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Der Präsident der Schweizerischen Vereinigung der Kinder- und Jugendpsychologie begrüsst den Protest der Maturanden. bild: keystone / montage watson

Interview

Wer am meisten leidet, wenn Maturaprüfungen durchgeführt werden

In zahlreichen Petitionen fordern Maturanden, dass auf die Abschlussprüfungen verzichtet wird. Zu gross sei die psychische Belastung und Chancenungleichheit. Der Präsident der Schweizerische Vereinigung der Kinder- und Jugendpsychologie begrüsst die Proteste und sagt, wen die ungleiche Lösung am härtesten trifft.



Ob auf Instagram oder Webseiten von Jungparteien – die Maturandinnen und Maturanden mobilisieren derzeit gegen die Durchführung der Abschlussprüfungen. Überrascht Sie dieser Protest?
Philipp Ramming: Nein, der freut mich! Diese Leute setzen sich für die Gestaltung ihrer Welt ein. Das ist natürlich eine verständliche Reaktion. Ihre Vorbereitungsmöglichkeiten sind stark eingeschränkt.

«Das ist, wie wenn man jahrelang für einen Hundertmeterlauf trainiert und dann krank wird.»

Also sind ihre Forderungen nachvollziehbar?
Ja, völlig. Sie haben sich darauf eingestellt, dass sie am Ende ihrer Ausbildung Abschlussprüfungen absolvieren müssen. Nun wurde aber der Weg dahin mit dem auf die Prüfung Einstellen und dem Vorbereiten unterbrochen. Das ist, wie wenn man jahrelang für einen Hundertmeterlauf trainiert und dann krank wird. Wenn man trotzdem antreten muss, ist das eine dumme Idee. Es wird von den Maturanden ganz plötzlich ein Verhalten verlangt, das vorher nicht wirklich trainiert wurde. Sie müssen alles selbstständig organisieren und sich den Stoff selber aneignen.

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Philipp Ramming ist Präsident der Schweizerische Vereinigung der Kinder- und Jugendpsychologie. bild: zvg

Die EDK argumentierte, dass dies von einem Matura-Schüler verlangt werden kann, immerhin sind das angehende Akademiker.
Diese Aussage kann ich nicht verstehen und möchte sie deshalb auch nicht kommentieren.

Sie sind also gegen die Durchführung der Abschlussprüfungen.
Ich möchte keine Partei ergreifen. Wenn die Prüfungen so gestaltet und beurteilt werden, wie wenn die Coronakrise nicht da wäre, dann ist es nicht korrekt. Die Umstände müssen in Rechnung gestellt werden. Diese Anpassung ist sehr wichtig. Die Situation ist nicht normal, warum sollen die Schülerinnen und Schüler normal funktionieren? Es heisst aber nicht, dass sie gar nicht funktionieren sollen. Genauso wie man von den Maturanden verlangt, professionell mit der Situation umzugehen, müssen dies die Institutionen auch tun. Ich denke jedoch, dass das in den meisten Fällen so gemacht werden wird.

Die Maturanden sagen ausserdem, dass bei einer Durchführung der Prüfung die Sorge um die Gesundheit belastend sei.
Das kann tatsächlich eine zusätzliche Belastung sein. Prüfung heisst auch ohne Corona Stress: Man hat Angst, durchzufliegen oder einen Schaden zu erleiden. Jetzt kommt alles zusammen. Das ist unheimlich viel aufs Mal.

Neben der Gesundheit stellt sich auch die Frage nach der Chancengleichheit.
Es ist klar, dass Kinder aus der Mittel- und Oberschicht mit einem akademischen Umfeld einen Vorteil haben. Solche, die keine Hilfe beanspruchen können, haben schlechtere Chance. Diese Schüler belastet diese Situation zusätzlich. Wenn jemand nicht gut vorbereitet ist, ist diese Person mehr auf Unterstützung und Glück angewiesen.

Auch unter den Kantonen gibt es Unterschiede, nicht alle werden die Maturaprüfungen durchführen. Ist es für die Jugendlichen so noch schwieriger, mit der Situation umzugehen?
Das ist tatsächlich gemein und unfair. Aber es war auch schon vorher so. Die Jugendlichen müssen lernen, mit diesen Differenzen fertig zu werden und der Tatsache, dass die Welt unfair ist. Das ist nun mal so.

Inwiefern können die Jugendlichen von dieser Erfahrung profitieren?
Sie werden lernen, dass man zu sich selber Sorge tragen muss. Andere setzen sich zum ersten Mal politisch ein, das finde ich gut. Andererseits werden sie merken, dass jeder seines Glückes Schmied ist und ein bisschen Reserve nie schadet. Ihnen wird vielleicht klar, dass jedes System seine Fehler hat. Und es wird ihnen bewusst werden, dass es keine absoluten Wahrheiten gibt, nur von Menschen gemachte Strukturen. Uns allen wird zudem noch stärker bewusst, dass wir ein Bildungssystem haben, das selektioniert.

«Uns allen wird zudem noch stärker bewusst, dass wir ein Bildungssystem haben, das selektioniert.»

