungsrats gekippt, nachdem Personen aus dem SP-Umfeld geklagt hatten. Es war nicht rechtens, ab 2017 nur noch Familien mit einem Nettoeinkommen bis 54'000 Franken Prämienverbilligung für Kinder und junge Erwachsene zu gewähren. Vorher betrug die Schwelle 75'000 Franken. Roth geht davon aus, dass Luzern 15 Millionen Franken an vorenthaltenen Geldern an 8000 Familien überweisen muss.

«Die SP Schweiz wird mit den Kantonalparteien den Versicherten zu ihrem Recht verhelfen.»

Barbara Gysi, Nationalrätin (SP/SG)

Das Bundesgericht hielt fest, von der Prämienverbilligung sollten nicht nur die einkommensschwächsten, sondern auch Haushalte mit mittleren Einkommen profitieren. Auch der untere Mittelstand hat also Anrecht auf finanzielle Entlastung. Das Medianeinkommen liegt im Kanton Luzern bei 87'000 Franken. Der Median bedeutet, dass die eine Hälfte der Luzerner Haushalte mehr verdient als 87'000 Franken und die andere weniger. Auf eine konkrete Zahl zur Einkommensschwelle hat sich das Bundesgericht nicht festgelegt. Klar ist aber: Der Kanton Luzern war zu knausrig.

Neun Kantone im Visier

Die SP Schweiz nutzt das Verdikt nun für eine schweizweite Offensive für mehr Prämienverbilligung. Sie fordert alle Kantone auf, die Einkommensgrenze der Rechtsprechung des Bundesgerichts anzupassen. «Die SP Schweiz wird zusammen mit den Kantonalparteien den Versicherten zu ihrem Recht verhelfen», sagte SP-Vizepräsidentin Barbara Gysi vor den Medien.

Die SP zielt mit ihrem Angriff vor allem auf jene neun Kantone (BE, LU, VS, GL, AR, AI, AG, VS, NE), die gemäss einem Bericht des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) dem Mittelstand gar keine Prämienverbilligung entrichten – egal, ob es sich um alleinstehende Personen oder Familien handelt. Als Mittelstand gelten Haushalte mit einem Einkommen von mindestens 70 Prozent des Medians. Einzig der Kanton Graubünden überschreitet in allen Haushaltskonstellationen diese Schwelle.

Wenn die Kantone innerhalb eines Monats nichts unternehmen, um mehr Prämienverbilligung auszurichten, wird die SP diese verklagen. Die kurze Frist hält Roth für angemessen. Schliesslich habe der Kanton Luzern seine Sparmassnahme auch schnell umgesetzt.

Die SP geht davon aus, dass wegen des Bundesgerichtsurteils bis zu 300'000 Haushalte neu Anrecht auf Prämienverbilligung haben. Wenn die Kantone die Forderung der SP umsetzen, müssten sie Hunderte zusätzliche Millionen an die Versicherten entrichten. Muss dies der Mittelstand, der von den Verbilligungen profitieren soll, mit Steuererhöhungen berappen? Roth will das verhindern: «Dazu bieten wir nicht Hand.»

Bild

Bild: zvg ch media

Seit das neue Krankenversicherungsgesetz (KVG) 1996 in Kraft getreten ist, haben sich die Ausgaben für die Prämienverbilligung auf rund 4,5 Milliarden Franken verdreifacht (siehe Grafik oben). Die Kantone steuerten dazu in den letzten Jahren tendenziell immer weniger Geld bei. Gemäss einem aktuellen Monitoring-Bericht des BAG haben in den letzten Jahren fünf Kantone – darunter Luzern und Solothurn – ihren Beitrag gesenkt. Nur die Kantone Waadt und Jura stockten auf. Der Beitrag des Bundes ist fix. Er beträgt 7,5 Prozent der Bruttokosten der obligatorischen Krankenversicherung.

