Schweiz
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Swiss Federal President Doris Leuthard and China's President Xi Jinping shake hands prior to the official talks in Bern, Switzerland January 16, 2017 REUTERS/POOL/Peter Klaunzer

China-Schweiz: Bundespräsidentin Doris Leuthard und Chinas Präsident Xi Jinping schütteln sich am Montag in Bern die Hand. Bild: POOL/REUTERS

Interview

Tibeterin zu Xi-Besuch: «Die Schweiz sollte sich schämen»

Der chinesische Präsident Xi Jinping ist am Sonntag zu seinem zweitägigen Staatsbesuch in der Schweiz eingetroffen. Am Rande des Treffens wurden 14 demonstrierende Tibeter verhaftet. Migmar Dhakyel, Mediensprecherin des Vereins Tibeter Jugend in Europa, sagt, warum die Schweiz sich dafür schämen sollte. 



Frau Dhakyel, was ist gestern am Ankunftstag von Chinas Präsident Xi Jinping passiert? 
Migmar Dhakyel:
Eine Gruppe junger Tibeter demonstrierte am Nachmittag auf dem Bärenplatz in Bern gegen den Besuch des Diktators mit Bannern und «Free Tibet»-Rufen. Nach nur 25 Minuten begann die Polizei die Demonstranten einzukesseln, wegzudrängen und die Personen nach und nach zu verhaften. Sie wurden abgeführt, in einen Transporter verladen und durften den Polizeiposten erst nach drei Stunden wieder verlassen. Die jungen Leute wurden bei der Verhaftung komplett eingeschüchtert. 

Die Demonstration war nicht bewilligt. 
Das ist korrekt. Aber nur weil uns schon im Vorfeld der Mund verboten wurde. Die Demonstrationen wurden bloss am Vormittag bewilligt – vor Xi Jinpings Ankunft. Man wollte verhindern, dass sich Chinas Staatschef dadurch «belästigt» fühlen könnte. Alle späteren Wortäusserungen wurden teilweise brutal von der Polizei unterbunden. Ein junger Aktivist wurde von der Polizei sehr heftig zu Boden gedrückt. Die Schweiz macht sich damit zum Helfer eines menschenverachtenden Diktators. 

Bei den Gesprächen sollen auch Kooperationen bei den Menschenrechten sowie in Umwelt-, Klima- und Energiefragen Thema sein. 
Als Schweiz-Tibeterin kann man darüber nur bitter lachen. Tibet wird von China seit sechs Jahrzehnten kolonialisiert und systematisch unterdrückt. Die offizielle Landessprache in Tibet ist chinesisch, was die Tibeter wirtschaftlich massiv diskriminiert. Ganze Züge voller Chinesen werden regelmässig nach Tibet gefahren. Sie sollen Tibet besiedeln, damit es chinesisch wird. Dafür erhalten sie wirtschaftliche Vorrechte.

Migmar Dhakyel tibeterin besuch bern Xi Jinping

Migmar Dhakyel demonstiert in Bern. Bild: zvg

Die Polizei konnte mithilfe von Tibetern am Wochenende auch eine öffentliche Selbstverbrennung verhindern. 
Seit 2009 ist es in Tibet aus Protest gegen die chinesische Regierung zu 144 Selbstverbrennungen gekommen. Tibeter dürfen in ihrem eigenen Land weder einen Verein, geschweige eine politische Partei oder irgendeine Gruppierung gründen. Die meisten Tibeter besitzen auch keine Reisepässe und die Grenzen zu den Nachbarländern sind geschlossen.

«Sänger, die Falsches singen und Blogger, die Falsches schreiben, werden verhaftet und teilweise gefoltert. Seit Xi Jinping an der Macht ist, hat sich die Situation der Tibeter noch deutlich verschlimmert.»

Tibeter können nicht reisen?
Die Tibeter haben keine Bewegungsfreiheit in ihrem eigenen Land. Sie können nicht einmal in die Hauptstadt reisen. Wenn sie nach Lhasa wollen, brauchen sie etwa fünf Dokumente von fünf verschiedenen Ämtern, die kaum ein Tibeter erhält. Sie können sich nicht kulturell oder religiös ausdrücken und tausende politische Gefangene werden vermisst. Sänger, die Falsches singen und Blogger, die Falsches schreiben, werden verhaftet und teilweise gefoltert. Seit Xi Jinping an der Macht ist, hat sich die Situation der Tibeter noch deutlich verschlimmert. Dagegen wollten wir demonstrieren. 