Wie wichtig sind die Abschlussprüfungen für die persönliche Entwicklung?
Diese Abschlussprüfungen wird die jetzige Maturageneration so oder so prägen. Natürlich sind Prüfungen ein Abschluss einer Zeit. Aber es braucht nicht zwingend eine Prüfung. Es braucht jedoch zwingend einen Abschuss, in welcher Form auch immer.

Noch immer herrscht Unklarheit, wie und ob die Abschlussprüfungen durchgeführt werden. Ist das lange Warten zumutbar?
Es muss nun möglichst schnell etwas passieren. Je früher die Schülerinnen und Schüler Klarheit haben, desto mehr Sicherheit haben sie. Lange hin und her zu diskutieren und dann plötzlich mit der Prüfung zu kommen, ist nicht sehr elegant. Aber man darf auch nicht vergessen, wie schwierig das für die Entscheidungsträger ist. Sie können es eigentlich nur falsch machen.

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97Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Sinus Kurt Kurt Pfister 30.04.2020 10:04
    Highlight Highlight Der Vergleich mit dem jahrelangen Training auf einen 100 m Lauf ist hier wohl etwas sehr komisch.
    Es wären dann ja alle krank und somit ist das Problem wieder relativ ähnlich.
    Ich vermute, dass das Virus einigen gerade gelegen kommt, um die Gesundheitsfrage vorzuschieben und damit dem Prüfungsstress auszuweichen.
  • jojimen 29.04.2020 20:19
    Highlight Highlight Eine Option wäre doch auch die Prüfungen freiwillig zu schreiben. Dann würden diejenigen die wollen/müssen nicht benachteiligt werden. Bei allen anderen wird der Notendurchschitt angerechnet.
  • Horst-Rüdiger 29.04.2020 15:58
    Highlight Highlight Das ist nun wirklich nicht das grösste Problem dieser Krise: Prüfung streichen, fertig!
    Diese Matur wird eh völlig überschätzt. 90% des Wissens das diese Schüler mühsam auswendig lernen müssen kann man heute in wenigen Sekunden auf sein Smartphone laden.
    Die besten Maturanten sind meist auch nicht diejenigen, welche es im späteren Leben zu was bringen.
    Und um zum Beispiel Gender Studies zu studieren braucht es nun wirklich nicht viel Grundlagenwissen, Hauptsache die politische Einstellung stimmt.
  • Grohenloh 29.04.2020 14:42
    Highlight Highlight «Uns allen wird zudem noch stärker bewusst, dass wir ein Bildungssystem haben, das selektioniert.»

    Wie muss man sich ein Bildungssystem vorstellen, das nicht selektioniert? Alle werden Professor oder alle werden FaGe?

    Und die jeweils anderen Berufe? Aus Bildungssystemen rekrutieren, die selektionieren?

    Wenn schon die Pädagogikelite so denkt, ist es kein Wunder, dass unser Bildungssystem disfunktioniert.

    Übrigens werden heute Wochenpläne mit selbstständigem Bearbeiten von Viertklässlern verlangt.
  • Demetria 29.04.2020 14:34
    Highlight Highlight Erinnert mich an meine Matur: die Oberschichtseltern einen regelrechten Lernring aufgestellt damit ihre Sprösslinge mit einem Erwachsenen Latein lernen konnten, gerne auch in der Gruppe. Bei mir war es das Gegenteil: meine Eltern fanden Matura und Latein Scheisse, weil es kein Geld nachhause bringt. Der Lateinlehrer hasste mich, weil ich seinen 5er Schnitt versaute. Hätte ich es mit einer Pandemie obendrauf geschafft? Kaum. Es braucht aber frisches Blut von unten. Man kann in der Affaire Lauber zeigt, wie Inzucht unter den Reichen endet. Lernen mit Eltern ist Spicken und sollte illegal sein.
  • kaderschaufel 29.04.2020 14:33
    Highlight Highlight Also, an der Maturaprüfung wird ja der Stoff von 3 Jahren getestet. Und während 2 3/4 Jahren davon hatten die ja normalen Unterricht. Ich sehe jetzt überhaupt kein Problem darin, zum Beispiel eine Mathematikprüfung zu machen, und vielleicht das letzte Thema, das im März/April drangekommen wäre, wegzulassen.
  • Alteresel 29.04.2020 13:58
    Highlight Highlight Die Matura, das grosse Coronaproblem!
  • who cares? 29.04.2020 13:40
    Highlight Highlight Hm also ich komme nicht aus einem ungebildeten Haushalt, aber das Maturniveau in Mathe, Englisch, Franz etc. überstieg schon längst die Fähigkeiten meiner Eltern, mir etwas davon beizubringen. Das wird wohl bei den meisten so sein, bis auf die Ausnahme mit dem Matheprofessor als Vater. Ausserdem hatten wir im Unterricht extra Selbststudiumsmodule, die uns auf das lernen an der Uni vorbereiten sollten.
    "Diese Aussage kann ich nicht verstehen" tschuldigung, aber dies finde ich eine ganz schwache Antwort des Herrn.
    • who cares? 29.04.2020 13:54
      Highlight Highlight Ach ja und wenn wir Fragen zum Stoff hatten, haben wir uns untereinander ausgetausch z.B. über Whatsapp, Klassenchat etc. Weder die Lehrperson noch die Eltern hatten dabei viel beizutragen. Das sollte doch auch in der Coronazeit möglich sein.
  • Trouble 29.04.2020 13:16
    Highlight Highlight Man sollte auch unter solchen Umständen mehr oder weniger normal funktionieren können. Bei beinahe allen läuft es momentan nicht so wie sonst, trotzdem wird die Leistung abgerufen.
    Bei mir wurde dieses Jahr der wichtigste Kongress zur Prüfungsvorbereitung für die Facharztprüfung gestrichen. Trotzdem werde ich sie schreiben müssen. So spielt halt das Leben.
  • Triumvir 29.04.2020 13:12
    Highlight Highlight An der Uni sagt dir auch niemand, dass du jetzt für eine Prüfung lernen musst. Was aber klar ist, dass es eine einheitliche Lösung für die ganze Schweiz braucht. Ich würde für durchgehend schriftliche Prüfungen plädieren.
  • IbGu 29.04.2020 13:01
    Highlight Highlight Viele reden, ohne das System zu kennen.
    Eine schriftliche Maturprüfung macht nur 25% der Abschlussnote im jeweiligen Fach aus. Eine Maturnote besteht zu 50% aus der Zegnisneute (Prüfungen seit August 2019). Die anderen 50% setzen sich aus der schriftlichen und mündlichen Maturprüfung zusammen. Da die Mündlichprüfungen vom Bund gesetzlich nie vorgeschrieben wurden und im Moment fast von allen Kantonen abgelehnt werden, diskutieren wir jetzt nur über 25% der Maturnote.
    Ist es verhältnismässig, dass wir wegen 25% einer Abschlussnote Risiken eingehen oder das System überlasten?
    • Bündn0r 29.04.2020 15:06
      Highlight Highlight Es gibt für mich keinen Grund, wieso mündliche Prüfungen abgesagt werden sollen. Können sie doch bequem online erfolgen.

