Schweiz
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Ob im Bus oder im Zug: Bei diesem Anblick macht Reisen Spass. bild: stefan ehrbar

Schlägt der Fernbus wirklich Zug und Flieger? Ein 14-Stunden-Test

Fernbusse werden immer beliebter und bringen die Konkurrenz zum Zittern. Wieso eigentlich? Unser Autor ist mit dem Bus nach Berlin gefahren, um zu testen, ob die Sorgen begründet sind. Damit du es nicht tun musst. Ein Protokoll von 14 Stunden Autobahn.

Stefan Ehrbar / Schweiz am Wochenende



Mein Bus ist da, aber der Busfahrer nicht. Ein vielversprechender Start. Fast 14 Stunden Fahrt stehen bevor, als ich an diesem Sonntagabend in Zürich den grünen Doppelstock-Bus der Linie N06 betrete. Mein Ziel: Berlin. Ich will herausfinden, wieso das uralte Prinzip der Fernbusse praktisch aus dem Nichts zu einer riesigen Erfolgsgeschichte geworden ist.

Die Schweiz hat den Fernbusmarkt noch nicht liberalisiert. Innerhalb des Landes dürfen Fernbusse nach wie vor keine Passagiere transportieren. Im grenzüberschreitenden Verkehr aber hat allein Flixbus letztes Jahr über eine Million Passagiere in und aus der Schweiz gefahren. Die Zürcher Firma Domo Reisen will innerhalb der Schweiz ein Fernbus-Netz aufbauen – mit Strecken auf der Nord-Süd-Achse zwischen Basel, Zürich und dem Tessin und auf der Ost-West-Achse zwischen St.Gallen, Zürich, Bern und Genf. Die Gesuche sind beim Bund eingereicht. Der Nationalrat hat vor kurzem einer Liberalisierung zugestimmt. Die Busbranche scheint auch hierzulande an ihr Ziel zu gelangen.

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Sonntag, 18.30 Uhr in Zürich: Der Sturm auf den grünen Bus beginnt. bild: stefan ehrbar

Ich hingegen verliere meinen ersten Kampf, nämlich jenen, einen der Sitze in der vordersten Reihe im Oberdeck zu ergattern. Eine indische Reisegruppe ist schneller. Der Fahrer, der bei der Anfahrt zu seinem Dienst im Stau stecken blieb, ist endlich angekommen. Mit 20 Minuten Verspätung geht es los. Neben mir lästern zwei deutsche Studentinnen präventiv über Passkontrollen an der Schweizer Grenze. Die Schweizer übertrieben es im Gegensatz zu den Deutschen, meinen sie zu wissen. Eine drastische Fehleinschätzung, wie sich zeigen wird.

Flixbus dominiert

Über kein anderes Thema diskutiert die Branche zurzeit so heftig wie über Fernbusse. Im Jahr 2013 erlaubte unser Nachbarland Deutschland das Verkehrsmittel. Goldgräberstimmung brach aus. Mit der Fusion von MeinFernbus und Flixbus vor zwei Jahren entstand ein Riese, der die anderen schnell aus dem Markt drängte. Die Deutsche Post verkaufte ihre Tochter Postbus an Flixbus, auch der britische Bus-Gigant Megabus gab seine Linien in Kontinentaleuropa an Flixbus ab. Die Deutsche Bahn wiederum legte ihre Tochter «BerlinLinienBus» still. Unter dem Namen «IC Bus» betreibt sie nun noch einige wenige Linien als Ergänzung zum Bahnnetz – in Zukunft etwa zwischen Chur und München oder bereits seit längerem zwischen Zürich und München. Mittlerweile dominiert Flixbus den Markt fast nach Belieben.

Beim ersten Halt in Konstanz empfängt uns die deutsche Bundespolizei. Kontrolliert wird, wer ausländisch aussieht. Der Bus füllt sich. Nicht nur Studenten nutzen die günstige Fahrgelegenheit. Mit dabei sind auch Leute wie Anne, eine Krankenschwester aus Berlin, die Zugfahren «unentspannt» findet, oder der Münchner Berater Janosch, der seine Freundin besucht hat und mit seiner Telefoniererei und seinen Anglizismen («Sorry, hatte ein busy Wochenende!») noch vielen auf den Wecker gehen wird.