Finden Sie, die Schweiz dürfte Xi Jinping nicht empfangen?
Es ist ein total falsches Zeichen. Xi Jinping ist kein demokratisch gewählter Präsident, sondern ein Diktator, der nur seine eigenen Interessen und die der Kommunistischen Partei vertritt. Überall wo er zu Besuch kommt, werden Demonstrationen verboten und Leute verhaftet. Es mutet schon komisch an, wenn man unseren Bundesrat mit so einem Herrscher gemeinsam am Fondue essen sieht. Die Schweiz sollte sich schämen. 

China's President Xi Jinping, center, Xi's wife Peng Liyuan, left, and Swiss Foreign Minister Didier Burkhalter eat Swiss cheese fondue during lunch during Xi's two days state visit to Switzerland in Bern, Switzerland, Monday, Jan. 16, 2017.  (Peter Klaunzer/Pool Photo via AP)

Chinas Präsident Xi Jinping (Mitte) isst mit seiner Frau Peng Liyuan und Aussenminister Didier Burkhalter. Bild: AP/POOL KEYSTONE

Fühlen Sie sich von der Schweiz unterdrückt?
Ich bin enttäuscht. Die Polizei und der Bundesrat hat versucht, uns zum Schweigen zu bringen. Für mich als Schweizer Bürgerin mit tibetischen Wurzeln ist das eine Schande. Eine Schande für unsere Demokratie. In den 60er Jahren hat die Schweiz als eines der ersten westlichen Länder tibetische Flüchtlinge aufgenommen. Jetzt hat man uns den Rücken zugekehrt. Wir wurden öffentlich zensuriert, weil die Schweiz mit einem brutalen diktatorischen Staat Freihandel treiben will. Was ist das für ein Zeichen für unsere Demokratie? 

Wie sollte man denn sonst mit China umgehen? 
Es gibt andere Möglichkeiten als ein Freihandelsabkommen. Die Schweiz hätte grossen diplomatischen Spielraum. Sie könnte versuchen, die Freilassung von politischen Gefangenen zu erwirken oder gleichzeitig mit dem Besuch, öffentlich die Menschenrechtsverletzungen zu kritisieren und politischen Druck auf Xi Jinping aufzubauen. Stattdessen kuscht die Schweiz komplett vor China.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Baccaralette 17.01.2017 12:57
    Highlight Highlight Ganz subjektiv ist es eben die Aufgabe eines neutralen Landes, beide Parteien gleich zu behandeln. Sonst verliert es seine Neutralität. Und ja - meiner nicht mehr ganz so subjektiven Meinung nach dürfte die Schweiz gerne auch etwas hinsichtlich der Menschenrechtsverletzungen und und und anbringen, die China betreffen. Aber grundsätzlich ist das ein Konflikt zwischen zwei Ländern.
    • Fabio74 18.01.2017 07:30
      Highlight Highlight Neutralität hat nichts mit zu Kreuze kriechen zu tun und auch nichts mit dem ausser Kraft setzen der verfassungsmässigen Rechte.
      Die CH-Politik hat sowieso nichts mit neutral zu tun, sondern es get nur um Geld
  • Herbert Anneler 17.01.2017 05:34
    Highlight Highlight Natürlich ist die Menschenrechtslage in China höchst problematisch, aber wie viele Tibeter in der Schweiz haben sich z.B. für die Flüchtlingen aus Afrika und Syrien eingesetzt, die in Europa ebenfalls alles andere als menschenrechtswürdig behandelt werden, die man ertrinken und erfrieren lässt? Blindheit aus Hass auf China bringt weniger als ein Dialog MIT China. Und was wäre abgegangen, wenn es zur Selbstverbrennung gekommen wäre? Ist Solches konstruktiv?
  • Rene Tinner 17.01.2017 05:01
    Highlight Highlight Diese Arschkriecherei unserer Regierung widert mich an. Um des Geldes willen werden diese Diktatoren hofiert. Eine Schande für die Schweiz. Doch das passt alles ins Bild der habgierigen Wirtschaftslobby.
    • meliert 17.01.2017 13:42
      Highlight Highlight Wollen Sie unseren Wohlstand opfern und auf Konfrontation gehen mit der restlichen Welt?

