Schweiz
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Von Roger Welti frisch gefangene Felchen, aufgenommen am Dienstag, 10. Mai 2016, auf dem Bodensee bei Altenrhein. Roger Welti fischt seit 36 Jahren im Bodensee. Er hat wie alle anderen Fischer am See seit Jahren mit ruecklaeufigem Fischfang zu kaempfen. Das Wasser werde immer sauberer und damit naehrstoffarmer. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Fische, die darauf warten, verspeist zu werden. Bild: KEYSTONE

35'000 tote Haie jedes Jahr – Fair-Fisch-Label MSC massiv in der Kritik

«Steht MSC drauf, ist ein fair gefangener Fisch drin». Das meinen viele Konsumenten, die in der Migros oder bei Coop zum Fair-Label greifen. Jetzt wird die gemeinnützige Organisation allerdings frontal angegriffen.



MSC heisst ausgeschrieben «Marine Stewardship Council» und steht für nachhaltige Fischerei. Wer verantwortungsvoll Fisch kauft, achtet auf das Label. Es ist das bekannteste in der Fisch- und Meeresfrüchte-Branche.

Diese Woche hat die Organisation Post bekommen. Absender sind 53 Organisationen aus der ganzen Welt. Greenpeace gehört ebenso dazu wie der Verein Fair-Fish aus der Schweiz. Sie alle behaupten, MSC halte nicht das, was sie den Konsumenten verspricht. Die Vorwürfe sind happig: 

Bild

Dieses Label steht auf den Fischverpackungen.

MSC zertifizierte Fischerei, die 35'000 Haie tötete 

MSC zertifiziere Fischereien, die alles andere als nachhaltig ans Werk gehen. Ein Beispiel dafür sei die Atlantic Canadian Swordfish Longline Fishery. Die Fischerei generiere mehr Beifang als Fang und sei verantwortlich für über 35'000 getötete Haie und zwischen 200 und 500 getötete Schildkröten pro Jahr, heisst es im Brief. MSC hat die kanadische Fischerei im Jahr 2011 zertifiziert. 

Bild

Ein Walhai schwimmt unter einem Fischernetz durch. bild: shutterstock

MSC lässt Fischfang mit Grundschleppnetzen zu

Eine fragwürdige Fangmethode ist der Fischfang mit Grundschleppnetzen. Solche Netze beschädigen laut den Organisationen den Meeresboden und die dort lebende Tiere. Dies aus zwei Gründen:

Umweltverschmutzung Garbage Plastikmüll Meeresverschmutzung Schildkröte Fischernetz

Auch Meeresschildkröten verfangen sich beim Fischfang in Netzen.

MSC lässt Produkte aus überfischten Beständen zu

MSC biete Produkte aus überfischten Beständen an. Das zeige die Studie des GEOMAR Helmhotz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel (hier findest du mehr dazu). Die Studie zeigt, dass mehrere Fischbestände über der von MSC festgelegten Obergrenze befischt wurden. Dennoch sind Fische aus solchen Beständen weiterhin Träger des MSC-Siegels. 

In this Wednesday, July 2, 2014 photo, freshly caught ballyhoo, caught off the Florida Keys, are piled up to be sold as bait at Key Largo Fisheries Inc. in Key Largo, in the Florida Keys. Federal officials are seeking to ban commercial fishing in nearby Biscayne National Park which is offshore from suburban Miami. Officials say cutting off commercial fishing will help improve the numbers and size of fish swimming through the park. (AP Photo/Lynne Sladky)

Das Geschäft mit Fischen ist ein globales Business. Bild: Lynne Sladky/AP/KEYSTONE

«Entzieht ihnen das Label»

Die Absender des Schreibens an MSC führen in ihrem Brief vier Fischereien auf, die ihrer Meinung nach nicht nachhaltig arbeiten (1. The Atlantic Canadian Swordfish Longline Fishery, 2. Antarctic krill fisheries, 3. The NZ Orange roughy deep-sea bottom trawl fishery, 4. The Gulf of Maine lobster fishery). Die Organisationen rufen MSC dazu auf, diesen Fischereien das MSC-Label zu entziehen und keine Betriebe damit zu zertifizieren, die gewisse Standards nicht einhalten würden. 