Kosten steigen ungebremst

Gemäss KVG kommen Personen in wirtschaftlich bescheidenen Verhältnissen in den Genuss staatlicher Zuwendungen. Bei der Berechnung derselben haben die Kantone Spielraum. In traditionell föderalistischer Manier manifestieren sich erhebliche Unterschiede. Im Kanton Luzern etwa erhielten 2017 nur 19,2 Prozent der Bevölkerung Prämienverbilligung, am höchsten fiel dieser Anteil im Kanton Schaffhausen (34,5 Prozent) aus. Die durchschnittlichen Beträge pro Haushalt variieren von 2020 Franken im Kanton Bern bis 5572 Franken im Kanton Basel-Stadt. Barbara Gysi nennt das einen «föderalistischen Flickenteppich». Die St. Galler Nationalrätin propagierte die angekündigte SP-Initiative als Lösung, wonach alle Haushalte maximal 10 Prozent ihres Einkommens für Krankenkassenprämien ausgeben sollen.

Die Aufwendungen für das Gesundheitswesen steigen derweil ungebremst. Im Abstimmungsbüchlein versprach der Bundesrat vom KVG eine kostendämpfende Wirkung. Gut 20 Jahre später haben sich die Ausgaben auf mehr 80 Milliarden Franken pro Jahr verdoppelt. (aargauerzeitung.ch)

Alkoholprävention in Frankreich in den 50ern: Die Plakatkunst von Phillippe Foré

Gesundheit und Ernährung:

Über die Hälfte aller Menschen stirbt an einem dieser vier Faktoren (sie wären vermeidbar)

Link zum Artikel

So soll eine Überteuerung des Gesundheitswesens vermieden werden

Link zum Artikel

Arbeiten gehen oder noch zuhause bleiben? Kommt drauf an, wie lange du ansteckend bleibst

Link zum Artikel

Wenn du im Schweizer Erkältungs-Bullshit-Bingo gewinnst, darfst du nach Hause

Link zum Artikel

Diese junge Frau erkrankte an Brustkrebs – doch die Ärztin nahm den Verdacht nicht ernst

Link zum Artikel

So gesund sind die Schweizer – die 5 wichtigsten Erkenntnisse in Grafiken

Link zum Artikel

Du denkst, ein Hirnschlag trifft nur alte Menschen? Du denkst falsch

Link zum Artikel

Wenn der Grippevirus ein Freund von dir wäre – in 8 Situationen

Link zum Artikel

Heute entscheidet sich das Ärzte-Battle um Sterbehilfe

Link zum Artikel

So verhinderst du, dass der Magen-Darm-Virus die ganze WG / Familie flachlegt 

Link zum Artikel

Du trinkst gerne aus PET-Flaschen? Dann solltest du das hier schnell lesen

Link zum Artikel

Der Hanfkönig und sein braves Leben – auf einen Joint mit Bernard Rappaz 

Link zum Artikel

Mit dem Laser gegen Jugendsünden: Tattoo-Entfernung boomt – es gibt nur ein Problem

Link zum Artikel

Die Kiffer-Weltkarte: So unterschiedlich ist der Umgang mit Cannabis

Link zum Artikel

Schnäuzen, Niesen, Husten: Ein für allemal – diese Regeln solltest du beachten

Link zum Artikel

Bund beunruhigt: Zwei Menschen an Listeriose gestorben

Link zum Artikel

«In einer idealen Welt wären Solarien verboten»

Link zum Artikel

Wenn die Haut zerreisst – die Geschichte einer Schmetterlingsfrau

Link zum Artikel

Die Schweiz ist im Protein-Wahn

Link zum Artikel

Warum wissen Frauen nicht, wo ihre Vagina liegt? Wir haben eine Gynäkologin gefragt

Link zum Artikel

So steht es um die psychische Gesundheit der Schweizer Bevölkerung

Link zum Artikel

Ein für allemal – so erkennst du, ob du eine Grippe oder nur eine Erkältung hast

Link zum Artikel

Du achtest auf Kalorien? Schön. Möchtest du nun Avocado oder Nutella?