      So funktioniert halt (leider) der Kapitalismus!
  • meliert 17.01.2017 03:12
    Highlight Highlight Wegen der Polizei das alte Sprichwort; "es ist nicht das Gleichen wann zwei das Selbe tun"

    Ein Dilemma für die Schweiz; einserseits Arbeitsplätze für Produkte wie Maschinen, Uhren, Milchprodukte usw. die nach China exportiert werden und auf der anderen Seite die billigen Produkte wie Textilien, Haushaltgeräte etc. die für uns "armen" Einwohner importiert werden.
  • Spooky 17.01.2017 02:28
    Highlight Highlight Den Tibetern geht es heute viel besser als unter der Herrschaft der buddhistischen Mönche.
    • Lord_Mort 17.01.2017 07:35
      Highlight Highlight Da glaube ich eher den Worten, der Frau aus dem Interview, als Ihnen.
    • Fairness_3 17.01.2017 08:37
      Highlight Highlight Täglich werden Menschenrechtsverletzungen, die dokumentiert sind.
    • ➶ t ➴ 17.01.2017 11:17
      Highlight Highlight Spooky hat keine Ahnung und nur bisschen kommentiert. Vorher leider EINseitig belesen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Tobias K. 17.01.2017 00:45
    Highlight Highlight Komm diese elende Doppelmoral nervt mich extrem. Free Tibet rufe sind wahnsinnig einfach in einem sicheren Land wie der Schweiz. Bringen uns die Tibeter das Handelsvolumen wie China würde es anders aussehen.
    China ist für die Schweiz eminent wichtiger als Tibet. All die Kritiker schreiben ihre Kommis auf Smartphones und PC's made in Tibet?? Wahrscheinlich nicht wirklich. Also hört mit dieser scheinheiligen Moral auf. Die Hälfte der Produkte wäre in unserem Wohlstandsland gar nicht möglich ohne China. No PC,s, No Apples, No PS4, No TV,s, No Spielzeugs etc.
    • Sauäschnörrli 17.01.2017 14:14
      Highlight Highlight Amerika, Südkorea, Japan und Taiwan, dass sind die grossen Entwickler, diese Produkte sind also auch ohne weiteres ohne China produzierbar. Vielleicht nicht zum selben Preis aber die Produktion ist ja oftmals nur ein Bruchteil des Marktpreises.
  • malu 64 16.01.2017 22:37
    Highlight Highlight Dem grossen Drachen den Bauch pinseln,
    damit China ohne Kritik weitermachen kann und sich durch die schweizerische Protest
    Unterdrückung noch bestärkt fühlt. Wo ist der
    angeborene Drang nach Freiheit und Gerechtigkeit geblieben? Geld hat diese Gefühle aufgefressen.
  • Thinktank 16.01.2017 22:29
    Highlight Highlight Immer wenn ein Chinese in der Schweiz auftaucht, macht die Tibetische Minderheit ein Spektakel und die Medien greifen es dankbar auf um etwas Abwechslung neben Trömp zu bringen. Übermorgen hat's wieder jeder vergessen. Die Tibeter sollten ihr Leben in der Schweiz geniessen oder nach China gehen zum protestieren.
    • Locusto 17.01.2017 00:05
      Highlight Highlight Après moi le déluge.. Empathie, schon mal was davon gehört?
    • ➶ t ➴ 17.01.2017 11:19
      Highlight Highlight Weisst du, ob ein Tibetischer Flüchtling ohne folgen nach China reisen kann? Nein?
      Übrigens wird auch in Tibet protestiert.
  • ElendesPack 16.01.2017 22:05
    Highlight Highlight Ähm, nein, ich schäme mich als Teil der Schweiz nicht. China ist ein global wichtiger Handelspartner. Verhandlungen damit zu führen, ist normal und nicht verwerflich.
    Ich finde es nur peinlich, dass unsere Behörden heute nicht mehr bereit sind, Gruppen wie den Tibetern, die nie Ausschreitungen provozierten, keine Demobewilligungen mehr zu geben. Auch China darf wissen, dass bei uns jede Stimme ihr Recht hat, ob es dann beleidigt ist oder nicht. Aber auf unser Geld werden auch sie nicht verzichten.