      Der eine Maturand der Schule, ohne PC zuhause, soll halt den PC Raum benutzen. Viele Mittelschulen setzen ja beteits im normalen Unterricht auf Laptops der Schüler.

      Sollten die Schüler nur zur Prüfung an die Schule kommen und die anderen Jahrgänge online unterrichtet werden, steht mehr als genug Platz zur Verfügung. 2m Abstand hatten übrigens wohl alle von uns (kein Spicken) Somit ebenfalls problemlos durchführbar.

      Fazit: Die Prüfungen kann man gut durchführen.
    • IbGu 30.04.2020 13:21
      Highlight Highlight Oft (fast zu 100%) braucht es für eine Mündlichprüfung eine kurze Vorbereitungszeit unter prüfungsbedingungen. Wie wollen Sie dieses Problem lösen? Macht das ganze Sinn, wenn die Maturprüfungen schlussendlich bei maximal 5% der Schüler dafür ausschlaggebend sind, dass sie selektioniert werden? Das meine ich eben mit der Verhältnismässigkeit.
  • Patho 29.04.2020 12:54
    Highlight Highlight Wenn die Prüfungen abgesagt werden, nimmt man den schlechten Schülern die Chance sich zu verbessern und die Matur zu bestehen, deshalb sollten sie ganz normal durchgeführt werden!

    Für alle anderen ist es egal, da man sich sowieso praktisch nur verbessern kann (man muss 0.5 Noten besser sein um eine um 0.5 höhere Endnote zu bekommen, aber 1.5 Noten schlechter um eine um 0.5 schlechtere Endnote zu erhalten, mathematisches Runden sei Dank).
    Die meisten von uns haben es damals eh gechillt, ein bisschen campen hier, ein paar Bierchen da, gelernt haben die Streber und die Schlechten...
    • IbGu 29.04.2020 13:26
      Highlight Highlight Dafür können die schwächeren SuS aktuell noch durch freiwillige Prüfungen ihre Zeugnisnoten verbessern. Ich als Lehrer hatte schon über 10 somcher Mübdlichprüfungen, die dem einen oder anderem die Note aufrunden konnten.
  • Queen C 29.04.2020 12:52
    Highlight Highlight Leiden, weil eine Maturaprüfung durchgeführt wird? Meine Güte, was sind das für Jammerlappen...
  • Luesae 29.04.2020 12:21
    Highlight Highlight Bin auch Maturantin. Wir haben noch nicht den gesamten Stoff vermittelt bekommen.. Besonders Physik hatten wir noch keine Prüfung..
    • Bündn0r 29.04.2020 15:09
      Highlight Highlight Wenn bis Mitte März keine Prüfung durchgeführt wurde, ist Corona nicht das Problem.
      Online oder im Selbststudium ist Wissensvermittlung übrigens auch möglich.
      Das wird die Uni im September auch von dir erwarten.
  • yey 29.04.2020 11:54
    Highlight Highlight "es braucht nicht zwingend eine Prüfung. Es braucht jedoch zwingend einen Abschuss, in welcher Form auch immer."

    Dem stimme ich voll zu #showmustgoon
  • Qui-Gon 29.04.2020 11:52
    Highlight Highlight maturus/a heisst reif. Bin da grad nicht so sicher.