Link zum Artikel

Im Zürcher Triemlispital mussten gerade 16 Leute ihr Blut trinken – das ist der Grund

Link zum Artikel

Der Medizin-Nobelpreis geht an zwei Entdecker einer Krebstherapie

Link zum Artikel

Weisst du, welcher Körperteil beim Sport mit Abstand am meisten verletzt wird?

Link zum Artikel

Dieser Zusammenstoss sollte Ryan Masons Leben für immer verändern

Link zum Artikel

Haarwuchsmittel aus der Migros? Grosser Widerstand gegen Supermarkt-Arznei

Link zum Artikel

Die Welt hat laut WHO ein riesiges Alkoholproblem

Link zum Artikel

SP-Politiker Wermuth fordert Regeln für Schamlippen-OPs

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

2018 musstest du noch mal mehr für deine Krankenkasse bezahlen:

abspielen

Video: srf/SDA SRF

Abonniere unseren Newsletter

46
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
46Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Frank Humbel 29.01.2019 12:42
    Highlight Highlight Mehr Prämienverbilligung (was ich für wünschenswert halte) ohne Steuererhöhungen (was ich ebenfalls für wünschenswert halte)? Da habe ich einen Vorschlag: Dann müssen eben Bund und Kantone mehr tun, um das Wachstum der Gesundheitsausgaben zu bremsen. Zum Beispiel mit einer kantonsübergreifenden Planung des stationären und ambulanten Spitalangebots, um Doppelspurigkeiten und Wildwuchs zu vermeiden.
  • G. Schmidt 29.01.2019 11:47
    Highlight Highlight Eigentlich sollte eine Prämienverbilligung, den Einkommensunterschied lindern.
    Aber wenn Leute aufgrund wegfallender Prämienverbilligungen in Notlage geraten, dann hat dies eher mit schlechten persönlichem Finanz-Management zu tun.

    Würde mir wünschen, wenn bei den Ausgaben angesetzt wird. Begrenzung der Anzahl Spezialisten, Verringerung der Verwaltungsquote bei Krankenkassen...
  • lilas 29.01.2019 08:19
    Highlight Highlight "(BE, LU, VS, GL, AR, AI, AG, VS, NE)" das wären aber 8 denn VS ist zweimal aufgelistet 🤔
  • Redly 29.01.2019 07:45
    Highlight Highlight Also: die Prämienverbilligungen haben sich bereits verdreifacht von 1.5 auf 4.5 Mrd.
    Und jetzt noch mehr fordern.
    Aber gleichzeitig über Gutverdienende und Reiche herziehen, die das allen finanzieren.
    Mo-Moll soviel fehlende Selbstverantwortung muss sein. Werdet erwachsen!
    • Nik G. 29.01.2019 08:22
      Highlight Highlight Was?! Sie scheinen nicht ganz zu verstehen wie das funktioniert. Die obligatorische Grundversicherung hat überhaupt nichts mit dem Einkommen zu tun. Jeder zahlt etwa gleich viel. Je weniger man verdient desto schwieriger ist es die Grundversorung zu bezahlen. Also gibt es Prämienverbilligung. Setzen sie sich doch zuerst mit der Materie auseinander bevor sie gegen die "Linken!" schreien.
    • Dragonlord 29.01.2019 08:45
      Highlight Highlight Solidarität heisst hier das Zauberwort. Selbstverantwortung fehlt wohl nur den Wenigsten.
      Mit Egoismus und Ignoranz kommt eine gesunde Gesellschaft nicht weit.
    • Redly 29.01.2019 11:45
      Highlight Highlight @ Nik G: gut gebrüllt. Aber ein paar Fragen:
      - Bekommen Geringverdienende Prämienverbilligung? Gutverdienende auch?
      - Wer zahlt die Kosten der Prämienverbilligungen? (Tip: Steuerzahler, ergo...).
      Damit zu Schlussfragen: wer versteht das System vielleicht nicht ganz oder will es nicht wahrhaben?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Randalf 29.01.2019 07:32
    Highlight Highlight Solange wir nur die Politiker wählen können und nicht auch die Lobbyisten wird sich für uns nicht viel ändern.
  • Fairness 29.01.2019 07:20
    Highlight Highlight Bravo, SP! Danke. Hoffentlich folgen endlich querbeet Kostendenkungen. Es erstaunt nicht, dass der Selbstbedienungsladen Gesundheitsindustrie nicht angegangen wird, wenn so viele Lobbyisten im Parlament sitzen. Wieso müssen die eigentlich bei Abstimmungen wegen Befangenheit in den Ausstand treten? Weil dann der Saal fast leer wäre? (Ist er ja sowieso ausser bei den Abstimmungen.) Dann wären vielleicht mal Änderungen möglich.
    • Fairness 29.01.2019 08:22
      Highlight Highlight „NICHT in den Ausstand treten“ hätte das heissen sollen, sorry.
  • Mutbürgerin 29.01.2019 07:06
    Highlight Highlight Das Gesundheitswesen besteht vorwiegend aus SP Wählern, deshalb ist auch niemand an Kostensenkungen interessiert. Umverteilen ist das Allzweckmittel, um jedes Problem zu verschleppen.
    • Nik G. 29.01.2019 08:24
      Highlight Highlight Ist das so? Welche Parteiangehörige ist Kanton Aargau für den Gesundheitsbereich tätig? Googlen sie es. Und die Prämienverbilligung hat mit dem Gesundheitssystem zu tun? Weniger gegen die "Linken" stänkern.
    • Walter Sahli 29.01.2019 08:44
      Highlight Highlight Genau! Die Spitalleitungen, die Versicherungsmanager, die CEO der Industrie und natürlich die Ärzte sind alles SP Wähler!