«Jetzt kennen dich alle»

Über den Bodensee geht es mit der Fähre. Ein echtes Highlight für Nanda aus Indien. «My bus is on a ship», ruft er freudestrahlend über das Deck. Er ist in den Ferien, verbrachte zwei Tage in der Schweiz und will nun nach München. Auf die Idee, den Zug zu nehmen, wäre er gar nicht erst gekommen. Dass Fernbusse innerhalb der Schweiz verboten sind, will ihm nicht in den Kopf. Zugreisen seien in der Schweiz viel zu teuer, meint er. Ich muss ihm beipflichten: Für ausländische Gäste ohne GA oder Halbtax ist der Schweizer öV ein Luxusprodukt. Die tiefen Fernbus-Preise dürften der Hauptgrund sein, weshalb letztes Jahr schon über 30 Millionen Deutsche Flixbus nutzten.

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Im Preis inbegriffen: Mit der Fähre über den Bodensee. bild: stefan ehrbar

In Friedrichshafen steigt eine Handvoll Leute ein – und schon wieder die Bundespolizei. Bei der indischen Reisegruppe gibt es eine, wie ich finde, lustige Sprachenverwirrung. Mein Schmunzeln bleibt nicht ungestraft, denn der Beamte hat mich gesehen. Er will meine Identitätskarte sehen, ruft meinen Namen und mein Geburtsdatum zweimal in sein Funkgerät. «Naja, jetzt wissen es alle», kommentiert meine Sitznachbarin lakonisch. Ich bin ein unbeschriebenes Blatt, und so geht die Reise nach einer Überprüfung meiner Personalien in der Datenbank weiter.

In München hat unser Bus eine halbe Stunde Pause. Fahrerwechsel. Zwei nachlässig gekleidete Männer befragen einen Passagier, was er nach Deutschland einführe. Eine seltsame Frage, wie ich finde, doch sie stellen sich als gut verkleidete Zollfahnder heraus.

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Mitternacht in München. Fahrerwechsel. bild: stefan ehrbar

Auf der Strecke zwischen Zürich und München fahren Flixbus und IC Bus heute bis zu 20 Mal täglich, teils ohne Zwischenhalt. Flixbus hat in Deutschland einen Marktanteil von 80 Prozent und in Europa ein Netz gesponnen, das von Kopenhagen bis nach Zagreb, Palermo und Barcelona reicht. Kein einziger Bus gehört dem Unternehmen selbst. Stattdessen fahren Subunternehmer aus Deutschland, Frankreich oder Italien.

Sie erhalten eine Defizitgarantie und einen Anteil der Erlöse. Die Preise sind einerseits so günstig, weil Flixbus mit diesem Modell flexibel Linien aufbauen und einstellen oder die Kapazitäten anpassen kann. Andererseits verdienen die Busfahrer Löhne, die aus Schweizer Sicht an der Grenze der sozial würdigen Existenz sind. Schweizer Busbetriebe fahren nicht für Flixbus. Das Unternehmen hat aber angekündigt, für den Fall einer Liberalisierung mit Schweizer Partnern ebenfalls Inlandslinien aufbauen zu wollen.

Die beiden Chauffeure Sven und Martin vom Unternehmen Albus – im Nachtbus sind zwei Fahrer an Bord – übernehmen für die nächsten knapp 600 Kilometer nach Berlin. Die Reihen haben sich gelichtet, wir sind noch 51 Passagiere. Jeder hat seine eigene Sitzreihe für sich. Der nächste Halt steht erst in fünfeinhalb Stunden in Leipzig an. Ich versuche erfolglos, das Gratis-WLAN zu nutzen, das vom Fahrer angepriesen wurde. «504 Gateway Timeout» ist die einzige Mitteilung, die ich zu sehen bekomme.