«Pauschalisierungen sind wenig hilfreich»

MSC-Sprecherin Andrea Harmsen sagt zu watson, das Unternehmen nehme externe Kritik ernst. Das sei gar ein wichtiger Bestandteil des MSC-Programms. Zum Thema Beifang sagt Harmsen:

«Der MSC-Umweltstandard wird kontinuierlich in Zusammenarbeit mit Experten aus Wissenschaft, Fischerei und Umweltschutz weiterentwickelt.»

Weiter müssten die zertifizierten Fischereien oder solche, die zertifiziert werden wollen, sicherstellen, dass sie ihre Massnahmen zur Minimierung unerwünschter Beifänge von gefährdeten Arten laufend verbessern und regelmässig überprüfen lassen. 

Le siege International du WWF (World Wide Fund for Nature) photographie ainsi que son logo le Panda, ce jeudi 7 avril 2016, a Gland (VD). L'ONG prevoit la suppression d''une centaine d'emplois a son siege de Gland. (KEYSTONE/Cyril Zingaro)

Der WWF unterstützt MSC. WWF hat die Organisation mitgegründet. Bild: KEYSTONE

Zudem weist Harmsen darauf hin, dass die Fischereibewertungen nicht durch den MSC selbst, sondern durch unabhängige Dritte durchgeführt werden.

Zur Kritik, dass Langleinen- und Grundschleppnetze schlecht seien, meint Harmsen: «Eine Fangmethode, die bei Fischerei A negative Umweltfolgen hat, kann bei Fischerei B ohne negative Auswirkungen und nachhaltig sein.» MSC schliesse keine legale Fangmethode pauschal von einer Zertifizierung aus. Pauschalisierungen seien wenig hilfreich auf dem langen Weg mehr und mehr Fischereien zu einer nachhaltigen, umweltschonenden Arbeitsweise zu bewegen. 

Update 

MSC betont, es gebe unterschiedliche wissenschaftliche Meinungen darüber, «wann Fischereiaktivitäten einen Fischbestand gefährden». Die MSC folgt gemäss Harmsen den Kriterien der UN Welternährungsorganisation FAO. Diese vertritt eine andere Meinung als die GEOMAR-Studie. MSC sagt, die GEOMAR-Studie sei fehlerhaft. So seien drei von elf Beständen gar nicht von MSC-zertifizierten Fischereien befischt worden. Zudem seien für die Studie falsche Daten herangezogen worden.
Auch bei der kanadischen Langleinen Schwertfisch-Fischerei ist MSC anderer Meinung als die Verfasser des Briefes. Die Fischerei habe im Kontext der MSC-Zertifizierung ihren Beifang durch das Umfahren bestimmter Gebiete, durch den Einsatz von besonderen Haken und Schnüren und durch Schulung aller Fischer zum einen generell deutlich auf ein nachhaltiges Mass verringern, und zum anderen Verletzungen und Sterblichkeit bei dennoch beigefangenen Tieren minimieren können. Mithilfe eines lückenlosen Überwachungsprogramms für die gesamten Flotte würden die Fangfahrten und Fanggebiete ständig aufgezeichnet und überwacht. (feb)

Das sagen Coop und Migros

Coop wie auch Migros verkaufen MSC-zertifizierte Fische und Meeresfrüchte. Bei Migros heisst es, MSC habe momentan die strengsten Richtlinien für Wildfang. Migros sei stets an Verbesserungen interessiert. Ein Label solle und müsse sich stetig weiterentwickeln. Mediensprecher Martin Bosshard: «Migros ist Mitglied bei der WWF Seafood Group.» Darum stütze sich die Migros auf die Nachhaltigkeitsbewertung ihres Sortimentes durch den WWF. Gemäss Coop-Sprecher Ramón Gander bezieht Coop von den im Bericht erwähnten Fischereien keine Fische. «Wir erachten MSC als geeigneten Standard, um die Fischerei nachhaltig zu gestalten», sagt Gander. (feb) 

WWF steht weiter zu MSC

MSC wurde 1997 vom WWF mitgegründet. Der WWF unterstützt die unabhängige Organisation auch heute weiter. Zu den aktuellen Vorwürfen sagt Corina Gyssler von WWF Schweiz: «Die in der Kritik stehenden sechs Fischereien betrachtet auch der WWF als kritisch: Wir haben uns in den entsprechenden Zertifizierungsphasen kritisch eingebracht und bei den meisten der genannten Fischereien Einspruch eingelegt.» WWF betont, dass die meisten der 306 MSC-zertifizierten Fischereien vorbildlich arbeiteten. 