      Kann es eigentlich die Augen schädigen, wenn man sie nach Lektüre eines Kommentars extrem fest rollen muss?
    • El Vals del Obrero 29.01.2019 09:13
      Highlight Highlight Und auch all die Krankenkassenverwaltungsratparlamentarier im Parlament sind ja alle in der SP ... nicht.
  • Frank Eugster 29.01.2019 06:56
    Highlight Highlight Was mich irritiert ist, dass die Versicherungen Parties, Sponsoring und Eventa veranstalten, gute Löhne und Boni bezahlen und dies vom Staat finanziell abgefedert werden muss. Eigentlich eine Art staatliche Finanzierung der Privatwirtschaft. Gilt zur Not für Banken und Versicherungen. Perfid an der Sache dünkt mich, dass viele Menschen darauf Prämienverbilligungen angewiesen sind und "dankbar" sein müssen.
  • bruder klaus 29.01.2019 06:52
    Highlight Highlight Wer ein klines Einkommen hat, hat auch keine Mittel sich zu wehren. Die Reichen haben das Zepter in der Hand. Für einen, der 100'000 /Jahr verdient ist die KK Prämie nicht so hoch, aber jene, die ein Einkommen um die 30'000 haben macht es einen sechstel aus! Wir seien ein Sozialstaat, hiess es einmal. Aber das ist schon lange nicht mehr so. Bei den Reichen lernt man sparen, heisst es. Ja, so ist es! Der Staatsapparat gesteht den Reichen Sparmöglichkeiten ein (Steuerschlupflöcher), aber sicher nicht den den Kleinen. Es wird argumentiert, dass die Masse den Raibach macht. Traurig, traurig...
    • Posersalami 29.01.2019 08:16
      Highlight Highlight Mit 100 000 / Jahr ist man vieles, aber ganz sicher nicht reich 😅
    • grünezecke #fcksvpafd 29.01.2019 09:17
      Highlight Highlight in meinen augen schon doch.
  • Einstürzende_Altbauten * 29.01.2019 06:37
    Highlight Highlight Ich staune, dass die Einkommenslimiten für Prämienverbilligungen höher sind als die Limiten für eine subventionierte Wohnung. Ich versteh die Gründe hinter diesem System nicht (mehr).
    Benutzer Bild
  • mille_plateaux 29.01.2019 06:33
    Highlight Highlight So lange man 1'200 Krankenkassenanbieter mit ebenso vielen Verwaltungsräten quersubventioniert, soll man sich nicht über steigende Kosten wundern. Natürlich haben auch unsere lieben Parlamentarier einen fein entlöhnten VR-Sitz; in andern Ländern nennt man's Korruption. Kein Wunder, mag sich niemand recht für ein staatliches Gesundheitssystem aussprechen. Derweil noch öffentliche Spitäler unter den Hammer kommen.