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Treue Begleiter: Die deutsche Polizei hat ein Auge auf Fernbusse geworfen. bild: stefan ehrbar

Auf Dauer unterhält das nicht. Ich habe vorgesorgt und eine Serie heruntergeladen. Komma-Glotzen auf der Autobahn, das muss die intelligente Mobilität sein, von der alle sprechen. Andere Mitreisende versuchen in teils atemberaubend akrobatischen Posen, Schlaf zu finden. Es ist ruhig an Bord, schwaches blaues Licht sorgt für Einschlafatmosphäre. Der Bus gleitet auf der Autobahn dahin, links und rechts nichts als dunkle Nacht, unterbrochen von Autobahnraststätten mit klingenden Namen wie «Köschinger Forst» oder «Fränkische Schweiz Ost».

Kampf um den zweiten Platz

Um zwei Uhr beschliesse ich, ein wenig zu schlafen. Ich bin ein Mann weniger Talente, aber schlafen kann ich fast überall. Könnte. Denn um Viertel nach drei wird es taghell im Bus. Wir stehen auf einer Autobahnraststätte irgendwo im Nirgendwo. Schon wieder betreten Bundespolizisten den Bus. Auch die dritte Kontrolle bringt – Überraschung! – keine Verstösse zutage. Weil die Polizisten aber jeden Passagier in ihrer Datenbank überprüfen, stehen wir eine halbe Stunde auf dem Parkplatz. Rausgehen dürfen wir nicht. Mein Rücken hat sich schon besser angefühlt. Die Sitze sind nicht unbequem, aber auch nicht gerade ein Wasserbett.

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Und dann wird es doch noch richtig schön: Über Brandenburg geht die Sonne auf. bild: stefan ehrbar

Zwei Stunden später treffen wir in Leipzig ein. Die Busfahrer finden die Haltestelle nicht auf Anhieb. «Innenstadt, scheisse», flucht Fahrer Martin, als er die Strassentafel erblickt und bemerkt, dass er seinen Car gerade auf die falsche Spur gelenkt hat. Der Bus füllt sich wieder. Kampflos geben die wenigsten ihren zweiten Platz her, was eine erboste Durchsage zur Folge hat. «Wer zwei Sitze beansprucht, bezahlt bitte auch zwei», mault Busfahrer Sven. Ab jetzt müsste ich also im Sitzen schlafen. Ich beschliesse, stattdessen dem Hopfengott zu huldigen, und hole mir ein Bier – für 1.50 Euro. Ein Fehler, wie sich noch herausstellen wird.

Petting bis zur Schwangerschaft

Die Auslastung der Fernbusse liegt etwa bei 50 bis 70 Prozent, soll aber nach dem Willen der Flixbus-Chefs deutlich ansteigen. Bei Fahrten aus der Schweiz ist es üblich, dass man eine Zweierreihe für sich beanspruchen kann. Sowieso gibt es einige Vorurteile, die ich aus eigener Erfahrung nicht bestätigen kann: Sie sind nicht immer laut, eng, unbequem und ständig zu spät dran. Ich habe zwar langwierige Grenzkontrollen erlebt, bei denen Geflüchtete aus den Bussen geholt wurden, stundenlange Verspätungen oder ein verliebtes Pärchen, das im Gotthardtunnel Petting bis an die Grenze zur Schwangerschaft betrieb. Doch das sind Ausnahmen. In der Regel verlaufen die Fahrten ereignislos. Manche Busfahrer sind unterhaltsame Sprücheklopfer, andere schweigen lieber.

Der Vergleich zeigt: Nicht immer gewinnt der Bus

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grafik: az

Wir aber sind jetzt doch zu spät. Nach einem wunderschönen Sonnenaufgang auf der Autobahn in Brandenburg stehen wir im Stau vor Berlin. Die Blase drückt, das Bier war doch keine so tolle Idee. Natürlich, der Bus hätte ein WC. Aber will ich auf eine Bus-Toilette, nach 14 Stunden Fahrt? Als ausgeruht würde ich meinen Zustand nicht beschreiben. Endlich taucht unsere Endhaltestelle auf.

Sie heisst zwar «Zentraler Omnibusbahnhof», aber wirklich zentral ist dieser Ort zwischen Autobahn und spektakulär hässlichem Kongresszentrum nicht. Sowieso schwankt die Qualität der Fernbus-Haltestellen stark. Der Zürcher Sihlquai ist zentral gelegen, aber so gut wie infrastrukturlos. München hat ein modernes Terminal im Herzen der Stadt, während der Mailänder Busbahnhof in etwa so daherkommt, wie man sich klischiert einen italienischen Busbahnhof vorstellt.