  • malu 64 16.01.2017 20:32
    Highlight Highlight 14 junge Tibeter wünschen, dass Ihr illegal besetzte Land wieder frei wird. Was ist daran ungesetzlich? Leute zum Nachdenken zu bringen und auf Fehler aufmerksam zu machen, sollten wir und unsere Regierung sich leisten können. Konstruktive Gespräche sind nur jene, die auch Kritik beinhalten. Nur Gespräche mit kritischen Tönen bleiben im Gedächtnis und können eine Veränderung bringen. Die neutrale Schweiz sollte allgemein mehr Kritik an Ländern üben, welche Rassen verfolgen, Menschenrechte verletzen, die Religionsfreiheit nicht akzeptieren, Frauen minderwertig behandeln usw.
  • Fairness_3 16.01.2017 20:15
    Highlight Highlight Es ist einfach lächerlich wie unterschiedlich die Polizei Demonstrationen beurteilt. Ich bewundere alle Polizisten, die ihrer täglichen Arbeit nachgehen, doch manche Vorgehensweise kann ich kaum glauben. In Bern werden laut schreiende Tibeter, die friedliche demonstrieren (unbewilligt) in Gewahrsam genommen. In Luzern wüten Linksextremisten bei einem Saubanndrzug durch die Stadt und richten Sachschäden an, die zehntausende Franken kosten. Die Polzei greift nicht ein, weil sie keine Eskalation wollte.
  • Corahund 16.01.2017 19:43
    Highlight Highlight Die meistens, die einen Komentar abgeben, waren noch nie in China und haben schlicht keine Ahnung.
    Wir müssen mit diesen Ländern einen normalen Umgang pflegen und uns nicht einmischen. Es hilft niemandem.
    Die Schweiz ist schlicht zu bedeutungslos, etwas in China zu bewirken. In unserem Land gibt es auch menschenunwürdige Zustände; Armut, Unterdrückung in der Arbeitswelt etc.. Es geht uns aber auf einem hohen Niveau schlecht und darum ist es manchmal besser, einfach mal die Schnauze zu halten. Nehmen wir es als Chance, dass der chinesische Präsident uns einen Besuch abstattet.
    • Fabio74 18.01.2017 07:35
      Highlight Highlight Falsch. Die Schweiz hat wirtschaftlich was zu sagen und sie hat die Pflicht Missstände anzuprangern. Kadavergehorsam ist falsch
  • Wakeluke 16.01.2017 19:15
    Highlight Highlight Bei allem Respekt vor der Arbeit der Polizei: 24Stunden zuvor zogen rund 300 WEF-Gegner unbewiligt und zum Teil vermumt durch die Stadt Bern... völlig unbeheligt durch die Polizei... komisch, wie hier der Masstab angesetzt wird.
  • Denverclan 16.01.2017 19:09
    Highlight Highlight Das Gesetz des Stärkeren.....sind wir doch einfach wenigstens 1x ehrlich, wir Schweizer sind extrem auf unseren Vorteil bedacht. Mit dieser Strategie haben wir unseren Lebensstandart "erarbeitet". Das ist moralisch höchst zweifelhaft, aber zum Schutz unserer Spezies wiederum verständlich und für so ein kleines Land überlebenswichtig. Vogel friss oder stirb, leider gibt es keinen anderen Weg, mit fliegenden Fahnen untergehen wäre verantwortunglos gegenüber jedem "Eidgenossen". Kröte schlucken und Mitgefühl zeigen ist alles was uns bleibt.....eigentlich schrecklich, wirklich schrecklich.....
  • Grundi72 16.01.2017 18:59
    Highlight Highlight Wir brauchen uns überhaupt nicht zu schämen! Pfui!

    Wir haben tausende Tibeter aufgenommen in der Schweiz, ich war mit vielen in der Schule. Etwas mehr Dankbarkeit wäre angebracht!!!! Nur weil die Tibeter es mit den Chinesen versaut haben, brauchen wir das nicht auch zu tun!