    Es mag zwicken in der stolzen Brust, aber man muss sich eingestehen: Die reiche Schweiz ist in manchen Belangen unheimlich rückständig und asozial.
    • Walter Sahli 29.01.2019 08:54
      Highlight Highlight Das staatliche Gesundheitssystem wird über kurz oder lang eingeführt werden müssen, da es keine andere Möglichkeit gibt, die Kosten zu deckeln.

      Was aber meinst Du mit 1'200 KK-Anbietern? Gemäss Wiki sind's 58 zugelassene Krankenversicherer (Grundversicherung) in der Schweiz.
    • murrayB 29.01.2019 12:57
      Highlight Highlight 1200 Krankenkassen? Ich zähle aktuell 58...
  • Töfflifahrer 29.01.2019 06:32
    Highlight Highlight Man streicht gerne bei denen die sich nicht wehren können oder nicht wissen was ihnen zusteht. Ergänzungsleistungen, Sozialunterstützung, Prämienverbilligun etc.
    Die Politiker wissen dies genau, aber Hauptsache die Steuern für Reiche und Unternehmen werden gesenkt.
    Obwohl das im Widerspruch zur BV, z. Bsp. Art. 127, steht.
  • Til 29.01.2019 06:30
    Highlight Highlight Der Aargau hat übrigens schon Ende Jahr reagiert: nachdem die Einkommensschwelle auf letztes Jahr erheblich gesenkt wurde und auch die Berechnung des Einkommens zuungunsten der Bezüger geändert wurde, hat man dann gemerkt, dass man übertrieben hat und es ist zu nachträglichen Anpassungen gekommen. So dass wir z.B rückwirkend c. 1000 CHF erhalten haben.
  • Posersalami 29.01.2019 06:25
    Highlight Highlight Schade, dass die SP bis ins Wahljahr gewartet hat, aber immerhin gehts da jetzt vorwärts!

    54 000.- als Grenze für Verbilligungen, ich glaube es hakt! Es muss aber nicht nur was bei den Verbilligungen gehen, sondern auch eine Wende bei den Kosten gebrn. Es kann ja nicht sein, dass trotz Fortschritt alles immer teurer wird. Normalerweise ist das nämlich umgekehrt.
    • Pafeld 29.01.2019 08:24
      Highlight Highlight Die Aktion basiert auf einem Urteil des Bundesgerichts, dass erst letzte Woche erschienen ist. Und das sich die SP in mehreren Kantonen seit gut einem Jahr gegen die Sparpolitik der Bürgerlichen auf dem Rechtsweg formiert hat, ist auch nicht neu.
    • Georg Drake 29.01.2019 12:12
      Highlight Highlight Posersalami
      Die Aktion der Schwellensenkung fand ende 2017 statt und der Rechtsweg braucht leider Zeit. Im Kt. Luzern wurde gegen die Sparmassnahmen mehrmals Demonstriert aber im Kt. Parlament haben die Linken ca. 25% Sitze. da ist man in der Demokratie halt machtlos. Deswegen muss man den Gerichtsweg gehen.
  • wolge 29.01.2019 06:16
    Highlight Highlight Ich weiss ihr wollt es nicht hören Leute.

    Aber bei einer Scheidungsrate von 50% sind, bei solch kleinen Familieneinkommen, die Sozialfälle quasi eine logische Konsequenz.