 

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58Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • saoiaebi 27.01.2017 19:40
    Highlight Highlight Das beste Label für nachhaltigen Fischfang?

    Wie wäre es mit dem Vegan-Label? ;-)

    #EsGehtAuchOhneFisch
  • PicaZHo 27.01.2017 16:31
    Highlight Highlight Das grundlegende Problem ist doch, dass wir Menschen viel zu viel Fisch essen. Würden wir dies ändern, so würden eine Menge Diskussionspunkte um den Fischfang gar nicht mehr existieren...
    • Tomlate 27.01.2017 18:47
      Highlight Highlight Wenn ich an die Anzahl Sushi Läden denke, die in meiner Stadt wie Pilze aus dem Boden geschossen sind, sehe ich schwarz für die Fischbestände.
  • ohhh my god 27.01.2017 16:14
    Highlight Highlight WWF ist die Grosswildjäger-Aristokratie welche schon seit Jahrzenthen die Jungen Naiven auf die Strasse stellen zum Kohle anschaffen für die Geschäftsleitung.
    Mit meinem Handeln hab ich sicherlich schon einige Naive aus den Fängen dieser "treaters" befreit, 5min ins Gewissen reden reicht öfters (Mein Handeln hat WWF wohl schon zehntausende Franken "gekostet").

    Play Icon
    • Ano Nym 27.01.2017 17:29
      Highlight Highlight Solche Organisation sind dennoch wichtig. Indem man sie um ihr Geld bringt hat man niemanden geholfen.


      Obwohl🤔mit diesen 50.- kann ich mir 100 Bier im Denner kaufen🍻
    • blobb 27.01.2017 20:07
      Highlight Highlight Ich bin mir gerade den Film am reinziehen, den du gepostet hast. Wegen der schlechten Qualität hab ich "Pakt mit dem Panda" gegoogelt und bin auf das gestossen:
      WWF hat WDR/SWR wegen übler nachrede verklagt und in zweiter Instanz Recht bekommen.

      http://www.wwf.de/wwfinformiert/

      Komischerweise find ich diese zweite Gerichtsurteil nur auf der WWF-Seite. Was geht da ab? Lügt der WWF wegen dem Urteil oder wird das von den restlichen Medien unter den Tisch gekehrt?