    • http://bit.ly/2mQDTjX 17.01.2017 01:15
      Highlight Highlight Hunderte tibetische Kinder wurden ihren Familien entrissen und als angebliche Waisenkinder in die Schweiz entführt. Mit Wissen und Billigung der offiziellen Schweiz.

      http://www.nzz.ch/schweiz/die-tibetischen-waisenkinder-die-keine-waisen-waren-1.18148045

      Es gäbe Grund genug zum Fremdschämen! Auf eine Wiedergutmachung warten diese Kinder ebenso wie deren ursprünglichen Familien bisher vergeblich.
    • Datsyuk * 17.01.2017 01:18
      Highlight Highlight Was haben die Tibeter versaut?
    • trio 17.01.2017 01:44
      Highlight Highlight Unglaublich!! 😢😠
  • _kokolorix 16.01.2017 18:30
    Highlight Highlight Und wo sind denn jetzt die selbsternannten Freiheitskämpfer der Schweiz? Von den Eidgenossen ist absolut nichts zu vernehmen. Würde die Sommaruga dem Junker derart penetrant den A lecken müsste sie um ihr Leben bangen. Aber hier gehts um Geld, viel Geld. Aber lasst euch gesagt sein, davon werdet ihr nichts kriegen, das haben die Reichsten bereits unter sich aufgeteilt. Und wenns schiefgeht zahlt der Steuerzahler...
    • Scott 16.01.2017 19:24
      Highlight Highlight Die Schweizer Multikulti-Jünger sollten den Tibetern jetzt dringend aufzeigen, wie gut eine Kulturbereicherung durch die Chinesen tut. Genauso wie sie auch bei uns die Vorzüge der Zuwanderung anpreisen.
    • stan1993 16.01.2017 21:48
      Highlight Highlight Xi Jinping will uns auch nicht in die Volkrepublik China zwingen kleiner aber feiner Unterschied
    • _kokolorix 17.01.2017 07:03
      Highlight Highlight Der Junker will uns auch nicht in die EU zwingen, das ist ein plumpe Behauptung der Rechtspopulisten.
      Xi verlangt zollfreien Zugang zum schweizer Markt und unsere patriotischen Unternehmer sind ganz geil darauf endlich ihre Fabriken in China ohne grosse Bürokratie betreiben zu können und dabei ¾ der Lohnkosten einzusparen. Wenn sie die Waren dann noch ohne Zoll reimportieren können vervierfacht sich der Gewinn. Wen kümmern da ein paar gefolterte Tibeter und arbeitslose Schweizer?
      Das sind Mechanismen die der Schweiz schaden, nicht die paar engstirnigen muslimischen Einwanderer
    Weitere Antworten anzeigen
  • Denk nach 16.01.2017 17:59
    Highlight Highlight Meines Erachtens hätte man mit einem neuen politischen Eklat die Chance verspielt mit China vernünftig über kritische Themen zu sprechen. Somit wäre, neben dem wirtschaftlichen Schaden, so oder so niemandem geholfen.
    • Firefly 16.01.2017 18:13
      Highlight Highlight Wird man denn jetzt mit China über kritische Themen sprechen? und wenn ja über welche und in welchem Umfang?
    • _kokolorix 16.01.2017 18:25
      Highlight Highlight Schade nur, dass ausschliesslich über Geschäfte geredet wird und der BR einem brutalen Diktator in den Hintrn kriecht. Die Ausreden die ich hier lese, lassen mich wieder einmal zum Schluss kommen, dass in der Schweiz überwiegend feige Egoisten wohnen denen das Vermögen der Reichen mehr wert ist als jeder Tibeter. Schämt euch!
    • demokrit 16.01.2017 18:28
      Highlight Highlight Wirtschaftliche Entwicklung und Dialog. Das gaukeln uns die neoliberalen Freimärktler seit Jahren vor. Tatsache ist, unter Herr Xi und Entourage ist die Situation nur ständig schlimmer geworden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ohniznachtisbett 16.01.2017 17:46
    Highlight Highlight Was China in Tibet macht, ist in der Tat eine Sauerei. Trotzdem, wenn wir mit jedem Land, das irgendwo eine Sauerei begeht, nicht mehr handeln würden, dann würden wir gerade noch mit Liechtenstein und San Marino Handel betreiben. Es ist wichtig, dass der Bundesrat auch Tibet thematisiert. Dass die Demo verboten wurde, verstehe ich. Es war eine potenzielle Gefahr, dass es zu Ausschreitungen etc. kommt. Danach hat die Polizei ihren Job gemacht. Auch wenn ich die Anliegen der Tibeter unterstütze, eine solche Demo bringt eh nichts...
    • selbstdenken 16.01.2017 20:24
      Highlight Highlight nein natürlich bringt es eine Demo nicht. da schreibe ich doch lieber einen Kommentar bei einer gratis-online-zeitung.
      merkst dus?
    • ma vaff... 16.01.2017 20:52
      Highlight Highlight und das bisschen blabla von Frau Leuthard bringt etwas?
      "Herr Xi ping pong, Könnten sie nicht vielleicht, eventuell ein bisschen netter zu den Tibetern und Uiguren sein?"
      Xi ping pong: "nope"