Unser Bus leert sich rasch, das Gepäck wird abgeholt, Pärchen umarmen sich beim Wiedersehen. Auch ich bin erleichtert, und zwar nicht nur wegen des WCs: Zurück werde ich fliegen.

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    Alle Leser-Kommentare
  • LaTschuberlinca 11.04.2017 02:27
    Highlight Highlight Welche Serie hast du dir angeschaut?
  • Blitzmagnet 10.04.2017 09:25
    Highlight Highlight Also der Bus fährt nach Konstanz (Deutschland).. könnte von da aus über Singen auf die A81..

    Fährt wieder in die Schweiz zurück?? Um bei Romanshorn auf die Fähre nach Friedrichshafen zu gehen?

    Welchen Sinn ergibt das?
    • compuking 10.04.2017 11:37
      Highlight Highlight Vermutlich wird er von Konstanz aus über die Fähre nach Meersburg fahren (das wäre zumindest die mir bekannte Linie)
  • Barracuda 09.04.2017 23:46
    Highlight Highlight Bei wem ein billiger Dumping-Preis das oberste Kriterium ist, der darf sich auch nicht beklagen. Der Vergleich mit der SBB ist ebenfalls lächerlich, anders kann man das nicht sagen. Flix-Bus fährt nur auf lukrativen Strecken im Gegensatz zur SBB, welche einen Leistungsauftrag zu erfüllen hat und auch unzählige kleine Ortschaften erschliesst und zwar auch zu Randzeiten. Bei Flix-Bus muss man halt mit diesen Unannehmlichkeiten leben. Und wenn man mal im Strassengraben landet wegen einem unterbezahlten, schlecht ausgebildeten und übermüdeten Chauffeur, dann braucht man sich genauso wenig wundern.
  • Maon 09.04.2017 22:45
    Highlight Highlight Spartickets gibts für den TGV nach Paris ab 30.-, das Gleiche gilt für den EC nach Milano und für den Nachtzug nach Berlin gibs Tickets ab 59.-.
    Der Preisvergleich stimmt also nicht ganz...
    • SanchoPanza 10.04.2017 00:42
      Highlight Highlight naja, von den Spartickets sind ja nur wenige erhältlich oder nur weit im voraus. Insofern passt der Vergleich mit den regulären Preisen schon finde ich.
  • atomschlaf 09.04.2017 21:35
    Highlight Highlight "Andererseits verdienen die Busfahrer Löhne, die aus Schweizer Sicht an der Grenze der sozial würdigen Existenz sind."
    Dieser Satz sagt rein gar nichts aus. Aus Schweizer Sicht sind noch viele Löhne in Deutschland "an der Grenze der sozial würdigen Existenz" - obschon man in DE damit gar nicht so schlecht lebt.

    Entscheidend ist, ob Flixbus und die anderen Fernbusunternehmen Löhne zahlen, die in Deutschland marktüblich sind, bzw. allfälligen Tarifverträgen entsprechen oder nicht. DAS würde mich interessieren.
  • Gsnosn. 09.04.2017 21:21
    Highlight Highlight Ich habe schon viele Berichte im tv gesehen über FixBus und die spielen mit der Sicherheit!
    Der zweite Busschauffeur zb. müsste in der Ruhezeiten unter anderem Schlafen, aber es ist zugleich auch verantwortlich für den Verkauf von Getränke. Wie kann ein Chauffeur auf den Beifahrersitz richtig schlafen...
    Nee. Idee gut, Umsetzung schlecht oder Geiz ist Geil
    • Butterscotch&hardcandy 09.04.2017 23:58
      Highlight Highlight Die Getränke holt man sich im Bus per Selbstbedienung aus dem Kühlschrank. Selber so erlebt auf 'ner Fahrt von München nach Zürich.
  • JohnDoe 09.04.2017 19:38
    Highlight Highlight Bin letztens von st.gallen in offiziell 4std für 15 euro nach münchen mit dem Bus (zug glaub 4.5std). Hatte über 1 std verspätung und toilette war gesperrt :-( Mit Sparbillet im Zug zurúck (3.5 std für 20.-). War pünktlich schnell und wesentlich angenehmer als der Bus.