      Nimmt mich wunder was ihr dazu zu sagen habt. So jetz schau ich den Film mal fertig.
    • Steinbock 27.01.2017 20:13
      Highlight Highlight Der Fairness halber muss man schon sagen, dass MSC hier in der Verantwortung ist, nicht der WWF. Enttäuschend und entlarvend, dass die MSC-Sprecherin sagt, sie nähmen Kritik sehr ernst. Im Update sieht man, wie sie mit kritischen Stimmen tatsächlich umgehen.... als Idioten abstempeln, alles abstreiten...
  • sheshe 27.01.2017 15:17
    Highlight Highlight Für alle, die weiterhin auch nicht auf Fisch verzichten können, gibt es übrigens zahlreiche Ratgeber, welche Bestände man einkaufen kann und welche nicht. Gibts übrigens auch als App, wo man direkt im Supermarkt sehen kann, ob der Fisch gekauft werden kann oder nicht. z.B.: http://fischratgeber.wwf.de/desktop/#/
  • peeti 27.01.2017 15:13
    Highlight Highlight Jetzt sollen unsere Generation-Nachhaltig-Detailhändler mal handeln und das Label entfernen. War ja eine Frage der Zeit bis dieses inflationär abgedruckte Label irgendwann mal auffliegt.
    • Steinbock 27.01.2017 20:15
      Highlight Highlight das kann man vergessen ... sie versprechen ja, nur noch nachhaltig gefangenen Fisch zu verkaufen, also müssen sie MSC verteidigen.
  • El Vals del Obrero 27.01.2017 15:05
    Highlight Highlight Bedauerlich ist auch, das sowas alle Labels und Zertifikate in den Dreck zieht.
    So sagt sich der Konsument dann auch bei anderen Produkten "Ach, was, wieso Bio kaufen? Das ist doch eh nur Beschiss. Dann nehme ich doch lieber das billigste."
    • Steinbock 27.01.2017 20:08
      Highlight Highlight Kluge Leute werfen sicher nicht alles in einen Topf.
      Gut, zugegeben, wer das billigste Produkt kauft, weiss zumindest garantiert, das viel Tierleid dahinter steckt, miese Arbeitsbedingungen und Umweltschäden grad noch dazu... Dann doch lieber auf ein Label vertrauen und falls nicht alles optimal ist, Verbesserungen verlangen.
  • billo 27.01.2017 12:31
    Highlight Highlight Es ist alles noch viel schlimmer, als Watson es darstellt. «WWF steht weiter zu MSC» – wirklich?
    Im letzten November legte Alfred Schumm, Chef des WWF- Weltfischereiprogramms, einen schonungslosen internen Bericht über das Gebaren des MSC vor und warnte den WWF vor einem Glaubwürdigkeitsproblem. Schumm hatte eine Zertifizierung der Thunfischerei im Indischen Ozean unter die Lupe genommen. Er kam zum Schluss, «das MSC- Schema war kein akkurates Mittel zur Beurteilung der Nachhaltigkeit».
    Mehr: http://www.fair-fish.ch/aktuell/msc-offener-brief.html
  • HunterCH 27.01.2017 12:20
    Highlight Highlight Und ich sitze hier mit einer Packung Crevetten Cocktail und Surimi.... Bin ich jetzt moralisch verwerflich? :-(
    • Datsyuk * 27.01.2017 14:15
      Highlight Highlight Ja.
    • NiemandWirklich 27.01.2017 14:22
      Highlight Highlight Ja
    • trio 27.01.2017 14:28
      Highlight Highlight Ja
    Weitere Antworten anzeigen
  • Datsyuk * 27.01.2017 12:15
    Highlight Highlight Wir haben keinen Respekt vor diesen Tieren.
  • N. Y. P. D. 27.01.2017 12:02
    Highlight Highlight Also, langsam frage ich mich, welchen Labeln, welchen Institutionen und wem überhaupt man noch irgendwas glauben kann.
    Diese Zertifizierungen von MSC an die Fischereien sind vermutlich so glaubwürdig wie zum Bsp. die ISO - Zertifizierungen in der Schweiz.
    Coop : «Wir erachten MSC als geeigneten Standard, um die Fischerei nachhaltig zu gestalten»
    Ich nenne das mal eine alternative Interpretation der Vorwürfe.