    Und von wegen Chancengleichheit: Wenn jemand aus einem weniger bildungsaffinen Umfeld durch das ganze Gymi kommt, schafft er die Matura auch, wenn es die anderen zu Hause nicht so haben mit der Bildung.
  • uejo84 29.04.2020 11:47
    Highlight Highlight Warum sollten die Prüfungen nicht stattfinden? Da haben wohl Lernfaule Schüler auf eine Absage gepokert!
    • Guido Zeh 29.04.2020 14:14
      Highlight Highlight ...die werden dann Hedgefondsmanager, die aufkünftig fallende (Krisen-) Kurse wetten und sich damit goldene Nasen verdienen...
  • ast1 29.04.2020 11:46
    Highlight Highlight „ Es wird von den Maturanden ganz plötzlich ein Verhalten verlangt, das vorher nicht wirklich trainiert wurde. Sie müssen alles selbstständig organisieren und den Stoff selber aneignen.“

    Für mich eine absolut unverständliche Aussage. Genau dazu ist doch das Gymnasium da? Ist doch eine gute Übung für die Uni, dort interessiert es auch kein Schwein, ob und was man macht.
  • Goldjunge Krater 29.04.2020 11:43
    Highlight Highlight Hier könnte den Jungen das erste Mal Eigenverantwortung beigebracht werden!
  • Rellik 29.04.2020 11:37
    Highlight Highlight Finde zwar auch die Maturaprüfungen müssen nicht unbedingt stattfinden, aber der Vergleich mit dem 100m Läufer ist schon sehr schlecht: Wenn einer am Abend vor dem Olympiafinal krank wird, kann er den ja auch nicht verschieben...
    • Patronus 29.04.2020 12:01
      Highlight Highlight Finde ich auch. Der Vergleich wäre besser, wenn der Sprinterin einige Wochen vor dem Wettkampf die ganze Crew ausfällt (Trainer, Physio, etc.) und sie den letzten Teil der Vorbereitung alleine bestreiten müsste.
  • MyErdbeere 29.04.2020 11:29
    Highlight Highlight Was uns Maturanden übrigens auch ganz kirre macht: Spekulierende Medien und (in dieser Angelegenheit!!) inkompetente Institutionen, die sich in die Debatte einmischen. Bei den Unis kann ich es natürlich verstehen, aber dass jetzt mit unserer Ausbildung und schlussendlich auch indirekt mit unserem Ruf in... ich sag mal... "Wirtschaftskreisen" herumgepokert wird bleibt mir ein Rätsel. Auch finde ich es schade, dass jetzt damit Politik betrieben wird. Der Ausgang der Debatte ist mir mittlerweile egal. Ich will nur noch wissen, wie es weitergeht und dann ist allet jut.
    • Me, my shelf and I 29.04.2020 12:17
      Highlight Highlight Hätte man nicht besser sagen können.
    • murrayB 29.04.2020 12:26
      Highlight Highlight Ganz einfach - lerne einfach, so wie du es so oder so machen würdest!
  • Antichrist 29.04.2020 11:29
    Highlight Highlight Echt jetzt, da fehlen ein paar Wochen von vier Jahren und dann sollen die Schüler den Karton geschenkt erhalten? Man braucht ja nur die Aufgaben etwas anzupassen. Die Unterschiede zwischen den Kantonen sind heute schon gross. In der Westschweizer lässt man viel mehr bestehen als im Rest der Schweiz. Die Freitagsdemonstrationen hatten ja zeitlich auch problemlos platz.
    • Lenii 29.04.2020 12:12
      Highlight Highlight Mit den kantonalen Unterschieden bin ich sehr einverstanden (s. Dauer des Gymnasiums: 12/12.5/13 Jahre).
      Aber hast du Quellen zu den Durchfallquoten der Westschweiz?
      (Ich habe meine Matura dort gemacht & das deutliche Gegenteil erlebt.)
    • Antichrist 29.04.2020 14:42
      Highlight Highlight https://www.srf.ch/news/schweiz/steigende-maturitaetsquoten-student-oder-bueezer-das-haengt-auch-vom-wohnort-ab
  • _Qwertzuiop_ 29.04.2020 11:26
    Highlight Highlight Wenn sie nicht erwachsen geug sind selbstständig zu kernen, wie sollen sie denn ein halbes Jahr darauf schon Semesterprüfungen schreiben? Ist etwa die gleiche Stoffmenge nur ohne Vornote und es kümmert niemanden mehr ob du bestehst oder nicht...
  • zebber 29.04.2020 11:18
    Highlight Highlight Eine Matura ist der Zugang zu den Universitäten. Nach einem Semester finden erneut Prüfungen im Stile einer Matura mit einem ähnlichen Stoffumfang statt. Es wäre für die angehenden Studenten allein schon ein deutlicher Nachteil gegenüber anderen, wenn sie keine Erfahrung mit grossen Prüfungen sammeln konnten.
  • Achlys_ 29.04.2020 11:17
    Highlight Highlight Bin selbst Maturandin und finde Klagen extem lächerlich - Keiner hat Angst vor Corona, sonst würden sie sich in ihrer Freizeit nicht treffen! Und da sich die Schülerinnen und Schüler zu gut waren, um während dem Fernunterricht irgendwas zu machen, kommt ihnen Corona als Ausrede gerade gelegen!