    Ich bin gg die Liberalisierung, da ich vermute, dass die Lizenz zu günstig verkauft wird. Gewinnbringende werden Strecken privatisiert und subventionierte teurer. Die Zeche bezahlt das Volk.
  • Gröipschi 09.04.2017 18:19
    Highlight Highlight Ich würde mich in so einem Bus zu wenig sicher fühlen. Da würd ich sogar noch lieber Zug fahren.
  • kEINKOmmEnTAR 09.04.2017 18:13
    Highlight Highlight Ich würde niemals mit dem Bus fahren, nicht wegen dem Geld oder der Zeit. Der Zug verteilt die Menschen besser auf die verschiedensten Infrastrukturen und hilft so die Strassen frei zu halten.
  • Knut Knallmann 09.04.2017 18:12
    Highlight Highlight Danke für den Artikel. Ich selber versuche Firmen, die ihre Mitarbeitern miserable Löhne und Arbeitsbedinungen bieten so gut wie möglich zu meiden - Dann doch lieber mit dem Zug. Dort kann ich sichergehen dass die Mitarbeiter ausgeruht und anständig bezahlt sind. Das ist mir den kleinen Aufpreis wert...
  • atomschlaf 09.04.2017 17:06
    Highlight Highlight Nach Konstanz würde ich den Bus wohl nehmen (schneller als die Bahn und günstig), vielleicht noch nach Milano oder München, vorausgesetzt, ich hätte auf der Fahrt nichts zu arbeiten, aber 10 oder 12 Stunden nach Berlin oder Paris?
    Nein danke!
  • Lightning makes you Impotent (LMYI) 09.04.2017 16:42
    Highlight Highlight Ich kam eben an diesem Wochenende von Mailand mit dem Flixbus zurück. Der Bus hatte mit Verspätung bei der Abfahrt, Warterei am Zoll, Warterei im Stau und Zwangspause wegen Lenkzeitüberschreitung 3 Stunden Verspätung in Zürich. Eine Information über die Ankunft gab es nie. Der Busfahrer war nebst Fahrer auch für die Ordnung im Bus, das laden des Gepäck und die Billettkontrolle zuständig. Kein Wunder sah der gute Mann so richtig fertig in Zürich aus. Nein, ich habe es gesehen. Das nächste mal wieder die Bahn.
  • F4Fred 09.04.2017 16:19
    Highlight Highlight Es ist auch noch der Abfahrts- oder Ankunftsort zu beachten. Der Flughafen ist meist ausserhalb des Zentrums. Beim Fliegen muss man ausserdem oft viel früher am Flughafen sein und nachher länger auf das Gepäck warten.
    • Pisti 09.04.2017 16:33
      Highlight Highlight Bei Flixbus auch der holt mich nicht Zuhause ab ;)
      Wenn ich alle Optionen vergleiche ist Flixbus definitiv, die schlechteste und so viel günstiger nun auch nicht.
  • äti 09.04.2017 16:10
    Highlight Highlight Ich denke, Flixbus und ähnl. müssten, wie die Öffentlichen Verkehrsmittel, gezwungen werden auch nichtrentable Strecken zu bedienen. Das ist in etwa der Preisunterschied.
    • atomschlaf 09.04.2017 16:59
      Highlight Highlight @äti: Wozu? Auf unrentablen ÖV-Strecken deckt der Steuerzahler das Defizit.
      Du willst ja wohl nicht noch Fernbuslinien aus Steuergeldern subventionieren?
    • äti 09.04.2017 17:22
      Highlight Highlight @atom: ist es nicht umgekehrt? Fernbusse holen die besten Linien ab, diese lukrativen Linien helfen dem ÖV mit die restlichen Strecken zu erhalten. Das ist keine 100% Subvention.
      Anders herum: Fernbusse sollten auch beim ÖV ihren Anteil beisteuern, nicht bloss Rosinenpicken.
    • Froggr 09.04.2017 17:33
      Highlight Highlight Wiedermal eine völlig bescheuerte Wirtschaftsregulierung. Mein Gott. Da hatte jemand eine Idee und sofort muss man ihm das Geschöft vermiesen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • DerRaucher 09.04.2017 16:05