    Kein Wunder steigen die Sozialausgaben stark an.
  • Yolo 29.01.2019 06:12
    Highlight Highlight Die Konsequenz der unfähigen Politik mit unqualifizierten Mitteln in Sachen Gesundheitskosten. Lieber streicht man Leistungen bei den Prämienzahlern (Anpassung Franchise von gestern, Prämienverbilligungen), als das alle Beteiligten (Pharma, Spitäler, Ärzte, ...) ihren fairen Anteil verrichten würden. Im Herbst sind Wahlen, es liegt an uns einen Wechsel herbeizuführen.
    • walsi 29.01.2019 06:22
      Highlight Highlight @Yolo: Wenn Wahlen etwas verändern würden, wären sie verboten.
    • Töfflifahrer 29.01.2019 06:26
      Highlight Highlight Es ist leder vielfach so, dass der Rotschtift bei den Schwächsten angesetzt wird. Die habe auch kein Geld um sich zu wehren. Das wissen die Politiker genau.
    • Yolo 29.01.2019 06:48
      Highlight Highlight Änder kann man dies, wenn man konsequent solche Parteien meidet. Es sind ja nicht nur mehr die Schwachen betroffen. Nein, es trifft immer wie mehr der Mittelstand.
    Weitere Antworten anzeigen
  • wolge 29.01.2019 06:08
    Highlight Highlight Wie kommt mab auf die Idee mit weniger als 75000 eine Familie zu gründen?

    Bei einer Scheidungsrate von 50% ist die Sozialvorsorge ja geradezu vorprogrammiert
    • Weggli 29.01.2019 09:10
      Highlight Highlight Das ist aber nicht ihr ernst, oder? Ab welchem Jahresgehalt darf man denn ihrer Meinung nach eine Familie gründen? 80'000.-- oder 100'000.-- ? ab wann ist es für sie okay?
      Eine Familie zu gründen ist ein Menschenrecht. Ihre Aussage macht mich echt sprachlos!
    • wolge 29.01.2019 10:42
      Highlight Highlight @Weggli: Das mit dem Menschenrecht ist relativ. Selbstverständlich kann jeder tun und lassen was er will sofern er auch die vollen Konsequenten trägt. Da die Konsequenzen jedoch meist auf die Gesellschaft abgeschoben werden, kann nicht jeder einfach tun was er will...
  • Eric Lang 29.01.2019 05:07
    Highlight Highlight Beim Ausgeben des Geldes (Steuergelder) der Anderen, ist die SP immer ganz weit vorne mitdabei!
    Wie wäre es einmal damit zu schauen, dass die Prämien für Alle wieder bezahlbar werden!
    • Georg Drake 29.01.2019 12:05
      Highlight Highlight LOL Eric Lang
      Wissen Sie auf Steuern zu Verzichten, die man Nötig hat, ist auch Geld Ausgeben!
      Wenn ein Sozialfall eine Erbschaft von 50 000 Ausschlägt. Würden Sie doch ausrufen! Aber wenn um Steuersenkungen geht, die man sich nicht Leisten kann. Dann schweigen Sie! So gesehen haben die Bürgerlichen viel mehr Geld aus dem Fenster geworfen als die Linken!
      Und dass Bürgerliche diese Aktion hassen wie die Pest ist ja klar! Wie will man der SP vorwerfen das sie ja nichts für die Menschen tut, wenn es so eine Story gibt. Die zeigt das die SP mehr für Bürger tut als alle Bürgerlichen zusammen!

Schweizer Arbeitnehmer sind die Topverdiener Europas

Die Schweizer Arbeitnehmenden sind die Topverdiener in Europa. Zu diesem Schluss kommt eine vom Beratungsunternehmen Willis Towers Watson veröffentlichten Studie.

Da belegt die Schweiz sowohl bei den Berufseinsteigern mit Hochschulabschluss als auch bei Spitzenverdienern den ersten Platz im Lohnranking.

Wie die am Montag veröffentlichte Studie zeigt, verdient ein Mitarbeitender aus dem mittleren Management in der Schweiz gemessen am Bruttogrundlohn ein durchschnittliches Jahressalär von 163'443 …

Artikel lesen
Link zum Artikel