    Ausserdem ging es in den letzten Wochen sowieso nur um die Repetition bereits bekannten Stoffes - drum höret uf gränne! Bitte!
    • Selbstverantwortin 29.04.2020 12:09
      Highlight Highlight Kommentar bitte high-lighten!!
    • Nikki_ 29.04.2020 13:50
      Highlight Highlight Habe die Matura bereits hinter mir. Wir hatten bis Donnerstag Schule und am Samstag bereits die 1. Prüfung und die ganze Woche danach auch. Wir hatten garkeine Zeit richtig zu lernen. Die jetzigen Maturanden/Maturandinnen hätten genügen Zeit.
    • Achlys_ 29.04.2020 15:04
      Highlight Highlight Hätten sie schon, nur macht niemand irgendwas von dem, was man sollte, weil alle darauf spekulieren, dass die Prüfungen sowieso nicht stattfinden...
  • Jere 29.04.2020 11:16
    Highlight Highlight Was mich am meisten stört ist das ewige Warten auf einen Entscheid. Die LAP's wurden bereits vor Wochen abgesagt. und das innerhalb von wenigen Tagen. Wieso das bei den Maturprüfungen dermassen lange dauert verstehe ich nicht! In der BMS Bern wurde entschieden, dass es keine Notenarbeiten mehr gibt und die Erziehungsdirektion hat auch beschlossen das eine Prüfung keinen Sinn macht... wieso der Bund solange hat diesen Entscheid auch zu fällen finde ich eine Frechheit!
  • Hans Doe 29.04.2020 11:11
    Highlight Highlight Wenn ich mich so an meine Matura erinnere, muss ich bei der ganzen Thematik schmunzeln. Die Prüfungen selbst sind ja nicht die grosse Entscheidung. 95% oder mehr bestehen die Matura und die, welche durchfallen würden bereits aufgrund der Erfahrungsnoten (welche mehr als 50% ausmachen) durchfallen. Zudem sind die Noten der Matura nicht wirklich relevant. Egal mit welchen Noten kann ich an alle Hochschulen der Schweiz und nach dem nächsten Abschluss interessiert sich niemand mehr für meine Matura.
  • swisscheese 29.04.2020 11:09
    Highlight Highlight Tschuligom, aber die Matura ist eine Reife-Prüfung. Herr Ramming meint, die Schüler sollen nicht fähig sein, sich den Schulstoff selber anzueignen? Sie können nicht mit einem Prüfungsdruck umgehen? Mittel- und Oberschicht hätten einen Vorteil? Ich denke nein! Wer sich die Matura verdienen will sollte genau diese Selbständigkeit aufweisen und mit ein bisschen Druck umgehen können.

    Ich bin jedoch auch dafür, dass die Prüfungen angepasst werden, z.B. nur schriftlich.
    • 155West 29.04.2020 11:34
      Highlight Highlight Die "Reife-Prüfung" wurde so ausgerichtet, dass sie Schüler unter Druck setzt und von diesen einiges verlangt. Dabei hat sich der Bund darauf geeinigt, wie hoch dieser Druck sein soll und was alles verlangt werden darf.

      Wenn sich nun die Voraussetzungen und Bedingungen dahingehend ändern, dass der Druck höher wird, während sich die Vorbereitungsmöglichkeit verschlechtern, dann wird in der "Reife-Prüfung" MEHR verlangt, als der Bund für eine solche Prüfung definiert hat.

      Ist wie mit einem Marathonlauf: Man kann die Strecke kurz vor Start um 5km verlängern. Dann ist's aber kein Marathon mehr.
    • Qui-Gon 29.04.2020 11:56
      Highlight Highlight Was fehlt denn so Dringendes zur Vorbereitung?
    • Ritiker K. 29.04.2020 13:14
      Highlight Highlight "Mittel- und Oberschicht hätten einen Vorteil? Ich denke nein!"

      Die Schweiz hat in Europa einen der niedrigsten Anteil von UniversitätsabgängerInnen, welche nicht aus einem Akademikerhaushalt stammen.

      Ist es so schwierig nachzuvollziehen, dass MaturandInnen, welche während dem Lockdown zuhause lernen und auf Eltern zurückgreifen können, welche den Stoff selber auch mal gelernt haben (und/oder akademisches Lernen gewohnt sind) einen Vorteil haben? Ja?

      Das ist im Übrigen ein Problem mit jeglichem Homeschooling - die Qualität des Unterrichts hängt zum Teil von den Fähigkeiten der Eltern ab.


    Weitere Antworten anzeigen
  • Eau Rouge 29.04.2020 11:06
    Highlight Highlight @ Philipp Ramming

    Den Maturanten/innen darf kein selbstorientiertes Lernen zugetraut werden?!
    Keine Selbstverantwortung abverlangt?!

    Frage mich jetzt wirklich, ob wir den Schülern in der Grundstufe und Sekundarstufe 1 mit Lehrplan 21, neuen Bildungsplänen in der Berufsfachschule einen Gefallen tun und zielorientiert handeln?! Schliesslich trauen sie Herr Ramming, das nicht einmal Maturanden zu......