    Highlight Highlight Flixbus ist mir dann einfach zu lange von der dauer her auf weite Entfernungen. Mit einem Sparpreis der DB kostet die Strecke Konstanz - Berlin 29.- bzw 55-60 Euro in der ersten Klasse. Man muss halt nur etwa 1-2 Monate vor abfahrt einen passenden Tag finden. Die fahrt dauert dann "nur" etwas über 8 Stunden. Klingt auch nach viel, aber wenn man schon so lange unterwegs ist, macht jede Stunde mehr irgendwann einen riesen unterschied.
  • Pitsch Matter 09.04.2017 15:42
    Highlight Highlight Mein Eindruck: Es ist konkurrenzlos günstig. Das waren die Vorteile. Sonst hat es nur Nachteile. Je länger die Fahrt, desto schlimmer ist der Fernbus, für kurze Strecken ist es nicht schlecht. Die viele Kontrollen kann ich bestätigen, ist aber auch nicht verwunderlich bei diesen multikulti Fahrgästen.
    • atomschlaf 09.04.2017 17:01
      Highlight Highlight Es gibt noch einige wenige Strecken, z.B. Zürich-Konstanz oder Chur-Milano wo der Bus schneller als die Bahn ist. Damit hat sich's dann aber.
  • balzercomp 09.04.2017 15:41
    Highlight Highlight Naja, beim Vergleich ZH-München mit 55 Minuten Reisezeit, muss natürlich die An- und Abreise von und zum Flughafen berücksichtigt werden. In München sind es rund 40 Minuten. Dazu kommen weitere Wartezeiten z.B. vor dem Abflug. Grob geschätzt wird die Reise Zürich-München (jeweils HB) mit dem Flieger maximal eine Stunde schneller sein als mit dem Bus.
  • LubiM 09.04.2017 15:35
    Highlight Highlight Bei diesen Vergleichen fehlt halt immer noch -> Stadtzentrum zu Stadtzentrum...
    Aber in Zeiten in denen Nachtzüge abgebaut werden, die Strassen sich mehr und mehr füllen, da bleibt schlussendlich nur noch das Flugzeug auf gewissen Strecken.
    Zwar ist es z.B. bei Mailand so: Von Zürich HB 15 min zum Flughafen, 45min für Checkin/Kontrollen und warten am Gate, 1h Flug, zum Bahnhof 20 min und dann noch 30-60min nach Milano Centrale, somit rund 3.5h mit dem Flugzeug.
    Würde aber trotzdem das Flugzeug nehmen...
    • Altweibersommer 09.04.2017 16:44
      Highlight Highlight Nachtzüge werden abgebaut? Wo denn? Wie auch immer würde sich dann noch die Frage stellen, was Ursache und was Wirkung ist
    • RalpH_himself 09.04.2017 18:57
      Highlight Highlight Die DB hatte per letztem fahrplanwechsel das gesamte City Night Line angebot eingestellt. Die ÖBB hat zum glück einige strecken übernommen, aber noch lange nicht alle (z.b. zürich-amsterdam oder basel-kopenhagen gibts nicht mehr).
      Die DB meinte, sie könne nachtzüge nicht mehr rentabel betreiben, trotz äusserst guter auslastung. Die ÖBB behauptet, ihre nachtzüge rentieren. Es scheint also zu gehen - ob die DB es nicht besser machen konnte oder wollte, lasse ich dahingestellt.
    • Alnothur 09.04.2017 19:17
      Highlight Highlight Ja, die DB schafft alle Nachtzugstrecken ab, bzw hat das schon getan. Einige wurden/werden von den ÖBB übernommen. Bin selbst schon mehrmals Nachtzug gefahren, und finde das für Kontinentalreisen definitiv die beste Variante. Kein mühsames Warten am Flughafen inkl. "Security Theatre", angenehm liegen und schlafen können, und am Morgen ein Frühstück vor der Ankunft.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Howard271 09.04.2017 15:28
    Highlight Highlight Mir sind diese paar Franken Ersparnis eine derart lange Reise einfach nicht wert. Da bezahle ich lieber 20 oder von mir aus auch 50.- mehr, habe dafür aber viel mehr von meinem Ausflug.

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