  • Ano Nym 27.01.2017 11:31
    Highlight Highlight Netzfischen ist so ähnlich wie eine Haube über ein Wald ausbreiten, alles töten was drin ist, und nur rauspicken was man essen möchte...
    Die wirklich einzige Art zielgerichtet Fisch ohne Beifabg zu kriegen, ist mit einer Harpune, was dem Jagen gleichkommt.
    Aber das ernährt höchstens den eigenen Esstisch oder ein paar Familien.
    Unter dem Strich ist die kommerzielle Fischerei etwas vom Schlimmsten was wir unserem Planeten antun können! Auf sozialer, ökologischer und ökonomischer Ebene.
    • blobb 27.01.2017 11:48
      Highlight Highlight Ein grosses soziales Problem ist aber, dass ein guter Teil der Weltbevölkerung vom Fischfang lebt. Ich bin auch dafür, dass man die Fischerei stark einschränkt, aber die meist bettelarmen Fischer dürfen auch nicht auf der Strecke bleiben.
    • Ano Nym 27.01.2017 12:03
      Highlight Highlight Das stimmt. Aber da wir Industriestaaten ihre Proteine aufbrauchen tun sie das leider sowieso.
      Glaub mir, der "kleine" Fischer hat nichts von unserem Konsum.
      Im Gegenteil, die Bestände gehen durch unser Verschulden zurück und leiden müssen diejenigen, die seit Generationen durch und vom Fisch gelebt haben.
      Ein gutes Beispiel dass die Situation ausser Kontrolle geraten ist zeigt sich in Somalia seit einiger Zeit
    • sheshe 27.01.2017 12:09
      Highlight Highlight @Blobb, da gebe ich dir Recht, aber normalerweise haben die lokalen Fischer nichts mit dem kommerziellen Fischfang zu tun und der nimmt ihnen sogar die Bestände weg. Normalerweise kommen diese von Kleinfischern gefangenen Fische auf den lokalen Markt und nicht in die Migros.
    Weitere Antworten anzeigen
  • sheshe 27.01.2017 11:20
    Highlight Highlight Ich habe mir vor Jahren gesagt, dass ich keinen Fisch mehr esse, wenn ich nicht am Meer bin. Ist vielleicht ein bisschen heuchlerisch, aber besser, als jeden Tag Fisch zu essen. Am liebsten kaufe ich ihn da von lokalen Fischern. Noch lieber fange/schiesse ich ihn selbst. Wir müssen unseren Fischkonsum stark einschränken, damit unsere Ozeane, welche unser tägliches Leben extrem beeinflussen, wieder gestärkt werden können. Oder halt weniger "populäre" Fische/Schädlinge essen, wie z.B. den Feuerfisch aus dem Mittelmeer.
  • blobb 27.01.2017 11:18
    Highlight Highlight «Steht MSC drauf, ist ein fair gefangener Fisch drin»
    Wie kann man einen Fisch "fair" fangen?
    Wenn die Fischer mit verbundenen Armen runtertauchen würden und den Fisch mit dem Mund zu fangen?!
    Ich will "nachhaltig" gefangenen Fisch. Von "fair" behandeteln Fischeren.
    • blobb 27.01.2017 11:19
      Highlight Highlight und=um ;)
    • billo 27.01.2017 12:39
      Highlight Highlight Blobb: Das ist typisch oberflächlicher Journalismus. Fair würde heissen: 1. so schonend als möglich für den Fisch, und 2. Fischer für ihre harte Arbeit anständig bezahlen. Beides ist heute nicht der Fall, weder mit noch ohne MSC-Label. Die einzige Organisation, die beides verlangt, ist der Verein fair-fish, der den – von andern missbrauchten – Begriff «fair fischen» im Jahr 2000 geprägt hat. Die Richtlinien (unten im Link) sind aber «zu streng» für die Branche, darum gibt s bis jetzt keine «fairen Fische» auf dem Markt…
      http://www.fair-fish.ch/wissen/richtlinien/
    • blobb 27.01.2017 14:29
      Highlight Highlight @Billo
      Danke für die intressante Info!
  • dr. flöckli 27.01.2017 10:58
    Highlight Highlight Vielen Dank für den Artikel. In Zukunft esse ich nur noch selbst gefangenes - da weiss man wenigstens, was man auf dem Teller hat!
  • Findolfin 27.01.2017 10:41
    Highlight Highlight Und was passiert jetzt? Es wird wahrscheinlich viel geredet und relativiert, Versprechungen werden gemacht und schlussendlich geht es so weiter wie bisher.