  • versy 29.04.2020 11:01
    Highlight Highlight Naja immerhin steht jetzt fest, wer nur auswenig lernt oder wer es wirklich weiss 🤣
    kennt doch jeder aus der schulzeit, die die am lautesten schreien gehören wahrscheinlich zur ersten gruppe.
  • mrgoku 29.04.2020 10:52
    Highlight Highlight Wenn ich mir so heutige Kaderpositionen anschauen, scheint es mir dass eine Matura oder gar Bachelor/Master reichlich wenig über die Kompetenz aussagt....

    Grundsätzlich bin ich aber dafür: Prüfung durchführen und leise heulen. Immer auf Opfer spielen bringt auch niemand weiter und wer ja was aus sich machen will kann diese Situation als Herausforderung annehmen und nicht schon am Anfang ausreden für das eigene Scheitern suchen
    • The Destiny // Team Telegram 29.04.2020 12:05
      Highlight Highlight Immer Opfer spielen?
      Man könnte ja meinen das sei ein jährliches Prozedere.
    • mrgoku 30.04.2020 09:34
      Highlight Highlight Nein in diesem Fall nicht, aber es ist tendenziell so dass man bei jeder Gelegenheit die Chance ergreift sich zu lamentieren :)
  • Scaros_2 29.04.2020 10:51
    Highlight Highlight Ich verstehe bis heute nicht die Gewichtung dieser "Abschlussprüfung". In meiner Lehre damals hat die LAP 1/8 der Gesamtnote ausgemacht.

    In der Berufsmatura hatten wir gar keine Prüfungen sondern es gab einfach den "Durchschnitt" der 2 Semester.

    Im Bachelor ist es gleich. Schnitt und Semesterprüfungen wohingehend diese bei vielen jetzt Digital durchgeführt wird. Stichwort "Safe Exam Browser".

    Das Konstrukt von "Absolut wichtigen Abschlussprüfungen" ist veraltet. Lieber den Fokus auf eine Ausbildung wo jedes Semester relevant ist.
    • MyErdbeere 29.04.2020 11:19
      Highlight Highlight @Scaros_2

      In welchem Kanton hast du die BM gemacht? Würde mich jetzt richtig interessieren, da ich gerade die BM mache und gemeint habe, dass man in jedem Kanton eine Maturprüfung hat. Nimmt mih ume Wunder ;)
  • Hipster mit Leggins 29.04.2020 10:47
    Highlight Highlight Ich finde es wieder einmal typisch, wie sich Maturanden ins Zentrum der Welt stellen wollen. Mein Bruder ist Metallbauer. Er hat den ganzen Lockdown durchgearbeitet, Berufsschule aus dem Homeoffice und nun Lehrabschlussprüfung. Ich habe den Verdacht, zu viele Gymeler waren an den Schulstreiks und haben nichts gelernt. Ein befreundeter Lehrer sagte zudem: Wer naturwissenschaftlich unterwegs ist, Mathematiker, Physiker etc. werden will, hofft auf Prüfung. Jene die soziokulturelle Animation, Altgriechisch und Philosophie studieren wollen, sind dagegen dagegen.
  • desidasree 29.04.2020 10:39
    Highlight Highlight "Die Maturanden sagen ausserdem, dass bei einer Durchführung der Prüfung die Sorge um die Gesundheit belastend sei."

    Wenn die Maturanden mit dieser Sorge nicht lernen klar zu kommen, wie wollen Sie der wirklichen Erwachsenenwelt klar kommen? Es werden noch einige viel belastender Situationen auf sie zukommen im echten Leben.

    Meiner Meinung nach sollte es doch Möglich sein für die nötigen Sicherheitsvorkehrungen zu sorgen.
    So viele Firmen haben während dieser Zeit gearbeitet und alle Mitarbeiter konnten Ihre Arbeiten gleich gut durchführen trotz der Belastung angesteckt zu werden.
  • Plat0n 29.04.2020 10:37
    Highlight Highlight Und mit dieser Selektion in der Bildung muss jetzt endlich Schluss sein. Wir können und dürfen nicht in einer hochgradig instabilen Welt Menschen darin hindern, ihr Potenzial zu entfalten. Jetzt brauchen wir die höchste Problemlösungskapazität, die wir kriegen können und dafür müssen wir die Lernenden "empowern" anstatt sie zu filtrieren.
    • ursus3000 29.04.2020 12:07
      Highlight Highlight Setzen wir doch gescheiterte Maturanden auf den CEO Posten dass sie sich entfalten und die Menschheit beglücken können
    • Queen C 29.04.2020 12:50
      Highlight Highlight Welche Selektion willst du denn abschaffen? Soll jeder zB Medizin oder Astrophysik studieren dürfen?
      Was wie ist ‚höchste Problemlösungskapazität‘?
      Inwiefern werden Schüler/innen denn heute nicht ‚empowert‘ resp was soll ‚filtriert‘ heissen?
    • Grohenloh 29.04.2020 14:54
      Highlight Highlight Platon:
      Problemlösungskompetenz IST das Selektionskriterium Nummer eins 😉
    Weitere Antworten anzeigen
  • WID 29.04.2020 10:34
    Highlight Highlight Ich kann die Leier der Benachteiligung nicht mehr hören. Die Lehrpersonen stehen den SchülerInnen meist vorbildlichst zur Verfügung.
    • The Destiny // Team Telegram 29.04.2020 12:09
      Highlight Highlight @WID, Quelle: WID ist Lehrer?
    • The Destiny // Team Telegram 30.04.2020 11:23
      Highlight Highlight @Sakura, ich stelle hier keine Behauptungen auf und habe deshalb auch nichts nachzuweisen.

      s.? oben.
    • WID 30.04.2020 13:28
      Highlight Highlight @The Destiny // Team Telegram: nein ich sehe es nur in meinem Umfeld.
  • Markus97 29.04.2020 10:27
    Highlight Highlight Ich finde halt schon irgendwie, dass eine Maturaptüfung zu wichtig ist, um sie einfach zu erlassen.