      Frau Leuthard vor den Medien:"Wir haben die Menschenrechte thematisiert..."

      Frau Leuthard's Gedanken: $£$£¥$€

      Dann gehe ich lieber auf die Strasse, auch wenns eh nichts bringt...
  • Max Dick 16.01.2017 17:44
    Highlight Highlight Auch wenn das alles unterste ist, was die Chinesen in Tibet und anderswo abliefern - das Handelsvolumen mit der VR China beträgt 31 mia, Tendenz steigend. Weder sie noch Frau Ritz werden in der Lage sein, dafür zu bürgen, sollte dies infolge einer Wiederholung von 1999 wieder runterkommen. Dieses "Kuschen" ist zwar eine bittere Pille, aber schlucken müssen wir sie.
    • danmaster333 16.01.2017 18:11
      Highlight Highlight Frage: Mir welchem Mittel hast du dein Smartphone/Computer bezahlt um bei watson einen Kommentar zu schreiben? Wo werden diese Geräte oder Teile davon hergestellt?
      Klar ist das was die dort abziehen eine Sauerei, aber die haben uns mehr oder weniger an den Eiern.
    • DerUnsichtbare 16.01.2017 18:16
      Highlight Highlight Du hast es erfasst..machs leicht und schwimm mit oder kämpfe allein junger Padawan
  • Francis Wilkerson 16.01.2017 17:40
    Highlight Highlight Leider spricht niemand von den positiven Entwicklungen welche dieser Besuch mit sich brachte: die chinesische Delegation hat eine Kooperation mit der Schweiz unterzeichnet um vom schweizer Know-How zu profitieren welches die olympischen Winterspiele 2022 möglichst nachhaltig machen sollte.
    • Ridcully 16.01.2017 20:25
      Highlight Highlight Ironie?
    • ma vaff... 16.01.2017 20:53
      Highlight Highlight Der ist gut😂😂
    • Switch_on 16.01.2017 22:49
      Highlight Highlight Ist es nicht eher ironisch wenn uns die Chinesen etwas über Nachhaltigkeit beibringen?
  • Olmabrotwurst vs. Schüblig 16.01.2017 17:34
    Highlight Highlight Auf der einen Seite klar verständlich, auf die andere Seite gings dabei doch beim Besuch eher um den Wirtschaftlichen Aspekt. Ich bin mir sicher das die Schweiz sich bemüht seit den 60ern auch die Probleme zwischen Tibet und China klar zustellen und versuchen eine Lösung zu finden.
  • Luca Brasi 16.01.2017 17:31
    Highlight Highlight Titel ist falsch. Es müsste Xi-Besuch heissen. Jinping ist sein "given name", Xi sein Familienname. *eyerolling because of thousand times the same explanations to different watson authors*
  • specialized 16.01.2017 17:26
    Highlight Highlight Die Polizei befogt nur Gesetze, wenn sie Demostranten bei einer unbewilligten Demo verhaftet.
    • Utopiot 16.01.2017 17:54
      Highlight Highlight Und wer entscheidet bei welchen unbewilligten Demos das passiert, und bei welchen nicht? Die Polizei
    • demokrit 16.01.2017 18:20
      Highlight Highlight Aber nicht bewilligt.
    • specialized 16.01.2017 19:19
      Highlight Highlight @Zäme, das ensprechende Konzert hat im Toggenburg stattgefunden, genauer in Unterwasser. Ist ein kleiner aber feiner Unterschied.
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