    Ich hoffe wirklich, dass ich mich für einmal irre.
  • dr.gore 27.01.2017 10:35
    Highlight Highlight Ich denke, dass den meisten Menschen bewusst ist, das auch all diese "Umweltorganisationen" rein gewinnorientiert arbeiten. Es ist ausserdem bekannt, das gewinnorientierte Unternehmen ihre Gewinne optimieren. Was sich also nicht lohnt, keine Mitglieder bringt o.ä. wird gekippt oder passend gemacht.
    Kein wirklicher Aufreger diese News...
    • Steinbock 27.01.2017 20:23
      Highlight Highlight All diese? Ca. 50 haben mit ihrem Brief an MSC doch gerade Staub aufgewirbelt und verlangen, dass MSC auch hält, was sie versprechen....
      Pauschalurteile bringen nix
  • SVARTGARD 27.01.2017 10:28
    Highlight Highlight Dann hört alle auf Fisch zu fressen.
  • Dreamtraveller 27.01.2017 10:20
    Highlight Highlight Danke für die wertvolle Aufklärungsarbeit! Ihr seid Top!
  • solani 27.01.2017 10:00
    Highlight Highlight Welchen Fisch kann ich von Migros/Coop (in Massen natürlich) essen, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben?
    Ist Lachs ok? (Weil mein Lieblingfisch.)
    • Tilman Fliegel 27.01.2017 10:06
      Highlight Highlight In Massen?
      Zuchtlachs würde ich der Gesundheit zuliebe lieber nicht essen. Mehr Schadstoffe findet man in kaum einem anderen Lebensmittel. Bio ist kaum besser.
    • trio 27.01.2017 10:10
      Highlight Highlight Am besten einheimischen Fisch, in der Schweiz gefangen!
    • lily.mcbean 27.01.2017 10:46
      Highlight Highlight Jein. Am allerbesten ist es so viel wie möglich privaten Fischern abzunehmen. Dann gibts halt nur Forelle oder Saibling. Lachs kaufe ich am liebsten aus Irland weil die nicht so weit transportiert werden müssen. Aber ich hab mein Fischkonsum eh sehr eingeschränkt eben weil man ja kaum mehr weiss was man noch unbedenklich kaufen kann.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Anded 27.01.2017 09:45
    Highlight Highlight Man sollte sich auch weniger auf Labels und mehr auf gesunden Menschenverstand verlassen. Dass generell überfischt wird ist jedem klar. Auch dass die Schäden am Meer und an bedrohten Tierarten (die sich zB in Netzen verfangen) von der Intensität der Fischerei abhängen. Generell möglichst wenig/keinen Meereswildfang essen, insbesondere wenn man in einem Binnenland ist, hilft der Sache am meisten.
    • Martiis 27.01.2017 10:35
      Highlight Highlight Zuchtfisch ist leider meistens auch nicht besser. Denn der wird mit Fischmehl gefüttert, wobei die Fischmehlproduzenten oft nicht darauf achten, dass sie nur unbedrohte Fischarten fangen, sondern einfach alles verarbeiten, was ihnen in die Netze geht.
      Play Icon
    • billo 27.01.2017 12:44
      Highlight Highlight Andred,das Klügste, was Du machen kannst:
      max. 1x Fisch im Monat!
      Das ist für Fische viel wirksamer als all die Labels und Einkaufsratgeber, denn es wirkt direkt: Weniger Konsum heisst weniger Fang heisst Erholung der Fischbestände.
      Mehr dazu hier:
      http://www.fair-fish.ch/wissen/gesundheit/
    • Tilman Fliegel 27.01.2017 12:54
      Highlight Highlight Und das Fischmehl wird mit Etoxyquin behandelt gegens ranzig werden. Ein Stoff der als Pestizid nicht mehr zugelassen ist und für den es Grenzwerte für Fleisch gibt, die aber für Fisch nicht gelten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Str ant (Darkling) 27.01.2017 09:44
    Highlight Highlight Der WWF reagiert gerne bestürzt wenn etwas peinliches und PR schädliches an die Öffentlichkeit gerät wie zum Beispiel die Elefantenjagd eines Ehrenpräsidenten.

    Greenpeace ist definitive um einiges Vertrauenswürdiger als der WWF

    • SanchoPanza 27.01.2017 11:21
      Highlight Highlight hey lasst sie/ihn in Ruhe und informiert euch. Googelt mal nach Elefantenjagd & Präsident. WWF hat tatsächlich mehr Dreck am Stecken als man gemeinhin glaubt. Ich persönlich find Greenpeace nicht viel sympathischer, aber das ist wieder eine andere Geschichte.
      Anstatt Geld in grosse Organisationen zu pumpen wo das Geld versickert, schaut besser auf eure Nachbarn & Mitmenschen & lokalen Umweltschutz. Dank Bauern-Lobby & Pharma-Branche gibts auch hier genug zu tun...
  • JaneSodaBorderless 27.01.2017 09:39
    Highlight Highlight Danke für den Bericht -
    gut, wurde das publik!

Deutsches Versuchslabor lässt Tiere qualvoll verenden – Spuren führen in die Schweiz

In einem deutschen Labor sterben junge Hunde, Affen und Katzen einen qualvollen Tod. Was eine Schweizer Pharma-Firma damit zu tun hat.

Ein Mitarbeiter der Tierschutzorganisation Soko Tierschutz und Cruelty Free International hat sich als Pfleger in das Tierversuchslabor LPT nahe Hamburg eingeschleust. Von Dezember 2018 bis März 2019 dokumentierte der Tierschützer die zahlreichen brutalen Tierversuche an jungen Hunden, Katzen, Affen und Kaninchen.

Der Bericht sorgte in Deutschland in den letzten Tagen für viel Empörung.

Bei LPT handelt es sich um ein Familienunternehmen. Das Versuchslabor ist eine der grössten Einrichtungen für …

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