    Ein Entgegenkommen ist aber sicher möglich. Wie wäre es mit einen Monat verschieben, damit die Schüler grnug Zeit zum lernen haben, und einen Fehlversuch nicht als solchen anzurechnen?
    • Junge Schnuufer 29.04.2020 10:35
      Highlight Highlight Es soll durchaus Schüler geben die nach der Matura Pläne haben die sich nicht einfach um einen Monat verschieben lassen.
    • _Qwertzuiop_ 29.04.2020 10:51
      Highlight Highlight Ausser RS sehe ich schwarz für jegliche „Pläne“... und Abschluss hat ja wohl Priorität
    • FelixKunzJr 29.04.2020 10:56
      Highlight Highlight Zu wichtig? In welcher Hinsicht? Das Maturazeugnis welches massgebend für das bestehen der Matura ist, besteht aus ca. 10 Noten. Davon werden nur die hälfte an der Maturaprüfung geprüft. Bei den anderen gelten die Vorschlagsnoten. Bei den geprüften fächern zählt die prüfung jedoch auch nur zu 50%. Ergo hat die grosse Maturaprüfung eine Gewichtung von 25%.

      Ich verstehe nicht wie so ein grosser Tumult um 25% gemacht werden kann.
      Es ist nicht so, dass diese Prüfung alleine darüber entscheidet ob man an einer Hochschule studieren kann oder nicht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Kaylik 29.04.2020 10:15
    Highlight Highlight Ein weiterer zu naiver Erwachsener, welcher auf die dreisten und auf gnadenlose Faulheit zurückzuführenden Forderungen der "Maturanten" reingefallen ist.

    Versteht mich nicht falsch, letztes Jahr war ich selbst im Abschlussjahr und damals hätte ich auch alles was irgendwie möglich gewesen wäre getan um keine Abschlussprüfungen zu haben. Die Art wie diese Schüler argumentieren ist einfach zu frech und dreist.

    Wir müssen ehrlich sein und ich spreche aus eigener Erfahrung. "Maturanten" sind zu 75% ein Haufen fauler Teenies die mit absolutem Minimalismus irgendwie durchkommen wollen.
  • Mügäli 29.04.2020 10:12
    Highlight Highlight ‚Warum sollen die Schüler normal funktionieren?‘, ja, weil‘s die meisten Anderen auch müssen.

    Ich habe auch Prüfung am Freitag und die letzten 2 Monate Onlineunterricht. Natürlich ist Präsenzunterricht besser aber ich möchte meine Prüfung nicht verschieben. Ich habe mich seit einem halben Jahr vorbereitet und diese letzten 2 Mte. waren nicht ausschlaggebend für den zu erlernenden Stoff, zumal vor den Prüfungen sowieso repetiert wird und dies geht im Selbststudium gut.

    Prüfungen sind immer ‚Nervenaufreibend‘ aber sie sind auch wie ein ‚Schlussstrich‘, geschafft und jetzt runterfahren.
    • Kaylik 29.04.2020 10:43
      Highlight Highlight Es gab auch in den vorherigen Jahren Gründe wieso "Schüler nicht normal funktionieren" sollen. Stress zu Hause, Prüfungsangst, Beziehungsstress, Angst zu versagen, Druck, etc.

      Die Prüfungen müssen ganz normal stattfinden. Man teile die Klasse auch 2 Zimmer auf, alle von mir aus mit Mundschutz und dann gibt es keine blligen Ausreden mehr.

      Der Punkt ist, dass momentan die Angst zu versagen und die "Faulheit" grösser sind als die Angst vor dem Virus. Es wird schamlos ausgenutzt.

      Aber man kann es ihnen nicht übel nehmen, in ihrer Situation würde ich genau das selbe machen.
    • MyErdbeere 29.04.2020 11:22
      Highlight Highlight Erstmal toi toi toi für deine Prüfung. Ich möchte jedoch noch anmerken, dass z.B. die BM 2 (zumindest bei mir) noch einen Drittel des Semesterstoffs vor sich hat und dass man damit erst rund 2 Wochen vorher fertig werden würde, unter normalen Umständen. Klar, man könnte die Prüfungen abändern... bin sehr gespannt, was der BR heute datu sagt.
    • Mügäli 29.04.2020 11:50
      Highlight Highlight @MyErdbeere - danke :) - ok, ja das ist natürlich schlecht organisiert. In dem Fall finde ich auch, dass ‚nur‘ der Stoff prüfungsrelevant sein darf, welchen man im ‚ordentlichen Unterricht‘ erlernen konnte. Ihr habt keine Repetition? Als ich die BM machte war dies noch anders aber das ist 25 Jahre her. Ich wünsche Dir auf jeden Fall auch viel 🍀, du schaffst das :) ..
    Weitere Antworten anzeigen
  • Radesch 29.04.2020 10:10
    Highlight Highlight Es ist pädagogisch sowieso sinnlos, mehrere Jahre Ausbildung mit einer Hand voll Prüfungen zu bewerten. Allerdings macht es das ganze natürlich viel einfacher, als wirklich gute Prüfungen in der Schule zu konzipieren, die in sich schon aussagekräftig genug wären um einen Abschluss zu rechtfertigen.

    Ausserdem kratzt das wirklich niemanden, ob man mit oder ohne Prüfung die Matura hat. Wenn man studiert hat ist sowieso der Bachelor die Qualifikation, nicht die Matura.

    Die Priorität im Schulsystem sollte sein, dass die Leute wissen wo sie Wissen finden und sich dieses Schnell aneignen können.
    • ursus3000 29.04.2020 10:39
      Highlight Highlight Copy/Paste von Google und alles wird gut ? Aha jeder ein Experte , da wundert mich eigentlich gar nichts mehr . Für was überhaupt in die Schule gehen und was lernen ? Wird ja sowieso alles überschätzt
    • Kaylik 29.04.2020 10:50
      Highlight Highlight Das ist halt nunmal unser Sytem. Das Gymi selbst ist nicht wirklich schwer solange man Anwesend ist und einen Teil seiner Freizeit opfert. Ich sage, das Gymi selbst ist 60% der Matura.

      Die restlichen 40% sind die Abschlussprüfungen. Hier geht es richtig zur Sache. Man muss sich 6 Wochen vor den Prüfungen so richtig den A*sch aufreissen und zeigen was man drauf hat. Diese Situation muss man mal erlebt haben und dies zu meistern zeugt von Reife. Auch ist es die ideale Vorbereitung und "Aufnahmeprüfung" für die Universtäten, für die ja man dann einen prüfungsfreien zugang hat.

    • Scaros_2 29.04.2020 11:30
      Highlight Highlight Im oberen Teil stimme ich dir zu. Aber der letzte Abschnitt kann doch nicht der Generalschlüssel sein. Was soll ich den von Studenten in der Arbeitswelt die mir erklären, sie hätten sich nichts gemerkt sondern hätten gelernt den Umgang mit Google zu nutzen.

      Also gewisse Dinge sollte man schon LERNEN. Zu wissen von wann bis wann der 30. Jährige Krieg war - ok. Schau es nach. Aber Kernkompetenzen aus einem Studium/Lehre heraus solltest du schon wissen. Ansonsten bist du doch absolut unbrauchbar.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Selbstverantwortin 29.04.2020 10:10
    Highlight Highlight Mimimi. Wenn jetzt alle ihre Leistung so nicht mehr bringen würden, ginge gar nichts mehr.
    Ja, es gibt etwas andere Umstände, aber Nicht-Lehrer und Nicht-Schüler versuchen soweit irgend möglich ihren Beitrag, ihre Leistung weiter zu bringen.
    Wer dies nicht will, ist nicht reif für die REIFEprüfung Matur.
  • Laborant 29.04.2020 10:06
    Highlight Highlight Einerseits zeigt es ein bisschen die Schneeflockenmentalität der Maturanden, andererseits hat das Gymnasium doch etwas falsch gemacht, wenn man einen Schüler bis zur Schlussprüfung bestehen lässt und dort noch siebt.
    Wer zu blöd ist, um die Prüfung bestehen zu können, hätte gar nie ins letzte Schuljahr kommen können dürfen.

    Im Hinblick auf das Bestehen und Nichtbestehen der Matur sind die Prüfungen also eigentlich obsolet. Aber: Gerade die Vorbereitung auf eine Schlussprüfung ist nochmal wertvolle Stoffrepetition und damit ein letztes "Fixieren" des Wissens in Verständnis und Gedächtnis.
  • Chrigi-B 29.04.2020 10:03
    Highlight Highlight "Zu gross sei die psychische Belastung und Chancenungleichheit"

    Jetzt mal halblang. Ich war auch mal so alt. Ich hätte an vorderster Front für einen Abschluss ohne Prüfung protestiert. Aus reiner Fauhlheit und Bequemlichkeit. Da spekuliert doch genau mein damliges Ich auf einen prüfungsfreien Abschluss 😉.

    Bei allen Prüfungen die ich jemals abgelegt habe, waren die Vorgaben des BAG bereits zu 90% eingehalten.

    Also, alle Prüfungen bitte durchführen:

    Desinfektion der Pfoten bei Eintritt
    Maskenabgabe nach Desinfektion und zur absoluten Sicherheit: Nur die Hälfte der Leute im Prüfungsraum
  • P_hr 29.04.2020 10:01
    Highlight Highlight Ich als Student funktioniere auch nicht wie normal.
    Mich stresst den Fernunterricht sehr und es kostet mir viel kraft mehrere Stunden aktiv alleine zuzuhören.

    Klar, die Situation ist besser als garkein Unterricht..

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